(schwierige ?) programmierfrage mc 4000

scheph

User
hallo allerseits,

nach einigen frustrierend erfolglosen programmiertagen folgendes problem:

ich würde gerne mit dem gasknüppel sowohl das gas steuern (zum starten), als auch zum landen spoiler/störklappen. das ganze am besten durch einen schalter umschaltbar.

bin für jeden hinweis dankbar !!

scheph
 

Armageddon

Vereinsmitglied
Hallo,

bei meiner 3030 würde ich das mit zwei verschiedenen Flugphasen lösen. Soweit ich weiß gibts bei der 4000 diese Möglichkeit ebenfalls.

Gruß Kai
 
Ich würds nicht machen, Du wärst nicht der erste, der beim Durchstarten die Spoiler ausgefahren hat...

Bei mir habe ich Gas auf einem Schalter (mit Softanlauf, da der Steller sonst das Getriebe zerhäckselt), Störklappen und Butterfly auf dem Gasknüppel.
 
Ich würds nicht machen, Du wärst nicht der erste, der beim Durchstarten die Spoiler ausgefahren hat...
Da kann ich Daniel nur voll unterstützen!!
Sicher ist das möglich, aber sinnvoll??
Seit obigen Erlebnis ( :( ) habe ich seit Jahren den Motor auf einem 3-Stufenschalter (mit Soft-Anlauf) und Spoiler auf "Gas".
Gruss Jürgen
 

scheph

User
danke für eure antworten;
ich persönlich finde ich die momentane lösung (klappen auf dem gashebel, gas auf dem schieberegler) auch nicht wirklich sicher (umgreifen müssen bei evtl. startabbruch, im landeanflug)
zudem möchte ich auf eine stufenlose motor- und klappenregelung nicht verzichten, und suche nach der lösung des programmierproblems

die geber kann man ja nicht fluzustandabhängig zuordnen, ich habe nur leider bislang noch keine andere möglichkeit gefunden

denkbar wäre auch folgende lösung: das untere drittel des gashebels steuert die klappen die oberen beiden drittel das gas

ist das ganze mit der mc 4000 überhaupt umsetzbar ?

danke für evtl lösungsansätze

gruss

scheph
 
Hallo scheph,

ich kann mich nur meinen 'Vorschreibern' anschließen.

Steuerfunktionen sollten klar aufgeteilt und bei allen Modellen gleich sein, dann gibt es auch keine Überraschungen.

D. h. beim
-Motormodell:
--Gasknüppel = Gas (weil aktiv gesteuert)
--Schalter/Schieber = Landeklappen/Spoiler (weil vom Flugzustand abhängig)

-E-Segler:
--Gasknüppel = Landeklappen/Butterfly (weil aktiv gesteuert)
--Schalter/Schieber = Motor (weil vom Flugzustand abhängig)
 

Gorbi

User
Hallo Scheph
Ich würde Dir folgendes empfehlen:
Elektro-Motor auf Gasknüppel und die Landeklappen
auf dem Schieberegler neben dem Gasknüppel.
So fliege ich nun schon sehr lange.
Dies hat den Vorteil, dass das Gas immer am gleichen Ort ist (wenn du auch Motormodelle fliegen möchtest) und zugleich kannst du bei Elektroseglern mit der gleichen Hand die Klappen resp. Butterfly ausfahren und im schlimmsten Fall einfach die Hand nach vorne schieben und schon gibst du Gas und bei bedarf kannst du noch gleichzeitig die Klappen einfahren.
 
Hallo scheph,

auch wenn es Piloten (siehe Gorbi) gibt, die erfolgreich anders fliegen, falsch wäre hier der falsche Ausdruck, möchte ich nochmal auf meine Steueranordnung zurück kommen, die zudem sehr häufig geflogen wird.

Wenn bei einem zu kurzen Landeanflug bei einer Motormaschine die Landeklappen schlagartig eingefahren werden, kann dies dazu führen, dass die Kiste abschmiert. Die Landeklappen wirken hier ganz anders als an einem Segler. Bei Motormaschinen erzeugen die Klappen zusätzlich Widerstand, der übrigens durch Motormehrleistung wieder ausgeglichen wird; wesentlich jedoch ist, dass sie bei der geringeren Geschwindigkeit mehr Auftrieb liefern. Das führt dazu, dass bei geringerer Geschwindigkeit aufgesetzt werden kann und somit Fahrwerk und Zelle geschont werden. Ist der Landeanflug zu kurz, werden keinesfalls die Klappen eingefahren sondern es wird Gas gegeben. Deshalb auch die Feststellung, dass das Gas (Gasknüppel) aktiv gesteuert wird. Die Klappen nehmen in der Regel feste Werte (Start, Schlepp, Normal, Landung) ein und benötigen keine proportionale Ansteuerung.

Ganz anders sieht es bei einem Segler aus. Hier erfolgt der Landeanflug durch das Steuern der Landeklappen. Mit diesen Klappen nimmt man nicht die Fahrt heraus, eher das Gegenteil ist der Fall (Ausnahme Butterfly, hier erzeugen die inneren Klappen zusätzlichen Auftrieb). Mit den Klappen wird der Auftrieb vernichtet, einhergehend mit einer starken Widerstandserhöhung. Das Flugzeug wird zwar auch kurz abgebremst, nimmt jedoch danach wieder Fahrt auf. Der Segler (egal ob mit Motor oder ohne) bezieht seine Fahrt aus der kinetischen Energie, die ihm irgendwann mal zugeführt wurde (Motor, Hochstart, Schlepp, Thermik). Ich will hier nicht zu tief ins Detail gehen, einfach ausgedrückt ist, dass der Auftrieb von der Fluggeschwindigkeit und der tragenden Fläche abhängig ist. Der Auftrieb steht dem Gewicht entgegen. Wenn ich nun einen Teil der Auftriebsfläche zerstöre, dadurch dass ich die Klappen setzte, muss ich die Nase unten halten, um mehr Fahrt aufzunehmen und nicht Gefahr laufe, dass mir die Strömung am Flächenende abreißt.

Wenn du jetzt im Landeanflug feststellst, dass der Endanflug zu kurz wird, dann gilt wie bei der Motormühle Gasknüppel nach vorn (es gibt auch Piloten, die Vollgas am 'Bauch' fliegen, dann sollte die Wirkrichtung der Klappen analog dazu eingestellt werden). Auf Grund der etwas erhöhten Fahrt und dem schlagartigen Auftriebszuwachs, wirst du feststellen, dass der Segler förmlich nach vorn katapultiert wird. Den E-Motor benötigst du dafür nicht, wenn doch, dann hat in der Landeeinteilung vorne und hinten etwas nicht gestimmt.

Im letzten Moment kann das Einschalten des Motors sogar das Ende bedeuten. Bei einem langsam hochdrehenden Antrieb kann die Luftschraube den Segler im ersten Moment zusätzlich abbremsen, was du ja gar nicht willst. Bei einem 'Hammerantrieb' besteht die Gefahr, dass er dir das schon sehr langsame Modell schlagartig um die Längsachse dreht. Wenn du dann noch mit drehender Latte landest, kann es passieren, dass dir die Latte abbricht oder der ganze Motor aus dem Rumpf gerissen wird.

Aus den vorgenannten Gründen wird klar, dass bei einem Segler die Klappen auf den 'Gasknüppel' gelegt werden sollten, da sie eben aktiv gesteuert werden. Hier sind wieder feste Werte für den Motor erforderlich. Wenn ich nach oben will, dann mit der mir zur Verfügung stehenden Leistung (Vollgas), wenn ich oben bin, dann will ich segeln (Motor aus), egal ob in der Thermik oder ob ich 'brettern' will. Ich habe den Motor auf einem Dreistufenschalter; in der mittleren Position habe eine Einstellung, mit der ich leicht steige. Damit kann man das Modell von weiter weg zurück holen oder im Gegenanflug noch mal korrigieren, ohne gleich wieder in den normalen Steigflug überzugehen. Am 'Akkuende' kann das mal von Vorteil sein, da die Spannung dann nicht so stark einbricht, dass der Regler abschaltet.

So, jetzt hast du Hintergrundinformation von 'meiner', wie gesagt, durchaus verbreiteten Art, die Knüppel zu belegen. Andere Belegungen sind nicht unbedingt falsch, aber anders.

[Edit]
Ich fliege ebenfalls mit der mc 4000 und habe auf dem Motorschalter (=Mixerschalter, kein Geber) bei Vollgas einen separaten Flugzustand, so dass auch gleich die Klappen in die richtige Stellung gefahren werden können.

Bei einem reinen Segler liegt auf dem Schalter die Ausklinkvorrichtung, so dass auch hier ein eigener Flugzustand programmiert werden kann.
[/Edit]

[ 15. Juni 2004, 19:57: Beitrag editiert von: Andreas Michel ]
 

scheph

User
danke für eure bemühungen, aber vielleicht sollte ich mich anders ausdrücken, mich interessiert eigentlich nur das problem, WIE man das ganze auf einer mc 4000 programmieren kann (daran scheitere ich im moment), alles andere bezüglich knüppelbelegungen ist rein subjektive ansichtssache

die programmierung wäre im übrigen für einen motorsegler (G109), der ja de facto als motorflieger startet, danach einige überflüge mit schleppgas macht und bei dem schliesslich in grosser höhe der motor abgestellt wird und das modell als reiner segler mit störklappen landet

dafür würde die gesuchte programmierung duchaus sinn machen

ich hoffe, dass mir ein mc4000 besitzer eine evtl programmiermöglichkeit erklären kann

gruss und danke

scheph
 
Hab's nich ausprobiert aber vielleicht funktionierts:

Dem gemeinsame Geber "Gas" zuordnen, dem Regler "Gas" und dem Störklappenservos "2. Gas".

Jetzt (sollten) beide Funktionen an einem Geber hängen.

In den Servoeinstellungen (oder bei "Schalten" - hab' ich nicht im Kopf) die Wege von Regler und Klappen einem Schalter zuordnen. Und zwar so, das in Position 1 des Schalters der Reglerweg aktiv ist ("*") und der Weg der Klappen nicht.
In Position 2 genau umgekehrt.

Hoffentlich hilft's dir weiter. Ich habe meinen Sender leider nicht zur Hand und kann's nicht testen...

Gruß, Stefan

PS: Speicherumschaltung wie bei der 3010/3030 geht definitiv nicht.
 
Tach!

Original erstellt von MTT:
Der Nachteil ist allerdings, das man fuer die Stoerklappen als auch fuer das Gas nur den halben Servoweg zur Verfuegung hat, die Anlenkungen muessen also demenstrechend ausgelegt werden.[/QB]
So klappt's, man kann dabei auch durchaus den vollen Servoweg verwenden (-100 bis +100).
Ich hab's bei einem 4-Klappen Elektro Mini-Dragon gemacht (mit 7 Punktkurven), wo der Spoilerknüppel den Steller und Butterfly steuert. Dazu hab ich noch mit einem Geberschalter auf B einen Timer programmiert, so dass mir dessen Piepsen signalisiert wenn der Spoiler/Gas Knüppel den mittleren Null-Weg erreicht.
Ähnlich lässt sie auch das anfangs geschilderte Probleme lösen. Allerdings sollte man dem Steller einen Mischer mit Anteil Spoiler und Anteil Festwert zuordnen, die wechselseitig von einen Schalter aktiviert werden, also z. B. bei Schalterstellung EIN wirkt der Spoilerknüppel auf den Steller, bei Stellung AUS dann ein Festwert mit (-100). Entsprechend umgekehrt muss der Schalter bei den Klappen wirken.

Tobi
 

MTT

User
Hier mal 'ne Idee, wie sinnvoll das ist(waere) sei dahingestellt...

Gas-knueppel ( Geber B ) als spoiler definieren, die
Stoerklappensservos, und auch den Regler bzw. Gas-servo ebenfalls als spoiler servo definieren.
Jedem Servo eine 13-punkt Kurve goennen.
Die Kurve fuer die SK-servos dann so einstellen, das die Servos sich auf der vorderen Haelfte des Knueppelwegs nicht mehr bewegen, die Kurve des Reglers bzw. Gas-servos entsprechend entgegengestzt.
Das problem der ausgefahrenen stoerklappen beim Durchstarten ware mit dieser Loesung erledigt.

Muesste doch gehen , oder ?
Der Nachteil ist allerdings, das man fuer die Stoerklappen als auch fuer das Gas nur den halben Servoweg zur Verfuegung hat, die Anlenkungen muessen also demenstrechend ausgelegt werden.

[ 16. Juni 2004, 00:30: Beitrag editiert von: MTT ]
 

Isy81

User
Hi
Du kannst doch einfach die Geber umschalten.
Dann kannst du bequem über nen taster)hab ich noch nicht versucht, müßte aber auch gehen) oder schalter. gas auf den schieber und LK auf den knüppel oder umgekehrt legen.
Dann hast du keine probleme mit servo wegen oder sonst was. kommst bequem mit einer drei punkt kurve aus usw usw.....
Mfg
Isy

[ 16. Juni 2004, 18:33: Beitrag editiert von: Isy81 ]
 
Hallo Scheph,
genau das mache ich bei meinem Großsegler mit Klapptriebwerk.
Beim Starten kann ich sehr schön mit dem Gasknüppel den Motor hochlaufen lassen, beim landen habe ich die Störklappen auf dem Gasknüppel und kann sehr feinfühlig steuern.

Gelöst habe ich das ganz einfach:
- Modell ganz normal einfliegen
- 3 Flugphasen erstellen, einen 3-Stufen-Schalter dafür bestimmen (z.B. W1)
- Dann für Motor und Spoiler denselben Geber definieren.
- Flugphase 1: Motor auf Gasknüppel, Spoiler auf Festwert: 0%
- Flugphase 2: Motor auf Festwert 0%, Spoiler auf Festwert: 0%
- Flugphase 3: Motor auf Festwert 0%, Spoiler auf Gasknüppel.

Das war´s.

Ob das so für Dich Sinn macht, lassen ich mal dahingestellt. Für meinen Anwendungsfall funktionert die Sache gnadenlos gut.
Ich steuere dann beim Klapptriebwerk zusätzlich noch mit dem 3-Stufenschalter den Triebwerksarm.

Gruß Markus
 
Oben Unten