Selbstbau Innenläufer aus der Brushless Fibel

MiGli

User
Hallo,
letzte Woche hat die Post endlich die Brushless Fibel gebracht. Super Informativ und gut geschrieben! Großes Lob!
Den darin beschriebenen 6 poligen Innenläufer würde ich ganz gerne bauen.
Gedacht hatte ich Ihn für einen EPP-Jet ...
Hier wird der Motor in einem Projeti getestet.
Vielleicht meldet sich ja L. Retzbach selbst zu Wort.

Hat den Motor schon jemand gebaut?
Wieviel Ampere fließen bei 8 Zellen/6" APC?
Welcher Wirkungsgrad ist erreichbar?
Gibt es schon Erfahrungen mit anderen Windungszahlen/Drahtstärken?
Tipps für den Bau?

Ich habe "nur" einen 18A Hacker Regler. Hoffe der reicht in der org. Konfiguration.
Danke schon mal für Eure zahlreichen Posts...

Grüße,
Micha
 
Hi Micha,

mit Daten kann ich nicht dienen, der Motor spielt in einer andern Liga als meinen Interessen entspricht. Aber ich habe den Prototyp in einem Projeti schon fliegen sehen. "Geht" sehr gut.

Ich würde das Teil erstmal so bauen wie in der BL-Fibel beschrieben, und erst nach eigener Erfahrung damit gfls. ändern.

Gruß,
Helmut
 

Claus Eckert

Moderator
Teammitglied
Tja,

dann ist wohl doch an dem Gerücht etwas dran, dass es bald den ersten Selbstbauinnenläufermotor für E-Impeller geben wird. Aufgeschnappt habe ich das bei unserem E-Treffen in Traunreut. Geglaubt aber noch nicht so recht. Mal sehen wer hier die Nase vorn haben wird.

@Klaus

auf alle Fälle hier

[ 18. August 2003, 16:30: Beitrag editiert von: Claus Eckert ]
 
Hi Motorfans,
mit dem Innenläufer sind je nach verwendeten Eisendraht(0,5 od.0,35mm d) für den Rückschluß Wirkungsgrade um die 85% drin.Wer mit der Polpaarzahl runtergeht auf 4 oder 2 Pol(dafür braucht es aber einen durchmagnetisierten Rotor zb.von Lehner als Ersatzteil)kann auch eta´s von 90% und mehr erreichen.
Bei der Konzeption hat man alle möglichen Freiheitsgrade so kann die stärke des Rückschlußeisens sehr stark variieren(dicker Rückschluß für maximales Drehmoment weniger für hohe Drehzahlen mit geringeren Eisenverlusten).Es kann sich auch als durchaus Sinnvoll ergeben gar keinen Rückschluß(keine Eisenverluste)zu fertigen und zum ausgleich den Rotor größer zu machen.Wer mag kann auch Pulvereisenwerkstoffe oder Ferrit für den Rückschluß verwenden.Ferrit wäre durchaus möglich für höchste Drehzahlen und geringe Verluste auch im dauergetakteten Betrieb.Die Spulen solten dafür aber möglichst nah am Rotor sitzen also mit kleinst möglichen Luftspalt.Ein Japaner(Takao Shimitzu) fliegt mit solchen reinen Luftspulen Motoren schon eine ganze weile herum.
 

MiGli

User
Hallo,
na ich werde den Motor eh erstmal Standart bauen.
Ist halt nur die Frage ob mein 18 A Steller ausreicht, oder ob der Motor eher 30 A zieht?

Muß der Rückschluß eigentlich mindestens im Bereich der Magnete gewickelt werden oder darüber hinaus?
In dem Bild auf Seite 51, geht der Rückschluß nicht mal über die Wicklungsköpfe rüber...
Ich hätte den jetzt schon so weit wie möglich über die gesamte Motorlänge gemacht.

Na 85% Wirkungsgrad ist doch mal was!
Geniale Idee Christian!
Klasse Konstruktion Ludwig1

Grüße,
Micha

[ 18. August 2003, 22:07: Beitrag editiert von: MiGli ]
 
Hi Micha,

Rückschluß im Bereich der Magnete ist ok. Länger dürfte außer mehr Gewicht kaum noch was bringen, die Wickelköpfe tragen so gut wie nichts mehr zum Drehmoment bei.
Rückschluß kürzer als die Magnetlänge kannst du machen, du kommst dann in den von Christian erwähnten "Experimentierbereich". Auf Kosten des Drehmoments wird die Drehzahl höher.

Für den Anfang ist es sicher am besten, die Rückschlußlänge = Magnetlänge zu machen. Das ist gewissermaßen die "Standardkonfiguration" aller unserer Motoren.

Gruß,
Helmut

P.S.
Verwende den dünnsten Blumendraht, den du kriegen kannst. Der dünnste, den ich bislang kaufen konnte, war von Hornbach (Gartenabteilung), 0,33 dick incl. Lackschicht, auf weißer Kunststoffrolle. Man muß meistens etwas suchen, bis man den dünnen Draht findet.

[ 18. August 2003, 23:28: Beitrag editiert von: haschenk ]
 

MiGli

User
Hallo Helmut,
der Büroklammerindikatortrick ist genial!
Hatte mich schon gefragt, ob man nur durch ausmessen des laufenden Motors merkt, ob genug Eisen "drum rum" ist...

Werde die Tipps zum Rückschlußwickeln befolgen und hier weiter berichten.

Grüße,
Micha
 
Hi,

mir fällt da noch ein kleiner Trick zum Rückschluß-Wickeln ein (nicht von diesem Motor, aber was Ähnlichem):

Nach dem Wickeln der ersten Lage (schön Windung neben Windung....) die zweite Lage NICHT im gleichen Wickelsinn zurück, sondern Draht abschneiden und im umgekehrten Wickelsinn zurück, ODER auf derselben Seite wie zuvor beginnen und im gleichen Wickelsinn wie zuvor. Analog dann die dritte Lage usw.

Zweck der Übung ist, daß die jeweils nächste Lage in die "Rillen" der vorhergehenden zu liegen kommt. Wickelt sich leichter und bringt eine etwas kompaktere Wicklung.

Bei einer normalen, fortlaufenden Spulenwicklung geht sowas (leider) nicht.

Zum Schluß kann man noch den "Büroklammer-Test" machen. Wenn (bei eingelegtem Rotor) eine Büroklammer "gerade noch" oder "gerade nicht mehr" außen hängen bleibt, dann ist genug Eisen drauf; mehr bringt dann nichts mehr.

Gruß,
Helmut

[ 19. August 2003, 00:15: Beitrag editiert von: haschenk ]
 

Aschi

User
Hallo miteinander,

So wie es Helmut beschreibt also Lage für Lage habe ich auch die besten erfahrungen gemacht. Als Wickeldorn habe ich eine mit Schrumpfschlauch überzogene Duschstange bzw einen Farradlenker verwendet. Allerdings glaube Ich dass Christin ein bischen flunkert,denn die 90% konnte ich nur mit bestem 0.13mm Blech knacken. :) :) Mit Blumendraht war da nichts mehr drin. Allerdings Experimentiere ich schon seit einiger Zeit in der 300 bis 800W Klasse mit den selbstgebauten Innenleufern.
@ Claus brauchen die Buschtrommeln so lange bis zu dir? Ich bau schon seit 3 Jahren immer wieder mal zwischendurch nen Innenleufer. Ich find es einfacher als einen LRK zu bauen.
Grüsse
Thomas
 

Claus Eckert

Moderator
Teammitglied
Hallo Aschi,

ja wir in den Bergen hören das Trommeln nicht so gut. Jodeln ist hier angesagt ;)

Im Ernst, die "Buschtrommel" sagte, ein Hersteller will einen Innenläufer-Bausatz speziell für Impeller auf den Markt bringen.

So ein Bausatz war mir bis jetzt eben noch nicht vor die Augen gekommen. Oder sehen wir in den Bergen auch schlecht? ;)
 

Aschi

User
Hallo Claus,
wieso immer nur kaufen auch wenn es ein Bausatz ist.??? Wir sind doch hier in einem Modellbau Forum wie mann oben im Kopf nachlesen kann.
Übrigens gibt es schon lange eine bebilderte Anleitung, den Kontronik Katalog mit den aufgeschnittenen Motoren :) :)

Grüsse aus dem Voralpenland(dort wo getrommelt wird)
Thomas

http://home.vrweb.de/thomas_aschenbrenner/index.html
 

Claus Eckert

Moderator
Teammitglied
Hallo Thomas,

zunächst mal die Standortbestimmung: Ist Fischach im Oberland?
Ja warum nur kaufen? Hast schon recht. Aber ich denke mal so locker geht das alles nicht von der Hand. Und wenn ich alle meine Modell-Bau-Stellen so betrachte, na dann ist kaufen für mich wohl die Alternative, um zumindest in überschaubarer Zeit zu einer Anwendung zu kommen.

Nur mal so gefragt, wie sieht es denn bei Dir aus. Hättest Du nicht Lust einen Bericht für unser RCN-Magazin über den Bau eines Innenläufers zu schreiben? Hilfestellung von mir ist selbstverständlich, falls gewünscht. Kann mir vorstellen, das Du damit großes Interesse wecken würdest.
Wäre das was? :)
 
Hi Thomas,
nei ich flunkere nicht den die Schwungmassenspeicher für Fahrzeuganwendungen haben Lade/Entlade eta´s von besser 85% das heist in einer richtung müssen es mehr als 92% sein und die sind im fast gleich aufgebaut mit Ferrit als Rückschluß um die Lehrlaufverluste so gering wie möglich zu halten.Noch was zu der Wicklung die die der Thomas anwendet ist ehr wie die von den Herstellern mit GROßEN Wickelköpfen die aus der Brushlessfiebel hat KLEINE Wickelköpfe und ist durch Ihren einschichtigen Aufbau sehr gut für Mehrpolige Motoren geeignet,das die Eisenverluste durch weggelassenes Eisen verringern Hilft.Darin liegt auch der Trick der Kontronik Tango Motoren.
Wer baut den den ersten Motor mit Selbsttragender Spule und mitdrehenden Rückschluß wie die Tango und Samba Motoren.Dann muß auch kein Rückschluß mehr gewickelt werden.
 

MiGli

User
Hallo,
danke schon mal für Eure Antworten. Dieses WoE wollte ich eigentlich endlich loslegen,
nachdem aber die Aramidfasern und der Wickeldraht noch nicht da sind... :(
Aber ich bin schon am planen. Deshalb habe ich noch ein paar Fragen zur Bauausführung.

Ganz Wichtig:

Damit aus zwei Magneten ein Doppelmagnet (für einen Rotorpol) wird, müssen sich die aufeinander gelegten abstoßen, oder?
außen
N-S
N-S
innen (Muttern)

Gibt es nen Trick, wie man diese garstigen kleinen Teufel so zusammen bringt, bis der Kleber hält?

"...abwechselnde Polarität (benachbarte Oberflächen ziehen sich an)..."
Wenn man den Rotor abrollt: (sollen Doppelmagnete sein)
vorne
N S N S N S
S N S N S N
hinten

Weniger Wichtig:

Hellingbau, statt M3-Nylonschrauben... Buchenrundholz?
Gibt es hier, Nylon müßte ich bestellen.
Wicklungen ließen sich leichter nach unten schieben.
Warum Nylon? Damit nichts verklebt?

Anstelle 5 M6-Muttern gibt es Langmuttern mit 25 mm M6.
Geht auch? Oder ist die grobe Segmentierung nötig?
Nö, oder? Magnetischer Rückschluß...

Bitte meldet Euch zu den Magneten, nicht das ich da nen Denkfehler habe...
Grüße,
Micha

[ 23. August 2003, 11:35: Beitrag editiert von: MiGli ]
 
Hi Micha,
zu den Magneten einfach die Streifen aufeinander legen wie sie sich mögen und anziehen,damit bleibt die Polarisierung erhalten nur der Magnet wird DICKER.Nordpol N/S N/S.. Südpol.Es können auch noch mehr Magnete aufeinander gelegt werden.
Die Dicke hilft den Magnetischen Fluß auch noch über einen großen Luftspalt hinüber zu bekommen.
Der Magnetische Fluß nimmt in etwa Linear mit der dicke des Luftspaltes ab.Das heist ein 2mm dicker Magnet der auf 1,4 Tesla aufmagnetisiert ist , kann bei einem Luftspalt von 1mm im Magnetischen Kreis nur noch 0,7 Tesla Magnetische Induction aufbrinngen.Das ist der grund weshalb alle Luftspulen Motoren möglichst ganz durchmagnetisierte Vollmagnetrotoren haben.
Der M6 Abstandsbolzen geht natürlich auch,darauf die Magnetepackete immer mit abwechselnder Polarität aufkleben.Geht einfach weil die sich alle mögen und nicht wegfliegen.
 
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