Servo-Qualität: welches sind die besten?

KL

User
Hallo,

ich baue gerade einen Großsegler und frage mich derzeit ob ich das Höhenruder mit einem oder mit zwei Servos ansteuere. Zei servos haben den Vorteil, das wenn eines ausfällt, das andere ggf. immer noch steuerbar bleibt und der Segler dadurch dann eventuell zu retten ist.

Was aber wenn ich nur eines einsetze. Welches Qualitätsservo sollte man nehmen. Oder besser was ist das solideste Servo für diesen Einsatztzweck auf dem Markt?

Schönen Dank vorab

Klaus
 

Spunki

User
Hallo Klaus

DS-8411 oder HS-5945

Beide Servos sind im stromlosen Zustand derart leichgängig das sie im Notfall vom anderen Servo problemlos mitgezogen werden ...

Sie sind aber auch derart zuverlässig das ein Servo genügt ...

Grüße Spunki
 

Claus Eckert

Moderator
Teammitglied
Hallo Klaus,

so pauschal wird das schwierig werden mit einer passenden Antwort. Daher ein paar Fragen:
Wie groß ist der Großsegler bzw. welcher Typ/Masstab? Wie groß das HLW? Ist es ein Pendel- oder Dämpfungsflächenleitwerk? T- V- oder Kreuzleitwerk?

Wenn Du z.B. die Möglichkeit hast je ein Servo pro Ruderblatt einzusetzen, wird das beim Ausfall eines der beiden nur bedingt helfen. Denn selbst wenn das defekte in Neutralstellung stehen bleibt, erzielt man mit dem Ausschlag des funktionsfähigen Servo eine Drehung um die Längsachse. Die kann man zwar sicher bis zu einem gewissen Grad kompensieren, aber ob man den Flieger heil runter bringt, steht auf einem anderen Blatt.
Zwei Servos in "Reihe" geht auch, da addiert sich die Kraft wenn man für den nötigen Gleichlauf sorgt. Das läßt sich bewerkstelligen, aber die Anlenkung des HLW könnte da je nach Modell nach eigenen Lösungen verlangen.

Für meine Zlin Sohaj mit 6 m habe ich ein Servo der 10 kg Klasse pro Ruderblatt, dort direkt angelenkt, in Erwägung gezogen. Für Seite wird es ein 20 kg Servo im Rumpfvorderteil werden.
 

KL

User
Noch kurz zur Info:

Modell im Maßstab 1:3, 5 Meter Spannweite, Leitwerk hat knapp 80cm.

Fluggewicht rund 11 Kilo.

Danke

klaus
 

Claus Eckert

Moderator
Teammitglied
Hallo Klaus,

Spunki´s Vorschlag wäre schon mal eine gute Wahl.

[ 17. Februar 2004, 17:14: Beitrag editiert von: Claus Eckert ]
 

Thommy

User †
Hallo Klaus,
also ich habe mich bei meiner DG800



6m Spannweite, 12 Kg , Vollkohleschalenfläche

für DS8411 auf WK, QR und zugegebenermaßen etwas oversized auch für Höhenruder entschieden. Das Servo ist schnell kräftig und sehr präzise.
Mehrere Servos auf einem Ruder bringen nur etwas, wenn das Ruder (z.B. Höhe) geteilt wird, und garantiert ist, dass das Modell auch noch mit einem steuerbar ist.
Dies ist aus meiner Sicht nicht unbedingt garantiert, da wir mit einer erhöhten Ausfallswahrscheinlichkeit bei höherer Belastung rechnen müssen.
An der Fläche hab ich mich ebenfalls für ein Servo pro Ruder entschieden, da ich die Abstimmerei mehrer Servos aufeinander ätzend finde, und 8 Anlenkungen an einer Fläche auch nicht meinem Verständnis eines Scaleseglers entsprechen.

Die Verwendung eines Servotyps in dem Modell erleichtert auch die Sache mit Ersatzservos im Urlaub. Ich habe nur Graupnerstandard und Volz Flächenservos, so kann ich immer unter meinen Modellen austauschen oder muß für alle Modelle nur wenige Servotypen als Ersatz mitnehmen.

gruß
Thommy
 

KL

User
Danke für die Infos,

ich werde wohl auch nur ein Servo einbauen und das Graupner oder HS Servo verwenden.

Bei dem Preis muß die Qualität ja stimmen.

Ein Rollmoment erwarte ich bei einem getrennten Höhenruder nur bedingt und immer durch Quer ausgleichbar da bei 5 Metern Spannweite die Hebelarme und damit die Wirkung sicherlich erheblich mitspielt.

Thommy: ein schicker Segler :)

cu

Danke

Klaus
 

punk

User
Hallo Klaus,
mit der Frage beschäftige ich mich auch gerade, 5m Segler mit 11kg, Kunstflug. Das Höhenruder ist in zwei Hälften geteilt, je ein Servo treibt eine Hälfte an. Zusätzlich werden 2 Empfänger eingesetzt, Empfänger1 treibt linkes HR, rechtes QR und linke WK an, Empfänger 2 sinngemäß. Hierdurch kann bei Ausfall einer kompletten Empfangsanlage (vorrausgestzt: getrennte Stromversogung)der Segler noch halbwegs kontroliert werden, ggf. sogar gelandet werden...Bin schon froh wenn ich im Notfall die kinetische Energie eines abstürzenden Fliegers mit 11kg dort runterlenken kann wo keine Menschen stehen! Nur bei einer Sache hilft auch dieses nix: Kanaldoppelbelegung. Das Ganze ist natürlch teuer, ich weiß selbst noch nicht, ob ich diesen Aufwand treiben würde.
 

trodat

User gesperrt
Bei den derzeitigen günstigen Preisen (z.b. hobbydirekt.de ) würd ich zu JR-8411 oder Hitec 5945 raten. Damit kann man auf keinen Fall etwas falsch machen.
 

KL

User
Toller Hinweis auf die Seite von Hobby...

Sagt mal, wo ist denn der Unterschied von 5945 und 5645?

Die Servos haben fast die gleichen Leistungsdaten, es liegen aber fast 20 Euro dazwischen.

Und dann noch eine wesentlich andere Frage:

seit ihr sicher das man ein 10Kilo-Servo auf Höhe gebraucht?

Gibt es eigentlich eine Faustregel zur Servokraftauslegung aller Ruder?

cu

Klaus
 
seit ihr sicher das man ein 10Kilo-Servo auf Höhe gebraucht?
Ich nicht!
Schon 1975 (!), auf dem Hahnenmoos, flog Christian Ruch die ersten 5 Meter GFK LS1 mit etwa 9-10 kg Lebendgewicht. Mit Worthmann Profil und entsprechender Fluggeschwindigkeit. Die Landung am Schalmi löste jeweils eine kleine Erderschütterung aus...
Installiert waren die damals stärksten Simprop Servos von etwa 4 kg Kraft! Und hatte im Flug keinerlei Probleme damit!
Gruss Jürgen
PS: versucht doch einmal dieses Programm zur Rudermomentberechnung (ich habs noch nicht)

[ 20. Februar 2004, 09:52: Beitrag editiert von: Jürgen N. ]
 

Micro

User
Hallo
Der grösste Unterschied zwischen HS5645 und 5945 ist die Haltekraft. Damit das Ruder auch in der gewünschten Position bleibt.
Zuviel Kraft kann man meiner Meinung nach nie haben.
Ein gutes Beispiel ist, wenn man beim Autofahren (als Beifahrer wohlgemerkt) bei 150 Sachen die flache Hand rausstreckt und sie bewegt. Man bemerkt welche Kraft nötig ist, um die relativ kleine Fläche zu bewegen. Ein Ruder einer 5-Meter Maschine ist von der Grundfläche bestimmt um einiges größer.
mfg Christian
 

Thommy

User †
Hallo Klaus,
ich bin mir sehr sicher, dass es ein solches Servo für Höhe nicht braucht. Es schadet aber sicher auch nichts. Ich kenne keinen Fall bei dem ein Modell abgestürzt ist, weil ein Servo zuviel Kraft gehabt hat, nur Modelle die an nicht ausreichend dimensionierten Servos gestorben sind.
Wegen der Servos, frag bei hobbydirekt einfach nach. Nach meiner Erfahrung sind die nicht nur günstig sondern auch kompetent ;)
Würde Dir ja auch gerne helfen, aber mit Hitecs fehlen mir die persönlichen Erfahrungen.

Gruß
Thommy
 

Spunki

User
Ein zu "stark" dimensioniertes Servo gibt es nicht!, es geht ja hier in diesem Beitrag auch um die Zuverlässigkeit und umso weniger ein Servo belastet wird desto länger ist dessen Standzeit sprich Lebensdauer ...

Grüße Spunki
 
Hallo Klaus,
bei meinen bisherigen Großsegler hatte ich nur 1 Höhenruderservos (5m/6m Spannweite).
Beim aktuell im Bau befindlichen DuoDiscus mit 6,7m und sicherlich über 15kg Fluggewicht habe ich mich dazu entschlossen die Höhenruderklappe in der Mitte zu teilen und jeweils mit einem Servo anzulenken.
Als Servo hatte ich mich damals für zwei Graupner DS 3328 entschieden, heute würde ich (nach vielen guten Erfahrungen damit) zwei Micro Digi von MPX einbauen.

Sicherlich kann man nie genug Kraft am Ruder haben, andererseits muß man dann eben auch die gesamte Elektronik, Kabelbäume, Akkus auch auf den möglicherweise etwas erhöhten Stromverbrauch auslegen.

Gruß Markus
 
Hallo Klaus

ich habe in einem ähnlich großen Segler (Duo Discus 1:3, 6,7m, 16,5kg) zwei DS368 drin.
Ich stand auch vor der Frage, ein großes Servo bei durchgehendem Ruder, oder ein kleineres je Blatt.
Bei mir sind die Ruderblätter getrennt, weil das beim Original Duo Discus auch so ist. Auch hab ich so die Möglichkeit offen, evtl 2 Empfänger zu verwenden.
Der benötigte Ausschlag ist sehr klein, da kann man am Servo schön eng einhängen; Kraft ist da kein Problem. Mit einem Metallgetriebe ist man auch alle Sorgen wegen Zahnausfall los.

Servos werden bei mir immer "verloren" eingebaut. D.h. eingeklebt und verlötet, ohne Deckel und Stecker. Von einem Servowechsel am Flugplatz nach einem Crash halte ich nichts, da man nicht so genau prüfen kann was noch kaputt ist/sein könnte.
Wenn Servos im harten Normalbetrieb kaputtgehen, sind sie m. E. zu klein dimensioniert.

Beim Querruder hab ich zwei Servos auf eine Klappe, da man ein so langes Ruder nicht so trosionssteif hinkriegt das das sicher nicht flattert.

Ansonsten jedes Servo so groß wie möglich (abh. Einbauplatz und Gewicht)

Christian
 
Hi,

ich habe eine Eigenbau ASK 18 mit 6,7 m/19,5 kg.Auf Höhe habe ich 2 Mpx Profi-Servos(die ganz alten it abgeschrägtem Gehäuse),auf Seite 1 davon und auf den Querrudern je 1 MPX-Royal BB.
 
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