Servos einlaufen lassen

Hallo miteinander,

hab jetzt immer mal gelesen, dass manche von Euch die Servos einlaufen lassen:eek:

Hab ich bisher noch nie gemacht;

`Wäre aber vielleicht sinnvoll, wenn man Servos z.B. fest verbauen will / muss, dass man ein Stück weit sicher geht, dass die Dinger auch funktionieren;

Wie macht ihr das?

2 Stunden lang beim langweiligen Fußballspiel die Knüppel bewegen?

Gibts da irgend ein Gerätchen oder so was, was die Arbeit erleichtert?

Andreas
 
Hallo Andreas,

entweder (ohne Empfänger) mit einem Servotester, wie es ihn z.B. von Simpr.p gibt;
bei dem kann man den Servoweg automatisch abfahren lassen und dabei auch
die Geschwindigkeit einstellen.

.oder (mit Empfänger)
über die Funktion Servotest, die in einigen Fernsteueranlagen vorhanden ist.

Gruß
Klaus
 
Hallo Andreas!

Also ich halte, ganz persönlich, davon absolut nichts.
Denn was soll sich da einlaufen?Ein unsauber gefrästes Getriebe oder der Elektro Motor der entweder funktioniert oder Rauchzeichen von sich gibt, oder das Poti`s die dadurch nur unnötig abgenutzt werden?Natürlich überprüfe ich auch ob das Servo einwandfrei läuft bevor ich es dann verbaue, dennoch vom einlaufen lassen halte ich nichts.
Zudem entspricht ein Test jenseits der 10 Minuten Marke keinen realen Belastungen, ich meine wer fliegt denn schon über 10 Minuten am Stück und bewegt dabei jeder Zeit das Ruder?Selbst beim stundenlange Thermiktanken korrigiert man zwar mal mit den Rudern, aber man ist ja nicht ständig am "knüppeln".

Egal, du kannst auf jeden Fall mit der Jeti Box (nicht die Mini Box) das machen.Da kannst du den Servoweg einstellen und auch die Anzahl (maximal 999).Zudem kannst du damit die Jeti-Spin Regler programmieren.

Mfg Nils
 
Naja, spätestens wenn Du mal ein in die Fläche einlaminiertes Servo wechseln musst, wirst Du's zu schätzen wissen :)
Manche Defekte treten halt erst nach ein paar Belastungszyklen zutage. Ich hatte zB mal, dass sich die Punktschweissverbindung zweier uebereinander liegender Ritzel nach 3 Flügen gelöst hatte (Metallgetriebe eines recht teuren Digitalen Markenservos) und das Servo ploetzlich durchrutschte.
 

BNoXTC1

User
Naja, spätestens wenn Du mal ein in die Fläche einlaminiertes Servo wechseln musst, wirst Du's zu schätzen wissen :)
Manche Defekte treten halt erst nach ein paar Belastungszyklen zutage. Ich hatte zB mal, dass sich die Punktschweissverbindung zweier uebereinander liegender Ritzel nach 3 Flügen gelöst hatte (Metallgetriebe eines recht teuren Digitalen Markenservos) und das Servo ploetzlich durchrutschte.
dann lässt du es 50 zyklen einlaufen und nach 60 ist es hin ;)

ich halt davon auch nix... bald lässt man den empfänger 2 stunden empfang testen :rolleyes::D
 

Oli_L

Vereinsmitglied
Hmm, interessantes Thema!

Offensichtlich ist es das Bestreben, ein Servo auf dem Anfang der Badewannenkurve auszusortiern....

Aber da dies ja nur ein statistischer Verlauf über eine Stichprobe gleichartiger Produkte ist, weiss man hinterher doch nicht, auf welchem Abschnitt dieser Kurve denn nun das eingelaufene Servo den Geist aufgeben wird.

Wie steil ist die Kurve am Anfang bei Servos? Ich denke, sehr steil.

Ich hatte in 25 Jahren bisher lediglich die Fälle:
- Servo funktioniert direkt nach dem Kauf nicht oder zeigt beim ersten "manuellen" Test am Servotester (den man auf jeden Fall durchführen sollte!) mechanische Schwächen oder sonstige "Suboptimalitäten". Ich hatte schon Wackelkontakt-Kurzschlüsse durch lose Lotkügelchen im Inneren, eiernde Zahnräder, in beiden Richtungen ungleich schnell drehende Motörchen, mies gecrimpte Kabel etc.
Diese Servos werden nicht verbaut, sondern umgetauscht oder repariert oder entsorgt...

- Servo gibt nach ein Paar Flügen den Geist auf = "Statistischer Fall" oder grundsätzlich schlechte Servo-Wahl für den Einsatzbereich (Überlast / Vibration), oder Absturz :D.

- Servo gibt nach vielen Jahren und Flugstunden den Geist auf (bleibt stehen wegen verschlissenen Motorkohlen, fängt an zu zittern wegen verschlissenem Poti etc.), da hilft nur regelmäßige Wartung und prophylaktischer Austausch, wer macht das schon :rolleyes: ?

Ich glaube daher nicht, dass man ein exzessives "Einlaufen" braucht, sondern nur einen Funktionstest, in dem alle relevanten Spezifikationen nach Gefühl und Augenmaß geprüft werden, ein privater Servo-TÜV quasi. Da entwickelt man nach ein paar Jahren und geprüften Servotypen schon ein Gespür.

Grüße,
Oliver
 
Zuletzt bearbeitet:

Nice

User
Zum Testen geht so was hier, habe ich auch, drei Stück auf einmal,
oder wenns genauer werden soll habe ich das Unitest.

Wegen, macht das Sinn oder nicht.
Es gibt ja noch die Abriebgetriebe, die sollte man vorerst einlaufen lassen.
Karbonit auch, die beiden sind so eng, das die unter leichter Last leicht klemmen können und somit das Getriebe etwas beschädigen und das kann dann zum tot führen.
Außerdem sieht man dann auch, ob es scheiße heiß wird oder nicht.
Mit dem Unitest sieht man dann auch schön, ob beide Fetts gleich gesteuert werden oder nicht, nach links schnell nach rechts langsam, da ist dann was faul.

Aber wie man immer so sagt, das muss jeder für sich selber entscheiden.
 
Hmm, interessantes Thema!

Offensichtlich ist es das Bestreben, ein Servo auf dem Anfang der Badewannenkurve auszusortiern....
.........
Ich glaube daher nicht, dass man ein exessives "Einlaufen" braucht, sondern nur einen Funktionstest, in dem alle relevanten Spezifikationen nach Gefühl und Augenmaß geprüft werden, ein privater Servo-TÜV quasi. Da entwickelt man nach ein paar Jahren und geprüften Servotypen schon ein Gespür.
Grüße,
Oliver
So ist es.
Bei meinen Hottis und high end Modellen teste ich sie vorher immer. Nicht Stunden, ein paar Minuten reichen um etwatige Probleme zu finden. Ist nur ein Tipp, soll jeder machen wie er moechte. :)
Gruss
Stephan
 

Julez

User
Ich lasse inzwischen alle meine Servos einlaufen, mit der JetiBox, 999 langsame Zyklen.
So sehe ich ob irgendwas übermäßig warm wird oder sonstwie nicht funktioniert.
Den Potis wird das herzlich egal sein, denn die verschleißen eh nur nahe der Neutralstellung, genau wie Knüppelpotis. Vollzyklen sind da egal.
Ich denke, es ist auch nicht schlecht, die Kollektoren bzw. Bürsten der Motoren einlaufen zu lassen. Das wurde früher ja auch erfolgreich mit Bürsten-Antriebsmotoren so gemacht. Da eine etwas größere Kontaktfläche zu erschaffen vor dem ersten Hochleistungseinsatz kann gewiß nicht schaden.
 
Viel wichtiger als das besonders unnötige Einlaufenlassen von Servos wäre, nicht jahrelang mit der selben Mittelstellung zu fliegen. Wenn man beispielsweise 3 Jahre ein Höhenruder mit 0 Subtrim fliegt, darf man sich nicht wundern, wenn das Poti an dieser Stelle einmal den Geist aufgibt. Und beim Lagern im Winter das Höhenruder auch nicht ein halbes Jahr lang in Mittelstellung liegen lassen!
 

V.Pi

User
Ab heute kommen alle neuen Servos für mind 10 Minuten an einen automatischen Servotester!

Ich halte die "Einlauf-und Testprozedur" für absolut sinnvoll.

Gruß Michael
 
Ich habe es mal bei einem nigel nagel neuen Align DS510 Servo gehabt, dass das Servo in Mittelstellung gezittert hat, so als ob es die Mitte nicht finden würde.

Dann habe ich das Servo 10 Minuten an einen Servotester drangehängt und dann war das Problem weg! Das Servo hat nun schon über 250 Flüge im T-Rex 500 Heli hinter sich, noch nie ein Problem damit gehabt...ich weiß auch jetzt nicht mehr welches Servo es war...
 
Hallo,

ich habe bei Servoweg-Einstellarbeiten, welche durch ein Telefonat unterbrochen wurden -wodurch die Einschaltzeit der Anlage über 1 Stunde dauerte - festgestellt, dass die Mittelstellung an einem Servo langsam wegdriftete. Und mit der Zeit wurde das Servo ohne bewegt zu werden und ohne Last (Ruderklappe war leichtgäng) immer wärmer. Je wärmer es wurde, desto mehr lief die Mittelstellung weg und es begann leicht zu zittern. Nach 1,5 Stunden war es heiß und Stand auf 3/4 Vollausschlag - ohne jeden Grund.
Ein zweites Servo aus der gleichen Charche hatte auch beginnendes Zittern nach 20 min Betriebszeit.

Es läuft nix ein beim Einlaufen. Aber man findet mit etwas Glück faule Eier, bevor es zu spät ist!

Grüße,
Frank
 
Servos einlaufen lassen??? So was habe ich ja noch gar nie gehört!:confused: Ein Tipp von mir, kauft euch doch gebrauchte Servos, dann erspart ihr euch das!:)

Bernd
 
Servos einlaufen lassen

Hallo Leute,

nach 30 Jahren ohne ähnlichen Defekt gings mir wie Jürgen Heilig (Posting in einem ähnlichen, aber älteren Thread ( siehe weiter oben ).
Bei mir sind in diesem Jahr ebenfalls 2 nagelneue Servos nach ein paar Flügen "gestorben", jeweils die Topservos des Herstellers!
Da die Servos in verschiedenen Fliegern und auf verschiedenen Funktionen eingesetzt waren (Motordrossel bei 120er Verbrenner, oder Seitenruder bei 2,20m Verbrenner bei langsamer Rolle zum abstützen, also pratisch ohne Last!) war das etwas ungewöhnlich!

Daraufhin wollte ich einfach sichergehen und habe die restlichen Servos dieses Typs in einer einfachen Vorrichtung getestet: Servo senkrecht eingebaut, kurzer Hebel drauf, 20 Minuten laufen lassen....und siehe da, ein drittes Servo hat sich verabschiedet......ich tippe mal schwer auf einen Produktionsfehler....
Alle drei Servos hatten am Boden eine "Schmelzstelle", drunter liegt die Platine mit zwei Microchips, einer davon war komplett abgeraucht....

Hatte mir letztes Jahr von diesem Servotyp noch günstig einen Sack voll zugelegt, da er mittlerweile durch ein Nachfolgemodell ersetzt wurde - bis dahin hatte ich mit diesem Typ und diesem Hersteller nie Probleme!

Das tolle daran war, daß alle drei Servos ähnliche Symtome zeigen - beim Seitenruder z.B. funktionierte der Ausschlag auf eine Seite ganz normal, die andere Seite stellte nicht mehr automatisch zurück, durch den Ruderdruck im Flug lief das Ruder allerdings wieder in Nullstellung zurück. Das Flugverhalten stellt sich dann im ersten Moment wie eine heftige Störung zu MHZ-Zeiten dar, was ich so bei 2G4 noch nie hatte....

Glücklicherweise ist nix passiert, die Servos wurden auch problemlos getauscht, habe aber noch 7 von der gleichen Charge......

Gruß,
EB
 
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