Servostromverbrauch messen

Hallo,
ich habe in meinem Segler erhöhten Stromverbrauch. Die Gestänge sind alle leichtgängig. Nun würde ich gerne den Stromverbrauch der einzelnen Servos messen. Kann ich das mit einem Multimeter? Wie ist die Schaltung dafür?
Gruß Ralf
 
dmm03.jpg


Habe ich von Google-Bilder. Die "9V Batterie" ist in deinem Fall dein Empfängerakku, die "Schaltung" ist dein Servo.

Beim Multimeter musst du halt darauf achten wo du einsteckst und welchen Messbereich du einstellst. Da gibt es eine extra Buchse für höhere Ströme (wie von dir erwartet wird). Das Rote Kabel kommt dann in die extra Buchse. Die müsste mit "10A" oder ähnlich beschriftet sein.
 
Das ist ganz einfach. Du besorgst dir ein Servo-Verlängerungskabel. Dann schneidest du das "-" Kabel durch und lötest an die zwei Enden je ein Kabel mit einem Kananenstecker oder 4mm Goldie. Die zwei Stecker kommen ins Multimeteter und das "Verlängerungskabel" dahin wo gemessen werden soll. Der gesamte Strom geht dann durch das Messgerät. Wenn du z.B zwischen Regler/Empfängerakku und Empfänger gehst hast du den Gesamtstrom, zwischen Empfänger und Servo gibt den Strom dieses Servos.
Falls das Gerät z.B. -0.31 anzeigt sind das 310mA. Vertauscht man die zwei Kabel die im Miltimeter enden verschwindet das "-".
 
Messung

Messung

Vielen Dank,
so funktioniert es einwandfrei, die eine Störklappe hat etwas gehangen, deshalb der höhere Verbrauch.
Gruß Ralf
 
Servostrom messen

Servostrom messen

Hallo Leute,

mir ist im obigen Schaltbild leider nicht klar, wie ich das Servo noch in den Empfänger stecken soll, wenn die "+" Litze des Servo beim Multimeter und die "-" Litze beim Akku eingesteckt sind...mmh, :confused: Wie bewege ich denn jetzt das Servo, um den Stromverbrauch zu messen?

Kann mir das bitte jemand erklären?

Guten Rutsch
Holger
 
Hallo Holger

Es fehlt zeichnerisch die Signalleitung zum Servo (Schaltung).
Ist aber für die Strommessung zeichnerisch nicht nötig.
Für die Regelung ja.

Hier mal ein Servoadapter für Strom- und/oder Spannungsmessung.
Links kommend vom Empf7nger.
Rechts zum Servo.
Plusleitung (rot) ist unterbrochen (zwei 4mm Buchsen)
Da kommt der Strommesspfad des Messger7tes dran.
Strom fließt übers Messger7t zum Servo.
Signalleitung (weiß) ist durchgehend zum Servo.
Sowie auch die Minusleitung (schwarz).
An der Minusleitung ist eine 4mm Buchse als Abgriff des Minus für die Spannungsmessung.
Das schwarze Teil unten ist eine Brücke für die Plusleitung falls keine Strommessung angeschlossen ist.

DSC02374aa.JPG


kl7rende Grüße
Frido
 
Hallo Frido,

sehr anschauliches Bild mit verständlicher Erklärung, hab´s jetzt verstanden. Danke für deine Mühe! :)

Werde mir das Adapterkabel später zusammenlöten und berichten, ob´s geklappt hat (woran ich nicht zweifel).
Muß mich jetzt um Silvestervorbereitungen kümmern.

Gruß
Holger
 
Habe mir das Kabel wie auf dem Bild gezeigt gelötet und bereits den Stromverbrauch einiger Servos im Modell vermessen. Bisher alles im grünen Bereich.
Danke nochmal.

Gruß
Holger
 
....sehr gerne Holger....
bin auch immer sehr froh wenn mir einer helfen kann.
:)

auf ein erhellendes neues Jahr und alles Gute
Frido
 
Durchtrenne ich jetzt für die Strommessung die "-" Leitung(Post #3)oder die "+" Leitung(Post #6)?Oder ist das egal?

Strom wird immer in Serie gemessen, und da in einer Serienschaltung die Ströme in jedem Punkt identisch sind spielt es keine Rolle wo du misst.

Zangenamperemeter sind wohl eher was für hohe Ströme.
Praktisch ist ein Multimeter, das den max. Wert speichern kann.

Mit Zangenamperemeter können auch wenige mA genau gemessen werden, das Gerät muss aber dafür ausgelegt sein. Bei den üblichen Geräten in der "Hobbyklasse" dürften aber herkömmliche Multimeter genauer sein.

Gruss Mathias
 
Strom wird immer in Serie gemessen, und da in einer Serienschaltung die Ströme in jedem Punkt identisch sind spielt es keine Rolle wo du misst.



Mit Zangenamperemeter können auch wenige mA genau gemessen werden, das Gerät muss aber dafür ausgelegt sein. Bei den üblichen Geräten in der "Hobbyklasse" dürften aber herkömmliche Multimeter genauer sein.

Gruss Mathias

Kannst Du uns noch eine Bezugsquelle für die oben erwähnten Zangenamperemeter nennen? (Die Dinger sind eben sehr praktisch!... auch für die Ströme im Indoorbereich)

Besten Dank u. mfG
Robert R.
 
Ist ein normales Multimeter nicht etwas träge, um auch kurze Spitzenlasten anzuzeigen? Ich kann mir nicht recht vorstellen, wie ich bei sich permanent ändernden Werten etwas vernünftig ablesen kann. Ohne Maximalwertspeicher geht das doch gar nicht. Oder? Ich hatte mir für solche Messungen den entsprechenden Adapter für mein Unilog besorgt, was gut funktioniert. Hier kann man ja auch jedes Ruder einzeln messen, wenn sie eben seperat im Empfänger eingesteckt werden.
Aber vielleicht gibt es auch so gute Multimeter, die das alles ebenso können...

Gruß Mirko
 
Du hast den richtigen Verdacht, die preiswerteren Multimeter messen typisch 3/s, da hilft dann auch eine Maximalwert Anzeige nichts. Servo-Spitzenströme z.B. beim Anlaufen damit zu erfassen ist wie drei richtige im Lotto.
Da ist ein Unilog oder ähnliches mit Messungen 100/s wesentlich geeigneter.

Gruß Ingo
 
Kannst Du uns noch eine Bezugsquelle für die oben erwähnten Zangenamperemeter nennen? (Die Dinger sind eben sehr praktisch!... auch für die Ströme im Indoorbereich)

Besten Dank u. mfG
Robert R.

Hi Robert

Ich habe das Glück, auf der Arbeit Zugang zu diversen Messmitteln zu haben, für die Privatanwendung sind die Dinger doch etwas teuer.
Sehr gute Erfahrungen haben wir mit Gossen Metrowatt gemacht, z.B.:
http://www.mercateo.com/p/102-12845..._41_Stromzange_4000_Counts_CAT_III_300_V.html

Oder dann für die Höheren Ströme HIOKI, aber das ist dann wieder ne andere Liga. Für alles dazwischen, oder für Ströme von analog Signalen auch gerne Fluke.

Ist ein normales Multimeter nicht etwas träge, um auch kurze Spitzenlasten anzuzeigen?

Hi Mirko

Wenn du auf einfache Weise wissen willst in welchem Bereich deine Spitzenströme sind besorg dir ein Multimeter mit Analoganzeige (Also so eins mit einer Zeigernadel...) Die Digitalen Anzeigen sind schlicht zu langsam um Spitzen anzuzeigen, den Sprung der Nadel kann man aber problemlos von blossem Auge erkennen.
Andererseits sind die Spitzenströme für unsere Anwendungen meistens eh nicht relevant - die Zeit in der der Strom zu hoch ist reicht nicht aus, um irgendwelche Bauteile zu erwärmen. Eine für dauerlast vernünftig ausgelegte Versorgung schluckt die Spitzen problemlos.

Gruss Mathias
 
Also kurz ausgedrückt: Die Anzeige ist zu träge...

Entschuldigung, wie kam ich bloss dazu eine ergänzende Antwort auf direkt an mich gestellte Fragen zu geben - nachdem du ja bereits die alles umfassende, alleingültige Antwort gegeben hast... :rolleyes:
 
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