Servowegbegrenzung bei Graupner MC-19: ja oder nein?

Razzo

User
Hallo,

im Modellflieger Okt/Nov 2005 ist ein Bericht über die MC-19 drin. Dort steht:

"Der Menüpunkt Servoeinstellungen enthält ... die Möglichkeit, die Drehrichtung, den Mittelpunkt und den maximalen Weg in beide Richtungen einzustellen."

Im Forum hier liest man gegenteiliges, also dass es keine Servowegbegrenzung gäbe. Wie ist es nun wirklich? Hat Graupner mittlerweile ein Update gemacht? Wer hat eine vor kurzer Zeit gekaufte MC-19 und kann dazu was sagen?

Ich überlege, von einer Futaba FC-18 umzusteigen. Hauptsächlich, weil mich die dort nicht vorhandene freie Geber-Servokanal Zuordnung nervt.

Gruß,
Razzo
 
Hallo,

soweit ich die Problematik verstanden habe kannst du sehr wohl den Servoweg einstellen. Solange kein weiterer Mischanteil auf das Servo kommt hast du somit auch den max. möglichen Weg des Servos bestimmt. Sobald aber mehrere Mischanteile auf das Servo kommen addieren diese sich zu dem max. möglichen Servoweg. Du kannst bei der MC19 kein Limit einstellen über welches das Servo unabhängig von den einzelnen Mischanteile nicht hinausfährt.
 
Hallo,

ich denke, das Problem ist hier einfach die Begriffsdefinition von "Servowegbegrenzung". Die meisten erkennen nicht den Unterschied zwischen "Servowegbegrenzung" und "einseitige Servowegeinstellung". M.M. fehlt da das Wörtchen "absolut" im ersten Fall. Logo kann man, übrigens schon ab der mc-12 aufwärts, den Serwoweg zu beiden Seiten einstellen, und zwar zwischen 0% und 150%. Was man aber bei der mc-19, im Gegensatz zur mc-24, nicht kann, ist die absolute Wegeinstellung, wie von Matteusel beschrieben. Hat man also z.B. einen Mischer auf den Querrudern, um diese als Butterfly zu nutzen und gibt gleichzeitig volles Querruder rechts, so addieren sich die beiden Mischanteile, und das Servo/Ruder kann eventuell mechanisch auf Anschlag laufen. Mit der absoluten Wegeinstellung kann man den maximal möglichen Ausschlag, egal welche Mischer auch auf das Ruder wirken mögen, einstellen und somit ein mechanisches Anlaufen verhindern. Aber, mal unter uns, das konnte meine mc-17 auch nicht, und mit der bin ich 11 Jahre lang problemlos geflogen ...

Also: Servowegeinstellung, sowohl einseitig als auch via Dual/Rate, das hat die mc-19. Was sie nicht hat, ist eine Absolutwertbegrenzung - aber die braucht man auch nur relativ selten.
 
Und was die MC-19 ebenfalls nicht kann, ist die freie Geberzuordnung, d.h. du kannst z.B. nicht wählen, wo du das Quer- oder das Höhenruder einsteckst und welche Geber du dafür verwenden willst. Das ist fix verdrahtet für die Grundfunktionen. Am Besten mal das Handbuch herunterladen und studieren.

Gruß,
Peter
 
Hallo,

die Anleitung der MC-22 runterladen und diese studieren werde ich wohl mal.

Wenn die Funktion (auf den Bildern in dem Modellflieger Beitrag steht "Servoweg", lässt also keinen eindeutigen Schluss zu) laut Anleitung eine "(absolute) Servowegbegrenzung" sein soll, dann wäre das geschilderte Verhalten (bei Verwendung von Mischern wird die eingestellte Grenze dennoch überschritten) aus meiner Sicht ein Produktfehler. Denn dann ist es keine Servowegbegrenzung sondern eher eine Funktions- oder Geberwegbegrenzung (vor dem Mischer).

Was genau soll eine "einseitige Servowegeinstellung" sein? Was definiert die und was bringt sie mir?

Meine Vorstellung davon, wie man ein Modell einstellen können sollte ist:

1. Servo-Mitte und (absolute) Servowegbegrenzung einstellen. D.h. ich stelle ein bis wo hin das Servo maximal gehen darf bevor es mechanisch klemmt und hakt.

2. Funktion(en) dem Servor zuordnen, ggf. über Mischer mit verschiedenen starken %tualen Anteilen der einzelnen Funktionen/Geber die zugemischt werden. Und genau hierbei möchte ich mit keine Gedanken mehr machen müssen bzgl. des maximal möglichen Servowegs. D.h. ich muss z.B. QR so einstellen können, dass ich den maximalen Servoweg (laut Einstellung aus Punkt 1) ausnutze und für Butterfly ebenfalls volle mögliche Servoweg-Ausnutzung. Wenn durch die Mischung von Butterfly + QR (zunächst) rechnerisch mehr rauskommt als unter Schritt 1 eingestellt, soll die Servoposition eben begrenzt werden (sprich: die Begrenzung muss nach dem Mischer eingreifen, nicht vor). Alles andere erscheint mir sinnlos oder halbgar. Ich will doch nicht QR und Butterfly auf nur jeweils 50% des Maximums einstellen nur um nicht an den Anschlag zu kommen.

Aber vielleicht ist mir nicht klar was die "einseitige Servowegeinstellung" ist und was diese mir im Vergleich zur (absoluten) Servowegbegrenzung anstelle oder zusätzlich bringt.

Gruß,
Razzo
 
Hallo Razzo,

zuerst einmal geht es hier um die mc-19, nicht die 22, richtig?!

Also, zu Deinen Punkten:

Wenn die Funktion [...] laut Anleitung eine "(absolute) Servowegbegrenzung" sein soll, dann wäre das geschilderte Verhalten [...] aus meiner Sicht ein Produktfehler. Denn dann ist es keine Servowegbegrenzung sondern eher eine Funktions- oder Geberwegbegrenzung (vor dem Mischer).

Eben das ist der Punkt, der bei der mc-19 nicht möglich ist, die absolute Wegbegrenzung. Du kannst Deinen Servoweg einstellen (s.u.), dieser Punkt kann aber von einem entsprechend gesetzten Mischer überschritten werden.

Was genau soll eine "einseitige Servowegeinstellung" sein? Was definiert die und was bringt sie mir?

Ganz einfach. Stellen wir uns mal ein Modell vor, bei dem die Querruderservos (aus welchen Gründen auch immer) zum Erreichen eines gleichmäßigen Ausschlages unterschiedliche Wege fahren müssen. Dann gehst Du bei mc-XX ins Servomenü, wählst Dein Servo aus und gehst (nach erfolgter Mittenstellung) auf "Servoweg asymmetrisch (oder auch symmetrisch)". Sodann wird ein Lineal zur Hand genommen, das Ruder per Knüppel auf die jeweilige Seite bewegt und solange am Rädken gedreht, bis der Ausschlag passt. Danach könnte das z.B. so aussehen: Mitte +13%, Servoweg +112, - 96%.

[...] D.h. ich stelle ein bis wo hin das Servo maximal gehen darf bevor es mechanisch klemmt und hakt.

Genau dieser Punkt, der mechanische Endanschlag, läßt sich nur bei den "größeren" Graupner-Sendern einstellen bzw. begrenzen. Aber mal so ganz unter uns: Wer seine Anlage sauber einbaut und vornherein den Einsatz z.B. der Querruder als Landeklappen vorsieht, wird auch mit dem blödesten Gemische derartige Probleme nicht bekommen. Dein angesprochenes Querruder/Wölbklappenbeispiel gehört zu diesen Fällen. Auch hier gilt eben, dass man, trotz aller Programmiermöglichkeiten, die mechanischen Grundbegriffe verstanden haben sollte. Wie oft ich schon krumm und schief stehende Ruderhörner gesehen habe, seit es Computeranlagen gibt ...

So, abschließend: Ich habe zwar an der 24 die Möglichkeit, diese aber (vom Hubi abgesehen) nie benötigt.
 
Hallo Ingo,

ja, es geht um die MC-19, nicht MC-22 (Tippfehler meinerseits).

OK, wenn das so ist, dann ist das in keiner Weise eine Begrenzung sondern die Einstellung eines Verstärkungs- bzw. Proportionalfaktors zwischen einem Geber und dem Servoweg bzw. evtl. zwischen einem Mischer-Ausgang und dem Servoweg. Mal sehen was die Anleitung dazu sagt...

Gruß,
Razzo
 
Peter Dörscheln schrieb:
Und was die MC-19 ebenfalls nicht kann, ist die freie Geberzuordnung, d.h. du kannst z.B. nicht wählen, wo du das Quer- oder das Höhenruder einsteckst und welche Geber du dafür verwenden willst. Das ist fix verdrahtet für die Grundfunktionen. Am Besten mal das Handbuch herunterladen und studieren.

Gruß,
Peter
:confused:
Hallo Peter,
sorry, verstehe ich nicht.
Sender: Für die Zuordnung der Grundfunktionen Höhe, Seite, Quer, Drossel oder Bremse dient die Modeauswahl 1-4. Den restlichen Kanälen kann man frei Geber oder Schalter zuordnen.
Empfänger: Wo ich welches Servo einstecke, kann ich auch frei entscheiden. Einfach im richtigen Modellspeicher im Menue Grundeinstellungen Modell den letzten Punkt aufrufen, "Empfängerausgang". Hier kann ich beliebige "Umleitungen" erzeugen, zB Drosselservo nicht wie Graupner-üblich auf 1 sondern 7, wenn ichs denn brauche.
Was fehlt Dir da denn noch?? :confused:

Gruß Thomas
(MC 19 seit mehr als 1 Jahr problemlos in Betrieb)
 
Hallo Thomas,

ich habe meine MC-19 nicht mehr, aber wenn es sich so verhält wie du sagst, dann will ich mein Posting gerne korrigieren. Ich allerdings habe in Erinnerung, daß sehr wohl für die Kanäle 1-4 eine zwingende Zordnung besteht, gleiches gilt für die Programmierung eines 4-Klappen Seglers zum Beispiel, es ist da - wie gesagt, soweit ich mich erinnere - sehr wohl vorgeschrieben, wo z.B. QR 1, QR 2, Wölb 1, Wölb 2 u.s.w. eingesteckt werden müssen. Eine freie Zurodnung wie z.B. bei einer MC-3030 besteht meines Wissens nach nicht.

MfG Peter
 
Peter Dörscheln schrieb:
Ich allerdings habe in Erinnerung, daß sehr wohl für die Kanäle 1-4 eine zwingende Zordnung besteht, gleiches gilt für die Programmierung eines 4-Klappen Seglers zum Beispiel, es ist da - wie gesagt, soweit ich mich erinnere - sehr wohl vorgeschrieben, wo z.B. QR 1, QR 2, Wölb 1, Wölb 2 u.s.w. eingesteckt werden müssen. Eine freie Zurodnung wie z.B. bei einer MC-3030 besteht meines Wissens nach nicht.
Hallo Peter,
es ist zugegebenerweise etwas umständlich. Graupner hat einen Standard für die Servoanschlüsse, und jede Programmierung geht erst mal von diesem Standard aus. Im beschriebenen Menuepunkte "Empfängerausgänge" wird so eine Art Übersetzungstabelle erzeugt. Man sagt dem Sender letztendlich, dass zB das Servo5 (= QR2 im Graupner-Standard) sich z.B. am Empfängerausgang 10 befindet. ;)

Gruß, Thomas
 
Hallo,

für alle "Nicht-Graupnerianer" hier noch ein Bild meiner mc-24 aus einem anderen Thread:

empfaengerausgang.jpg


Wobei ich sagen muß, dass ich die Logik dessen a) nie so recht nachvollziehen konnte und vor allem ich b) mit Umstöpseln der Servos zumeist schneller war ;). Die meisten "Multiplexer" verwenden bei uns übrigens eine feste Zuordnung - jeder so, wie er es gewohnt ist oder wie es die Programmierung empfiehlt. Was da jetzt letzten Endes der Unterschied/Vorteil zu Graupner ist, konnte mir noch keiner so recht erklären - und jetzt komme mir keiner mit Laufzeitverzögerung bei Mischern, das merken 99% der Piloten eh nicht, und der Rest hat ne mc-24, mc4000 oder 14Z, da braucht man keine freien (und damit "langsamen") Mischer mehr ;)

Nachtrag: Rudy F. hat mich gebeten, noch einen Satz zur Servowegbegrenzung hier einzufügen:

Servus Ingo, Du könntest noch hinschreiben, dass die mc19 eine "natürliche" Wegbegrenzung hat: Die 150% Servoweg. Diese ist aber nicht einstellbar, ergibt somit unterschiedliche Grenzen durch die Vielzahn-Servohebel und der dadurch notwendigen Abweichung vom Null-Punkt.
 
Mal ne Zwischenfrage als MC24- und MX22-Pilot, der die Graupner-Servoausgangsfolge (1 = Gas/Bremse, 2 = QR links, ...) quasi verinnerlicht hat:

Bei der MC24 kann ich die Ausgänge ja frei zuordnen (so ich will / muss).

Bei der MX22 kann ich das nicht.

Wieso geht das jetzt auf einmal bei der 19?
 
Generationenproblem?

Generationenproblem?

bie schrieb:
Wieso geht das jetzt auf einmal bei der 19?

Hallo Andy,
Off topic/on: Die MC 19 ist halt ein neueres Konzept. Auch die MC 22 mit sehr ähnlicher Hardware, also noch verwandter als MX, kann das soweit ich weiss nicht.

Wieso hat auch die neue MC 24 Black Edition nicht die neue Digitaltrimmung a la 19/22?
Die Entscheidungswege bei Graupner sind nicht immer nachvollziehbar :D , andererseits muss es ja auch ne Version 2006 geben. Kurbelt den Absatz an...
Off topic/off
Gruß, Thomas
 
Hallo Andy !

bie schrieb:
Bei der MX22 kann ich das nicht.
Wieso geht das jetzt auf einmal bei der 19?

Hab mich auch schon darüber gewundert. Schließlich ist die MX-22 doch wesentlich teurer.
Vielleicht ist da die neue Hardware (Prozessor etc) bei der MC-19 ganz einfach leistungsfähiger, die freie Zuordnung also ohne höhere Kosten möglich geworden ?

/Off topic on/
Uuuuuuuunnnndddd, gibt es da nicht was zu berichten ??? ;)
/Off topic off/

MfG
Michael GASSER
 
Hallo,

ich hab mir die MC-19 deswegen gekauft da ich bei der Servozuordnung zum Empfängerausgang absolut freie Wahl habe.

Ich bin von Robbe zu Graupner gewechselt und hätte bei ca. 20 Modellen alle Servos am Empfänger unmstecken müssen wäre die Möglichkeit der Kanalzuordnung nicht gegeben.

Die angesprochene "absolute" Servowegbegrenzung ist mir bis jetzt noch nicht abgegangen. Einzig die Möglichkeit Servos langsam (z.B. bei Landeklappen über Schalterbetätigung) auszufahren könnte mir mal abgehen, aber dazu gibt es dann auch externe Delaymodule.

Ich hab auch lange überlegt mir die MC-22 zu kaufen, aber fast der doppelte Preis für wenige Funktionen mehr war mir dann doch zuviel. Ausschlaggebend war dann endgültig die Möglichkeit der freien Kanalzuordnung.

lg
Gerhard
 
Hallo,

in diesem Zusammenhang noch eine Ergänzung zu dem "Butterfly-Szenario", das Ingo oben beschrieben hat und bei dem die abs. Wegeinstellung bei vielen Kollegen oftmals so schmerzlich vermisst wird. Die MC-19 hat da nämlich durchaus etwas zu bieten. Das eigentliche Problem ist bekannt: die QR stehen bei Butterfly hoch, wird jetzt noch QR draufgegeben zur Kurskorrektur während des Landeanfluges dann kann es sein, daß es zu einem mechanischen Anschlag des Ruderblattes bzw. Servogestänges kommt. Interessant in diesem Zusammenhang ist, daß anscheinend die entwickler der MC-19 dieses Problem sehr wohl erkannt haben - im Gegensatz zur FF-9 Super. Leider hat auch das letzte Update von der FF-9 zur FF-9 S, bei dem ja bekanntlich überwiegend die Seglerpiloten bedacht worden sind, in dieser Hinsicht rein garnichts gebracht. Traurig, denn so läßt sich "Butterfly" und "Querruder" nicht vernünftig vereinbaren. Den Machern der MC-19 hingegen ist zumindest zu bescheinigen, daß sie das Problem erkannt und sich um Abhilfe bemüht haben. In der Anleitung liest sich das so:

Zitat

"...weiter oben wurde die Problematik bei der Butterfly-Konfiguration angesprochen, nämlich, dass bei Verwendung der QR-Differenzierung die Querruderwirkung durch das extreme Hochstellen der Querruder stark beeinträchtigt sein kann, weil einerseits ein weiterer Ausschlag des einen Querruders nach oben fast nicht mehr möglich ist und andererseits der Ausschlag des nach unten laufenden Ruders durch die eingestellte Differenzierung mehr oder weniger behindert wird. Damit ist aber letzlich die Querruderwirkung insgesamt spürbar geringer als in der Normalstellung der Ruder. Um dem soweit wie möglich entgegen zu wirken, sollten sie unbedingt von der 2Differenzierungsreduktion" Gebrauch machen. diese reduziert beim Ausfahren des Bremssystems den Grad der querruderdifferenzierung kontinuierlich und in einstellbarem Maße bzw. hebt diese, je nach Einstellung, sogar auf. Ein Wert von 0 % bedeutet, daß die senderseitig programmierte Querruderdifferenzierung bestehen bleibt. Ein Wert gleich dem eingestellten %-Wert der Querruderdifferenzierung bedeutet, daß diese bei maximaler Butterflyfunktion, d.h. voll ausgefahrenen Klappen, völlig aufgehoben ist. Bei einem Reduktionswert größer als die eingestellte Querruderdifferenzierung wird diese bereits vor dem Vollausschlag des Bremssteuerknüppels aufgehoben".

Zitat-Ende

Genau das aber haben die Macher der FF-9 S, die ja im vergleichbaren Segment agiert, vollkommen verpennt - oder wollten es nicht sehen. ich habe mich "überprüft" und festgestellt, daß ich mit diesem Manko der FF-9 S nicht leben kann und den Sender nach nur wenigen Tagen wieder verkauft. Obiges Zitat aus dem Handbuch läßt auf ein "Reverse Differential", wie es im angloamerikanischen Sprachraum genannt wird, bei Butterfly-Stellung hoffen. Eine MC-19 ist (wieder) geordert, weil damit nun die ansonsten oft angemahnte fehlende absolute Wegeinstellung nicht mehr schwer ins Gewicht fällt - zumindest in meinen Anwendungsfällen als Freizeitpilot. Das nur als Ergänzung für denjenigen, der vielleicht mit einer MC-19 liebäugelt und sich wegen o.a. Problematik und fehlender absoluten Wegeinstellung bisher davon abschrecken ließ. Ich will auch mal mit Rudi Fiala Kontakt aufnehmen und ihn bitten, diese m.E. sehr wichtige Funktion in seiner Gegenüberstellung zur MC-22 zumindest zu erwähnen.

MfG Peter
 
Peter Dörscheln schrieb:
Den Machern der MC-19 hingegen ist zumindest zu bescheinigen, daß sie das Problem erkannt und sich um Abhilfe bemüht haben.
Natürlich ist es ihnen bekannt, aber da sie auch eine MC(X)22 verkaufen wollen muss die MC19 halt einfach weniger können. Eine "richtige" Servowegbegrenzung sind ein paar Parametereinträge in einer Tabelle und ein paar Abfragen an der richtigen Stelle. Softwaretechnisch lächerlich. Marketingtechnisch verständlich, aber für den User ärgerlich.
 
Tach!

Irgendwie komisch. Bei einem Auto nimmt man es anscheinend gerne in Kauf, dass Pfennigartikel wie z.B. Zigarettenanzünder oder Getränkehalter dreistellige Beträge extra kosten, von sinnvollen Dingen gar nicht zu sprechen. Wenn aber eine ausdrücklich als "Einsteiger- und Fortgeschrittenenanlage" positionierte Fernsteuerung nicht alle Funktionen des Flaggschiffes aufweist, schreien alle Zeter und Mordio. Logisch wäre das softwareseitig recht einfach zu verwirklichen - aber zum einen können zu viele Funktionen den Einsteiger auch verwirren, zum anderen sind diese Sachen für die meisten niemals notwendig. Wie Peter oben beschrieben hat, verfügt die mc-19 über eine ausreichende und zweckmäßige Lösung für das Butterfly-Problem. Bei MPX z.B. ist die Sache noch krasser - da ist die Hardware größtenteils identisch, man kann die Anlagen sogar auf die größere Version updaten lassen. Das finde ich deutlich schlimmer.
Hier ist wenigstens noch ein gewisser Unterschied in der Hardware zugunsten der großen Sender zu sehen, bei MPX haben alle drei Sender der EVO-Serie bis auf marginale Unterschiede das gleiche Gehäuse.

Wenn man Holgers Beitrag konsequent weiterverfolgen würde, dürfte es von jedem Hersteller nur einen einzelnen Sender geben; die paar Codezeilen sind es ja wohl nicht. Wozu dann weniger Funktionen und kleinere/abgespeckte/übersichtlichere/günstigere Sender? Erinnert mich an moderne Handys - die können alles, nur mit dem Telefonieren hapert´s manchmal ...
 
Ja, und warum machen die es dann nicht marketingtechnisch so, dass alle dieselbe Anlage bekommen, und per ROM und Aufkleber ( wichtig!!! man muss ja zeigen, was man hat) werden Funktionen gebucht oder nicht gebucht. Oder per Dongle....
Wär doch echt toll, Du hast einen neuen Flieger, da sagt Dir der Vertreiber, für Graupner bitte updaten auf Dongle "XXY ", ist aber ein anderer als der Heli-Dongle.
NAchdem ich z.B. noch nie einen Heli in die Hand genommen habe, aber die Funktionen doch mitgekauft habe, doch durchaus diskutabel, oder ?
Doch, das alles hilft ja wieder nicht weiter, dann geht hier die Diskussion über die Donglepreise und versicherungstechnische Aspekte beim Einsatz geknackter Dongles los.
Also, ist es wohl doch gut so, wie es ist.
Genaugenommen kosten doch Anlagen heute ein Bruchteil von dem vor 20 Jahren ( meine Erste Prop Robbe DP 4, 900 DM, heute die mc 10 kann schon mehr ), eine mx 22 kostet etwa das, was vor 15 Jahren eine 18er gekostet hat. Und verdienen wir noch dasselbe wie vor 15 Jahren ?
 
Ingo: Ich verstehe die Hersteller nicht das sie nicht genau das machen:

- Ein Gehäuse mit gescheiten Knüppeln. (Oder Tausch, High/Low).
- Ein Displayeinheit zum Tauschen. (Farb/SW High/Low).
- Schalterbänke zum Tauschen.
- Eine Hauptplatine. Jeder <5€ Kontroller ist bei den Stückzahlen ausreichend.
- Ein HF-Synthie Modul mit Channelcheck.
- Ein Scannermodul.
- x verschiedene Softwarevarianten.

Wäre in der Herstellung und Fertigung günstiger. Flexibler für den Anbieter und den Kunden.

Dummerweise sieht dann niemand am goldenen Gehäuse das man eine Schwanzverlängerung vor sich am Kessel hängen hat. :)
 
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