Shockflyer Komponenten (3d) 2026

Starwars

User
Guten Tag zusammen:)
Der Hallenflugvirus hat mich wieder gepackt und ich bin nach ein par Jahren Pause wieder voller Begeisterung dabei !

Wenn ich nach aktuellen Komponenten für Shockflyer suche Lande ich meist bei Forenbeiträgen aus dem Jahr 2016

In der Technik hat sich viel weiterentwickelt und mich würde interessieren welche Komponenten und welche Shockys ihr momentan favorisiert (für 3d) ?


Aktuell fliege ich eine Finest Composite Extra NG mit RC Factory Volta Servos und T-Motor AM 40 an 3s Lemon RC 350mah und 4d Kunstoff Prop.
Abfluggewicht mit viel Sekundenkleber ist 192 Gramm bei mir.


Fliegt an sich ganz gut und macht echt Laune aber mir fehlt indoor etwas die Präzision.

Es gibt ja mittlerweile eine Vielzahl an Motoren und Servos die Preislich von 8 bis 60€ liegen und es ist immer schwer zu sagen was gut und was schlecht ist.

Eigentlich habe ich mich immer geweigert viel Geld für Servos aus zu geben aber habe mich nun überwunden und baue den selben Flieger ein Zweites mal auf um zu sehen wie groß der Unterschied beim Fliegen ist.

Für die neue Extra NG viel die Wahl diesesmal auf folgende Komponenten:

Motor: Pulsar Shocky Pro 2200 KV
Regler: Volta 15A
Prop: T-Motor Slowfly 8x4,3
Akku: GNB 300mah 60c HV
Servo: Auf Querruder 2x Kavan 1006MG und auf Höhe/Seite KSTx06 v6.0

Motor habe ich diesmal direkt an den Regler gelötet und auch die Servokabel werden gekürzt und neu gekrimpt.

Hoffe der Flieger kommt diese Woche da am Samstag wieder Hallenfliegen ist.

Welche Komponenten habt ihr aktuell im Einsatz und wo seht ihr das meiste Potential um noch mehr Performance raus zu holen ?
 

Anhänge

  • 013.jpg
    013.jpg
    349 KB · Aufrufe: 262
Ich würde mal sagen, damit bist Du schon vorne mit dabei. Einzig das zweite QR Servo halte ich, insbesondere bei den Finest Modellen mit den kleinen Rudern für unnötig. Die Servos werden direkt an 2s betrieben, um Stellkraft und Stellzeit raus zu holen, denke ich?!?

Abfluggewicht mit viel Sekundenkleber ist 192 Gramm bei mir.
Das ist schon recht hoch finde ich. Als Anhaltswert: Der Rohbau meiner Finest Extra SX wiegt ca. 71...72g incl. aller vorgesehene Teile außer RC. Hier kann man dann recht gut einschätzen, wie viel Eigen- und Fremdverschulden ist ;)

wo seht ihr das meiste Potential um noch mehr Performance raus zu holen ?
Bei deinem Setup evtl. an einem leichten CFK Propeller. Ob dieser besser ist...?!?

Ein Kollege hat gerade Tattu 2s 400 mAh Akkus mit unglaublichen 19g im Test. Diese haben gut Druck, sind aber auch neu, mal sehen wie es in nem halben Jahr aussieht... Und: Bei Finest Modellen muss dieser Akku gaaaaaanz nach vorne.....


Anbei meine aktuelle Zusammenfassung persönlicher Erfahrungen, sicherlich nicht vollständig, gibt bestimmt noch andere, zahlreiche gute Komponenten wie TMotor Antriebe usw. Hatte ich schon in einem modellspezifischen Thread gepostet, aber da geht es evtl. unter und ist hier besser aufgehoben, daher:

Meine aktuellen Empfehlungen generell zu "normalen" Shockflyern mit ca. 150 - 170g Gewicht:
Motoren:
Favoriten sind folgende Motoren:
Volta X2204 2200 kv, extreme Power zum schmalen Preis
Pulsar Shocky Pro 2204 2200kv
Hobbywing 2604 1900 kv

Ältere, aber immer noch gute Motoren:
Slowflyworld DW06
Axi Race 2203 mit 2300 kv (mit 18,9 g sehr leicht)
Porno Engines Mini King V2

Regler:
aktuelle 15A ESC mit 5V BEC von RC Factory, Pulsar oder vergleichbare.
LittleBee 20A BLHeli_S, Copterregler, hat kein BEC, kann aber bei 2s HV Setup verwendet werden, oder in Kombination mit externem BEC
Ältere Regler (Streng genommen sind alle keine Regler, hat sich aber so eingebürgert) haben oft eine zu empfindliche Abschaltung, schlechteres Anlauf- und Reaktionsverhalten, kann ggf. mittels Programmierung optimiert werden.

Akkus:
2s 350 mAh bis 2s 450 mAh. Größere bzw. schwerere Akkus empfehle ich nicht, da man in die Abwärtsspirale "mehr Gewicht, weniger Power, noch größerer Akku, noch mehr Gewicht, noch weniger Power [......] gerät. Die roten BEC Stecker reichen völlig aus, jedoch haben sich durch die Copter Szene XT30 als Standard durchgesetzt. Wichtig ist, sich an die hoffentlich bekannten, gängigen Lipo Verhaltensregeln zu halten: Nie zu leer fliegen, immer nach jedem Flugtag auf Storage (Lagerspannung) laden bzw. entladen, vor Verwendung auf ca. 30 - 35 °C erwärmen, Akkus wenigstens nicht mit unter 20°C Temperatur einsetzen. Hält man sich daran, wird man mit langlebigen Akkus belohnt. Zurzeit (Oktober 2025) fliege ich immer noch meine drei CNHL Packs, welche ich vor gut 3 Jahren zusammen für knapp nen 10er gekauft habe, und welche zusammen etwa 1000 Zyklen durch haben. An oben genannten Antrieben haben sie immer noch so viel Power wie neue Akkus. Ich empfehle am Sender einen Timer, so dass man die Akkus nie zu leer fliegt. Bei EdgeTX (und sicherlich bei anderen auch) gibt es einen %Gas Timer, dieser läuft z. B. bei Halbgas nur halb so schnell. Klar, linear ist der Stromverbrauch nicht, aber das passt ganz gut. So fliege ich meine 2s 350 mAh Packs mit 1:50 min %Gas Timer perfekt auf Storage Spannung. Hier ein wenig mit kürzeren Zeiten und in die Akkus hinein geladene Kapazität herantasten.

Propeller:
Kunststoff, Allround, für Einsteiger, Fortgeschrittene aber auch für Profis keine schlechte Wahl:
GWS 8x4,3 nach wie vor der "beste" Klassiker, aus dem sich viele doch sehr ähnliche Propeller abgeleitet haben
APC 8x4,1, schwerer aber auch robuster, gefühlt auch sehr guter Wirkungsgrad und gute "Power"
T-Motor T8044, sehr robust durch ein wenig nachgebendes, weiches Material. Meine aktuelle Empfehlung für Einsteiger und Fortgeschrittene.
GWS 8x4 HD, falls es auf Indoormeetings etwas robuster sein darf. Vom Schub etwas schlechter als die "normale" 8x4,3

CFK Propeller, zunächst abschreckend teuer, aber ihren Preis wert, und robuster und langlebiger als man zunächst annimmt. Empfehlung für Fortgeschrittene und Profis:
PT 8x4,3i und 8x4,0i sehr leichter CFK Propeller
Xoar Carbon 8,5x4,3, sehr leichter CFK Propeller mit sehr gutem Wirkungsgrad, konkrete Empfehlung
Man merkt das geringere Gewicht der CFK Propeller deutlich, sowohl beim Beschleunigen als auch bei den Kreiselkräften. Das "scheppern", wie man es von schweren Kunststoffpropellern in Kombination mit schlechten Gummibändern bei gerissenen und gestoßenen Figuren kennt, tritt hier nicht auf.

Empfehlung bei Motoren mit extremer Power wie dem Volta X2204 2200 kv mit 15A ESC von RC Factory: Ich habe den oberen Maximalwert im Sender auf 75% gestellt (87,5% Gesamtweg, mit Kurve oder Gerade angepasst), und es reicht immer noch mehr als aus. Und das an 2S... Wenn die Akkus irgendwann doch einmal nachlassen sollten, könnte man hier wieder "aufdrehen". Die älteren 2204er Motoren mit 1700 - 1800 kv haben für mich einfach nicht genug Power, insbesondere für den aktuellen Flugstil mit viel Gas herum ballern nicht. Das Ganze zieht natürlich mehr Strom, als die Antriebe von "damals", aber die heutigen Akkus geben es her. Man erinnere sich an die ersten Lipos: 350 mAh Einzelzellen zum selbst verlöten für je 10€, welche nach ein paar Zyklen schon deutlich weniger Druck hatten, als sie ohnehin schon von Anfang an hatten.

Empfänger:
Jedes gängige System hat mittlerweile kleine, leichte und zuverlässige Empfänger mit weit unter 5g, meist um die 2 - 3g. Wenn es doch der fette Jeti 6 Kanal Empfänger sein muss, dann bitte ohne Gehäuse... ;)

Servos:
"Ich habe kein Geld für billige Servos" So könnte man es treffend formulieren. Denn hier zahlt es sich aus, auf Qualität zu setzen. Klar, 3x CHAServo, Kavan oder AGF kosten natürlich auf den ersten Blick unverhältnismäßig viel mehr. Aber so dramatisch ist es nicht, denn Motoren und Regler, welche ja deutlich besser geworden sind, kosten nun zusammen nur noch etwa 30 - 40 €, und nicht mehr wie zu Beginn der Indoorfliegerei etwa 150 €. Ebenso sind die Akkus deutlich günstiger und langlebiger, so dass es unterm Strich nicht teurer ist, einen Shockflyer mit wirklich guten Servos auszurüsten. Und: Man merkt den Unterschied! Wer einmal aktuelle HV Servos idealerweise direkt an 2s angeschlossen geflogen ist, fragt sich nach ein paar Flügen schon, wie man je mit den alten, trägen, lahmen und schwachen Kackteilen vorher zufrieden sein konnte. Klar, es gibt sicherlich auch günstigere gute Servos. Jedoch muss man viel testen, ausprobieren, messen, vergleichen, modifizieren. Und dann ist nicht gesagt, dass die nächste Charge genau so gut ist.
Beispiele:
JX DHV56MG 5,6g
Die "normale" DV Variante ist bei mir persönlich sehr gut, die HV Variante hingegen hat nur etwa die halbe der angegebenen Stellzeit. Die Servos sind unfliegbar lahm, auch an 2s direkt. Das war so nicht vorhersehbar, und nun hat man zwar günstige, aber für Shockflyer unbrauchbare Servos herumliegen.
PTK 7308
Ein KST X08 Nachbau in Grün. An sich OK, stark und rückstellgenau, aber auch deutlich langsamer als angegeben. Für mich unfliegbar. Ich merke, ob ein Servo 0,05 oder gar 0,1 s/45 oder 60° langsamer ist! Bei Vierzeitenrollen z. B. dreht das Modell immer nach und rastet nicht zackig ein. Mit schnellen Servos wie unten empfohlen, tritt dieses nicht auf.

Empfehlung:
Querruder
Kavan GO-1006MG bzw. AGF A06CLS V2
Dualsky DS169 (günstiger, sehr gut und schnell, aber schwerer)
CHAServo HV06 (bei extrem großen QR evtl.zu schwach)
CHAServo DS06 (OK, hat bei meiner Edge ca. 500 Flüge gehalten, bei etwas kleineren QR sicherlich super)
PTK 7350 MG ("Billigservo", bei kleineren QR evtl. geeignet, Langzeiterfahrung steht noch aus)
je nach Rudergröße & Flugstil bei extremen Rudern ggf. andere Servos mit noch mehr Kraft nötig, wie z. B.
CHAServo DS09/DS115/HV75, wobei diese auch deutlich schwerer sind, und erleichtert werden können und sollten

HR/SR
CHAServo DS06 (konkrete Empfehlung, Preis-Leistung super)
CHAServo HV06, Kavan GO-1006MG bzw. AGF A06CLS V2 (wer will und kann...)
CHAServo LV06 (nur an 5V, nicht direkt an 2s)
JX DV56MG ("Billigservo", nur die nicht-HV Version, nur an 5V)
PTK 7350 MG ("Billigservo", Langzeiterfahrung steht noch aus)

Ob an 2s direkt oder BEC 5-6V, hier muss man selber ein wenig ausprobieren. An 5V sind die HV Servos natürlich deutlich langsamer, und haben etwas weniger Kraft, aber sie halten (hoffentlich) noch länger.

Allgemein:
Kabel nur so lang wie nötig, Motor direkt an den Regler löten. Riesen Kabelschleifen mit fetten Steckern und doppelt Schrumpfschlauch sind hier nicht nötig! Fette Empfänger mit über 5 g vermeiden oder zumindest aus dem Gehäuse nehmen. Das Modell muss nicht mit tonnenweise 5 min Epoxy, Heißkleber und Panzerband zusammen gehalten werden. Wer möchte, kann auch die Servokabel entsprechend kürzen und direkt am Empfänger anlöten, das bringt etwa 3 - 5 g an Ersparnis. Nötig ist das aber nicht unbedingt, die Vermeidung der anderen Fehlerquellen bringt mehr Ersparnis.


Wenn wieder gelacht wird und blöde Sprüche rausgehauen werden, weil man sagt, dass die 10-15 g so viel ausmachen, lacht plötzlich keiner mehr, wenn ich frage, ob ich 1 oder 1,5 kg Gewicht in deren Großmodell reinlegen soll.... Merkt man ja eh nicht so wenig Unterschied....

Nicht vergessen: Leicht fliegt leicht!
 
Ein Freund von mir hat Motoren bezüglich Wirkungsgrad vermessen, um den besten raus zu bekommen. Mir persönlich ist das egal, und es zählt maximale Power, da sieht man dass der Volta 2204 2200kv (gelbe Kurve) deutlich die Nase vorne hat. Was den Wirkungsgrad angeht sind alle getesteten Motoren (zum Glück) recht ähnlich. Der Knick in der Kurve kommt evtl. daher, dass er nur bis 10A messen konnte, und der Vollgaswert vom Volta von mir kommt.

1768315848803.png

1768316049268.png


Darauf hin habe ich ein paar Propeller vermessen. Auch hier tut sich im unteren Gasbereich eher wenig, bei Vollgas gibt es Unterschiede, kann ja jeder selber vergleichen und einordnen.

1768315927714.png


1768315956116.png
 
Meine Komponenten wiegen 96 gramm + 71gramm der Flieger würde ich bei 167gramm liegen was ja voll im Ramen liegen würde. Ich finde das die 192 Gramm bei meiner ersten Extra NG nicht sonderlich stören da die sich einfach mehr wie ein richtiges Flugzeug steuern lässt.

Leicht fliegt aber auch einfach leichter in der Halle.

Ich werde vorerst die 6V des Regler BEC nutzen
 

Anhänge

  • 20260110_190720.jpg
    20260110_190720.jpg
    218,5 KB · Aufrufe: 185
Vielleicht nehme ich doch nur ein Kavan 1006MG auf Querr und spar mir sie 6 gramm Gewicht. Hat ja 3kg Stellkraft laut Angabe vom Hersteller
 
Ich persönlich würde mindestens noch beim Empfänger das Gehäuse ab machen, und zumindest am Regler das dicke, fette Servokabel gegen ein möglichst dünnes und nur so lang wie nötiges Kabel austauschen, wenn man sich überwinden kann, evtl. auch die Servokabel kürzen ;)
 
Akku nehme ich mal den Torqster 390mah mit 30c + der soll nur 20gramm wiegen.

Das mit dem Gehäuse trau ich mich nicht da ich auch bei Windstärke draußen fliege und das auch im Winter bei Schnee.
 
...
Aktuell fliege ich eine Finest Composite Extra NG mit RC Factory Volta Servos und T-Motor AM 40 an 3s Lemon RC 350mah und 4d Kunstoff Prop.
...
Fliegt an sich ganz gut und macht echt Laune aber mir fehlt indoor etwas die Präzision.
...

Ein 4D Prop ist für 3D nicht optimal, da er in beiden Richtungen einigermaßen funktionieren muss.

Mehr Präzision bekommst Du mit einem steiferen Modell, kleineren Ruderausschlägen und/oder besseren Servos.
 
Ein Freund von mir hat Motoren bezüglich Wirkungsgrad vermessen, um den besten raus zu bekommen. Mir persönlich ist das egal, und es zählt maximale Power, da sieht man dass der Volta 2204 2200kv (gelbe Kurve) deutlich die Nase vorne hat. Was den Wirkungsgrad angeht sind alle getesteten Motoren (zum Glück) recht ähnlich. Der Knick in der Kurve kommt evtl. daher, dass er nur bis 10A messen konnte, und der Vollgaswert vom Volta von mir kommt. ...
Der Motor mit dem besten Wirkungsgrad liefert auch die höchste Leistung bei gleicher Eingangsleistung. 😉

Bei einem Motorenvergleich müssen die Testbedingungen identisch sein. Einfach einen Messwert unter anderen Bedingungen hinzuzufügen ist unzulässig. Schon ein anderer Regler, eine andere Luftschraube (Serienstreuung), oder eine andere Temperatur/Luftdichte kann zu anderen Ergebnissen führen. Und dabei wurden nicht einmal Fehler im Versuchsaufbau oder Messfehler berücksichtigt.
 
...
Darauf hin habe ich ein paar Propeller vermessen. Auch hier tut sich im unteren Gasbereich eher wenig, bei Vollgas gibt es Unterschiede, kann ja jeder selber vergleichen und einordnen.

Anhang anzeigen 13166970
Es fällt auf, dass die Kombination X2204 in Verbindung mit der GWS 7x3,5" HD sehr effektiv ist. Erstaunlich, dass die teure PT 7x3,5" CFK Luftschraube hier schlechtere Werte liefert. Mit den größeren Luftschrauben (8" und mehr) scheint der Motor im Stand schon überfordert. Die Stromwerte schnellen hoch, ohne dass der Schub linear zunimmt. Die XOAR bildet mit ihrem schmalen Blatt hier die Ausnahme. Im schnellen Flug sieht das dann anders aus. Da nimmt der Schub bei kleineren Luftschrauben mit geringer Steigung schnell ab. Ohne genaue Messung in einem Windkanal bleibt hier einfach nur der Versuch in der Praxis, gemäß dem Motto "Probieren geht über Studieren". 😉
 
Das stimmt, um so verblüffter war ich bei den guten Werten der 7x3,5 GWS. Aber... Standschub ist nur das Eine wie wir wissen. In der Luft fühlen sich die Propeller doch deutlich unterschiedlich an. Hier merkt man den kleineren Durchmesser und vor allem die niedrige Steigung. Aber in Verbindung mit nem leichten, kleinen Motor mit etwas mehr kv (z. B. T-Motor 1507 2800kv) ist das ein interessanter Antrieb für etwas leichtere Modelle um die 120...130g AUW. An nem 180g Finest Modell macht das nicht wirklich Sinn. Hier zeigt die Praxis nen deutlichen Unterschied, die 7" packt einfach nicht richtig, die meisten 8" hingegen schon. Wer den Werten nach einfach an nem 150...180g Modell seine 8" gegen die 7x3,5 tauscht, wird enttäuscht sein.

Bestes Beispiel bei den Unterschieden der 8" bzw. Theorie vs Praxis ist für mich die GWS 8x4,3, der Goldstandard seit Jahrzehnten und die GWS 8x4 HD. Die 8x4HD ist laut Messungen "besser", aber in der Realität greift und beschleunigt sie deutlich träger und macht ein zischendes Geräusch, als ob sie die Luft schneidet und weniger packt. Daher zählt für mich die Praxis eigentlich mehr. Das Ganze habe ich nur mal gemessen, weil ich es interessant finde, und um zu sehen ob bestimmte Komponenten deutlich schlechter sind. Leider ist mein Eigenbau Prop am schlechtesten.... Aber klar, ich laminiere irgendwas in eine 3D gedruckte Form vs. Ingenieure der Luft- und Raumfahrttechnik mit Zugang zu Windkanal, Simulation, Erfahrung usw. ;)

Was die Volta Messung angeht: Ja, klar, ich habe ein komplett anderes Setup, da summieren sich sicherlich die Unterschiede. Die Wirkungsgradmessung finde ich nicht so spannend, da tut sich auch nicht viel. Mir geht es um die maximale Power, da ist der Volta vorne mit dabei, 2000 kv wäre für mich persönlich das Optimum, daher mein Gas-Limiter. Mir persönlich sind 1800 kv an einem heutzutage leider üblicherweise schweren Modell zu wenig. Seinerzeit am 130g Depron oder Selitron Modell OK, aber nicht bei nem 170g oder mehr Finest Modell, so meine Meinung.

So sieht mein Aufbau aus: Habe nen Modellspeicher programmiert, in dem das Gas sprunghaft in 20% Schritten ansteigt, dann je Gasknüppelstufe ca. 3s laufen lassen, Video vom Ganzen gemacht, und daraus die sich einpendelnden Werte entnommen.

1768552330771.png


Zuvor wurde per Multimeter geschaut, und festgestellt, dass Spannung und Strom vom Wattsup besser passen, als vom Unisense. Daher wurde letzteres nur für die Drehzahl verwendet.

1768552593656.png
 
Gestern ist der Bausatz der zweiten Extra NG von Finest Composite mit der Post angekommen.

Um 20 Uhr hab ich mit dem Bauen begonnen und um 01:30 nachts war ich dann auch fertig.

Ich habe mich entschieden die 4 Servos zu verbauen und bin mit 2s Lemon rc 350mah akku tatsächlich bei 166 gramm gelandet.

Die Blaue hat bei mir den 4d prop drauf da ich diese auch mit 3s 4d fliege 😉

Diesesmal habe ich beim Bau noch mehr darauf geachtet am sekundenkleber zu sparen und habe den dünnflüssigen verwendet und eine injektionsnadel benutzt um die cfk verstrebungen in den Ausprägungen zu verkleben.

Die neu aufgebaute wirkt deutlich steifer wie meine 30mal nachgeklebte 4d Variante.

Ich denke nicht das ich die Entscheidungen mit 2 Querruderservos bereuen werde da es so super einfach war exakt gleiche ruderausschläge nach oben und unten win zu stellen und dass über den gesamten Knüppelweg.

Samstag ist jedenfalls wieder Hallenfliegen im Verein und dann wird sich zeigen wie sehr sich 30 gramm Gewicht und high end servos bemerkbar machen.
 

Anhänge

  • 20260116_003050.jpg
    20260116_003050.jpg
    333,5 KB · Aufrufe: 225
...
Bestes Beispiel bei den Unterschieden der 8" bzw. Theorie vs Praxis ist für mich die GWS 8x4,3, der Goldstandard seit Jahrzehnten und die GWS 8x4 HD. Die 8x4HD ist laut Messungen "besser", aber in der Realität greift und beschleunigt sie deutlich träger und macht ein zischendes Geräusch, als ob sie die Luft schneidet und weniger packt. ...
Die GWS 8x4" HD ist auch messtechnisch nicht besser als die GWS 8x4.3", zumindest nicht für die Anwendung Shockflyer. Sie ist für höhere Leistungen ausgelegt, hat ein dickeres Profil und ist verwindungssteifer.

GWS 8x4" HD:

8.675rpm - tatsächlich erforderliche Leistung 41,3W -> 10,67W/100g Schub
10.034rpm - 64,1W -> 12,16W/100g Schub

GWS 8x4.3":
7.794rpm - tatsächlich erforderliche Leistung 38,7W -> 9,4W/100g Schub
8.959rpm - 58,2W -> 10,8/100g Schub

Das heißt die GWS 8x4 HD benötigt höhere Drehzahlen und auch mehr Leistung um die gleichen Schubwerte zu erzielen. Auch die höhere Masse der Luftschraube ist dabei von Nachteil.
 
Beim Motor ist TMotor einfach kompromisslos gut!
Ob es der AM30 oder AM40 sein soll, entscheidet einfach was und wie du fliegen möchtest.
Die Leistung des AM40 ist schon pervers in einem Hallenflieger, aber besser haben als brauchen...
Regler AM16A, da mache ich auch keine Kompromisse bei den Preisen und das BEC ist mit eins der Stärksten, sollte man keine Lust haben die Akkuspannung direkt abzugreifen.

Bei den Servos bin ich der Meinung, dass die beiden oft genannten Servos, einfach nur sehr gutes Marketing genießen... Schaut man sich z.B das Tocster NR-54 an, so sind die Daten gleich, lediglich die Breite ist etwas mehr und das Gewicht ein halbes Gramm schwerer. Dafür aber zu einem fairen Preis.
Die Servos tun was sie sollen und schaut man sich Testvideos der beiden teuren Servos an, wird man feststellen, dass die auch nicht Stellgenau sind, was man bei den Preisen eigentlich erwarten sollte.
Für die Halle reicht das irgendwie... Wichtig sind gut versteifte Ruder und Modelle, damit die Ruderbewegung auch umgesetzt werden kann und nicht im Modell verschwindet was sich verwindet.
 
Diesesmal habe ich beim Bau noch mehr darauf geachtet am sekundenkleber zu sparen und habe den dünnflüssigen verwendet und eine injektionsnadel benutzt um die cfk verstrebungen in den Ausprägungen zu verkleben.

Das mit den Injektionsnadeln ist ein sehr wichtiger und guter Tip. Aus meiner Abneigung zu Sekundenkleber wurde damit inzwischen ein wohlwollendes Miteinander...

Gruß Detlef
 
Ich bin gerade beide im Vergleich draußen bei ganz leichtem Wind geflogen.
Die schwerere fliegt sich da deutlich besser und zieht an 3s auch ab wie eine Rakete.

Die leichte mit 2s und kst servos, war lahm und hatte totale Probleme mit dem Wind.

Bin sicher in der Halle wird das genau andersrum sein morgen.
 
Mit den lemon rc 2s 350 mah komme ich auf gerade mal 3:20 min Hoovern und immer wieder am gas spielen (mit dem Pulsar shocky pro)
Entweder weil die Akkus noch komplett neu sind oder irgend etwas nicht passt am Motor oder regler ?

Wenn ich die mit dem AM40 an 2s fliege komme ich auf 4:30min Flugzeit

Vll teste ich doch noch den Volta, der wäre gerade im magnum der noch rum liegt.

Rein Rechnerisch könnte das aber schon hin hauen oder ?
Bei vollständigen zieht der Pulsar an 8x4,3 16A und ca. 9A beim Hoovern
Was 150mah die Minute entspricht
 
Zuletzt bearbeitet:
Mit den lemon rc 2s 350 mah komme ich auf gerade mal 3:20 min Hoovern und immer wieder am gas spielen (mit dem Pulsar shocky pro)
Entweder weil die Akkus noch komplett neu sind oder irgend etwas nicht passt am Motor oder regler ?

Wenn ich die mit dem AM40 an 2s fliege komme ich auf 4:30min Flugzeit
...
Wenn Du, wie geschrieben, den Pulsar Shocky Pro mit 2.200KV hast, ist die Luftschraube für den Motor zu groß. Damit würgst Du den Motor ab. Zum Hovern (Hoovern = Staubsaugen) mit einer 8" Luftschraube bedarf es nur ca. 12W (Power Out) um 200g Schub zu erzeugen. Wenn Du nur auf 3:20 min kommst, "verbrätst" Du durchschnittlich ca. 46,6W. Das heißt der Gesamtwirkungsgrad deines Antriebs (Akku, Regler, Motor, Luftschraube) beim Hovern liegt bei lediglich knapp 26%.
Gehen wir davon aus, dass Du deinen Akku nicht komplett leer fliegst und noch mind. 20% der 2,59Wh im Akku verbleiben, verbessert sich der Wert von knapp 26% auf ca. 37%.
Dein AM40 hat wohl eine geringere spezifische Drehzahl und einen deutlich besseren Wirkungsgrad.
 
Ansicht hell / dunkel umschalten
Oben Unten