Sicherheit bein Anwerfen von Modellmotoren..?

Man sollte eigentlich meinen dass aus verschiedenen Unfällen gelernt wurde, aber einigen Piloten isses anscheinend wurscht..
Waren gestern in Friedrichshafen auf der Messe, und hab mal wieder gesehen wie man es nicht macht.
Eine 3 meter maschine wurde angeworfen (Motor ca 170-200ccm), der Starthelfer steht vor der linken tragfläche, der Pilot steht davor und wirft das teil an. Nach ca.3 schlägen läuft er, dann stellt sich der Pilot vor die rechte Tragfläche und gibt gas.
Für viele Zuschauer anscheinend ein normaler anblick, aber als ich in die runde den Spruch " der hat anscheinend noch nicht gesehen wie es einem die Finger abhaut.." gesagt hab, kam ich mir fast wie ein Geächteter vor.
Kanns das eigentlich sein? Ich hab mit der Zeit einige "Unfälle" miterlebt, aber dass man das Risiko derart Herausfordert muss doch nicht sein.
Jeder weiß dass mal ein Servo spinnen kann oder irgendein technisches Problem von jetzt auf sofort kommen kann....
 
Sicherheit bein Anwerfen von Modellmotoren..?

Hallo,
was willst du uns damit Sagen?
Was macht er Falsch? Wie Startet man so einen Motor richtig? Startet man ihn mit den Füßen, schont die Finger? Wenn du weist wie man es richtig macht, dann lass uns auch daran teilhaben.
Gruß
buebs
 
Servus Helmut,

na ja, vor kurzen haben wir bei uns auf der Seite www.mfso.de einen Link zu diesem Thema gesetzt und gehofft, daß sich einige der Piloten auch zu diesem Thema äußern. Aber irgendwie blieb es bisher bei der Hoffnung..... Anscheinend ist diese, weitverbreitete, Unsitte zum Standard geworden. Aber wenn ich mir die Bilder in dem Link, der auch hier auf rc-network zu finden ist, so anschaue, würde ich an Stelle mancher Piloten schon arg ins Grübeln kommen.
Deshalb gebe ich dem Helmut recht, wenn es sagt: Muß das denn sein?

Schaut`s Euch die Bilder an und denkt mal darüber nach!

mit fliegerischem Gruß
Charly (Redakteur)
 
Ich bin nicht Robert, sondern sein Bruder. (dafür steht die 2)
zu buebs: was er Falsch gemacht hat?
Wenn der motor anspringt und aus irgendwelchen Gründen auf vollgas steht bricht er unweigerlich aus, schlimmstenfalls in den Piloten und den anderen, der danebensteht.
Will sagen das Flugzeug sollte wenn dann von 2 Mann links und rechts gehalten werden, alternativ einer dahinter oder einfach angehängt werden.
 
Hi Helmut,

sorry, daß ich Dich mit Deinem Bruder verwechselt habe. Schande auf mein Haupt!

mit fliegerischem Gruß
Charly
 
Hallo,

ich muß mich hier mal als nicht-Motorflieger fragend einmischen.
Die Jetheinis haben doch Starter vom feinsten. Warum hat sich sowas im Motorflug nicht durchgesetzt?
Zu teuer? Zu kompliziert? Zu anfällig? Zu schwer?
Das Ding könnte bei laufendem Motor doch auch als Lichtmaschine fungieren und zumindest den Zündakku laden.

Gruß
Onki
 
Hallo,

ich muß mich hier mal als nicht-Motorflieger fragend einmischen.
Die Jetheinis haben doch Starter vom feinsten. Warum hat sich sowas im Motorflug nicht durchgesetzt?
Zu teuer? Zu kompliziert? Zu anfällig? Zu schwer?
Das Ding könnte bei laufendem Motor doch auch als Lichtmaschine fungieren und zumindest den Zündakku laden.

Gruß
Onki

so machts doch keinen spass :))

ich muss mir auch manchmal dumme Sprüche anhören, wenn ich mein Modell mit einem seil sichere..
 
onki
Hallo,

ich muß mich hier mal als nicht-Motorflieger fragend einmischen.
Die Jetheinis haben doch Starter vom feinsten. Warum hat sich sowas im Motorflug nicht durchgesetzt?
Zu teuer? Zu kompliziert? Zu anfällig? Zu schwer?
Das Ding könnte bei laufendem Motor doch auch als Lichtmaschine fungieren und zumindest den Zündakku laden.

Schon mal versucht eine Turbine von Hand zu starten?
Nebenbei - auch in der manntragenden Zunft werden gegenwärtig noch immer Motoren von Hand gestartet.
Dabei sind nicht nur Finger in Gefahr.

Ein Modell vernünftig zu sichern ist dagegen ein schier unlösbares und unbequemes Problem.
Ich vergleiche das Verhalten der Kollegen (und vielleicht auch das eine oder andere Mal auch das Eigene) mit Rauchern.
Auch dort herrscht die Denke "passiert mir doch nicht - Krank werden nur die Anderen"...ich passe ja auf, mir passiert nix...

Wer da warnt bekommt mal schnell den Stempel "Karousellbremser" und weiter gehts wie gehabt.
 
Andreas hat eigentlich schon das wichtigste gepostet. Und wenn du der Meinung bist, das du deinen Flieger beim anwerfen mit einem Seil sicherst, ist das völlig ok. Lass andere lachen.. nur wenn so ein Kamerad auf dich zu kommt und dich beisst, dann ist es zu spät. Eine 3m Kiste ohne Starthelfer und/oder ohne Sicherung anwerfen ist der Leichtsinn schlecht hin. Auch wenn sich der Starthelfer vor die eine Fläche stellt ist es rein meiner Meinung nach sehr gewagt. Denn wenn Motoren mit, ich sag jetzt nur mal als Bsp. mit 18PS an springen und schlagartig hoch drehen, hält der Helfer die auf einer Seite nicht mehr.

Jeder Pilot sollte eigentlich die best möglichen Vorrichtungen treffen um beim starten eines Motors nicht verletzt zu werden. Was er aber wirklich macht ist sein eigenes Bier. Man kann nur durch Fehler lernen. Aber wie ich es oben gesagt hab .. wenn dich der Motor(Propeller) einer 3m-Kiste beisst, dann brauchste nicht mehr lernen;)


mfg
Hartmut
 
1) es ist zu schwer wenn man das Leistungsgewicht benötigt!
( bei Turbinen ist nur ein ganz kleiner E-Motor im Einsatz )

2) unter 20ccm macht es keinen Sinn, dann kann man gleich Elektro einbauen.

uvam.

Gruß
Andreas

Ich muß hier mal einhaken.

Es sollte mit den heutigen Brushlessmotoren doch möglich sein, einen Bordanlasser so leicht zu bauen, daß er kaum ins Gewicht fällt. Evtl. mit einem externen Akku der am hinteren Teil des Rumpfes angesteckt wird.
Evtl. könnte man sowas mit der Zündung verkabeln, so daß der Motor nur im Standgas laufen kann, solange der Akku angesteckt ist.
Ich glaube da schlafen die Modellbau-Hersteller noch und überlassen den Markt einen Lieferanten, der veralterte Technik anbietet.
 
Das Problem beim Bordanlasser ist, daß die Verbrennungsmotoren zum überwinden des OT viel Kraft brauchen. Säuft jetzt der Verbrennungsmotor ab, blockiert die ganze Sache und es kann sehr schnell was abrauchen. Springt der Motor schlecht an, ist ruckzuck der Akku für den Starter leer oder der Startermotor überhitzt. Oder das Getriebe wird zerhäckselt. Die ganze Sache muß also mechanisch, elektrisch und elektronisch sehr robust gebaut sein. Das wird dann schnell recht schwer und teuer. Außerdem ist das zusätzliche Technik, die durch Funktionsstörungen oder Defekte ausfallen kann.

Gerade die so kräftigen Brushlessmotoren sind den Bürstenmotoren im Anlaufmoment unterlegen, bei zuviel Belastung verliert der Steller die Kommutierung und der Motor zuckt bei enormen Stromverbrauch hin und her, grillt dabei sich selbst und den Steller. Ein Bürstenmotor stemmt in so einer Situation ein enormes Drehmoment auf die Welle und reißt somit besser durch. Hier muß nur darauf geachtet werden, daß Motor und Steller die dabei fließenden Ströme verkraften.
 
Hi!

Bleibt dennoch das Mehrgewicht und der Aufpreis.
2 Gründe warum es sich nicht durchsetzt.

Geben tut es das schon sehr lange (FEMA) undletztens sah ich ein Video auf Youtube vom DLE 55 mit Anlasser in einer Yak.
Funktionierte sehr gut. Trotzdem tue ich mir das Mehrgewicht nicht an.
 
Moin!
Die Pflicht,das Modell zu sichern bleibt ja trotzdem.
Mit ist durch Fremdverschulden mein re. Arm fast verlustiggegangen .Geblieben ist eine fast Gebrauchsunfähigkeit von Arm und Hand.
Die Folgen sind,Arbeitsunfähikeit,Fluguntüchtigkeit,Aufgabe von Hobbys ,uvm.
Wenn man dann weiß,daß es durch Leichtsinn und Dummheit Anderer oder Eigener dazukommt,ist das nicht mehr lustig.
Ob Andere Sicherheit lächerlich finden ist mir egal,ich trage die Verantwortung für mein Handeln,auch gegenüber Anwesender. Nur wenn das Alle so sehen ,haben wir Spass ohne Reue.
Holm und Rippenbruch,Jörg.
 
Es geht ja noch weiter ....

Es geht ja noch weiter ....

Hallo Leuts,

immer wieder ein interssantes Thema.
Aber es geht ja noch weiter.
Wenn mann dann sieht wie einige Piloten ihre Motoren in einem gut gefüllten Vorbereitungsraum hoch drehen lassen.....
Da hab ich kein Verständnis für. Ich sag es den Leuten immer wieder und bekomme dafür auch immer veachtende Blicke zugeworfen.
Das Schönste aber ist:
Modell auf den Platz zum Anwerfen. So hinstellen dass man niemanden gefährdet, Helfer hält die Maschine und grad als man so am werkeln ist und der Motor anspringt, kommen die Zuschauer (die ja da eigentlich nicht zu suchen haben) und stellen sich genau da hin wo die Teile im Falles eine Falles hin fliegen werden.
Oftmals ohne Sinn und Verstand. Zum Glück noch nie was passiert. Man muss es den Leuten immer wieder sagen.
Zuschauer hier = Modellpiloten.
 
beim starter der turbine möchte ich auch mal kurz einhaken. bei diesen handelt es sich meistens um einen in der art eines 280er speed. der regler dafür ist in der turbinenelektronik eingebaut. einzige alternative ist, die biene umständlich mit einem gebläse zu starten. dies geht aber auch nur da wo die verdichterseite der biene zugänglich ist. dies ist aber nur selten so da die turbine meist mitten im flieger sitzt.

eine möglichkeit bestünde, einen verbrennermotor vernünftig elektrisch zu starten: ein mittels freilauf hinten direkt an die kurbelwelle angekuppelter motor und ein dekompressor (ventil im zylinderkopf welches den druck während der verdichtung ablässt). der motor wird ohne kompression beschleunigt, dann der dekompressor geschlossen, der motor springt an! NACHTEIL: aufwändiger aufbau des zylinderkopfes und mehrgewicht von ca. 1/2 bis 3/4 kg durch starter, controller, akku und aufwändigerer motorkonstruktion. bekommt man so ein elektroventil, daß die temperaturen aushält könnte der motor auch vollautomatisch wie eine turbine starten.....

das sichern des modelles ist aber in jedem fall unerlässlich!
 
Hi!
Die V-Motoren per Hand zu starten ist eine Sache. Das Modell jedoch nicht zu sichern ist eine Andere. Ich habe stets ein ungutes Gefühl, wenn Motore angelassen werden, ohne dass ein Modell überhaupt gesichert/von hintengehalten ist.
Ich fliege fast nur elektrisch, aber wenn ich meinen Benziner anlasse, ist mein Modell mit einem Seil gegen Rollen gesichert.
Dabei fühle ich mich einfach sicherer.

Gruß
Heiko-L
 
Hallo

Also ich habe zwar nur ne 2.6m Maschine aber ist ja das selbe.
Ich habe immer einen vor den Höhenleitwerken zentral stehen ist ja kein Problem wenn sich einer hinter stellt.
So noch nie Probleme gehabt=).
Man muss halt immer einen dabei haben so wie bei mir meißt Kollegen oder mein Vater.

Mfg.: Dome
 
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