Sicherheit Stromversorgung Großmodelle

Hallo,
habe mal eine Frage zur Stromversorgung in Großmodellen. Ich fliege eine Aurora 9.
Da ich mein erstes Großmodell baue stellt sich mir nun die Frage der sicheren Empfängerstromversorgung.
Was könnt Ihr mir für eine sichere aber preisgünstige Akkuweiche für Lipos empfehlen? und wenn ja, mit welchen akkus (Zellenzahl, Kapazität?)
Kenn mich hier leider nicht aus, möchte aber auch nicht irgendwelches unnötigess Geld ausgeben.
Und was hat des mit dem zusätzlichen Eingang im Optima Empfänger zu tun, mit dem ich die Servos mit einer höheren Spannung versorgen kann?
 
Hallo Georg,

um dir eine qualifizierte Antwort auf deine Frage zu geben benötigen wir sicher ein paar Angaben zum Modell selber, wie dein Flugstil ist, welche Servos du einsetzten willst etc. Es gibt aus meiner Sicht viele gute Lösungen am Markt, aber nicht jedes Modell braucht gleich das 'große Besteck' um gut und sicher augerüstet sein. Mein Motto ist da: "Immer so gut wie nötig, nicht so gut wie möglich".

Gruß -Stephan-
 
Hallo Georg,
Für eine sinnvolle Empfehlung sind natürlich Informationen erforderlcih,
wie Stephan sie schon aufgeführt hat.
Du wirst sicher eine Menge Feedback von Kollegen hier bekommen,
die gute Erfahrungen mit Produkt X, Y oder Z gemacht haben.

Für ein neues Projekt könntest Du aber auch mal über "Hochvolt"
Technik nachdenken. Ich bin der Meinung, dass man damit die
Spannungsversorgung viel einfacher und mit weniger Komponenten aufbauen kann.
Für mein neues Projekt werde ich jedenfalls in diese Richtung gehen.

Gruß Klaus
 

Julez

User
Akkuweiche für Lipos
LiPos sind schon der erste Fehler. Da es bei einem Großmodell auf ein paar Gramm nicht ankommt, würde ich hier ausschließlich die 26650er A123 Zellen einsetzen. Die sind unglaublich robust und hochstromfähig.

Wenn ich da sehe, was die Leute da an Elektronikgebammel einsetzen: Lipos fertig in Plastikdosen verpackt, mit Elektronik umhüllt und speziellen Ladegeräten dafür...so ein Quatsch. And dann hat die Akkuweiche noch nicht angefangen...

2s A123, und Ruhe ist.

Das nächste Problem: Der ganze Elektrokrempel wird auf ein hübsch kohlefaserbeschichtetes Brett mitten im Rumpf montiert, schön mit Löchern für Kabeldurchführungen und so.
Auch wieder Quatsch. Kohlefaser hier braucht kein Mensch. Bei den ganzen Kabeln in der Nähe und den Vibrationen ist es durchaus schonmal vorgekommen, dass sich ein Kabel an einer Kante durchgescheuert hat und von der Kohlefaser hübsch kurzgeschlossen wurde. Da reicht auch Glasfaser völlig aus. Es gibt sogar schwarze Glasfasern, wenn mans unbedingt braucht.
 
Hallo Georg,
Für eine sinnvolle Empfehlung sind natürlich Informationen erforderlcih,
wie Stephan sie schon aufgeführt hat.
Du wirst sicher eine Menge Feedback von Kollegen hier bekommen,
die gute Erfahrungen mit Produkt X, Y oder Z gemacht haben.

Für ein neues Projekt könntest Du aber auch mal über "Hochvolt"
Technik nachdenken. Ich bin der Meinung, dass man damit die
Spannungsversorgung viel einfacher und mit weniger Komponenten aufbauen kann.
Für mein neues Projekt werde ich jedenfalls in diese Richtung gehen.

Gruß Klaus
Hallo Klaus.
Was ist hochvolttechnik? Kann ich das mit meinen Optima Empfängern machen? Halten die Servos solche Spannungen aus?
 
Erster Tip:
Eneloop raus, deren Spannung fällt bei Belastung zu stark ab. In der Folge kann sich der Empf. ausklinken und crash.

Meine Empfehlung:
2 Empf.
4 Schiebeschalter oder 1 Akkuweichenschalter
2 Life oder A123 Akkus

Var 1: Die beiden Empf. galvanisch völlig voneinander trennen und mit je 2 mechanischen Schaltern mit je einem A123 verbinden. Mit je einem Empf. ein Quer- und Höhenruder anschliessen. Beide LK-Servos auf denselben Empf. nehmen. Der Rest nach Gutdünken verteilen.

Var 2: Wie Var 1 aber Anstelle von 4 Schiebeschaltern einen einfachen elektronischen Akkuweichenschalter einsetzen. Dieser wird zwischen die beiden Akkus und Empf. gesetzt.
Der Vorteil von Var 1 ist, dass die beiden Empfangssysteme galvanisch völlig getrennt voneinander sind.
Der Vorteil von Var 2 ist, dass die Spannung mit der Akkuweiche aucg ca. 6.1 V absinkt.

Ich habe Var 2 in zwei Modellen eingesetzt (Bücker 133 von Rödel mit Akkuweichenschalter von Helitron 10 A sowie Curtiss P40 von Kranz mit Akkuweiche SAFETY-SWITCH 12HV TwinBatt von MPX ).

Gruss
Kurt
 
Hallo Kurt,
Erstmal danke für die tips.
Soweit versteh ich alles wa du schreibst. Jetzt aber eine vielleicht saudumme frage: warum vier Schalter? Pro Empfänger 2? Ich hab keine Ahnung von solcher Stromversorgung bzw 2 Empfänger. Und,meinst du mit LK-Servos Landeklappen Servos? Die hätte ich nicht. Wär aber für den Segler wichtig.
Hättest du einen Vorschlag für so einen akkuweichenschalter?
 
Stromversorgung

Stromversorgung

Hallo Georg,
ich fliege zwar Turbinenjets und hier ist als Stromversorgung auch eine redundante Spannungsversorgung nicht nur sinnvoll sondern meiner Meinung zwingend notwendig.

Ich selbst verwende die Module von Deutsch => http://powerbox-systems.com/d/powerbox_systeme/produktuebersicht/start.php sehr zuverlässig.

Du kannst die versorgungspannung entweder auf 5,9 Volt oder 7 Volt einstellen. Die werden dann aus 2 Lipos (auch von Deutsch) rdundant geregelt. Auf der PowerBox Homepage gibt es auch Bedienungsanleitungen zum downloaden schau einfach mal rein.

Gruß Mario
 
Meine Empfehlung: Emcotec Mirco DPSI Twin Batt.

In all meinen besseren Modellen ist eine solche Weiche eingebaut. Das Größte ist eine DG 600 von Paritech und das "Kleinste" eine Sbach mit 2,2m und Benziner.

In fast allen Modellen sind Lipos verbaut, wenn man ein bisschen aufpasst beim Bau, gibt es solche Probleme wie von Julian beschrieben nicht. Dies sollte man aber bei allen Akkus machen, egal welche Sorte ;).

Ich bin von der DPSI Mirco vollkommen überzeugt, man hat gleich einen vernümftigen Schalter und es gibt sie in mehreren Versionen.

Just my three cent ;)

MFG

Christoph
 
Hallo Klaus.
Was ist hochvolttechnik? Kann ich das mit meinen Optima Empfängern machen? Halten die Servos solche Spannungen aus?
Hi,

das bedeutet, dass Du den Empfänger und die Servos direkt an 2S Lipos/LiPoFE (7,4V/6,6V) betreibst.
Für Deinen Empfänger sollte es kein Problem sein, die Optima Empfänger sind eigentlich soweit ich weiß von 4,8Volt bis 8,4Volt geeignet.
Du benötigst dann natürlich auch Servos, die für die hohe Spannung geeignet sind.
Von div. Herstellern gibt es mittlerweile Servos, die für den Betrieb an 2S geeignet sind.

Der Vorteil ist, dass Du kein zusätzliches BEC benötigst, das kaputt gehen könnte.
Auch ist der Strom, der über den Empfänger läuft etwas geringer, da die Spannung höher ist (Bei gleichwertigen Servos natürlich)

Wenn Du 2 Empfängerakkus betreiben möchtest, brauchst Du nur eine reine Akkuweiche ohne Regelung (Weniger was kaputt gehen kann).

Als Vorschlag:
2x 2S LiPoFE Akkus und eine reine Akkuweiche z.B. von Jeti oder ACT:
http://www.acteurope.de/html/safety_power_switch.html

VG
Gunnar
 
Erster Tip:
Eneloop raus, deren Spannung fällt bei Belastung zu stark ab. In der Folge kann sich der Empf. ausklinken und crash.

Meine Empfehlung:
2 Empf.
4 Schiebeschalter oder 1 Akkuweichenschalter
2 Life oder A123 Akkus

Var 1: Die beiden Empf. galvanisch völlig voneinander trennen und mit je 2 mechanischen Schaltern mit je einem A123 verbinden. Mit je einem Empf. ein Quer- und Höhenruder anschliessen. Beide LK-Servos auf denselben Empf. nehmen. Der Rest nach Gutdünken verteilen.

Var 2: Wie Var 1 aber Anstelle von 4 Schiebeschaltern einen einfachen elektronischen Akkuweichenschalter einsetzen. Dieser wird zwischen die beiden Akkus und Empf. gesetzt.
Der Vorteil von Var 1 ist, dass die beiden Empfangssysteme galvanisch völlig getrennt voneinander sind.
Der Vorteil von Var 2 ist, dass die Spannung mit der Akkuweiche aucg ca. 6.1 V absinkt.

Ich habe Var 2 in zwei Modellen eingesetzt (Bücker 133 von Rödel mit Akkuweichenschalter von Helitron 10 A sowie Curtiss P40 von Kranz mit Akkuweiche SAFETY-SWITCH 12HV TwinBatt von MPX ).

Gruss
Kurt
Wer stellt den akkuweichen für 2 Akkus und 2 Empfänger her?
 
Hallo Georg,
Konnte nicht früher auf deine Frage
antworten.
Gunnar hat aber schon alles genau erklärt.
Genau so will ich es machen.

Gruß Klaus
 

Julez

User
Um es nochmal zu sagen:

Ich würde keine Elektronik zwischen Akku und Empfänger bauen, die ich nicht verstehe. Da kann ich nämlich nicht nachprüfen, ob sie funktioniert.
Und den ganzen Elektronikram, den diese auf auf Modellstromversorgung spezialisierten Firmen um ihre Akkus herumbauen, braucht man auch nicht. Aber die wollen ja auch Geld verdienen.

Also, schön 2s A123 Akkus nehmen, meinetwegen auch mehrere Packs als Redundanz. Jeden Pack würde ich dann mittels einer Diode absichern. Das ganze dann per MPX-Stecker schalten, oder über einen vibrationsfesten Hochlastschalter. Dann hast du gute 6V im System, ich würde dann trotzdem HV Servos nehmen, dann bist du auf der sicheren Seite.

Da kannst du dann deine Akkus frei zugänglich selber vermessen und selber entscheiden. Du hast keine Lipos, die über den Winter dick werden oder tiefentladen von den Ruheströmen der permanent angeschlossenen, überflüssigen Überwachungselektronik von den ganzen Spezialfirmen. Die robusten A123 muss man nur selten balancen, und man kann sie, wenn es sein muss, innerhalb 15min komplett volladen. Ich persänlich habe 2000 Zyklen vermessen mit 5% Kapazitätsverlust. Also sind das die letzten Akkus, die du für dein Modell brauchst.

Lass den ganzen Spielkram weg und bau einfache, solide und robuste Technik ein.

Einen 4s Eneloop Pack würde ich noch an diese Notversorgungs-Batteriebuchse vom Empfänger machen zur Sicherheit.
 
In den USA weit verbreitet, eine Hochstromakku, z.B. Sanyo NiCad, zwei Anschlusskabel angelötet, zwei normale robuste Schalterkabel dazu und das ganze an zwei Empfängeranschlüsse angeschlossen. Die Lösung ist gut bis 10-12Ampere und redundant ausgelegt (Schalter). Sanyos selbst halten bekanntlich Ströme aus, die keine 20 Serovs zusammen bei Blockierstrom erreichen. In 20 Jahren E-Flug mit hohen Entladeströmemen in Imperller- und Hotlinemodellen ist mir nie eine Sanyo ausgefallen. Ich und andere haben unsere Modelle sogar einer BEC anvertraut.
Viele der als elektronische Hochstromschalter und Spannungsbegrenzer kommerziell vertriebenen Systeme kommen an diese Lösung auch nicht immer heran, außer man bewegt sich in den 50-100EUR Bereich. Sieht dann aber natürlich schicker aus.

Was über 10-12Ampere geht, benötigt auch stärkere Kabel. Die Empfänger selbst machen meist von den Leiterbahnen her 10 Amerpere mit. Witzlos ist also, einen Jeti Empfänger mit MPX Stecker zu versehen. Der Flaschenhals bleibt die Platine. Zum internen Aufbau der Hitec Empfänger kann ich nichts sagen, da ich niemanden kenne, der Hitec fliegt.
 
Hallo Georg,
bei dem Setup verwende ich seit Jahren sehr erfolgreich den Deutsch Powerbox Sensor mit entweder 2 Lipo 1800 mAh oder je 2 2sA123. Geht beides. Leicht einfach und sehr betriebssicher. Hab das in 3 Modellen dieser Größe. Damit geht alles, inkl. 3d.
Gruß -Stephan-
 
Hi,

Und was hat des mit dem zusätzlichen Eingang im Optima Empfänger zu tun, mit dem ich die Servos mit einer höheren Spannung versorgen kann?
Bedienungsanleitung lesen !
Der SPC Anschluss versorgt nur den Empfänger, nicht die Servos.
Du hast 2 Möglichkeiten:
1. Über ein V-Kabel, besser mit zwei, über die Servostecker 1-6 den RX und die Servos mit Strom versorgen.
2. Wozu ich dir raten würde, wie oben und mit einem zweiten kleinen Akku den RX über den SPC Anschluss separat versorgen, da bist du auf der sicheren Seite.
Bin auch gerade dabei eine ASH26 von Paritech mit der Aurora 9 auszurüsten. Allerdings wird sie elektrifiziert. Deshalb wollte ich zum BEC des Reglers nur einen A123 oder NIMH als Stützakku verwenden und darüber dann über Y-Kabel auch auf SPC.
 
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