Sicherheit zu aktuellen Lipo Technologie

Hallo,

nachdem ich nur noch rein elektrisch fliege, häufen sich bei mir die Lipo's.
Sie werden mit 1C Ladestrom gestreichelt und im Schnitt bis auf max. 15% Leergeflogen.
Des Weiteren achte ich auf Beschädigungen und auf Signale wie Blähen.
Ich bewahre jedoch alle Akkus in einem Alu - Behälter mit Feuermelder auf.
Da tummeln sich so 20 x 6S mit 3000-5000mA und 6 x 3S mit 2200mA.
Bisher hatte ich noch keine Probleme. Aber ich habe Bedenken, dass wenn einer mal hochgeht, dieser die anderen mit hochgehen lässt, was der Koffer sicherlich nicht mehr absorbieren würde und mir dann die ganze Bude abfackelt.

Daher meine Fragen:
Wie sicher ist die heutige Lipotechnologie (Turnigy, Zippy)?
Wie verhält sich das mit dem "anstecken" anderer Lipo's?
Wie viele sollte man max. in einem Behälter aufbewahren?
Was sind ideale, kostengünstige Behälter?

Beste Grüße
Boris
 
Hallo,

Solange du die Lipos unbeschädigt und entladen lagerst sollte sie relativ harmlos sein. Es gab Brandfälle mit halbvoll gelagerten Lipos die aber (soweit mir bekannt) letztlich alle mit einen bestimmten Akkutyp zu tun hatten. -> z.b. http://www.rc-network.de/forum/showthread.php/207080-Kokam-Akku-abgebrannt, 2009 bei Modellbau Borcherts u.a.

Ich benutze selbst alte Nato Munitionskisten (Metall) die innen mit Dämmtapete ausgekleidet sind (inzwischen 5 Stück). Im Deckel sind je Kiste ca. 10 Löcher mit 8 mm Durchmesser zum Druckausgleich für den Fall der Fälle. Lässt man die Löcher im Deckel weg platzt ggfs. die Kiste, ist also keine gute Idee da zu sparen. Auf YouTube gibts dazu ein paar Videos.

Die Kisten halten die zu erwartenden Temperaturen aus (ca. 700 Grad) und schliessen die Akkus sicher ein. Die Rauchentwicklung bei einem brennenden Lipo ist sehr hoch aber auf diese Weise bleiben die Zellen wohl fixiert und lösen keine Brände aus. Du kannst aber davon ausgehen das der Raum im dem so ein Lipo auch "sicher" gelagert in der Kiste hochgeht sanierungsbedürftig ist, einmal sind die Rückstände gesundheitsschädlich und zum anderen stinkt es furchtbar. Ein Rauchmelder ist Pflicht, ebenso gute Lüftung.

Gruß

Frank
 
Entladen lagern? Wer macht das denn konsequent?
Ich warte doch nicht wie das Wetter wird und fange dann an zu laden?!

Meine Akkus wurden bisher immer nach dem Fugtag voll aufgeladen und warteten auf den nächsten Flugtag.
Ja, solche Panikfilmchen kenne ich auch zur Genüge.
Aber bei der Masse an Lipos, die mitlerweile im Umlauf ist müsste man ja jeden Tag irgendwelche Horrormeldungen lesen, wenn die wirklich so gefährlich bzw. Empfindlich sind. ... Wenn nicht sogar innerhalb DE verboten...

Das mit den munitionskisten ist schon eine gute Sache....

Mal hier die Umfrage gestartet:
Wie, worin und in welchem Zustand lagert ihr Eure Lipos?
 
Hallo,
ich lagere die Lipos zu 60% voll in den bekannten Lipo-Taschen.
Ganz voll oder leer ist für die Akkus schlecht.

Daniel
 
Hi Boris,
ich bewahre sie bei ca 20-40% Restladung in einer Munitionskiste wie Frank beschrieben hat bei ca 15 Grad Kellertemperatur auf.
Geladen und vorgeheizt wird vor dem Flug. Geladen wird mit was der Lader (Schulze NextGen 500) hergibt.

20 x 6s in einer Kiste ist schon ein Wort - ich denke mal die groesste Gefahr wird sein dass es da mal irgendwo in dem Kabelwirrwar einen Kurzschluss gibt. Auch die Balancer Kabel isolieren! Wenn das mal hochgeht hast Du Sylvester zu Haus. Ich wuerde die Menge auf mehrere Kisten verteilen.

Ansonsten lass Dich durch die ganzen Panikvideos und Stories nicht beunruhigen. Die Dinger sind viel robuster als man nach der Lektuere der diversen Artikel glauben mag.
Gruss
Stephan
 
Ich lagere meine Lipos auch immer entladen. Ich lade sie nachdem ich geflogen bin einfach nicht mehr auf.
Wenn dann schönes Wetter in Aussicht ist oder ich mich kurzfristig entscheide fliegen zu gehen lade ich meistens eine Charge (sprich min. 2 Lipos gleichzeitig, da Duolader vorhanden) zu Hause auf und die restlichen Akkus werden dann am Platz geladen. Denn von der Entscheidung fliegen zu gehen bis zu dem Zeitpunkt wo ich dann wirklich los fahre vergeht meist eh noch ne knappe Stunde...

Früher habe ich die Akkus noch auf "Lagerspannung" (hatte damals 3,85V eingestellt) aufgeladen nachdem ich sie leergeflogen habe, mache ich aber jetzt nicht mehr...


Es kommt aber durchaus mal vor das ich auch einen vollen Lipo lagere, das passiert immer dann wenn ich ihn fürs fliegen geladen habe und dann aus irgend einem Grund dann den vorgesehen Flug der mit dem Akku gemacht werden sollte doch nicht gemacht wurde.
 
Ansonsten lass Dich durch die ganzen Panikvideos und Stories nicht beunruhigen. Die Dinger sind viel robuster als man nach der Lektuere der diversen Artikel glauben mag.
Das ist ein wenig wie beim Atomkraftwerk: Der GAU passt fast nie, aber wenn es doch mal passiert dann ists halt richtig Sch.....

Ein bisschen Vorbereitung auf den Ernstfall schadet nicht.

Gruß

Frank
 
Entladen lagern? Wer macht das denn konsequent?
Ich warte doch nicht wie das Wetter wird und fange dann an zu laden?!
Meine Akkus wurden bisher immer nach dem Fugtag voll aufgeladen und warteten auf den nächsten Flugtag.
Sry, aber das ist eine "Totsünde". Nicht nur, dass in den Dingern dadurch ein Haufen Energie steckt, der bei einem Problem zu großen Problemen führen kann.
Nein, deine Zellen zerfallen dadurch auch viel schneller!

Wenn du fliegen gehst, lad die Akkus mit 4C und sie werden dir dankbarer sein als wenn du sie mit 1C ladest aber dafür ewig voll herumliegen^^.


Früher habe ich die Akkus noch auf "Lagerspannung" (hatte damals 3,85V eingestellt) aufgeladen nachdem ich sie leergeflogen habe, mache ich aber jetzt nicht mehr...
Flieg doch einfach so lange, dass die Akkus danach "Lagerspannung" haben. Bei mir geht sich das immer gut aus. Akkus haben dann meistens so um 3,8V.
30sek weniger fliegen und dann passt das schon.
 
Wenn du fliegen gehst, lad die Akkus mit 4C und sie werden dir dankbarer sein als wenn du sie mit 1C ladest aber dafür ewig voll herumliegen^^.
Yep, das unterscheib ich so mit. Lipo Akkus randvoll zu lagern ist ein sicherer Weg sie auf Dauer kaputt zu bekommen. (Vom Sicherheitsaspekt nicht zu reden).

Allerdings muss man das mit Augenmaß betrachten - den Akku schon auf Lagerspannung zu haben ist eines, einen vollen Akku täglich immer wieder zu entladen das andere - das schafft den Akku eher noch mehr. Der "Breakeven" (ab wann sich von Lageraspekt her das Entladen "lohnt") schätze ich mal ganz grob so mit einer Woche Lagerdauer bei 20 Grad Celsius ein. Sprich - wenn der Akku länger als diese Dauer voll geladen herumliegt schadet es ihm mehr als der zusätzliche Zyklus. Je wärmer die Lagerung, desto kürzer diese Zeit.

Vom Sicherheitsaspekt her gilt natürlich immer das entladene Akkus weit harmloser sind. Sprungfedern lagert man ja auch nicht im gespannten Zustand.

Gruß

Frank
 
Das mit dem vorher laden redet sich so einfach.
Ich fliege mit 12S d.h. Pro 8 min. Flug sind 2 6er mit je 5000 leer.
Damit es sich am Platz rentiert brauche ich für 3 Flüge 6 Stuck aufgeladen.
6S mit 4c bei 5000 gibt mein Lader nicht her, aber dual mit je 1c. Der braucht dann für einen dual Ladegang ca. 75min. X3 wären das 225 min. Sry aber dann ist die Sonne wieder untergegangen.
Und das war dann nur Power für ein Modell, so 2-3 habe ich meißtens dabei.

Das die nicht so lange halten, hm mir fehlt da der Vergleich, aber auf ein paar sind sicherlich schon locker 60. zyklen drauf und die gehen immer noch ausreichend.

Ich werde mir noch ein paar kleinere Munitionskisten ohne Dichtung beistellen und die Akkus aufteilen.
Wenn absehbar ist dass ich länger nicht mehr zum Fliegen komme, werde ich sie nicht laden.
Ohne Aufsicht laden ohnehin nicht.
Was das Energiepotenzial angeht, so ist ei leerer Akku aufgrund des hochreaktiven Lithiums auch nicht zu unterschätzen. Für einen Brand reicht das allemal wenn blöde Umstände gegeben sind (z.B. Im Flieger, Heli oder sogar Funke, meine FX30 hat nen Lipo, der kommt ja auch nicht raus oder wird extra entladen ...)
Grüsse
Boris
 
Was das Energiepotenzial angeht, so ist ei leerer Akku aufgrund des hochreaktiven Lithiums auch nicht zu unterschätzen. Für einen Brand reicht das allemal wenn blöde Umstände gegeben sind (z.B. Im Flieger, Heli oder sogar Funke, meine FX30 hat nen Lipo, der kommt ja auch nicht raus oder wird extra entladen ...)
Üblicherweise nicht. In einem Salzstreuer in der Küche ist ja auch hochreaktives Natrium drin, aber der brennt auch nicht von selbst. Das Lithium in einem Lipo-Akku liegt nicht in metallischer Form vor (zumindest in einem Akku im Normalzustand nicht, Überladen sieht das anders aus). Das was bei einem völlig leeren Lipo primär brennen kann ist das Lösungsmittel des Elektrolyten, also im Prinzip wie ein Plastiksack gefüllt mit organischem Lösemittel. Erst geladen werden sie kritisch.

Gruß

Frank
 
Das ist ein wenig wie beim Atomkraftwerk: Der GAU passt fast nie, aber wenn es doch mal passiert dann ists halt richtig Sch.....

Ein bisschen Vorbereitung auf den Ernstfall schadet nicht.

Gruß

Frank
Ja, aber wenn Lipos so sicher wie Atomkraftwerke waeren wuerde man statistisch jeden Tag, wenn nicht stuendlich, Über abgebrannte Wohnungen in der B... Zeitung lesen :D (mal gefuehlsmaessig die Menge der weltweit vorhandenen Lipos mit den weltweit vorhandenen AKWs in Korrelation gesetzt)
 

bundi2

User
GAU

GAU

Hallo Zusammen
hatte heute meinen (super) Gau, ich lagere und lade meine Lipos auch in besagter Munitionskiste im Speicher.
Aufmerksam wurde ich durch das gepiepse meines Ladegeräts und dem Rauchmelder. Da war der komplette
Speicher aber schon in weißen Rauch gehüllt, in der Werkstatt so dicht, daß man kaum die Hand vor Augen sehen konnte.
Ich hab dann die Kiste mit allem was noch am Kabel hing (Balancer und Ladegerät) aus dem Fenster geworfen. Dort ging der Zauber
dann noch ca. 15 Min weiter. Das Resultat sieht man auf den Bildern. Was mir persöhnlich jetzt ein wenig Angst macht ist die Tatsache,
dass ich seit ca. 4 Jahren Lipos verwende und erst seit 4 Wochen diese Munitionskiste verwende. Bis dahin lud ich die Akkus zwar mit
leicht schlechtem Gewissen, aber relativ unbekümmert in einem alten Blumentopf.
Was auf den Bildern zusehen ist, sind die kläglichen Reste von vier dreizelligen 2600mAh Akkus und einer Handvoll Shocky-Akkus.
Mein Fehler war, die Lagereung der vollen Lipos und das Laden in einer Box vorzunehmen. In Zukunft werde ich den Akku der geladen wird in eine seperate Kiste
verfrachten und so das brennbare Matereial veringern.
Untern Strich hatte ich großes Glück im Unglück, und sag Daumen hoch zur Munitionskiste.

Viele Grüße
Andi
 

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uija

User
ouch! sehr unschön!
kannst du sagen ob sie gerannt haben oder "nur" qualmten?

wir hatten vor kurzen nach einem crash einen kaputtem 6s5000 nanotech. der wa noch gut zu 90% voll.
damit auf der fahrt nach hause nichtw passiert, haben wir den akku im feuerkorb angesrochen und ausqualmen lassen. wir waren erstaunt, dass kein feuer kam, sondern nur qualm. wir hatten uns gefreut, dass die hersteller hier ggf. etwas gegen die feuerentwicklung tun konnten. deine bilder sehen aber schon nach feuer aus, irgendwie.

eine nette zusatzinformation: die 5000er nanotechs waren, als wir den äusseren schrumpffschlauch entfernten, als 4500er gelabelt...
 

DieterH

User
@"schiwo1" - wieviel Autounfälle gibt es in deiner Gegend und wie viele davon nimmst du überhaupt wahr. Bei den LiPo-Bränden gibt es sicher eine "Dunkelziffer", von der kein Mensch berichtet . . .

@"uija" : Sieh dir mal das Foto an - nach was siehts denn aus . . . ?
http://www.rc-network.de/forum/showthread.php/315390-LiPo-Lagerung-bei-Frost

Ich verstehe immer noch nicht, wieso sich so viele LiPo-User sich gegen die einfachsten Vorsichtsmaßnahmen sträuben. Wenn sich jemand die eigene Nase oder Bude versengt - nun gut, dann ist das seine eigene Sache.
Sind jedoch andere Menschen oder gar Kinder im Spiel wirds kriminell !
Gruß
Dieter
 
Wenn ihr Angst vor Lipos habt fliegt doch wieder NIMH, finde das langsam albern diese Hochpuscherei, gut mir ist auch schon einer abgefackelt mein Fehler Lader falsch eingestellt, ein Hersteller hat mal zu steife Balancerkabel verwendet durch die es Probleme gab, aber seit mal ehrlich, transportiert ihr euer Handy auch in einer Munitionskiste :D:D:D sähe zumindest sehr albern aus
 

DieterH

User
Lieber Norbert !
Mit deiner Einstellung wirst auch du irgendwann ganz schön "albern" aussehen . . .
:D :D :D
 

Gerd Giese

Moderator
Teammitglied
Jeder hat eine Meinung ... aber deshalb muss ein anderer sich NICHT
berufen fühlen, "es" zu bewerten!:(

Also - zwingt NIEMANDEM sich rechtfertigen zu müssen - okay!
;)
 

jetblu

User
Guten Tag zusammen!

Bin hier relativ neu, aber Modellflieger seit der RC1 Zeit und nach langer Pause seit 3Jahren in der "elektro-Abteilung" tätig. Habe diverse (5S 4000 und 5S 5000) Akkus ausprobiert und, da ich mich nicht auskannte, meistens hochpreisige Akkus verschiedener Hersteller gekauft. Seit einiger Zeit auch einen "billigen" 5S 5000 in Betrieb. Alle Akkus werden paarweise als 10S eingesetzt, mit hochwertigem Lader fast immer mit 1C, sehr selten mit 2C geladen. Geflogen wird bis 25% Restkapazität.
Was mir zunächst auffiel war, dass die teuersten Akkus schon nach ca 20Zyklen die ersten Einbussen zeigten. (Wobei die Preise vor 3Jahren deutlich über den heutigen lagen, aber gerade diese Akkus auch heute noch sehr teuer sind)

Bei den billigen stellte sich rasch das Phänomen des aufblähens ein. Das passiert bei den anderen je nach Belastung zwar auch, aber nach Abkühlung ist das bei den teuren Akkus wieder normal. Bei den billigen jedoch nicht, d.h. sie sind auch im kalten Zustand aufgebläht. Woran kann das liegen?

Ich finde diesen Thread, wenn auch kontrovers diskutiert, sehr sinnvoll. Ich bezeichne mich als bewussten, vorsichtigen aber nicht überängstlichen Nutzer der Akkus. Jeder kann seinen privaten Nutzen aus diesen Diskussionen ziehen, also bitte weiter so!

Nun zu dem was mir unlängst passiert ist:
Eine kleine Modellbaunadel ist in die Aussenhülle eines 5S 5000 eingedrungen. Der Akku war voll (wollte fliegen gehen, schnell, schnell...) glücklicherweise ausserhalb des Modells (in der Metallkiste)
Bevor es richtig losging konnte ich gerade noch die Treppe hoch und den Akku nach draussen befördern. Die Bude war trotzdem schon schön verqualmt aber kein Vergleich zu dem, was draussen passierte. Sehr dichter, weisser Rauch - und davon reichlich. Flammen konnte ich nicht sehen, lediglich Schwelbrand. Nach etwa 30Sekunden wurden ca 2Liter Wasser darüber gegossen. Dies hatte zur Folge, dass kurzfristig die Rauchbildung noch zunahm. Nach weiteren geschätzten 20Sekunden war es dann vorbei. (Endergebnis siehe Bild)
Betroffen war nur eine Zelle. Die anderen 4haben jetzt zusammen noch 88% bei 4,10V.
In meinem Fall gut:
Die Temperatur hat nicht ausgereicht um die anderen Zellen in Mitleidenschaft zu ziehen.
Schlecht:
Ich hätte nicht gedacht dass die Aussenhülle sowie die Hülle der einzelnen Zelle so empfindlich ist und habe gar keine Lust mehr, die anderen 4Zellen noch auszubauen oder überhaupt mit einzelnen Zellen zu hantieren.
Gigantisch viel Rauch für eine Zelle.

Der Akku hatte 34Zyklen, die Nadel ist noch heil;)
Demnächst bei mir: Feuerlöscher im Keller und im Auto.

Grüsse,

JB
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