Sicherung großer Datenmengen durch redundantes externes Laufwerk

Jan

Moderator
Hi,

ich habe nach längerem Suchen das DROBO entdeckt. Dieses Gerät bietet RAID-ähnliche Funktionalität, ohne ein RAID-System zu sein. Es bietet für mich gegenüber einem RAID-System einige Vorteile, vor allem die einfache Konfigurierbarkeit und die stufenweise Ausbaubarkeit. Außerdem kann man verschiedene Festplatten unterschiedlicher Größe und Drehzahl usw. einbauen.

Ich werde zunächst zwei Stück 1 TB Seagate Platten einsetzen.
Später mal eine dritte und vielleicht auch eine vierte.

Meine erste Frage: Was habt Ihr für Erfahrungen mit dem DROBO gemacht?

Ich will einen stationären PC und ein Notebook direkt mit diesem System möglichst automatisch sichern. Das DROBO soll - wenn es aktiv ist - von bestimmten Verzeichnissen (und natürlich deren Inhalten) - am besten im Hintergrund - Kopien anfertigen und bei zukünftigen Änderungen unauffällig und zuverlässig die Sicherungen vervollständigen.

Das DROBO bzw. die installierte Software soll automatisch erkennen, ob der PC oder das Notebook angeschlossen sind bzw. ob die jeweiligen Sicherungen ergänzt werden müssen.

Nächste Frage: Brauche ich dazu das DROBO-Share? Oder komme ich ohne aus?

Dritte Frage: Welche Software könnt Ihr für diese Anwendung empfehlen?

Danke für Eure Erfahrungsberichte.
 
moin jan,

leider kann ich dir da nicht weiterhelfen, da ich drobo nicht kenne/kannte.
bei tomshardware hab ich danke dem allwissenden herrn google das hier gefunden: http://www.tomshardware.com/de/Drobo-RAID-Festplattenspeicher,testberichte-239751-9.html
sehr lesenswert, wie ich finde.

ich persönlich schwöre auf raid lösungen - bzw. auf Time Machine bei einfachen rechnern und leuten, die keinen raid cube kaufen wollen.

bitte halte uns mal auf dem laufenden, was du so für erfahrungen machst.

greets, Nik
 
Hallo Jan

Was/wie willst Du den absichern?

Ein Raid schützt gegen Ausfall einer oder mehrerer Speichereinheiten dieses Festplattenspeichers. Ob das jetzt vom Kontroller per Hardware oder von einem Treiber per Software erledigt wird ist eher sekundär.

Hardware-Raids haben den Vorteil, das sie (meist) auch mit Problemen der Hardware funktionieren. Software-Raids benötigen eine intakte Hardwarebasis um richtig zu funktionieren.
 
Hallo Jan,

hast du dir schon mal den Windows Home Server angeschaut ? (Media Markt hatte z.B. gerade einen Acer mit 2 TB für 400 Eur im Angebot) Ich habe jetzt schon 3 Arbeitskollegen die so ein Ding zu Hause stehen haben. Die Sicherung von Daten bzw. dem gesamten Rechner im Hintergrund auf dem Server läuft (auch inkrementell) wohl recht zuverlässig. Intern werden die Daten wohl auf den beiden Platten gespiegelt. (Wobei nicht die komlpetten Daten gesichert werden sondern jedes Blockmuster nur einmal und dann dessen Position)
Ich verwende seit Jahren ein Synology NAS mit Raid 5. Die darin anfangs verwendeten 250GB Samsung Platten haben öfters rumgezickt, es hat aber mehrfach das RAID nach Austausch einer Platte wieder aufgebaut. Jetzt habe ich 500 GB WD drin und es ist Ruhe. Ich habe keine Daten mehr auf den Clients sondern nur noch zentral auf dem NAS.
 
Hallo Jan,

ich mach das mit SW acronis True image + externe Festplatte.
Wichtig dabei schnelle Ankopplung der Platte über echtes USB 2.0.

Acronis funkioniert problemlos und kann neben Sicherung noch viel mehr,
so z.b. Partitionen verändern...

Gruß
Hans
 
Hallo Jan,

für deine angepeilte Verwendung (Sicherung deiner beiden Rechner) ist der Drobo sehr gut geeignet.
Ich habe meinen seit fast einem Jahr in Betrieb (allerdings am Mac) und bin soweit sehr zufrieden. Macht genau was er soll und ist wunderbar flexibel hinsichtlich der zu verwendenden Festplatten.
Allerdings musst du dir bewußt sein das er eines nicht ist, nämlich eine schnelle externe Festplatte. Für Anwendungen die sehr hohe Transferraten (Videoschnitt, RAW-Bildbearbeitung etc.) benötigen ist er definitiv nicht geeignet da zu langsam.
In meinem Drobo werkeln 3 WD Caviar Green mit je 1 TB. Die Geräuschentwicklung der Platten ist vernachlässigbar, der Gehäuselüfter läuft schon ab und zu und ist hörbar. Ich empfinde das Lüftergeräusch aber nicht als störend. Mit schnelleren Festplatten die mehr Hitze entwickeln nimmt natürlich auch die Lüftertätigkeit zu.

Schönen Gruß
Jörg
 
moin jan,

leider kann ich dir da nicht weiterhelfen, da ich drobo nicht kenne/kannte.
bei tomshardware hab ich danke dem allwissenden herrn google das hier gefunden: http://www.tomshardware.com/de/Drobo-RAID-Festplattenspeicher,testberichte-239751-9.html
sehr lesenswert, wie ich finde.

Danke, den Artikel kannte ich nicht.
Ich kannte nur einige Nutzerbewertungen bei amazon.de.
Gekauf habe ich aber bei cyberport, weil die ein sehr günstiges Bundle hatten.

ich persönlich schwöre auf raid lösungen - bzw. auf Time Machine bei einfachen rechnern und leuten, die keinen raid cube kaufen wollen.
ok, von der Hardware habe ich mich jetzt festgelegt.
Drobo läuft. Es ist allerdings ziemlich langsam.
Ich überlege mir Drobo-Share zu kaufen.

Kann irgendwer etwas dazu sagen, ob die Geschwindigkeit steigt?

bitte halte uns mal auf dem laufenden, was du so für erfahrungen machst.

greets, Nik
gerne. :)
 
Hallo Jan

Was/wie willst Du den absichern?

Ein Raid schützt gegen Ausfall einer oder mehrerer Speichereinheiten dieses Festplattenspeichers. Ob das jetzt vom Kontroller per Hardware oder von einem Treiber per Software erledigt wird ist eher sekundär.

Hardware-Raids haben den Vorteil, das sie (meist) auch mit Problemen der Hardware funktionieren. Software-Raids benötigen eine intakte Hardwarebasis um richtig zu funktionieren.

Hallo Uwe,
ich habe jetzt das Drobo, also eine Hardware-Lösung, die genau wie in dem von Niklas zitierte Artikel ohne Probleme in Betrieb genommen werden konnte.

Ich sete zwei 1 TB Platten ein. Der Drobo-Calculator spucktaus, dass ich etwas wenigr als 1 TB nutzbaren Speicherplatz habe.
 
...Ich habe keine Daten mehr auf den Clients sondern nur noch zentral auf dem NAS.

Das ist interessant. Vielleicht mache ich das zumindest mit dem ARbeitsplatzrechner genauso. Dann bräuchte ich nur noch einen Synchronisierungsvorgang, nämlich den zwischen Notebook und Drobo. Weiß ich noch nicht... :rolleyes::confused:
 
Hallo Jan,

ich mach das mit SW acronis True image + externe Festplatte.
Wichtig dabei schnelle Ankopplung der Platte über echtes USB 2.0.

Acronis funkioniert problemlos und kann neben Sicherung noch viel mehr,
so z.b. Partitionen verändern...

Gruß
Hans

...mir war neu, dass TrueImage auch eine inkrementelle Sicherung kann. Muss ich mit beschäftigen... Danke für den Tipp.
 
Hallo Jan,
für deine angepeilte Verwendung (Sicherung deiner beiden Rechner) ist der Drobo sehr gut geeignet.
...den Eindruck habe ich auch. Ich finde den Preis zwar hoch, aber nicht als überhöht. Dafür ist die Machart zu solide und dazu sind die Vorteile zu groß.

Ich habe meinen seit fast einem Jahr in Betrieb (allerdings am Mac) und bin soweit sehr zufrieden. Macht genau was er soll und ist wunderbar flexibel hinsichtlich der zu verwendenden Festplatten.
Allerdings musst du dir bewußt sein das er eines nicht ist, nämlich eine schnelle externe Festplatte. Für Anwendungen die sehr hohe Transferraten (Videoschnitt, RAW-Bildbearbeitung etc.) benötigen ist er definitiv nicht geeignet da zu langsam. [...]
Schnell ist Drobo nicht. Kannst Du meine Frage beantworten, ob Drobo-Share die Geschwindigkeit erhöht?

Die Geräuschentwicklung der Platten ist vernachlässigbar, der Gehäuselüfter läuft schon ab und zu und ist hörbar. Ich empfinde das Lüftergeräusch aber nicht als störend. Mit schnelleren Festplatten die mehr Hitze entwickeln nimmt natürlich auch die Lüftertätigkeit zu.[...]
Das Lüftergeräusch ist verschwindend gering. Ich habe allerdings sehr moderne und energiesparende Festplatten. Mit älteren Platten könnte die Wärmeentwicklung und damit auch der Lüfterlärm größer werden.
 
Ich habe feststellen müssen, dass das Droboshare, das eine Netzwerknutzung des Drobo ermöglicht, leider nur über USB 2.0 an das Drobo angebunden wird. Die hohe Netzwerkgeschwindigkeit wird also hier nach dem Flaschenhalseffekt ausgebremst. :(

edit: Uwe, Du hast Recht.

Es ist aber wohl zu erwarten, dass bald eine Weiterentwicklung kommt und dann die Anbindung über Firewire oder sogar LAN möglich sein wird.
 
Guckux Jan

Ich habe feststellen müssen, dass das Droboshare, das eine Netzwerknutzung des Drobo ermöglicht, leider nur über USB 2.0 an das Drobo angebunden wird. Die hohe Netzwerkgeschwindigkeit wird also hier nach dem Flaschenhalseffekt ausgebremst. :(

Es ist aber wohl zu erwarten, dass bald eine Weiterentwicklung kommt und dann die Anbindung über Firewire oder sogar LAN möglich sein wird.

USB 2.0 hat theoretisch 480MBit, gigaBit 1000MBit.
NAS-Geräte und Co im 3-4stelligen Bereich erreichen nicht gerade hohe Datenraten (im letzten c't Test waren erstmals Geräte mit nennenswerten >20MB/s). Du kannst davon ausgehen, daß USB 2.0 dafür schnell genug ist. Flaschenhals ist hier meist die verwendete Wandler-Technologie (USB-SATA Wandler etc.), seltener die Firmware.
Wenn Du GB ausnutzen möchtest, wirst um 5stellige Beträge nicht herumkommen (EMC Clariion AX-Series, NetApp etc.). Vor allem und gerade dann nicht, wenn >1 Client an solch einem Teil hängen.

Ich kann nur jedem empfehlen, bei nur "einem" client eher auf externe Festplatten auszuweichen. Mit kstl. SyncSoftware (angefangen bei robocopy) lassen sich hiermit zB mit 1TB Festplatte FW800 (Firewire) ohne Probleme Transferraten von >70MB/s realisieren, eSATA ist momentan auch langsam in den Kinderschuhen rauszuwachsen. Bei einer 1TB FW800 Platte kannst Du für den Robocopy Preis SEHR viele Einzelplatten kaufen. Und für den Einzelfall lassen sich diese ohne Probleme softwareseitig Spiegeln um eine physische Redundanz darzustellen. Auch das Handling ist schlicht, einfach und leicht verständlich.
Für anspruchsvollere Gemüter mit Workgroup-Ansprüchen empfehle ich kostengünstige Lösungen wie einen eigenständigen Rechner mit FreeNAS, Linux oder Opensolaris. Gerade letzteres bietet mit seinem ZFS für Speicherhungrige genialste featurities in Vollendung (Volumelimitierung bei 2^128Bit - bietet kein anderes System :D ).
 
Ansicht hell / dunkel umschalten
Oben Unten