Silikonkrater auf der Lackoberfläche

Hallo,

ich habe erneut ein Problem beim lackieren mit Silikonkratern gehabt. Bei meiner verwendeten Ausrüstung handelt sich um einen Güdekompressor (mit Öl) und eine Sata Minijet HVLP. In der Luftzuleitung habe ich zwei Wasserabscheider integriert. Lackiert wird in einer Garage, also keine richtige Lackierkabine. Die Flächen habe ich immer zweimal mit Silikonentferner abgewaschen und anschließend mit einem speziellen Staubbindetuch abgerieben.
Früher habe beim lackieren noch nie Probleme mit Silikonkratern gehabt. Geändert hat sich folgendes: Ich habe mir eine andere Nitroverdünnung aus dem Internet bestellt. Mit dieser reinige ich die Pistole. Kann diese mit Ölanteil verunreinigt sein?
Auch habe ich inzwischen einen Ölwechsel durchgeführt. Als Öl habe ich ein Motorenleichtlauföl verwendet (HD 5W/40 Topsynth) welches mir im Baumarkt als Öl für den Kompressor emphohlen wurde. Ein Kollege vermutet, dass die Krater von dem Öl stammen würden. Er meint man müsse spezielles Kompressoröl nehmen. Das Öl müsse Silikonfrei sein. Auch ein Ölabscheider würde dann nichts nutzen. Vorherr war das Öl von Güde, welches werksseitig ausgeliefert wird, verwendet worden. Ist Kompressoröl immer Silikonfrei?
Gibt es noch andere Ursachen für Silikonkrater. Am Lack kann es nicht liegen, da genau das gleiche Lackierbild bei unterschiedlichen Lacken aufgetreten ist. Als Lack wurde 2k Standofleet von Standox und Oracoverlack verwendet.
Bitte um Lösungsvorschläge

Gruß

Jörg
 

chip

User
Bei Silikon, wenn es denn welches ist, gibt es sehr viele Möglichkeiten.

Ich weiß nicht ob Du mit deiner Pistole Wasser-Basis-Lack und lösemittelhaltigen Lack Lackierst.
Da kann es auch manchmal zu Problemen kommen.
Deshalb habe ich auch mehrer Lackierpistolen.

Mit deiner Nitroverdünnung könnte auch ein Grund sein. Wenn da noch einige Tropfen in der Pistole sind, kann es auch Silikon geben.
Pistole nach dem Reinigen nochmals an der Luftschlauch anschließen und abdrücken für ca. 1 Minute.

Von deiner Kleidung, Haare, von der Garage im Luftschlauch kann es auch kommen.

Das Neue Öl kann aber auch verantwortlich sein. jeder Hersteller hat da seine Mischung und diese kann halt irgend wie in deinen Schlauch, zur Pistole gelangen.

Vielleicht solltest Du dann Neue Ölabscheider dran bauen.

Ein Altgeselle hat mir aber auch mal etwas von einem Silikonfreien Öl erzählt. Dazu hat mir aber ein Mechaniker gesagt das es sowas gar nicht gibt.
Mehr dazu kann ich nicht sagen, nur so wiedergeben.

Was noch ein Grund sein kann ist das Reinigen.
Zu viel Silikonentferner ist nämlich auch nicht gut. Der trocknet im Augenschein schnell, ist aber noch auf der Fläche drauf.
Etwas auf die Fläche, dann gut verreiben und gut trocken reiben. Das reicht schon.

Vom Lack selbst kann nichts passieren.
Zu 99,9% bist Du das nämlich, woher die Probleme kommen.

Also im Moment wüsste ich so nicht an was es liegenh könnte.
 
Silikonkrater auf der Lackoberfläche

Vielen Dank für die Antwort. Ich habe mit der Pistole bis jetzt nur 2 K Lacke benutzt. Daran kann es also nicht liegen. Ich habe die Flächen mit Silikonentferner abgewischt und anschließend trocken hinterher gerieben. Habe bis jetzt immer so gemacht und noch nie iregendwelche Probleme gehabt. Beim abputzen trage ich puderfreie Latexhanschuhe. Dürfte eigentlich auch kein Problem darstellen. Geändert hat sich eigentlich nur die Nitroverdünnung und wie gesagt der Ölwechsel. Ich habe die Pistole schon einige Zeit trocken gepustet nachdem die Nitroverdünnung herraus war.

Gruß

Jörg
 

chip

User
Dann würde ich mal zur alten Nitroverdünnung zurück greifen. Ist es immer noch da dann kann es nur noch am Öl liegen.

Alles andere wurde auch ausgeschlossen, da Du ja hier nichts verändert hast.
Was ich jetzt vergesseh habe waren die Handschuhe. Aber die trägst Du ja auch.

Es gibt jetzt nur noch die Beiden "Probleme".
 
Hallo ,
was hast du Lackiert ??? Stimmt vielleicht Deine Oberfläche nicht ??
z.b wenn du GFK Lackierst und das Vorgelat durch bist ,kann es sein das du es hier mit Microlöcher zu tun hast !!
Mach doch mal Bilder von Deinem Ergebnis !!
Oder deine Oberflächenbasis reagiert auf dein 2K Lack !!!

Gruß Thomas

Anbei noch ein Link für eine Klasse Beschreibung von Lackierfehlern

http://www.standox.de/standox/de/de/pdfs/products/THK_Lackdefekte_D.pdf
 
Silikonkrater auf der Lackoberfläche

Hallo Thomas,

lackiert habe ich zwei unterschiedliche GFK Teile. In diesem Fall einen Rumpf, den ich zuvor angeschliffen habe und anschließend mit Dupicolor Spritzspachtel grundiert habe. In dieser Art und Weise habe ich schon viele Teile lackiert. Als Schlauch habe ich normalen Druchluftschlauch aus dem Baumarkt verwendet. Ein Lackierermeister hatte mir damals gesagt, dass dies kein Problem sei. Von Sata gibt es speziellen silikonfreien Schlauch. Ob dies nun sein muß kann ich nicht beurteilen. Ich habe mit diesem Schlauchsystem schon häufiger lackiert.
Bilder kann ich nur von dem vorletzten Teil einstellen. Den zuletzt lackierten Rumpf habe ich nämlich sofort wieder mit Verdünnung abgerieben. Eine Lackierung mit dem Pinsel wäre schöner gewesen.

Gruß

Jörg
 
Silikonkrater auf der lackoberfläche

Silikonkrater auf der lackoberfläche

Hallo,

ja es ist ein transparenter Gewebeschlauch. Diesen habe ich jedoch schon häufiger verwendet mit gutem Lackierergebnis.

Gruß

Jörg
 

chip

User
Also dieser Schlauch ist absolut nicht zu gebrauchen.
Dieser wird irgend wann mal Spröde und daher bekommt man auch Silikon.
Deshalb nimmt auch keine einzige Lackiererei solche Schläuche.

Bei dir könnten aber noch mehrere Faktoren dazu gekommen sein und jetzt ist halt mal die Zeit gekommen wo mal was passiert.


Also, anderen Schlauch holen und wie oben geschrieben nächstes ausschließen.
 

chip

User
Das Zeug ist der letzte Sch... und nur Pfuscher nehmen das.
Zu 100 Pro hat man das dann nicht im Griff und man kann aber trotzdem leichte Silikonkrater erkennen.
Hat man das in der Umgebung bekommt man das nie mehr weg.
Besonderst in der Lackierkabine ist das ärgerlich. Das Zeug setzt sich überall rein.
Sowas wird gar nicht bestellt und wenn einer meint er muss das nehmen kann er nach Hause gehen und dort bleiben.
 
Silikonkrater auf der Lackoberfläche

Hallo,

ich glaube, dass ich den Fehler gefunden habe. Das Öl welches man mir für den Kompressor verkauft hat ist dafür nicht geeignet. Das Öl ist nämlich nicht Silikonfrei. Laut Vertrieb sind 0,15% Silikon enthalten. Da nützt auch kein Ölabscheider etwas. Ist mir als geeignetes Öl für den Kompressor verkauft worden. Wird sehr schwierig werden den Kompressor bzw. Ölabscheider und Luftleitung wieder Silikonfrei zu bekommen. Ich habe vor zwei mal einen Ölwechesel mit geeigneten Öl durchzuführen. In den Druckkessel möchte ich ca. 500 ml Nitroverdünnung geben und diesen gut durchschütteln. Die Ölabscheider und Zuleitung möchte ich ebenfalls mit Nitroverdünnung duchspülen und natürlich die Lackierpistole inklusive Luftzuleitung. Natürlich nur kurz damit die Dichtungen keinen Schaden nehmen. Hat jemand andere Vorschläge zur "Säuberung" des Luftsystems?
Ich kann jedem nur emphehlen nur die vom Hersteller emphohlenen Öle zu verwenden. Ich hatte mir leider über das emphohlene Öl keine Gedanken gemacht.

Gruß

Jörg
 
Ölabscheider und Schlauch tauschen wird einfacher werden, als die sauber zu bekommen, den Kessel aber vorher reinigen, die Luft über die Entlüftung unten ablassen, wegen der Verdünnung im Freien. Gute / saubere Verdünnung verwenden.
 
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