Sirion flattert

Hallo Kollegen

War heute mit meinem Sirion von Gerten unterwegs. Habe den Nuri ein bisschen angestochen, dann fing der ganze Flieger an zu vibrieren. Die Flügel haben sich nicht verwunden, es war eher um die Mitte rum. Nach vorsichtigem Hochziehen war alles wieder weg. Ein zweites mal war ich vorsichtiger, die Tendenz blieb.

Kennt jemand von Euch das Phänomen? Schwerpunktlage? Oder: Ich verwende statt des Flächenstahls einen GFK-Rundstab.

Freue mich über Tipps. Der Flieger ist ansonsten eine Wucht. Bild:

IMG_4102_bearbeitet-2.jpg

Danke im voraus
Jan
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Hallo,

also mein Sirion hat keine Tendenzen zum flattern.
Ist die Steckung passgenau oder gibt es dort Spiel, und viel wichtiger
Sind die Ruder und Anlenkungen Spielfrei?

Grüsse

Timo
 
Hi Jan,

bei einem Horten-ähnlichen Nuri hatte ich mal eine ähnliche Beobachtung ... da hat sich das Mittelteil aufgeschaukelt (ca. 20-30cm weit, bei nur 1,2m Spannweite!) und ist direkt vor meinen Augen geplatzt. Der Nachbau war in der Mitte steifer, damit war Ruhe ...

In deinem Fall würde ich erstmal eine Stahl- statt GfK-Steckung ausprobieren, CfK wegen der höheren Bruchgefahr eher nicht.
 
Ich verwende statt des Flächenstahls einen GFK-Rundstab.
Welcher Durchmesser?

Je nachdem, welchen Durchmesser der Steckverbinder hat, ist die Ursache relativ klar. Wenn es ein 8er Stahldraht ist, den Du durch einen 8mm Glasverbinder ersetzt hast, brauchst Du nicht weiter zu suchen. Du hast die Ursache für das Flattern bereits gefunden! ;)

Wenn es ein 12mm Verbinder wäre, ist GFK immer noch nicht sonderlich optimal, aber der Flügel würde erst sehr viel später flattern, als von Dir beschrieben. Dann wäre die Ursache eher bei einer zu weichen Ruderanlenkung zu suchen.
Siggi
 
Passt dein Gfk-Rundstab wirklich saugend in die Flächenaufnahmen? Ich hatte ein solches Rohr nicht gefunden (die waren immer 1-2 Zehntel untermaßig) und habe deshalb ein billiges aber leichtes Stahlrohr aus dem Baumarkt genommen. Das hat genau gepasst.
Flattertendenzen konnte ich noch nicht feststellen, Strömungsabrisse in engen, langsam geflogenen Kurven hatte ich schon öfters.
:) Dieter
 
Warum ersetzt Du den Stab überhaupt?
Ich fliege den Sirion elektrisch mit 10 Zellen und 2,8 Kg,
und kann mich über zu viel Flächenbelastung nicht beschweren ;-)
Sicher ist leichter besser, aber die paar Gramm des Stahls machen bei dem Flächeninhalt sicher nichts aus.

Grüsse

Timo
 
Ich musste den Stab ersetzen, da ich ein Holzrümpfchen für Antrieb und Akkus zwischen die Flächen gebaut habe. Der vorgesehene Druckantrieb hat mir aufgrund der Schwerpunktverhältnisse nicht so gefallen.
Also brauchte ich einen um die Rumpfbreite längeren Stab.
:) Dieter
 
Also brauchte ich einen um die Rumpfbreite längeren Stab.
Autsch! :eek:

Wenn man Stäbe ohne Führung in der Mitte einsetzt, muss man im Durchmesser selbst beim Rundstahl typischerweise 2mm im Durchmesser höher gehen, um dieselbe Steifigkeit zu erhalten. Beispiel: Ein 10er Rundstahl mit Stahlrohr in der Mitte als Führungsrohr verbiegt sich im Hochstart im selben 3m Modell eingebaut ungefähr so stark, wie ein 12er Rundstahl ohne Führungsrohr in der Mitte!

Wenn Du von handelsüblichem Federstahldraht (E=220.000MPa) auf GFK (E=60.000MPa) heruntergehst und dann noch die freie Biegelänge erhöhst, dann... :rolleyes: ...Schwamm drüber! :D

Dein Problem kannst Du mit dem Einbau eines Kohlestabes mit erheblich vergrößertem Durchmesser lösen. Da das Modell 3m Spannweite hat, würde ein ø16mm Kohleverbinder Deine Probleme dauerhaft und zufriedenstellend in allen Lebenslagen lösen. Wegen der freien Biegelänge in der Mitte wäre ein 12mm Verbinder auf Dauer zu dünn. Ein 14er wäre unter Umständen ein gerade noch akzeptabler Kompromiss, da Du ja ein Auge auf das Gewicht hast und Hochstart nicht zu Deinen Flugaufgaben gehört. Nun kommt der Punkt: Du brauchst einen Kohlestab mit exakter Passung zum Rohr, damit Dein Flieger nicht flattert. Deswegen sind nicht alle am Markt erhältlichen Kohlestab/Rohrpaarungen geeignet, um es vorsichtig auszudrücken. ;) Ein kurzer 16er Stab mit z.B. 16,6mm Rohr wackelt ganz schön und kann weiche Flügel allein über das Spiel schon zum Flattern anregen. Das Zeug muss saugend sitzen und beim langsamen Auseinanderziehen satt "plopp" machen. Die Verbinder von Heinz-Bernd Einck haben in der Regel sehr gute Passungen, insbesondere die Vierkantverbinder sind absolut saugend.
Siggi
 
Hast natürlich vollkommen recht, Hartmut. Ich habe aber keine Probleme mit flattern, mein Stahlrohr hat sich durchaus bewährt.
Ich wollte dem Themenstarter mit meinem Post nur sagen, dass das von Gerten verwendete Rohr eben nicht zu den üblichen Kohlestäben passt, dass ich aber im Baumarkt etwas passendes gefunden habe.
Gerten verwendet Vollstahl, ich bin auf Stahlrohr gegangen und das hält auch nach ordentlichem Anstechen loopings und Rollen aus ohne dass etwas verbiegt oder flattert. Allerdings hat mein Sirion ein recht niedriges Kampfgewiche von ca. 1800g.
:) Dieter
 
Hallo Dieter,

du hattest mir ja damals die Bilder von Deiner Rumpflösung zukommen lassen.
Mittlerweile bietet Gerten einen eigenen Rumpf mit Zugantrieb an.
Den habe ich gekauft.
Ich werde zwar nicht auf 1800 Gramm runterkommen, aber nach ersten Tests werden durch andere Akkus, und kein Blei aus den 2800 Gramm etwa 2200.
Mal sehen wie sich das fliegt, den Durchzug der 2800 Gramm fand ich schon nicht schlecht und die Thermik Leistung war trotzdem prima.

Grüsse

Timo
 
Hallo Jan,
ich habe das gleiche Phänomen bei meinem Sirion (3 kg, 12 Zellen, Axi 22**Motor,Orginal Rumpf mit Druckantrieb) auch erlebt. Es war ein schnelles Wippen zu erkennen. Ich glaube, bei mir waren die Wölbklappen in der Mitte zu weich (Torsionsanlenkung mit Zentralservo angelenkt). Ich habe die Wölbklappen dann stillgelegt und den Spalt aussen mit einem Tesa verschlossen. Dann war der Effekt weg! Ich habe dann zu Hause die Anlenkung etwas versteift und habe seitdem ca. 10 Flüge ohne Probleme gemacht. Da aber immer mehrere Motormodelle in der Luft waren, konnte ich nicht so tief an mir vorbeifliegen.
Ich bin mit dem Flieger sehr zufrieden! Der Sirion gefällt mir besser als mein Nachbau der FMT Horten vom R. Sonst.
Neu ist für mich, dass der Flieger Trudeln kann. Leicht Tiefenruder und Geduld helfen zwar, es sieht aber spektakulär aus!.
Wenn es im Kreisen passiert, dauert es etwas länger, da die Drehung um die Hochachse sehr schwach gedämpft ist.
Der Flieger ist sehr empfehlenswert, aber sicher noch zu verbessern!

Bis dann,

Otto
 
Hallo zusammen

Hallo zusammen

Danke für Euer Feedback.

Also, ich nehme wieder den originalen Stab aus Vollmaterial. Wenn das Flattern dann weg ist, nehme ich gerne die vorgeschlagene Lösung mit dem Stahlrohr. Wölbklappen habe ich gar nicht, daran kann es nicht liegen. Auf jeden Fall muss es besser werden, ich will auch mal heizen können.

Trudeln ist mir auch schon passiert, ich war zum Glück ausreichend hoch. .

Ich wollte Gewicht sparen mit dem GFK-Verbinder für die Flächen. Da ich den Druckrumpf verwende, musste ich nämlich ordentlich Blei einladen (fast 200g), und das gefällt mir gar nicht. Ansonsten ist der Antrieb ja schön leicht und kraftvoll: Twister Umlaufmotor, 11x7 Druckklappschraube an 3000 NiMh.

Viele Grüße
Jan
 
Hallo Jan,
hast Du ein Bild von dem Rumpf??
Bei einem Nurflügel darf man nicht so einfach einen breiten Rumpf zwischen die Flächen machen, da sich dadurch die aerodynamische Auslegung verändert.

Gruß
Bernd
 
Wenn ich das richtig verstanden habe verwendet Jan den Original SMG Rumpf,
Dieter hat den "Zwischenrumpf".

Grüsse

Timo
 
Ja, genau. Der Originale Rumpf wird nur untergeschraubt und schaut vorne auch nicht über die Flächen. Ist ein ziemliches Gefummel, bis der Rumpf dran ist, und beim Akkuwechsel dann gleich wieder.
 
Eben, ich hatte meinen Unmut über den Rumpf schon in einem anderen Thread Luft gemacht.
Dewegen habe ich mir von Gerten jetzt noch den Zugrumpf kommen lassen.
Verändert tatsächlich total die Optik des Sirion, ich erhoffe mir aber ein besseres Handling am Boden, und der Schwerpunkt passt auf alle Fälle ohne Blei.


Grüsse

Timo
 
Ich hatte die Diskussionen bereits gelesen bei der Bestellung, aber mich hat hauptsächlich der Preis abgeschreckt. 65 EUR mal eben für einen Rumpfstummel fällt etwas aus dem Rahmen. Ansonsten ist Gerten ja sehr günstig für einen Kleinserienhersteller.

Passt denn in den Zugrumpf ein 350er LRK rein (Durchm. 42 mm, plus Kabel an der Seite)? Kann man den Akkuwechsel (stick mit 8 sub-C-zellen) durch die Haube machen vorne?

Danke
Jan
 
Hallo,
ich hab zwar nur den Minus aber da den Antrieb komplett bis auf den Motor im Flügel untergebracht. Der Motor ist auf einer zusätzlichen Rippe in der Mitte befestigt, Akkus und RC in Schächten in der Mitte, wo mal die Servos hin sollten.
Leider habe ich erst nach Plan gebaut und die Schächte für die Servos auf der Unterseite geöffnet. Bei den Servos war das kein Problem, da die festgeschraubt waren, aber meine Akkus (je Seite 1x 3s1p 2200 Lipos) muss ich jetzt irgendwie anders fixieren, damit sie mir nicht rausfallen.

Gruß
Bernd
 
Ansicht hell / dunkel umschalten
Oben Unten