SLA - Druckerempfehlungen

onki

User
Hallo,

Mein Hypercube-Projekt ist Geschichte, da sichj über die Zeit herausgestellt hat, dass das Ding einfach zu groß ist und kein Bedarf (mehr) an einem so großen Bauraum besteht.
Nun steht mir der Sinn danach auch noch in die SLA-Drucker hineinzuschnuppern.

Da gibt es auf den ersten Blick den Anycubic Mono sowie den Elegoo Saturn.
Ich wäre dankbar, wen jemand seine Erfahrungen teilen könnte (oder Alternativen nennt) und vielleicht Tips dazu geben kann, die ganz große Sauerei nach dem Druck zu vermeiden.

Mein Budget liegt so im Bereich von 300 Euro, wobei gute Argumente dies noch verhandelbar machen.
So wie ich das gesehen hab, gibt es vornehmlich graues Harz, was meinen geplanten Anwendung doch recht entgegen kommt.
Laufen die Teile auch mit Octoprint?

Gruß
Onki
 
Tja, sieht nicht so aus, als ob es zu dem Thema hier allzuviel Resonanz geben wird...
Ich selber habe auch null Erfahrung mit SLA/DLP; paar Dinge weiß ich:
1. Wenn du die ganz große Sauerei (plus extreme Umständlichkeit) vermeiden willst, brauchst du in jedem Fall noch mindestens eine "Waschmaschine" dazu (entweder Washing/Curing-Kombigerät oder besser zwei Geräte für Washing und Curing - das spart die nervige Umrüsterei, außerdem kannst du dann ein Modell aushärten, während das nächste schon gewaschen wird). Dein Etat von 300 Euro wäre also etwas arg knapp, da kriegst du ja gerade mal einen (billigen) Drucker für.
2. Die Wellenlänge von 405 nm scheint der Standard zu sein, egal ob Laser oder Matrix. Keine Ahnung habe ich, ob Laser- und Matrixdrucker sich in der Belichtungsenergie (bzw. deren regelbarem Bereich) unterscheiden (i.e. das Harz auf die Belichtungstechnik abgestimmt sein muss oder aber mehr oder weniger universell ist) - falls nein, gäbe es da bei den Harzen schon so einige interessante Materialien auch mit physikalischen Eigenschaften, die bei FDM nicht möglich sind (schau dir nur mal das Sortiment von Formlabs an).
3. SLA-Drucker mit Octoprint funktioniert definitiv nicht. Es gibt da so ein Ding namens NanoDLP, das läuft ebenfalls auf einem Raspi (oder auch fast beliebigen anderen Plattformen). Keine Ahnung, ob das gut oder schlecht, womit kompatibel und womit inkompatibel und und ist...

Das wäre dann auch so ungefähr alles, was ich zum Thema beisteuern kann. Prinzipiell fände ich das ja auch interessant, aber ich will mich nicht damit verzetteln, mir die ganze Bude mit Spielzeugen zuzustellen... ;)

Tschöö
Stephan
 
wir haben einen Photon S, der jetzt durch einen Photon Mono ersetzt wurde.
wenn lieferbar kommt noch der Elegoo Saturn dazu. (grösserer Bauraum.)
Empfehlung: bei Neuanschaffung würde ich nur noch Modelle mit Monochrome Display empfehlen. wesentlich kürzere Arbeitszeiten.
der Photon Mono ist wirklich ein Spitzen Drucker und wir haben den neu im ebay für 150.- incl. Versand bekommen. Normal so um die 210.-
zur Sauerei. Kann ich so nicht bestätigen. Abund zu mal die Wanne reinigen. Die Bauteile wasche ich in einem kleinen Kübel.
wir verwnden aus Kostengründern Methanol. Billig und wegen der Methanolmotoren in grossen Kanistern vorrätig. Spiritus geht auch. Isopropaanl ist bei uns sehr teuer.
 

onki

User
Ich hab jetzt auch schon etwas Erfahrung sammeln können.
Wirklich ein toller Drucker. Ich geb dir recht, das ein Mono-Display-Drucker absolut vorzuziehen ist.
Die Sauerei hält sich in Grenzen und auch der Geruch stört nicht, da ich keinen Aktivkohle-Filter eingebaut habe.
Ich suche noch nach einer Lösung, das Werkstück am Halter nach dem Druck schräg aufzuhängen, damit es abtropfen kann.

Gruß
Onki
 
Ich suche noch nach einer Lösung, das Werkstück am Halter nach dem Druck schräg aufzuhängen, damit es abtropfen kann.
warum so umständlich.
ich nehme es raus, halte es über einen kleinen Top, und schütte einen 1/2 Liter Waschmittel darüber, das Ganze so 2-3 x (vorher wische ich mit einem Zewa noch das überschüssige Harz weg) und dann noch einmal mit sauberem Methanol baden. Fertig. Dann mit der Ausblaspistole das Teil trocknen.
 
Zuletzt bearbeitet:
zur Sauerei. Kann ich so nicht bestätigen. Abund zu mal die Wanne reinigen. Die Bauteile wasche ich in einem kleinen Kübel.
wir verwnden aus Kostengründern Methanol. Billig und wegen der Methanolmotoren in grossen Kanistern vorrätig. Spiritus geht auch. Isopropaanl ist bei uns sehr teuer.
ich nehme es raus, halte es über einen kleinen Top, und schütte einen 1/2 Liter Waschmittel darüber, das Ganze so 2-3 x (vorher wische ich mit einem Zewa noch das überschüssige Harz weg) und dann noch einmal mit sauberem Methanol baden. Fertig. Dann mit der Ausblaspistole das Teil trocknen.
Äh... Und was machst du mit den ganzen Chemieabfällen? Als Treibstoff wirst du das Methanol ja auch nicht mehr verwenden können?

Tschöö
Stephan
 
Die Abfälle entsehen ja unabhängig vom Waschvorgang, also im Grunde immer.
.wenn eine Flasche Waschmittel soweit verdreckt ist, dass es unbrauchbar ist, stelle ich es in einem Plastikbecher in Sonne, dann härtet das Zeugs einigermassen aus. Das wird dann ordnungsgemäss nach tschechischer Art entsorgt.
 
Servus,

bin auch am überlegen mir einen Resin-Drucker zuzulegen. Ich könnte den gut für meine geplante H0m Anlage (kleine Figuren, etc.) gebrauchen. Natürlich auch für das eine oder andere "Teilchen" im RC Bereich. Aufgrund der etwas angespannten finanziellen Lage, Corona-Verdienstausfälle, kommen aber nur die eher günstigen Geräte Infrage . Anycubic Photon, Elegoo.
Habe aber so meine Bedenken wegen der immer erwähnten starken Geruchsbelastung. Werke in einem Zimmer meiner Wohnung. Arbeite hin und wieder mit Epoxiharz. Das geht. Auch das Aceton zum Reinigen. Fenster kurz auf und lüften reicht.
Riechen diese Harze stärker bzw. sind die giftiger als meine Laminier- und Klebeharze?
Und:
Habe auch von einer eher kurzen Lebenszeit solcher Drucker gelesen, 500 Stunden, dann wäre das Belichtungsdisplay hinüber. Wenn man die ziemlich lange Druckzeit hernimmt, kommt mir das doch eher bescheiden vor. Kann da schon jemand aus Erfahrung berichten?

LG Kurt

P.S.: Bisher habe ich überhaupt keinen 3D-Drucker. Die sind für die geplanten Drucke nicht so geeignet. Mir geht es wirklich um sehr filigrane Arbeiten.
 
Danke für die Info.

Bezüglich Geruch gibt es dazu eine Erfahrung. Wie geschrieben würde die Nutzung in einer Wohnung, Zimmer stattfinden. Geht das auch ohne dauergeöffnetem Fenster im Winter oder aufwendige Luftabsaugung?

LG Kurt
 
Bei uns steht er in der Werkstatt, da riech ich nix. Aber da wird eh den ganzen Tag mit Epoxyd rumgepanscht.
in der Wohnung, ich weiss nicht so recht. Das Zeugs soll doch recht häufig allergische Reaktionen auslösen.
 

onki

User
Hallo,

Ich nutze den Elegoo Mars 2 ohne Pro. Das bedeutet er hat keine Aktivkohle-Absaugung.
Je nach verwendetem Harz (es gibt ja nun auch wasserlösliche Varianten) ist der Geruch moderat. Aktuell nutze ich das Elegoo ABS-like Harz in grau.

Das Gerät steht in der Gästewohnung in der Küche (da ist auch meine Werkstatt nebenan).
Nach den Druck lüfte ich kurz und schütte das Harz aus dem Behälter wieder (über das Papiersieb) in die Flasche zurück. Die Geruchsempfindung durch das Reinigungs-Isopropanol ist größer als durch das Harz. Aber ISO riecht halt irgendwie etwas angenehmer (wenn auch nicht angenehm).

Nach dem Lüften ist dann alles wieder normal, sofern man sauber geputzt hat. Es gibt bei Thingiverse auch Abdeckungen für die Harzgefäße, ob das geruchsmäßig was bringt kann ich nicht sagen.
Die Haube über dem Drucker ist aber schon nützlich wegen Geruchsdämmung und Lichtblockung.

Gruß
Onki
 
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