Sonderfall: Smartwatch mit Li-Ion dauerhaft einlagern

hholgi

User
Dabei geht es um eine Garmin Vivoactive HR ... der rechteckige Klotz. Die Uhr ist rund 10J alt, geht einwandfrei, Akku hält 8 Tage.
Die Uhr gehörte einem sehr wertvollem Menschen der nicht mehr unter uns ist.

Zusammen mit anderen Erinnerungsstücken soll diese nun "archiviert" werden. Das heißt das das auch 20 ... 30 ... und mehr Jahre sein können.
Der Garmin Support hat sich sehr bemüht, aber die hatten diese Anforderung noch nie. Sie haben mir inoffiziell empfohlen die Uhr mit Hilfe eines der üblichen Selbsthilfevideos zu öffnen und den Akku auszubauen. Das würde man der Uhr aber hinterher klar ansehen.

Ich überlege nun es einfach zu riskieren und die Uhr nur auszuschalten. Der Akku ist ja extrem klein bzw. die Energiedichte sehr gering.
Ob der wirklich in ein paar Jahren wegen Unterspannung platzt?

An die Akku-Experten: Was sagt Ihr dazu?
Viele Grüße
 
Das er nach 10 bis 20 jahren wegen Unterspannung einfach tot ist, halte ich für extrem warscheinlich.
Ich würde das Ding alle 2 Jahre oder so mal auf 50% laden und wieder ausschalten.
 
Der Flashspeicher wird dir da auch einen Strich durch die Rechnung machen - der ist für Langzeitspeicherung meist nicht geeignet. Das geht mitunter recht schnell.. also auch da mindestens alle halbe Jahre mal anschalten..
 
Sorry, Missverständnis...
Die Uhr muss nicht funktionstüchtig bleiben. Das halte ich auch für unmöglich.

Sie soll nur da sein ... ohne äußere Beschädigung.
 
Hallo Holgi,

die Frage ist, ob im ausgeschalteten Zustand ein Reststrom zur Versorgung des Flashspeichers fließt. Das würde ich annehmen wollen. Der wird im my-Ampere Bereich liegen.

Die nächste Frage ist, ob sich der Akku bei Tiefentladung bläht. Ich habe so kleine Micro-Kameras von vor zehn oder fünfzehn Jahren herumliegen. Die Akkus sind auch tot. Da hat sich aber nichts gebläht.

Zur Vivo Active HR, die habe ich auch. Da zerlegen sich im Laufe der Zeit die Kunststoff-Armbänder. Vielleicht irgendeine Reaktion auf Körperschweiß.

Falls die in x-Jahren noch mal in ansehlichen Zustand gebracht werden soll, könntest Du die Armbänder gründlich reinigen oder jetzt noch neue kaufen und eingeschweißt lassen.
 
.... Die nächste Frage ist, ob sich der Akku bei Tiefentladung bläht. Ich habe so kleine Micro-Kameras von vor zehn oder fünfzehn Jahren herumliegen. Die Akkus sind auch tot. Da hat sich aber nichts gebläht.....
Genau ... das hoffe ich auch.
Das hört sich schonmal gut an.

Das Armband ist fast neu. Das werd ich reinigen. Es kommt dann ja kein Licht dran und keine Feuchtigkeit.
Es geht halt nur ums Andenken.
Bei Personalausweis oder Lieblingskaffetasse usw. ist das einfach. .... aber der moderne elektronische "Schnickschnack" ist da ne Herausforderung.
Für Museen bestimmt auch.
 
Ich glaube nicht daß der Akku es überhaupt durch Blähen schaffen würde das Gehäuse zu beschädigen.
Falls er es überhaupt täte, was ich nicht so ganz glaube.
 
Richtig.
Und die Vivoactive HR hat noch ein extrem stabiles Gehäuse….

Vielen, vielen Dank für eure Einschätzungen.👍🤗
Ich werde die Uhr bewusst zunächst mal angeschaltet lassen um den Akku möglichst weit zu entleeren.

In den ersten bzw. nächsten Jahren wird das „Archiv“ auch sicherlich öfter mal kurz geöffnet..
 
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