Space Shuttle Unglück

RCN-Team

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Liebe Forumsteilnehmer!

Es ist heute ein tragisches Unglück mit dem Space Shuttle "Columbia" (STS-107) passiert, bei dem sieben Astronauten das Leben verloren haben. Nähere Informationen findet ihr unter anderem bei n-tv und CNN.

Wir bitten darum, das Thema in diesem Thread mit der gebotenen Zurückhaltung zu diskutieren. Entsprechende Threads in den anderen Rubriken werden wir löschen bzw. hierher verschieben.
Wir danken für Euer Verständnis!

Euer RCN-Team
 
Wieso sollte man wegen dem Absturz betroffen sein?
Bloss weil 7 Leute einen tödlichen Arbeitsunfall hatten?
Ich würde gerne mal eine Statistik sehen wieviele Leute sonst
jährlich aus beruflichen Gründen in den USA sterben.
Die Astronauten wussten um das Risiko und haben Spitzengehälter
bekommen.
Dies bedeutet nunmal auch ein erhöhtes Risiko im Beruf.
Dumm gelaufen, traurig für die Famlien, das wars aber auch.
 
Hi Leute !

Jedes Unglück ist tragisch und die meißten Unglücke sind leider auf menschliches Versagen zurück zu führen. Die Meinung von vikingfjord ist zwar nicht falsch, aber in diesem Fall kommt neben dem (unnötigen) Tod von sieben Menschen auch noch dazu, das die bemannte Raumfahrt wieder einen Rückschlag erleidet. Und welcher (Flug-)Modellbauer ist nicht an dem Fortschritt der Raumfahrt interessiert.

Wenn man der bisherigen Berichterstattung glauben kann, dann hat eine Beschädigung der Raumfähre schon in der Startphase stattgefunden. Durch eine Fehleinschätzung (durch wen auch immer) führte diese kleine Beschädigung dann zur Katastrophe.

Ich kann nicht verstehen, das die Beschädigung nicht genauer Kontrolliert durch die Astronauten kontrolliert wurde. Dann hätte der Absturz vermutlich vermieden werden können. Es standen wohl wieder einmal wirtschaftliche Aspekte im Vordergrund. Aber dies ist im Straßenverkehr wohl genauso... abgefahrene Reifen oder verschlissene Bremsen führen auch zu vielen Todesfällen. Im großen ist dies nicht anders... hauptsache ist doch eine gute Versicherung.

[ 02. Februar 2003, 19:53: Beitrag editiert von: Biplane ]
 
Alles eine Frage des Standortes, Daniel.

Als Ehemann und Familienvater habe ich das Unglück beim Hören der Nachricht unmittelbar aus der Sicht derjenigen gesehen die daran denken, daß sie in 15 Minuten bei ihren Familien sind, bzw. die darauf warten, daß ihr/e Mann/Frau/Vater gleich wieder da sein wird.

Und das kann einen betroffen machen. Muß aber nicht.

[ 02. Februar 2003, 20:37: Beitrag editiert von: Juergen Schrader ]
 
Ich dachte da zunächst an die Menschen, die RIESEN Glück hatten, dass ihnen als eigentlich Unbeteiligten kein Stück der Raumfähre auf den Kopf gefallen ist.

Meine Gedanken sind auch bei denen, deren Haus oder Grund von evntl. konterminierten Teilen getroffen wurde. Hoffentlich spielen da keine Kinder mit.. :(

Danach geht mein Beileid an die Hinterbliebenen der Opfer, die in der Vergangenheit von dem bei der Mision beteiligten israelischen F16-Kampfflieger vernichtet wurden.

Zum Schluss geht mein Bedauern und Mitgefühl an die Hinterbliebenen der Columbia-Opfer, deren Angehörigen und Freunde nicht nur einen einfachen 'Arbeitsunfall' hatten, sondern auch im Dienste der Menschheit (hoffe ich wenigstens - bei den Amis weis man ja nie, was die da oben treiben) Ihr Leben lassen mussten.

[ 02. Februar 2003, 21:27: Beitrag editiert von: IchWeisNix ]
 
Original erstellt von Biplane:
Hi Leute !

Und welcher (Flug-)Modellbauer ist nicht an dem Fortschritt der Raumfahrt interessiert.
Ich bin nicht daran interessiert!

Hast Du auch nur den Schimmer einer Vorstellung welche utopischen Energiemengen bei einem Ausflug ins All verpuffen?
Weisst Du wie schaedlich die Abgase der Feststoffraketen sind?
Findest Du es richtig das "wohlhabende" Leute mal eben einen Abstecher ins All machen?
Wuerdest du Weltraumtourismus gut finden?

Bevor wir das Weltall erobern sollten wir uns viel mehr unseren irdischen Problemen widmen!

Profitgier, Lobyismus und Koruptheit.
Das ist es was mich entsetzt.
Und wie schon im vorherigem Posting gesagt: taeglich scheiden bedeutende Personen durch Unfaelle oder den Folgen von Zigaretten oder Alkoholkosum aus unserem Leben.

Ist es viel entsetzlicher weil der Tod von 7 Personen besser "vermarktet" wird?
Ist dieser Tod schlimmer, da er weltweit im Fernsehen gezeigt wird?

Was mich entsetzt ist der unvermeindliche Krieg im Irak.
Politiker, blind von der Gier nach Oel.
Oel, das der Blut im Kreislauf einer kapitalistischen Marktwirtschaft ist.
Wann wacht Ihr Lemminge endlich auf?

Ein Spruch der einen grossen Teil meiner Lebensphilosophie beinhaltet lautet:

Unsere Eltern haben uns die Natur nicht geschenkt, sonder wir haben sie von unseren Kindern geliehen!

just my 2 cent

[ 02. Februar 2003, 23:12: Beitrag editiert von: vikingfjord ]
 

Marcus M

User
Wenn man der bisherigen Berichterstattung glauben kann, dann hat eine Beschädigung der Raumfähre schon in der Startphase stattgefunden. Durch eine Fehleinschätzung (durch wen auch immer) führte diese kleine Beschädigung dann zur Katastrophe.

Ich kann nicht verstehen, das die Beschädigung nicht genauer Kontrolliert durch die Astronauten kontrolliert wurde. Dann hätte der Absturz vermutlich vermieden werden können. Es standen wohl wieder einmal wirtschaftliche Aspekte im Vordergrund.
Beim Start ist wohl ein Teil der Isolierung abgerissen und gegen den linken Flügel geprallt, von aber Experten als undgefählicher Vorfall eingestuft worden. Die Astronauten konnten aber nicht nachsehen, weil keine Raumanzüge (für "drausen") an Bord waren.

@ vikingfjord

Nur mal 2. Beispiele...
- Wie schaust du Fern ?
- Was fürn Material ist denn in deiner Pfanne?

Ich glaube jeder profitiert von der Raumfahrt.

Weist du wie schädlich deine NiCD oder NimH Zellen sind ?

Marcus

[ 02. Februar 2003, 22:43: Beitrag editiert von: Marcus M ]
 
Original erstellt von Marcus M:
- Wie schaust du Fern ?
- Was fürn Material ist denn in deiner Pfanne?
Marcus
Deine Anspielung darauf das ich nicht differrenziert ueber das urteilen koennte, was im Fersehen gesendet wird, spare Dir.

Was mich an.... ist das im Fernsehen ueberwiegend fuer die breite Masse produziert wird und das Entsetzen des Durchschnittsbuergers gross ist weil 7 Asttonauten ums Leben gekommen sind.
Na und?
Was, war denn wo dieser Wirbelsturm ueber diese kleine Inselgruppe gefegt ist und etliche Menschen in den Tod gerissen hat?
Zu einem grossn Teil wat die Klimaveraenderung die hauptsaechlich durch die industrienationen verursacht ist, Schuld an dem Debakel.
Aber das will ja keiner hoeren, da man ja kein schlechtes Gewissen haben moechte, wenn man Sonntags morgen mit dem Auto Broetchen holen geht.

Das ist nur eins von unzaehligen Beispielen, damit jetzt nicht wieder einer auf diesem Argument herumreitet.

Und ja, Du hast recht! Teflon war ein "Abfallprodukt" aus der Raumfahrtindustrie.
Ich bezweifel jedoch, das man so eine Beschichtung nicht frueher oder spaeter ohne Raumfahrerei entwickelt haette.

Ich behaupte mal das die Energie eines Weltraumausfluges, und ich beziehe die Herstellung des Spaceships da mit ein,
nicht mal annaehernd an den Energieverbrauch zur Herstellung von NiCad´s oder NiMh´s und deren Schaedlichkeit heran kommt, die von Modellbauern verwendet werden.

[ 02. Februar 2003, 23:20: Beitrag editiert von: vikingfjord ]
 

Spunki

User
Keiner von den sieben hat das wegen Geld gemacht! ... und alle sieben würden wieder einsteigen wenn sie könnten ...

Zum Hitzeschild: falls dies wirklich schon beim Start stark beschädigt wurde so hätte der Start in dieser Flugphase bereits abgebrochen werden müssen und zwar noch bevor sie nach wenigen Minuten die Umlaufbahn erreichen. Falls ein Abbruchsszenario in dieser Phase überhaupt denkbar gewesen wäre? ...

Mit einem kaputten Hitzeschild einen Eintritt zu riskieren kann nur in einem Desaster enden ... jedoch welche Alternativen hätten sie denn gehabt? ... nach 16 Tagen sind die Reserven des Schuttles so gut wie aufgebraucht ...

Aber es könnte auch ganz einfach ein struktureller Bruch der Zelle gewesen sein, die Kräfte, Hitze und Vibrationen in den Minuten des Wiedereintrittes sind gewaltig, das Schiff ist in dieser Phase nicht steuerbar ... oder ein zu steiler Eintrittwinkel, oder eine Explosion, oder , oder ...

Abgesehen von der menschlichen Tragödie ist es ein schwerer Rückschlag für uns alle, für uns alle die sich den Traum vom Fliegen erfüllen - und sei es nur mit Balsaholz und Weißleim ...

Grüße Spunki

PS: Übrigens: Teflon ist kein "Abfallprodukt" aus der Raumfahrt ...

PPS: die Teile sind nicht giftig, falls da noch irgendwo Treibstoff drann war so ist der verbrannt ... die großen, schweren Teile sind alle verglüht ...

[ 02. Februar 2003, 23:34: Beitrag editiert von: Spunki ]
 

Spunki

User
Wie von mir anfangs vermutet jetzt immer mehr von den Medien direkt bzw. indirekt bestätigt: Kurz nach dem Start die schaurige Gewissheit zu haben das es keine Rückkehr mehr gibt ...

Doch was hätten die Verantwortlichen denn machen sollen - es ihnen sagen? ...

Mein Bedauern und Mitgefühl an die Hinterbliebenen ...

Grüße Spunki
 

MTT

User
vikingfjord, nun bleib aber mal auf dem Teppich !
Ich lebe ja nun hier in den USA, und bekomme das ganze viel "haunaeher" mit als Ihr in Deutschland, und mich stoert es auch, das die 7 Besatzungsmitglieder als "Helden" gefeiert werden, usw.
Aber das nun als einfachen Arbeitsunfall zu bezeichnen, geht dann auch wieder zu weit !

"Helden" sind sie meiner Meinung nach nicht, aber ich meine auch wie Spunki, das Geld oder Ruhm bei keinem der 7 ein Beweggrund war, sich fuer diese Laufbahn zu entscheiden !
Und mit den "Spitzengehaeltern" liegst Du eh falsch, die Astronauten sind entweder beurlaubte Angehoerige der US-Streitkraefte, oder aber eben Angestellte der NASA, also einer Behoerde, und da ist nichts mit "Spitzengehaeltern" !

Diesen Absturz als Arbeitsunfall zu bezeichnen, spiegelt meiner Meinung das Problem wider : Wir haben uns alle so daran gewoehnt, das alle paar Monate ein Shuttle hochgeht, Satelliten repariert, Material und Personal zur ISS bringt, etc., und ohne besondere Vorkommnisse wieder zurueckkommt, das wir meinen das ganze waere schon Routine !

Und das ist es eben noch nicht ! Die Probleme und Risiken beim bemannten Raumflug sind immer noch weit groesser als bei allen anderen technischen Unternehmen.

Und ueber den Nutzen der bemannten Raumfahrt duerfte ja wohl kein Zweifel bestehen, das geht weiter als Teflon und Velcro !
Ich denke da an neue Materialen, Leichtbauweisen, Datenuebertagung, etc., etc., etc.

Michael

Michael

[ 03. Februar 2003, 17:59: Beitrag editiert von: MTT ]
 

jwl

User †
welcher nutzen erbracht wird?
die vorstellung pfannkucken ohne beschichtung zu machen einfach unvorstellbar.

das ganze apollo
gehabe bei JFK war wohl die krönung, einfach mal einen harten raus hängen zu lassen. usa versus udssr. was da alles im orbit rumfliegt geht seit sputnik schon (beeb beeb ...) der rest ist heisse luft und die kosten nutzen rechnung geht meines erachtens nicht auf. zurück zum pfannenkuchen warum heute nicht als gedenken an die erbrachten opfer.

wieviel menschenopfer erbracht worden sind?
mittelbau dora , fragen und auf einmal schmeckt der pfannkuchen nicht mehr so gut.

wie man so sieht kommt es auf die betrachtungs weise an.

[ 03. Februar 2003, 18:30: Beitrag editiert von: jwl ]
 
Original erstellt von Marcus M:

- Was fürn Material ist denn in deiner Pfanne?
Ich glaube jeder profitiert von der Raumfahrt.
Dass meine Eier in der Pfanne nicht anbrennen habe ich mitnichten der NASA zu verdanken sondern Madame Gregoire, die sich den Trick zunutzemachte, welchen ihr Mann verwandte um seine Angerschnüre leichter entwirren zu können. (Er beschichtete diese mit Teflon) Diese Idee vermarktete Herr Gregoire danach unter dem Namen Tefal.

Erfunden wurde das PTFE (Teflon ist der Handesname von DuPont) schon in den dreissiger Jahren von Roy Plunkett, der nach einem Kältemittel für Kühlschränke forschte und dabei aus versehen eine Flasche mit Tetrafluorethylen bei Zimmertemperatur stehen liess. Die chemischen Eigenschften dieses, sich danach in der Flasche gefundenen Feststoffes sorgten zwar für Erstaunen, da man aber nach Kältemitteln für Kühlschränke suchte, wusste man ziemlich lange nicht, was man mit dem Zeug eigentlich anfangen sollte. 1943 wurde es als korrosionsbeständige Beschichtung führ Rohrleitungen bei der Entwicklung der Atombombe wiederentdeckt und danach hat das Teflon erst seinen Einzug in die Weltraumfahrt gehalten.

Wem soll ich jetzt für meine schmakofatzigen Eier in der Pfanne danken? Der Atombombe oder doch lieber dem Ungeschick von Herrn Plunkett und Madame Gregoires Einfallsreichtum? Die NASA hat auf jeden Fall nichts damit zu tun.

Ach ja, nachzulesen ist dieses nebst einiger anderer Geschichten zur Entstehung von "High-Tech" Produkten in einem Artikel der Zeit

[ 03. Februar 2003, 19:36: Beitrag editiert von: Christian Dombrowski ]
 

MTT

User
@jwl Im Bezug auf Mittelbau-Dora : Die Tatsache, dass Hitler und seine Anhaenger, dort Raketen ( wohlgemerkt, nicht fuer friedliche Nutzung) unter unmenschlichen Bedingungen haben bauen lassen, hat ja wohl nichts mit dem Nutzen des Raumfahrtprogramms heute zu tun !

Diese Art Argumentation halte ich echt fuer an den Haaren herbeigezerrt !

Michael
 

Stöps

User
Ich finde es erstaunlich, wie hartnäckig sich das Teflongerücht hält.
Abgesehen davon, hat denn noch nie jemand Spiegeleier in einer stinknormalen Pfanne gebraten, das geht prima und auch wenn das Teflon aus der Weltraumfahrt käme, wäre das doch ein ziemlich teures Produkt wenn man sich mal die Kosten betrachtet, die das Ganze bisher verursacht hat.
Ich finde es auch ziemlich Panne, wenn Länder wie China, die doch sonst sicherlich andere Probleme am Hals haben als Menschen ins All zu schießen, Unsummen in Raumfahrprojekte stecken.
Seien wir doch mal ehrlich: Es geht und ging bei der ganzen Geschichte um militärische Interessen, vor allem Spionage. So wie sich die Großmächte früher gekloppt haben, wer die Weltmeere beherrscht, geht es heute drum, wer da oben das Sagen hat. Man kann von da oben immerhin prima runterkucken und vielleicht sogar irgendwelche Sachen kaputtmachen, nicht umsonst wurden die ganzen „Star Wars“ Pläne gemacht.
Das bisschen zivile Rumgefliege im Orbit ist ja ganz nett und auch ich kuck gerne Space Night zur späten Stunde, „Der Stoff aus dem die Helden sind“ ist ein klasse Film und ich hab mords Respekt vor den Raumfahrpionieren, aber hört doch endlich mit der Teflongeschichte auf, es ging schon immer ums Militär.
Ich finde, vikingfjord trifft den Nagel voll auf den Kopf!

Stöps
 

jwl

User †
Original erstellt von MTT:

Diese Art Argumentation halte ich echt fuer an den Haaren herbeigezerrt !
hier wurde unter wherner von braun geforscht und gebaut was als kriegsbeute zur saturn V gemacht wurde.

die geistesleistung wurde sozusagen importiert ohne diese vorleistung waere die saturn V wahrscheinlich nicht einmal von der startrampe gefallen.

jetzt frage ich dich ob das kein argument ist.

das apollo programm war keine friedliche mission sondern um die darstellung von potenz einer nation.

gruss jwl
 

MTT

User
Der Volkswagen war auch ein Nazi-projekt.
Sollen wir jetzt alle keine VW's mehr kaufen, und x-tausend VW-Abeiter gehen stempeln ?

Michael
 
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