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Spannung/Strom für Styro

Albi

User
Hallo Modellbaufreunde,

nach einigen Jahren Flächenbau in Rippenbauweise möchte ich jetzt gerne den Einstieg in Styro/Furnier wagen. Trotz ausführlicher Nutzung der "Suchfunktion" (evtl. zu ausführlich) einige hoffentlich nicht zu lästige Fragen. Schneiden möchte ich mit einem Bogen ca. 120 cm Länge, als Schneiddraht evtl. eher Stahldraht als Widerstandsdraht, da stärker gespannt werden kann:

Auswahl regelbares Netzteil:

0 - 30 V/2 A 77,- €
0 - 30 V/3 A 119,- €
0 - 40 V/5 A 149,- €

Alle drei Geräte sind von Conrad.

Reicht die kleinste Ausführung ?, oder soll ich doch gleich richtig einsteigen, manchmal ist der teurere Einstieg letztendlich doch der günstigste.

Welche Variante wäre für EPP notwendig ?

Kennt jemand bessere oder günstigere Angebote ?

Als Neueinsteiger in diesem Forum würde ich mich über jede Antwort freuen. Hinweise und Kritik zum ersten Beitrag ebenfalls willkommen !

Gruß, Albi
 
Hallo Albi,es kommt auf deinen Scheidedraht an, für den Draht den ich habe ,reicht das erste Angebot völlig aus .
es grüßt dich der .........
 
Hallo Albi,

ich würde Dir zum grössten Netzteil raten.

Beim Handbogen mit 1200 Schnittbreite verwende ich den 0.4mm Schneidedraht von R&G.

Es fließen bei 30V ca 2.5A Strom.

Der Draht hat bei diesem Strom die richtige Temperatur zum schneiden.

Habe aber bei meinem Netzteil auch noch Reserven ( 35V/5A ).
 
Hallo Albi,

es gibt bei Conrad einen Trafo mit Abgriffen für ca. 10 verschiedene Spannungen. Dies wäre gut fürs Ausprobieren unterschiedlich langer/starker Schneidedrähte aus versch. Materialien. Du müsstest dann allerdings noch ein Gehäuse sowie die elektrischen Anschlüsse basteln.

Bei Interesse suche ich Dir die Best-Nr. heraus.

Der Rest ist ausprobieren.

[ 05. April 2004, 13:01: Beitrag editiert von: Klaus S ]
 
Hallo Albi,
ich habe letztens für diesen Zweck bei ebay einen neuen Ringkerntrafo ersteigert (ca. 10 Euro inkl. Versand).Der hat pri 230V/sek. 22V/4,5A. Funktioniert auch einwandfrei...

[ 05. April 2004, 16:32: Beitrag editiert von: Thomas Wolf ]
 

Albi

User
Herzlichen Dank für die kompetenten Antworten, so kann ich jetzt sicher eine gute Entscheidung treffen !

Gruß, Albi
 
Hi..

noch ein paar Anmerkungen...

-je dünner der Draht, desto weniger Strom ist erforderlich
-je dünner der Draht, desto sauberer und genauer muss die Schablone sein und desto stärker ist der Durchhang - das Schneiden wird schwieriger
-120cm ist ziemlich lang... da würd ich bei Stahldraht nicht unter 0.5mm gehen. Dafür nehme ich ca. 4.2 amps.
-Wenn es dir "nur" ums Styropor- und EPP schneiden geht, ist ein regelbares Labornetzteil ein Schuss mit Kanonen nach Spatzen... mit einem billigen 24V- 5A Trafo sowie Dimmer für unduktive Lasten bist du da billiger (und quasi genauso gut) beraten. Wenn du dich mit nem 80cm-Bogen begnügst, reicht sogar ein superbilliger 12V- Halogentrafo plus Dimmer.

mfg
andi
 
Sorry Andi daß ich dir widerspreche, aber das mit
0,5er Stahldraht iss wohl gelinde gesagt Humbug, der dehnt sich viel zusehr aus ,Abbrand ist auch
durch die große Oberfläche sehr groß
Ich benutze 0,25er Cng.Mn. sehr geringe Ausdehnung ohne zugfestigkeits verlust.
Wenn Du ihn ausprobieren möchtest, schreib mich an.
Ansonsten nix für ungut..........
 

MichaD

User
[QB]Sorry Andi daß ich dir widerspreche, aber das mit
0,5er Stahldraht iss wohl gelinde gesagt Humbug, der dehnt sich viel zusehr aus ,Abbrand ist auch
durch die große Oberfläche sehr groß

Sorry aber da muß ich wiedersprechen.
Ich schneide seit 20Jahren nur und ausschließlich mit 0,5er Federstahldraht. Versuche mit Konstantandraht habe ich wieder gelassen wegen der Ausdehnung. Ich habe z.b. einen 1m Bogen (Dachlatte mit 2 Regalwinkeln) dadazwischen spanne ich den 0,5er Federstahldraht daß man fast Gitarre drauf spielen kann.
Und meine Schnitte sind erste Sahne.
So hat halt jeder seine Erfahrungen, ich nehme nie mehr Konstantandraht.

mfg,
Michael
 
Hallo,
professionellen Styroporschneidedraht aus Titanlegierung gibts bei der Fa. Erich Lendle
In D -65232 Tel. 06128/6051
Typ 2000 0,4 mm hat 8,8 Ohm /Meter.

Der Draht wird in Styroporwerken verwendet und hält unter Hitze Zuggräfte aus, das unsere Schneidebögen eher abknicken oder brechen bevor der Draht reist. Durchhang is also (fast)net.
Allerdings brauchts bei ner 120 er Drahtlänge ca. 27 Volt zum Schneiden.
Der Traffo sollte also nicht unterdimensioniert sein. Vor allem wenns dann später mal größere Spannweiten werden sollen.
Helfen kann man sich zB. mit nem Ringtraffo durch zusätzliches Aufwickeln und Verlängern der Sekundärwicklung, kleine Fleisarbeit halt.
Regelbar wird das dann mit nem guten Standartdimmer auf der 220 Volt Eingangsseite.

Gruß
Eberhard
 
Hi..

komisch, wenn das wirklich Humbug wäre, dann dürfte es in meiner Werkstatt ca. 15 Flieger weniger geben...

Nix für ungut :D

aber mal im Ernst:
0.5er Draht KRÄFTIG spannen und vergleichsweise "kalt" schneiden... das ergibt FAST keinen Abbrand, sehr saubere Oberflächen und aufgrund der besseren Wärmespeicher-Eigenschaften des dickeren Drahts wird auch bei ungleichmässigerem Vorschub die Tendenz zur Riefenbildung sehr viel geringer.
Ich hab mit verschiedensten Drähten (Konstantan, Edelstahl, Stahl) in verschiedenen Stärken (0.25-0.6) rumprobiert und bin letztendlich beim 0.5er Stahl gelandet. Die Dehnung des Drahts ist bei Verwendung eines vernünftigen Bogens KEIN PROBLEM. Das alles gilt, wie gesagt, für Handschnitte mit Handbogen und Schablone... für CNC ist tatsächlich ein heisserer Schnitt mit dünnerem Draht uns weniger Zug empfehlenswert, da stimme ich gerne zu.
 
ich schneide seit 68 Flächen und habh alles mögliche und unmögliche ausprobiert, von dem Fesselflugdraht über Wolframlegierungen für Heizlüfter, über Federstahldraht, biss ich vor etwa 5 Jahren einen Cr.Mn.Stahldraht gefunden habe , seither ist mir nie wider ein Draht gebrochen.
Hast ja recht, iss ja auch ein Stahldraht ,gelle.
es grüßt euch der Dicke..........
 
Hi..

na ja, seit 68 schneid´ich nicht gerade (wie auch im zarten Alter von -4 Jahren)
Mit Drahtbruch hatte ich bisher nie Probleme, was wohl auch an den recht geringen Temperaturen liegt, die ich mit Vorliebe verwende. Hatte einen einzigen Drahtriss, und das war der 0.3er Edelstahl.

Aber wenn ich da grad schon den Profi am Rohr habe: Hast du Erfahrung mit EPP-Schnitt? EPP bekomme ich nie so sauber hin wie Styropor... irgendwie bleiben zu viele Kunststoff-Fasern am Draht hängen. Gibt´s ne schlaue Abhilfe?
DIe Kerne sind zwar brauchbar, aber Styro geht irgendwie einfacher.

mfg
andi
 
Hallo Andi, hab bis jetzt auch nur einmal EPP
geschnitten also auch nicht mehr erfahrung als Du, habe das selbe festgestellt, EPP hat wohl ein
anderes Themperatur verhalten als Styrol.
Es grüßt der.............
 
Hi..

danke für die Info..

ich hab inzwischen an ein paar reststücken rumprobiert... musste deutlich mehr heizen. Prinzipiell bleibt das Problemchen aber bestehen. Bei den gekauften Kernen meines F4Y mini waren aber ebenfalls die Kunststoffklumpen vorhanden... scheint also "üblich" zu sein.

Frohes schnipseln noch..

der Andi
 
Hallo Leute,

Unterschied zwischen Widerstandsdraht und Stahldraht ist erst mal der, dass der Widerstandsdraht seinen Widerstand besser konstant hält. Das hat zur Folge, dass man die Leistung auch besser konstant halten kann - einfach über Spannungsregelung.
Schaut Euch mal bei Stahldraht die Stromaufnahme vor und während dem Schneiden an !
Gut, was soll das Ganze ? Bei Handschnitten ist's egal - da passt man die Geschwindigkeit sowieso an. Bei CNC ist es nicht so einfach (Beispiel: Langer Draht und kurzes Styro)...
Was sollst, könnte man lange darüber Philosophieren.

Ich schneide für Styro mit 0,5mm Widerstandsdraht bei ca. 2,6 A, bei EPS sogar 3.1 A. (ca. 3.5mm/s)

@Eberhard: was kostet der Draht ?

Gruß Markus
 
Hallo Markus,
weis ich nicht, ich hab den vor Jahren als angebrochene Rolle auf der noch ca. 300 m waren in einer Styroporfabrik für damals 100 DM erhalten.
In der Rolle fanden sich dann auf einem Kleber alle restlichen Daten, Legierung, Rollengewicht(0,91 kg) Hersteller usw.
Da das Zeugs nie verreckt, verbrauche ich davon so wenig, das es für mich auf Lebenszeit reichen wird.
Wenn ich den vorhergehenden Thraed so verfolge, dann finde ich da alle Draht-Sorten die ich in den letzten 40 Jahren nach u. nach ausprobiert hab.
Der Titanlegierte Draht schlägt um Längen absolut alles, wer das nicht selbst versucht hat, kann sich nicht vorstellen was mit dem Zeugs machbar ist.
Abreisen ist auch unter Hitze nur mit Roher Gewalt möglich,
Der Schneidebogen ist mir aber schon gebrochen, Wärmedehnung gering, Durchbrennen gibts nur wenn mann die Spannung weit über das brauchbare Maß erhöht.
Ach so, Rosten, Korrosion u. Verzundern is auch nicht.

Gruß
Eberhard
 

Tom

User
Hallo,

bevor ihr teure Trafos kauft und mit Hochspannung euer Leben riskiert schlage ich für Versuche Batteriebetrieb vor. Hier auch noch ein paar mathematische Grundlagen:

Schneideleistung für PS15 ca. 20 W/m
Konstantandraht 0.5 mm mit 2.5 Ohm/m

Dann ist der erforderliche Strom und Spannung:

I = (P'/R')^0.5 = (20/2.5)^0.5 = 2.8 A

U' = (P'*R')^0.5 = (20*2.5)^0.5 = 7.1 V/m (Volt pro Meter Draht)

Man sieht dünnerer Draht (R' größer) erfordert weniger Strom, aber mehr Spannung. Allerdings erfordert dünnerer Draht auch weniger Heizleistung. Für Styrodur und EPP braucht man eine höhere Heizleistung eher in Richtung 40 W/m.
Ums probieren kommt man also nicht ganz rum. Bei Verwendung von Akkus (alte Flugzellen!) kann man aber schön mit der Zellenzahl spielen.

Ich habe einen Handbogen mit 0.6 m Drahtlänge, den ich mit einem 4 Zelligen 2000er Akku betreibe. Damit kann ich eine halbe Stunde schneiden.
Gruß, Tom
 

Carlos

User
Hallo Eberhard
Gibst du mir 3m von deinem Draht ab?
Ich will auch nichts umsonst :)
Hab mit Konstantandraht öfters mal brauchbare Schnitte, aber der Draht hält max. 3-4 Schnitte... pengggg :D
Gruß
 
Telefonnummer nicht mehr aktuell / Firmeninhaber in Rente

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Eberhard Mauk schrieb:
Hallo,
... professionellen Styroporschneidedraht aus Titanlegierung gibts bei der Fa. Erich Lendle
In D -65232 Tel. 06128/6051
Typ 2000 0,4 mm hat 8,8 Ohm /Meter.
Diese Herschaften sind bereits in Rente und die Frima existiert nicht mehr.
Von Anrufen unter der Nummer 06218 6051 sollte auch abgesehen werden, da diese nicht (mehr) korrekt ist.

Gruß Daniel
 
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