Speedfire 2

So Leute, ich berichte vom 2. Flug, 12 Grad, wenig Wind, viel Platz. Was habe ich geändert: Flugphasen 3-Stufen Schalter: mitte Speed, oben Thermik unten Bremse, rechter Schalter daneben Bremse leicht/mitte/voll, der steht initial auf leicht. In Bremse-Phase mehr QR und QR Diff nach unten weggenommen = mehr QR Ausschlag beim Landen. Thermik Ausschlag halbiert, nur 4mm Ausschlag nach unten statt 7mm.

Start wieder wunderbar mit Halbgas, ein paar nette Steiger, die ersten harten Loopings, schnelle Kurven alles tutti. Aussegeln, leicht Höhe gezogen um Speed wegzunehmen, in Thermik geschaltet hat super geklappt. Die SF schlich dahin, weh entspannend. Zurück in Speed. Noch ein paar schnelle Passagen und dann setzt so ein Geräusch ein, so ein Schnarren, wie ein loser Klebebandstreifen. Landeanflug, weite Kurve in den Wind. Sie kommt recht hoch rein, Bremse 1 (-30°), kaum Wirkung, Bremse 2 (-50°) schon besser, sie bleibt fast stehen und sackt leicht ab. Drücke Tiefe, sie nimmt die Nase leicht runter und landet sanft nur 10m vom imaginären Punkt entfernt ;)

Ich dachte das Schnarren kam vom Iso Band, mit dem ich die Fläche hinten am Rumpf fixiert habe, nö, alles gut hier. Aber irgendwas klappert im Rumpf. Empfänger/RC Akku ausgebaut und siehe da, ein Stück Schlauch, mit dem ich den Pluspol vom Lipo sichere. Das macht aber auch kein Schnarren. Hab aber nichts gefunden. Temperatur war bei 35°, Lip hatte noch 75%. Nochmal rausgworfen, das Schnarren wurde schlimmer. Landen.

Man darf sie echt nicht zu langsam machen, dann lässt sie sich schwer kontrollieren. Ich wollte durchstarten und beim Gasgeben, geht die sowas von nach unten, die war nur 10m hoch. Höhe gezogen. Beim Segeln ist wieder alles i.O. Noch ein Steiger, wieder stark nach unten gezogen. Das war doch bei den ersten Steigern nicht? Aussegeln und dann mit Bremse 2 und 3 sicher gelandet. Bremse 1 brauche ich nicht. Aber warum das starke Nach-unten-ziehen beim Gasgeben?

Das Schnarren kam hier her (siehe Foto). Das Klebeband unten am HR hat sich gelöst. Ist das was Besonderes? Oder kann ich hier einfaches Tesa nehmen? Aber das kann nicht den Tiefenruder Effekt beim Gasgeben ausmachen, oder doch? Der Lipo saß nach dem Landen genau da, wo er hingehört (mit Klett gesichert).

Als ich mir zuhause die aufgezeichneten Klappenstellungen angesehen habe, könnte der starke Nase-Runter-Effekt auch eine andere Ursache gehabt haben... ;)

Gruß, Holger

20210324_174832.jpg
 
Naja. Das Klebeband ist glaube ich nur dazu da um den Luftwiederstand minimal zu reduzieren. Ist auch ein ganz normaler Tesa.
Kann mir aber nicht vorstellen, dass das den Effekt erziehlt, dass sie absackt.
Wurde mal probieren den Schwerpunkt ein bisschen nach hinten zu verschieben
Mfg
Hannes
 
Hallo Holger,
sieht so aus, als sei das Spaltabdeckband nicht mehr da ist wo es hingehört...
Höhenruder abschrauben, aushängen, Ruderfläche soweit nach oben bewegen dass sich das Scharnierband wieder einfädeln lässt.
VG Axel
 

FranzD

User
Hi,
das ist ja die Unterseite vom HR und da steht das Tesa oder was auch immer nach unten und wirkt wie HR auf tief (= Luft wird mehr nach unten umgeleitet) --> das dreht Flieger auf tief. Und da braucht es nicht viel Kraft bei dem langen Hebelsarm.
Repariere das und es wird vermutlich wieder alles passen.

Auch von mir noch eine Variante der Schalter und Tastenbelegungen: Im Lande/Butterflymodus hab ich BF auf Gasknüppel und Durchstarte-Gas auf Seite. Mit einer Kurve, so dass erst ab + oder - 50% Seite von 0 auf ein wenig Gas bei 100% SR wirkt, dass er einfach sanft eine weitere Landekurve weiterfliegt. Ist für mich das Optimum. Bißchen dran gewöhnen muss man sich, aber irgendwas ist ja immer ... ;-)
Gruß,
Franz
 

ingov

User
Guten Morgen.

Ich lese immer wieder, dass einige zum starten oder für den Landeanflug eine "Teilgas-Konfiguration" haben.
Bisher dachte ich aber, dass der Teillastbereich den Regler killt, wenn mal ihn so weit ausserhalb der Sepc. betreibt.
Also ich liege mit meinem 150A Regler in Vollgas bei 240+A. Ist es dann ratsam noch einen ca. 30% Stufe zu haben?

Gruß Ingo
 
Hallo,

das betreiben in "Teillast" ist nur für einen sehr kurzen Zeitraum angedacht, nicht um Warteschleifen zu fliegen das machen die Regler dann nicht mehr mit.
Gruß
Ray
 
Ich möchte mir die SF nicht mit Vollgas aus der Hand reißen lassen, deshalb Knüppel knapp in die Mitte und raus damit. So wie sie sicher raus ist, Vollgas. Danach kein Halbgas mehr, es sei denn zum Durchstarten beim Landen. Ich scheue mich im Moment noch knapp überm Boden Vollgas reinzuhauen.

Ich habe noch eine ganz andere Vermutung für das starke Sinken bei Gas. Nach der Auswertung der Channels im Log nach dem Flug kann ich nicht ausschließen, dass ich Gas reingeschoben habe, als die WK in leichter Bremsstellung 1 (-30°) waren. So ein blöder Fehler, wenn's das war. Ich möchte eigentlich in der Landephase das Gas nicht vom Knüppel abkoppeln, wenn man eben mal durchstarten muss. Ne andere Option: Wenn der Gasknüppel über sagen wir mal 10% steht, geht es automatisch in Phase Speed. Sollte mit Logischen Schaltern bei der MZ-24 PRO funktionieren.

Ich repariere jetzt mal den Klebestreifen und werde heute Mittag einen neuen Testflug machen.

Gruß, Holger
 

Heiko1

User
Hallo Ingo,

zumindest für die Regler die ich im Einsatz habe (APD F200 und YGE FAI200 HV) ist Teillast für den Startvorgang und auch für die Rampen während dem normalen Steigen kein Problem. Wenn ich selbst werfe finde ich es einfach besser kontrollierbar mit relativ wenig Leistung (~800W) zu starten, als mit einem voll laufenden Antrieb. Nach dem Werfen wenn die Wurfhand am Knüppel ist gebe ich einen kurzen Schuss Vollgas um ein paar Meter Höhe zu machen. Danach muss ich für den restlichen Flug noch die "Motor"-Flugphase im Sender umschalten. Das hat programmiertechnische Gründe. Hier mal ein Log von einem Startvorgang von mir:

start2.png


Die blaue Kurve unten ist übrigens die Reglertemperatur. Man sieht, dass der Startvorgang thermisch den Regler praktisch komplett kalt lässt. Erst kurz nach der Vollgasphase steigt die Temperatur um 1-2°. Da Regler im Normalfall über die Variante "Überhitzung" oder "Fehlkommutierung" sterben, ist zumindest was die Temperatur angeht alles im grünen Bereich. Wie man im Log sieht, dauert die Teillastphase bei meinem Startvorgang durchaus mal 3 Sekunden.

Bzgl. der Dichtlippe an Deinem HLW sieht das Bild für mich etwas "komisch" aus. Ich habe zwar keine Speedfire und weiß daher nicht wie die Spaltabdeckung aktuell gelöst ist. Bei den Fliegern die ich kenne ist es jedoch so, dass das Spaltabdeckband auf die Klappe geklebt ist, und dann nach vorne "eingefädelt" unter die Außenschale reinläuft. Kannst ja mal bei Deinen WK / QR schauen, dort sollte es auch so gelöst sein. Das Bild sieht jedoch so aus, als ob die Dichtlippe überhaupt nicht eingefädelt wäre und einfach oben drauf liegt. Auch dort, wo das HLW auf das SLW geschraubt ist, sieht es so aus, als ob die Dichtlippe einfach unter dem SLW durchläuft. Das kann so eigentlich nicht korrekt sein, wenn die Dichtlippe auf der Klappe verklebt ist und sich vorne bewegen soll.
Als Material kann für die Dichtlippe normales Tesa genommen werden. Den Teil der vorne eingefädelt wird, solltest Du z.B. mit Talkum od. Microballons od. ähnlichem einreiben, damit er nicht mehr klebt (Nachdem Du den Tesa hinten auf die Klappe geklebt hast).

Viele Grüße,
Heiko
 
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ingov

User
Hallo

Danke für die ausführliche Erklärung. 👍
Im Moment starte ich mit Vollgas, lasse mir aber den Flieger auch nicht aus der Hand reißen.
Die Anlaufphase dauert gut 600-100ms und ich werfe die SF in die Luft, wenn der Motor anfängt zu drehen.
So geht er ohne wegzusacken sauber hoch. Wurfwinkel min 45°.

Ich schau mal, ob das für mich praktikabel und machbar ist eine Startphase mit verringerter Leistung einzurichten.

Vielen Dank!
 
Heute habe ich Flug 3 und 4 absolviert. Wenn man nicht nervös ist, klappts auch mit den Flugphasen Das lose Klebeband unter dem HR habe ich durch einfaches Tesa ersetzt. Hält gut flattert nicht, alles supi.

In der Landephase habe ich mehr QR und keine QR Differenzierung. Das Landen klappt gut, schöne weite Kurve, dann die Landeklappen Stellungen 1 bis 3. Damit habe ich sie sogar fast vor die Füße bekommen.

Ich brauche aber auch bei Speed Flug mehr QR, die SF rollt ja sowas von träge. Ich habe allerdings bisher auch keine WK Mitnahme nach unten zu den QR. Eine Snapflap Phase habe ich auch noch nicht. Aber wir lernen uns gut kennen.

Log: Strom in der Spitze 230A, Leistung soll 4800W sein, sagt Unilog. Der Spitzenwert beim Steigen soll ca. 48m/s sein. Die Motortemperatur war nach 8 Minuten bei 45°, Außentemperatur war ca. 12°. Die Spannung brach beim letzten Steiger auf 20V ein.

Bin bisher sehr begeistert und schiele schon auf 7S ;)

Gruß Holger
 

E-Seb

User
Die ""Trägheit"" dient im Wettbewerb dem präzise Steuern. Ich habe alle ruder mittlerweile auf maximum aufgedreht und die Wölbklappen laufen per Schalter auf allen Rudern mit... Das ist dann recht unterhaltsam.
 

FranzD

User
Heiko,
Als Material kann für die Dichtlippe normales Tesa genommen werden. Den Teil der vorne eingefädelt wird, solltest Du z.B. mit Talkum od. Microballons od. ähnlichem einreiben, damit er nicht mehr klebt (Nachdem Du den Tesa hinten auf die Klappe geklebt hast).
danke für den Tip, genial!

E-Sebastian hat das gut gesagt, Wölbklappen für normal Fliegen unbedingt mitlaufen lassen. Frag mich jetzt nicht wieviel, 50% ist ein Richtwert, nicht so wichtig, aber das macht einen gravierenden Unterschied. Wenn Du das nicht glaubst, probiers mal selbst aus.
Gruß,
Franz
 

Heiko1

User
Hallo Franz,

nochmal kurz eine Ergänzung zum Dichtlippen-Thema:
Es gibt noch eine 2. Variante wie man eine Dichtlippe herstellen kann. Diese erfordert etwas mehr Geschick. Man braucht dazu ein beschichtetes, sauberes Brett wie im Bild unten. Darauf kommt ein Tesa (z.B. 12 od. 15mm breit je nach dem wie groß die Dichtlippe werden muss) mit der Klebeseite nach oben. Am rechten und linken Ende klebt man den Tesa auf dem Brett mit minimal Spannung fest, damit er nicht mehr verrutschen kann. Das ist auch gleich die erste Herausforderung, denn der Tesa sollte möglichst gerade auf dem Brett liegen. Dann klebt man ein breiteres Klebeband (z.B. 24mm) mit der Klebeseite nach unten darauf. Das ist die 2. Herausforderung, denn man sollte ungefähr die Mitte erwischen, und möglichst keine Lufteinschlüsse oder Falten zwischen dem oberen und dem unteren Klebeband haben. Und nebenbei haben Klebebänder die schlechte Angewohnheit sich elektrostatisch anzuziehen... Wenn das Ergebnis nicht passt muss man eben nochmal von vorne anfangen. Auch bei mir liegt die Erfolgsquote nur bei ~75%. Danach kann man das Ganze in der Mitte durchschneiden, und hat so gleich zwei Dichtlippen.

Diese Variante hat dann hinten ein ca. 5mm breites klebendes Stück das auf die Klappe geklebt wird. Vorne wo sie eingefädelt wird ist sie nicht klebrig, die Klebeflächen kleben ja aufeinander.

Der größte Vorteil ist, dass in dem Bereich wo die Klebebänder doppelt sind die Dichtlippe stabiler ist. Daher verwende ich solche Dichtlippen vor allem am Flügel, da hier die abzudeckenden Spalten breiter sind als am HR. Und da ist es kein Fehler, wenn die Dichtlippe dann etwas stabiler ist.


DSC03825.JPG


Viele Grüße,
Heiko
 
Hallo Leute, das was da auf meinem Foto zu sehen ist, ist nicht die Dichtlippe, es ist der transparente Klebestreifen, der unten am Höhenruder über die ganze Länge aufgeklebt ist. Ich habe Petr gefragt, er sagt, dass das Oracal ist, weil es stabil ist. Das ist es auch, aber es ist trotzdem abgegangen. Ich habe jetzt eine Lage Tesa drunter. Petr empfiehlt zwei Tesa Streifen übereinander zu kleben wegen der Stabilität und das Tesa etwas schmaler zu schneiden.

Gruß, Holger
 
Hallo!
Ich hätte jetzt mal eine ganz andere Frage.
Ich überlege mir eine Speedfire 2 zum gnadenlosen heizen (eckiges fliegen, vollgas Looping, etc.) zu kaufen.
Würde dafür eine Doppelkohle version genügen oder wäre hierfür schon eine Trippelkohle version nötig.
Der Antrieb wäre ein Leomotion 4031 2050 6,7:1 mit 7 kw Leistung
Mfg
Hannes
 
Servus

Einfach beim Bestellen zu Petr sagen was du damit machen möchtest und er sagt dir dann was möglich/notwendig ist.
Ich habe die Verstärkte Doppelkohle da biegt sich nix (zumindest sieht man es nicht) auch nicht beim Viereck nach 300mtr anbeschleunigen.

MFG

Christian
 

FranzD

User
Von Heiko:
nochmal kurz eine Ergänzung zum Dichtlippen-Thema:
Das kann ich absolut nachvollziehen, die höhere Steifigkeit durch 2 Bändern übereinander, vor allem wenn der Spalt breiter ist.
Das sind Details, die absolut wichtig sein können.
Thx!
:-)
Nachtrag: diese elektrostatische Anziehung von Klebenbändern/Folien nervt mich auch gewaltig, 'gerade' ist echt schwierig, das kann man an der Stelle sicher sagen.
 
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