Speedy Gonzales

PeterKa

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Es ist an der Zeit, daß ich auch mal eine Racer selbst konstruiere. Er soll punktgenau dem Reglement von Rennsemmel entsprechen. Die Eckdaten: Spannweite ca 70 mm. Leicht gepfeilter Rechteckflügel, Normalauslegung, 450 Gramm, Profil Naca 008. Meine Modelle bekommen immer feine Rundungen, da steh ich drauf.

Eine Besonderheit habe ich mir nach den vorangegangenen Diskussionen für die Fläche ausgeheckt. Die Leinen werden verdeckt geführt, das (normale Segment) ist zugänglich. Aufgebaut wird der Flügel über einem großen Torsionskasten in welchem auch die Leinen laufen. Von da bis zur Nasenleiste wird es Vollbalsa, nach hinten oben und unten 2 mm Balsa mit breiten Halbrippen verklebt. Das erscheint aufwendiger als es ist, ich muß aber alles erst mal zeichnen. Der Flügel bekommt 2 Kiefernholme (5x5) und wird zusätzlich rundum mit Kiefer besäumt.

Es wird eine ganz leichte Tiefdecker Konfiguration, ich will daß sowohl konventionelle Auspuffanlagen, als auch Heckauslasssysteme montiert werden können. Ich stelle das Ding hier zur Diskussion und freue mich auch über Anregungen.

Wie gesagt, es sind erst Gedankenspiele, wie das Teil später aussehen wird zeigt sich demnächst.

Immerhin habe ich schon einen Namen :-)

PeterKa
 
Flächenaufbau

Flächenaufbau

Die Fläche ist ein NACA009. Ein paar Schleifstriche machen daraus ein NACA008.

Hier die ersten Gedankenspiele über den Aufbau.


GrundIdee: Alles aus normalem Bastelvorrat nehmen, verleimen, fertig ;-)

Profil.jpg

Es ist eine Hybridfläche. Der Torsionskasten wird aus den beiden 5x5 mm Kiefernleisten, den Hilfleisten 2x2 und den Verkastungen (1,5mm hartes Balsa in Längsrichtung zugeschnitten) Dieser Holm ist hohl und nimmt später die Leinen und das Segment auf.

Zum Flächenende hin werden zur Formgebung dreieckige Leisten (5 mm Balsa) angeklebt. Dann wird das ganze mit 2 mm Balsa beplankt und ordentlich verpresst. Zwischen die beiden Balsalagen im Bereich der Endleiste kommt ein kräftiger Glasstreifen (80er). Das erlaubt hauchdünnes Ausschleifen auch ohne Kiefernumrandung. Ich werde das genau beschreiben, wenn es soweit ist.

Der Nasenbereich ist massiv im Fangbereich wieder in Längsrichtung. Als Nasenleiste genügt eine 3x5 Kiefernleiste.

Die Fläche ist sehr einfach zu bauen. Es entstehen keine (Härte-Stufen) und man muss nirgends mehr als einen halben Millimeter abschleifen. Die Stabilität ist mehr als ausreichend, ich waage zu behaupten dass sie stabiler ist als eine Vollholzfläche

Wer es noch stabiler will beschichtet das Balsa vor dem Verkleben mit 50er Matte (Innenseite), oder verwendet für den Torsionskasten Sperrholz. Ich werde mir das schenken.

Solche Flächen mit reichlich Karbonverstärkungen werden für Speed Segler gebaut, die beim Dynamik Soaring Geschwindigkeiten von 500 KmH erreichen... Ohne Motor versteht sich. Ein Freund meines Sohnes hielt für ein paar Wochen den Weltrekord, wurde dann aber von einem Australier überboten, die habe dafür einfach bessere Möglichkeiten als bei uns im Harz.

Rumpf und Fläche sind skizziert, ich bin aber noch nicht recht zufrieden.

PeterKa
 
Flächenbau

Flächenbau

Die Fläche des Speedys ist etwas ungewöhnlich aufgebaut, daher will ich den Bau mal ein wenig dokumentieren. Grundüberlegung ist die, daß es mir sehr schwer gefallen ist, ein sauberes Profil aus dem vollen zu schleifen. Klar kann ich das, aber viele können es nicht, ohne daß ich jetzt überheblich wirken möchte.

Hier die Materialien des Torsionskastens, der später die Leinen aufnimmt und der das Drehsegment beinhaltet.


IMG_1903.jpg

Es sind dies 14 Streifen 1,5 mm Balsa 100*37 mm (knapp ein dreiviertel Brettchen), 2 Kiefernleisten 2*2, eine Leiste 5*3 Kiefer (Nebenholm) und eine Leiste 5*5 Kiefer Hauptholm. Diei Streifen benötoge ich in dieser Form, da die Maserung längs laufen muß.

Das wird jetzt erstmal alles miteinander verklebt, dann wird es sicher klarer werden.

PeterKa
 
IMG_1904.jpg

so wird der Kasten aufgebaut. Nach dem Trocknen wird dann die obere Seite eingepasst. In der Mitte bleibt der Kasten offen, damit man später an das Steuersegment herankommt..

Das Segment wird in Aludrehteilen gelagert und über eine Schraube die durch Rumpf und Fläche geht mit dem Motorträger fest verschraubt. Das habe ich zwar noch nie so anderswo gesehen, aber schon einge Male gemacht. Die Vorteile sind klar: Rumpf und Fläche werden zusätzlich miteinander verschraubt und die Leinezugkraft mündet nicht in irgendeiner Verklebung sondern am "Rückgrat" des Rumpfes, da wo er am stabilsten ist. Und auseinandernehmen kann man es auch, obwohl das Segment innen liegt, aber wartet ab, wie es sich entwickelt.

PeterKa
 
Ganz werde ich mein Wunschgewicht von 100 Gramm für die Fläche wohl nicht erreichen. Die Teile auf dem Tisch wiegen zusammen 105 Gramm. Die Fläche wird dann unbeschichtet ca. 120 Gramm wiegen.

IMG_1905.jpg

der Torsionskasten ist fertig. Er wiegt 45 Gramm bis zur Nasenleiste, ist also recht schwer, wirkt aber äußerst solide. Der vordere Teil des Flügels ist schon fertig mit einer 3*5 mm Kieferneiste besäumt.

Die beiden Beplankungsbrettchen sind aus 2 mm Balsa. Dieses ist recht hart gewählt, wiegt daher 6o Gramm. Man hätte sicher 1,5 mm Balsa nehmen können, aber dann muß man beim Schleifen des Profils zu sehr aufpassen. So ist es mir lieber und ich muß ja keinen Gewichtsrekord aufstellen.

Die Fläche von Franzels Excalibur wiegt nur 80 Gramm, ist aber in der Mitte 12 mm stark. Deswegen benötigt sie weniger Holmmaterial. Dickere Flächen kann man eben leichter bauen. Dafür gibts sogar ne Formel, aber ich verschone Euch...

Ich habe das Ziel das Modell unter 50 Gramm zu halten. Mal sehen obs klappt. Erstmal liege ich gegenüber dem Excalibur bereits 40 Gramm zurück.

PeterKa
 
Steuersegment

Steuersegment

Habe nun das Steuersegment augetüftelt und eingepasst. Muß man ordentlich machen keine Frage, aber kompliziert ist es nicht.

img_1906.jpg


Die Trägerplatten sind ausgespart, damit man an alles vernünftig rankommt, wenn es verbaut ist. Die werden später zusätzlich mit der Beplankung verklebt, so daß eine homogene Einheit entsteht.

Die Achse besteht aus 4mm Stahlrohr und kann herausgezogen werden. Im fertigen Modell wird sie mit dem Motorträger verstiftet.

Nun wird sich mancher fragen wie soll das Ganze funktionieren später mal, wenn alles zu ist. Nun ja, ich baue auf der Unterseite genau über dem Segment eine kleine Klappe ein. Diese hat den Spalt für für die Anlenkung des Ruders. Aber nix mit Fahrradspeiche, sondern ein Rundstahl oder Alu der aus der Fläche ragt und mit dem dann die Schubstange verschraubt wird. Das Ganze passiert einigermaßen bündig mit der Beplankung, so daß die Chose nicht groß aufträgt und irgendwie verhaken könnte. Ach ja die Schubstange verläuft auf der rechten Seite unterhalb der Fläche, damit das v-Leitwerk einfacher anzusteuern ist.

Eine weitere Besonderheit am Steuersegment deutet sich durch die beiden zusätzlichen Bohrungen (für M3 Schräubchen) an. Damit hat es folgende Bewandnis: Ich bin kein Freund von Pressungen in der Fläche, die später kaum mehr kontrollierbar sind. Daher wird die Leine durch die kleinen Löcher gefädelt, um die erste Schraube gewickelt, um die zweite Schraube gewickelt und durch das zweite Loch gefädelt. die Leine ist also genauso ungeteilt wie beim geschlossenen Drehsegment.

Man kann es aber auch konventionell machen. Dazu muß die Drehachse gezogen werden und das Steuersegment kann entnommen werden, um die Drähte sauber anbringen zu können.

An einem anderen Detail bin ich noch am tüfteln: die Leinenverstellung. Hab ich schon im Kopf. Mach ich aufwendiger als der Franz, aber bloss weil ich keine Lüsterklemmen verbauen will, und weil meine Drehbank gerne mal was zu tun kriegen will ;-)

PeterKa
 
Ach ja...

Ach ja...

Glaube ich habe ihn dreimal mindestens gezeichnet, so soll er nun werden.

Unbenannt-2.jpg

Eine ganze Heerschaar von Leuten hat daran mitgewirkt, mal mit mehr mal mit weniger Erfolg. Da wäre zunächst Rennsemmel zu nennen, der meinen ersten Entwurf in netten Worten als mehr oder weniger mißlungen bezeichnet hatte. Dann war da Willi, der mir das negative V-Leitwerk abspenstig machen wollte, dann der Franzel, der sagte.. boha lass bloss das Seitenleitwerk weg, last but noch least meine Frau die nur "tock tock" machte....

Er ist dem Clown sehr ähnlich geraten. Ich habe jetzt am Schluß niemanden mehr reinreden lassen, und nun ist alles dran und drin was mir gefällt.. Zack.

PeterKa
 
Speedy Gonzales

Huhu Peter

Wenn jeder Konstrukteur auf andere Meinungen gehört hätte, würden wir heute noch mit Pferdekarren durch die Gegend rollen.
Der Speedy Gonzales wirkt richtig rennmäusig. Mal echt was anderes und von den Formen her sehr gefällig.
Natürlich meine Meinung! So was hätte ich gerne in unserem Program. Jetzt, wo die Katze aus dem Sack ist,
freue ich mich schon sehr, Speedy Gonzales in 3D zu sehen. Ob du willst, oder nicht, mußt du nun die Späne fliegen lassen und ja nicht die Kleberflasche aus den Händen lassen.
Zieh DEIN Ding durch - denn jedes selbst konstruierte und selbst gebaute Modell ist ein gutes Modell.

Gruß, Franz Haas
 
....also jeder der genannten Mitstreiter kann etwas von ihm in dem Entwurf finden. Sogar Willi ist verewigt. Zwar muß er einen Mißerfolg bei dem V-Leitwerk einstecken, dafür habe ich die messerscharfe Endleiste realisiert ;-)

Die Fläche ist jetzt auf dem Baubrett und muß erstmal ausgiebig trocknen. Alle "Rippen" sind eingeklebt.

IMG_1909.jpg

Der Torsionskasten wurde mit der oberen Beplankung verklebt und die Rippen angebracht. Klar die Endleiste muss 2,5 mm hochgestellt werden, daher sind da diverse Holzbrettchen daruntergeschoben, aber das sollte ja jeder kennen.

Als nächstes steht der Lead in auf der Tagesordung. Danach wird die Klappe für das Segment in die untere Beplankung geschnitten. Die Endleiste bleibt zunächst unverjüngt. Eine Phase einzuschleifen habe ich mir schon lange abgewöhnt. Zwischen die beiden Beplanungen wird ein 160er Streifen Glasseide sehr feucht eingepresst, damit das Harz gut in das Balsholz eindringen kann. logischerweise müßen bei diesem Vorgang die benötigten Hilfsleisten isoliert werden. Füher nahm ich dafür meistens Tesafilm, heute ziehe ich dafür Backpapier vor. Die Endleiste ist also nach dem Aushärten zunächst 4 mm stark und macht oben und unten einen Bogen, der nach dem Aushärten nach Belieben in den Profilverlauf eingeschliffen werden kann, bis hin zu messerscharf wer es mag.

Eine kleine Besonderheit betrifft noch die Formteile der Randbögen. Dies werden aus 2 4 mm Brettchen zugeschnitten. Zwischen diese beiden Brettchen klebe ich eine 0,5 mm GFK Platte, alternativ 2 160er Glassmatten. Das macht die Teile bombenhart und Hartpistenscheuertauglich. An einigen Stellen habe ich das auch schon beim Clown so gemacht.

So jetzt muss ich erst was anderes tun, aber dann schneide ich den Rumpf aus.

PeterKa
 
Lead In

Lead In

Hier der Leineneintritt. Besonders bei Eigenkonstruktionen empfiehlt sich eine verstellbare Lösung. Man weiß ja nie ob man den SP richtig ausgerechnet hat ;-)

IMG_1910.jpg

Die Führung ist aus 2 mm GFK. Dies ist mit den Holmen verschraubt, man muß ja vielleicht nochmal wieder ran. Der Bereich um den Eintritt wurde mit dünnem Sperrholz verstärkt. Reine Vorsichsmaßnahme gegen zu brutale Hände.

Der Eintritt selbst ist ein kleiner Aluschlitten. Entgegen den ursprünglichen Planungen werde ich keine Einloch Ausführung machen. Bei den Innenliegenden Leinen besteht die Gefahr unentdeckten Verdrillens...

Da der Platz dann etwas eng ist um einen trichterförmigen Durchlass zu formen, klebe ich einfach 2 2mm Plastikröhrchen in den Schlitten. Diese ragen ca. 10 mm in die Fläche, und sorgen für eine weichen knickfreien Auslass. Ob diese Sorge begründet ist weiß ich nicht, aber es frisst ja kein Brot.

Jetzt kann die Fläche zugemacht werden. Das ist der nächste Arbeitsschritt.

In der Zwischenzeit habe ich die Konstruktionsdetails am Rumpf zu Ende gezeichnet. Mal sehen, wann ich das Material dafür zuschneiden kann.

PeterKa
 
Hier der Leineneintritt. Besonders bei Eigenkonstruktionen empfiehlt sich eine verstellbare Lösung. Man weiß ja nie ob man den SP richtig ausgerechnet hat ;-)

Anhang anzeigen 979056

Die Führung ist aus 2 mm GFK. Dies ist mit den Holmen verschraubt, man muß ja vielleicht nochmal wieder ran. Der Bereich um den Eintritt wurde mit dünnem Sperrholz verstärkt. Reine Vorsichsmaßnahme gegen zu brutale Hände.

Der Eintritt selbst ist ein kleiner Aluschlitten. Entgegen den ursprünglichen Planungen werde ich keine Einloch Ausführung machen. Bei den Innenliegenden Leinen besteht die Gefahr unentdeckten Verdrillens...

Da der Platz dann etwas eng ist um einen trichterförmigen Durchlass zu formen, klebe ich einfach 2 2mm Plastikröhrchen in den Schlitten. Diese ragen ca. 10 mm in die Fläche, und sorgen für eine weichen knickfreien Auslass. Ob diese Sorge begründet ist weiß ich nicht, aber es frisst ja kein Brot.

Jetzt kann die Fläche zugemacht werden. Das ist der nächste Arbeitsschritt.

In der Zwischenzeit habe ich die Konstruktionsdetails am Rumpf zu Ende gezeichnet. Mal sehen, wann ich das Material dafür zuschneiden kann.

PeterKa


Hallo,

Zitat:
Bei den Innenliegenden Leinen besteht die Gefahr unentdeckten Verdrillens...
Zitat ende.

Dieses kann vermieden werden
wenn man den Leinenkanal der länge nach mittig mit einer z.B. Balsaleiste halbiert.
So hat jede Leine ihren eigenen Kanal.
Mein Tipp:
Schau dir mal den Plan an v.Team-Spirit bei Rennsemmel .
Schwerpunkt:
Flächennasenaufbau und Leinenführung.

Viel Erfolg
Grüße Peter
 
Der Tipp kommt einen Tick zu spät, ist aber nicht schlimm, mit 2 Löchern ist die Gefahr sowieso nicht mehr vorhanden. Ich bin mit der Konstruktion auch sehr zufrieden.

IMG_1911.jpg

Hab inzwischen die Rumpfteile zugesägt. Motorträger fehlt noch. 64 Gramm bisher trotz der beiden dicken Längsholme die ich dem Rumpf verpasst habe. Das Tollste: Alles ging auf das 10mm Reststück vom Clown :-)

Trotz alledem... das mit den 500 Gramm wird eng, wenn ich das richtig sehe.

PeterKa
 
Zuletzt bearbeitet:
Der Tipp kommt einen Tick zu spät, ist aber nicht schlimm, mit 2 Löchern ist die Gefahr sowieso nicht mehr vorhanden. Ich bin mit der Konstruktion auch sehr zufrieden.

Anhang anzeigen 979079

Hab inzwischen die Rumpfteile zugesägt. Motorträger fehlt noch. 64 Gramm bisher trotz der beiden dicken Längsholme die ich dem Rumpf verpasst habe. Das Tollste: Alles ging auf das 10mm Reststück vom Clown :-)

Trotz alledem... das mit den 500 Gramm wird eng, wenn ich das richtig sehe.

PeterKa

Gewicht sparen ?.

Meines erachtens würde auch eine Hartholzleiste ausreichen.
Diese würde ich durch eine 3x10 mm Pappel Leiste ersetzen.
Meine Rümpfe habe ich nach dem Motorträger doubler zum
Rumpfende hin konisch zugehobelt und geschliffen.
Beide Rumpfseiten habe ich auch konisch ab Flächenausschnitt
zur Rumpfaussenkontur bis auf 5mm schräg geschliffen.
Rumpfeinfassung mit 3x5mm Pappelleiste.
D.h. von dem Rumpf kann noch jede Menge Balsa runter.
Mein letzter Rumpf hat (verglast mit 25gr Gewebe) 80gr. gewogen.

Viel Spass und Erfolg
Gruß Peter
 
Es handelt sich um einen Prototyp, und meine allererste Racer Eigenkonstruktion. Das heisst ich muß mich an das Optimum erstmal herantasten. Ursprünglich hatte ich ohne Längsleisten geplant, da ich aber doch sehr stark verjüngen will wurde mir dabei etwas mulmig. Ich kenne durchgebrochene Fesselfliegerrümpfe .. ich will keine Namen nennen, daher sage ich auch nicht daß ich SIG Kästen meine ;-)

Daher kam ich wieder auf den Torsionskasten, und im Fundus waren passende Leisten. Die Waage zeigte kein ganz krimininelles Mehrgewicht und schon war es geschehen. Ich hatte zuerst Balsa in der Hand, das war so schwer, daß es mehr wog als die jetzige Version (mittelhart) mit Kiefernleisten.

Dazu kommt daß ich ein recht großes Leitwerk haben will, welches auf Grund der *errmm* *hüstel* ungewöhnlichen Formgebung den Rumpf hinten doch ziemlich schwächt. Dahr ist dann alles so geworden wie es ist. Das mit dem Gewicht habe ich natürlich immer mit im Auge, es spielt für den Prototyp jedoch nur zweite Geige... solange es bei 500 Gramm bleibt versteht sich ;-)

PeterKa
 
Es handelt sich um einen Prototyp, und meine allererste Racer Eigenkonstruktion. Das heisst ich muß mich an das Optimum erstmal herantasten. Ursprünglich hatte ich ohne Längsleisten geplant, da ich aber doch sehr stark verjüngen will wurde mir dabei etwas mulmig. Ich kenne durchgebrochene Fesselfliegerrümpfe .. ich will keine Namen nennen, daher sage ich auch nicht daß ich SIG Kästen meine ;-)

Daher kam ich wieder auf den Torsionskasten, und im Fundus waren passende Leisten. Die Waage zeigte kein ganz krimininelles Mehrgewicht und schon war es geschehen. Ich hatte zuerst Balsa in der Hand, das war so schwer, daß es mehr wog als die jetzige Version (mittelhart) mit Kiefernleisten.

Dazu kommt daß ich ein recht großes Leitwerk haben will, welches auf Grund der *errmm* *hüstel* ungewöhnlichen Formgebung den Rumpf hinten doch ziemlich schwächt. Dahr ist dann alles so geworden wie es ist. Das mit dem Gewicht habe ich natürlich immer mit im Auge, es spielt für den Prototyp jedoch nur zweite Geige... solange es bei 500 Gramm bleibt versteht sich ;-)

PeterKa

Nun allein die Rumpfeinfassung bzw. Rahmen mit Kiefer oder Pappelleisten + 25gr diagonale Verglasung
gibt dem Rumpf ausreichend Stabilität.
Die Leisten vorher wässern ,abwischen und mit Cyano aufkleben.
Somit könnte man sich die Längsleiste im Rumpf (ca.10gr ?) einsparen.
Das Balsaseitenleitwerk kann man mit dem Sägeblatt schlitzen und
ein aus 0,8mm Sperrholz oder aus Epoxyplatte ,gelöchert,
gefertigtes Seitenleitwerk im Balsa Sandwich einkleben.
So kann man hier die Biegekräfte etwas auffangen.
Auch würde Ich hier das SLW konisch nach unten zuschleifen.

off topic:
Mein Mentor JP Perret FRA. hat mir damals als Richtwert,
eingebläut und eingeschliffen:
100gr für den Rumpf und 100gr. für den Flügel.
Nun da dein Flieger einen Tacken wohl größer ist
würde Ich jeweils 125gr veranschlagen.
Wir hatten damals unser Balsaholz (quarter grain,c-grain)
mit Gewichtsvorgaben beim Balsafachhandel gekauft.
Hatte auch immer SUPER ohne mecker geklappt und hat Spritkosten gespart.

Viel Spass und Erfolg
Gruß Peter
 
Also auf eine Rumpfeinfassung möchte ich verzichten, wegen der vielen Bögen ist das recht aufwendig und später auch noch recht doof zu verschleifen. Ich weiß wohl, daß Einfaßgurte dünner dimensioniert sein dürfen und dass sie auf Asphalt den Rumpf besser vor ungewolltem Abrieb schützen. Daher hatte ich das lange Zeit in Erwägung gezogen. Aber letztlich wieder verworfen.

Derzeit sieht das mit den Gewichten folgendermaßen aus: Fläche unverschliffen komplett 120 Gramm (samt Steuersegment und Leinenverstellung). Das wird bei diesem Gewicht in ewa bleiben, was ich noch runterschleife kommt mit Glas und Lack wieder drauf. Beim Rumpf bin ich mir noch nicht ganz so sicher, zur Zeit liege ich bei 80 Gramm ohne Höhenleitwerk. Allerdings noch keine Verjüngung eingehobelt. Das wird dann wohl auch auf die 120 Gramm +- rauslaufen. Somit werde ich wohl bei den von Dir angegebenen Gewichten landen, vielleicht ein wenig schwerer. Aber die Größenordung stimmt wohl.

Das mit der Epoxyplatte im Seitenleitwerk....hier Heckspornträger versteht sich von selbst :-)

PeterKa
 
V-Leitwerk

V-Leitwerk

Nicht jeder hat schon mal ein V-Leitwerk in einen Fesselflieger gebaut. Ich auch nicht ;-) Also hier mal ein Photo wie man das am besten hinkriegt.

IMG_1912.jpg

Einfach gelle ? und darüberhinaus bombenfest. Die Oberseite ist nach dem Verschleifen auf ca. 8mm plan, unten werde ich eine kleine Leiste zum Auffüttern des Spaltes einkleben. Das war dann auch schon die ganze Hexerei.

Fläche und Rumpf sind durchgetrocknet, noch an diesem Wochenende gibt es erste Photos vom Rohbau.

PeterKa
 
So sehen die einzelnen Rohbauteile ohne jeden Schliff aus (mit Ausnahme des Leitwerks wo ich sehen wollte ob die Verzahnung sauber ist).

IMG_1913.jpg

Die Fläche (Unterseite) kommt mit 2 kleinen Formstücken aus, die in der Mitte eine Lage aus 1 mm Sperrholz haben. Sie fühlt sich massiv an und ist sicher schwerer als nötig, aber die Bauweise hat sich fertigungstechnisch als untadelig herausgestellt. Sie wiegt jetzt an die 125 Gramm, da werden aber mindestens 10-15 Gramm wieder heruntergeschliffen um das Naca 008 zu erhalten. Beim nächsten Mal würde ich die beiden Kiefernholme durch Balsaholme ersetzen, und nur die Nasenleiste aus Kiefer beibehalten. Durch die Verbundbauweise wird die Chose extrem stabil. Schön sieht man die Öffung für den Zugang zum Steuersegment.

Die Kiefernleisten im Rumpf habe ich schon auf 5 mm verjüngt, damit ich mir später keinen Wolf schleifen muß. So kann der Rumpf leicht mit einem Balsahobel verjüngt werden. An die Kieferngurte wird sowohl die Fläche als auch das Leitwerk kraftschlüssig verklebt. Die Anordnung ist so ausgetüftelt, daß das lange Auspuffrohr genau zwischen Flächen und Leitwerk passt, es ist also nicht erforderlich das Rohr nach oben zu neigen wie beim Clown. Außerdem kann der Auspuff sehr fest mit den Gurten verschraubt werden, was beim Clown nicht möglich war, weshalb dort alles sehr kompliziert wurde.

Das Leitwerk ist auch schon weit gediehen, da ich es nicht versperrt aufgebaut habe werde ich eine dünne (2*2) Kiefernleiste vorne herumziehen. Das mit der Verzahnung hat super geklappt eine weitere Verstärkung halte ich für unnötig, da überall mindestens 4 mm Fleisch vorhanden ist.

Lange dauert das alles nicht mehr.

PeterKa

PS: Habe gerade den Rumpf abgehobelt und im hinteren Bereich verschliffen: 83 Gramm ohne die vorderen Doppler und ohne Hamsterbacke. Da kann man nicht wirklich meckern.
 
Fläche

Fläche

Ich finde sie ist makellos geworden....

IMG_1915.jpg

und diesmal mit ca 20 minuten stressfrei schleifen. Schon dafür hat sich der Aufwand gelohnt.

IMG_1914.jpg

Ok mit 125 Gramm Endgewicht (ohne Lackierung) ist sie nun kein sensationelles Leichtgewicht, aber gut ist das allemal. Und ich weiss wie es leichter ginge wenn es müsste.

Nachdem der Rumpf hinten verjüngt ist, bin ich sehr froh daß ich die beiden durchgehenden Kieferngurte habe. Zwar kommt noch Gewebe drauf, aber dennoch.

Auf den nächsten Bildern die ich zeige ist alles mal zusammengesteckt :-)

PeterKa
 
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