Spektrum Empfänger - Antenne beschädigt - und nun ?

D3158

User
Hallo !

Habe eben beim Ausbau eines AR9300, welchen ich über 7 Jahre problemlos in einem voll-cfk-e-segler betrieben habe, eine Antenne abgerissen...
siehe Bild.

Empfänger wurde neben den beiden fix eingebauten extra langen antennen mit einem Satelliten mit ebenso Überlänge betrieben.

Da ja der aktive Teil (+1cm) der einen eingebauten Antenne nun fehlt... meint ihr mit Anschluss des zweiten (ist möglich) Satelliten ist der Betrieb problemlos (wie vorher) möglich oder fange ich mir da andere Themen /STörquellen mit ein ?

Wäre für jeden HInweis dankbar.

Grüße
Joe ar9300.jpeg
 
Moin ,

wenn du nur das dünnere "Ende" abgerissen hast , kannst du es reparieren. Da es ein Koaxialkabel ist ,muss man nur die Abschirmung außen entfernen (vorsichtig) und den
Innenleiter auf genau die Länge schneiden wie bei der anderen Antenne.

Gruß Michael
 
Lass es!....

......reparieren.

Ich würde da nicht großartig rum frickeln. Nach telefonischer Anfrage bei Spektrum für vergleichbaren Schaden erhielt ich einen KVA von 15-20€. Ich schickte meinen Empfänger ein und bekam 2 Wochen später einen neuen. OHNE Rechnung, einfach so auf Kulanz. Spitzenklasse!

Ich würd so ni fliegen. Ein Empfangsteil hat eklatant weniger Empfang. Natürlich kann man sich auf Diversity verlassen, und wenn kein allzu teurer Flieger in der Luft ist, so what. Bei etwas teurerem oder schnellem Flieger gehe ich auf Nummer sicher: es muss 100%ig passen. Nicht 90%ig.
 
Ich würde da nicht großartig rum frickeln.
Wobei das hier nicht viel was anderes als das Abisolieren eines Drahtes ist. Kein High Tec. Wer natürlich immer nur alles fertig zusammenstecken will, ist da außen vor. Modell"bauer" sollten das leicht können. Wenn die Antenne an der Platine abgerissen wäre, würde die Sache anders aussehen, aber so.

RK
 
Wobei das hier nicht viel was anderes als das Abisolieren eines Drahtes ist. Kein High Tec. Wer natürlich immer nur alles fertig zusammenstecken will, ist da außen vor. Modell"bauer" sollten das leicht können. Wenn die Antenne an der Platine abgerissen wäre, würde die Sache anders aussehen, aber so.

RK

Das muss man erst mal sauber abisoliert bekommen ohne den eigentlichen Antennendraht zu beschädigen. Und testen kann man es auch nicht verlässlich. "Leicht können"? Naja....man muss nicht jedem unterstellen, dass er nur zusammen steckt, nur weil man sich an der "lebensnotwendigen" Antennentechnik nicht vergreifen möchte.

Davon abgesehen dass man damit unter Umständen die Betriebserlaubnis der Funke gefährdet...man kann das beliebig weiter denken bis hin zu einem absturzbedingten Sach- oder gar Personenschaden, Haftpflicht-Versicherung etc.

Eines ist sicher: beim Absturz wird auf jeden Fall die Funke und der Hersteller verflucht werden.

Das alles wegen 20 Euro für eine sachgerechte Reparatur beim Hersteller? Wär mir das Risiko nicht wert, zumindest bei einem größeren Flieger, um den es ja offenbar geht.
 
Diese Reparatur ist vom Schwierigkeitsgrad her Kinderkacke, das kann jeder mit einer vernünftigen Anleitung. Und die geht so:

Vorsichtig mit einem scharfen Messer die äußerste Isolierung rundherum leicht einschneiden, mit wenig Druck, und zwar bis zur Schirmung, in einem Abstand von 35-40mm zum Ende. Die Isolierung kann man dann leicht abziehen. Darunter liegt das Schirmungsgeflecht. Dieses wird vom Ende weg geschoben und steht dann schon in recht loser Verwebung vom isolierten Mittelleiter ab. Mit einem sehr feinen Seitenschneider, einer Nagelschere oder etwas ähnlichem werden nun die Schirmungsdrähte möglichst kurz abgeschnitten.
Nun noch den freigelegten Mittelleiter auf die ursprüngliche Länge einkürzen, fertig. Ich mach immer noch dünnen Schrumpfschlauch drum.

Hier in Wort und Bild:
https://oscarliang.com/repair-2-4ghz-antenna-rx/

Hier kann man es auch schön erkennen:
http://www.jensenjensen.com/radio/GP24antenna.htm
Im Gegensatz zur Gesamtanleitung allerdings das Schirmungsgeflecht abschneiden, wenn es einmal aufgeribbelt ist.

Wer wegen sowas eine kostenpflichtige Reparatur in Anspruch nimmt, ruft auch bei einer kaputten Glühbirne den Elektriker.:rolleyes:
 
Wer wegen sowas eine kostenpflichtige Reparatur in Anspruch nimmt, ruft auch bei einer kaputten Glühbirne den Elektriker.:rolleyes:

...oder möchte einfach sicher gehen dass seine Funke auch nach der Reparatur der Konfirmitätserklärung entspricht und demnach über eine Betriebserlaubnis verfügt.

Im Falle eines Falles ist man nämlich nach der Reparatur in der Beweispflicht. Bei Umbauten/Reparaturen an Sende- und Empfangsanlagen wäre ich jedenfalls übervorsichtig.
 
Hi zusammen,
Da kann man dann nur hoffen, das alles was an Elektrischen Verbindungen in matx's Modellen ist, auch vom Hersteller Zertifiziert ist.
Nicht dass sich da eine Servo-Verlängerung von HK oder so einschleicht.😁😁
Grüße
Thomas
 
Falls man nicht weiß welches Ende eines Balsamesser man besser nicht anfasst.
Die Antennen sind gesteckt. Alte Antennen abgesteckt neue angesteckt fertig.
 
Hi zusammen,
Da kann man dann nur hoffen, das alles was an Elektrischen Verbindungen in matx's Modellen ist, auch vom Hersteller Zertifiziert ist.
Nicht dass sich da eine Servo-Verlängerung von HK oder so einschleicht.����
Grüße
Thomas
:rolleyes: :rolleyes: Leute, frei nach dem Motto "Hauptsache irgend was schreiben"?! :rolleyes: Aschi, die elektrischen Verbindungen in meinen Fliegern funktionieren jedenfalls tadellos. Und bei der Funke gehe ich nach einiger schlechter Erfahrung in der Vergangenheit inzwischen lieber auf Nummer sicher.

Angesichts der Rechtslage um Änderungen an Funkanlagen darf natürlich jeder tun und lassen, was er will. Man sollte sich aber auch darüber bewusst sein, dass im Falle eines (Un-)Falles die Beweislast zur Konfirmität der Funke beim "Umbauer" (oder eben Reparateur) liegt. In Zeiten, wo Versicherungen die Leistungspflicht mehr als ganz genau prüfen, würde ich jedenfalls keinen Bastelwastel an meinem Empfänger zulassen. Das hat nichts mit Können zu tun, sondern mit gesundem Menschenverstand. Natürlich kann man bei einem 100-g-Saalflugmodell gewiss nachsichtiger ran gehen, als beim 2-kg-Speeder.

Die Antennen sind übrigens nicht bei allen Empfängern gesteckt, aber natürlich ist ein Antennenwechsel gegen originalen Ersatz problemlos möglich. Im Gegensatz zum Kürzen oder Improvisieren an einer Antenne, was eben nicht von der Konfirmitätserklärung gedeckt ist.

Einerseits machen sich etliche hier verrückt wegen Kenntnisnachweis und wie was auszulegen ist. Oder wie ein Adressetikett beschaffen sein muss. Das füllt hier zig Seiten. Und an der Antenne wird rumgeschnippelt, weil das so einfach ist? :confused:
 
Angesichts der Rechtslage um Änderungen an Funkanlagen darf natürlich jeder tun und lassen, was er will. Man sollte sich aber auch darüber bewusst sein, dass im Falle eines (Un-)Falles die Beweislast zur Konfirmität der Funke beim "Umbauer" (oder eben Reparateur) liegt. In Zeiten, wo Versicherungen die Leistungspflicht mehr als ganz genau prüfen, würde ich jedenfalls keinen Bastelwastel an meinem Empfänger zulassen.
Die Konformität geht aber eher um die Kontrolle, daß nicht zuviel oder auf falschen Frequenzen gesendet wird. Wie gut er empfängt, ist da meist egal. Und selbst wenn die Versicherung schaut, müßte es einen nachweisbaren Anteil am Unfall verursacht haben. Was allgemein und gerade bei einem Empfänger mit weiteren Antennen und Slave nicht möglich sein wird.
Außerdem kann auch schon eine härtere Landung etwas beschädigen. Schickst du jedesmal alle Teile danach ein ? Oder schmeißt alles weg, wie es (teilweise) die Jetpiloten tun ?

Die Antennen sind übrigens nicht bei allen Empfängern gesteckt, aber natürlich ist ein Antennenwechsel gegen originalen Ersatz problemlos möglich. Im Gegensatz zum Kürzen oder Improvisieren an einer Antenne, was eben nicht von der Konfirmitätserklärung gedeckt ist.
Für den Antennenwechsel (gesteckt) mußt du aber das versiegelte Gehäuse öffnen und bist damit auch nicht in einer anderen Lage.

RK
 
...oder möchte einfach sicher gehen dass seine Funke auch nach der Reparatur der Konfirmitätserklärung entspricht und demnach über eine Betriebserlaubnis verfügt.

Im Falle eines Falles ist man nämlich nach der Reparatur in der Beweispflicht. Bei Umbauten/Reparaturen an Sende- und Empfangsanlagen wäre ich jedenfalls übervorsichtig.

Ach, die alte Leier wieder. Bei der hier geschilderten Reparatur ist es unmöglich, die Konformität zu verlieren. Warum? Weil es mit dem fraglichen Antennentyp nicht möglich ist, mehr Leistung aus dem Transcievermodul herauszukitzeln oder sie gebündelter abzustrahlen, als es im Ursprungszustand möglich war. Ebensowenig ist es möglich, in unerlaubte Frequenzbereiche vorzudringen.
Konformitätstechnisch also sind Probleme nicht möglich, und damit meine ich nicht irgendwie 99,99%, sondern 100,0%.

Was Reparaturen im Allgemeinen angeht: Jeder lötet Servoverlängerungskabel, Empfängerakkus, Doppelstromversorgungen, Reglerkabel etc, und ganz verwegene bauen sogar komplette Modellflugzeuge selber. :eek:

Was, lieber matx, ist an einer selbst reparierten, nicht funktionierenden Empfängerantenne problematischer als an einem selbst gelöteten, nicht funktionierenden Empfängerakku oder einem selbst verlegten, unzureichend getränkten Hauptholmroving?
 
Solange "Gutachter" vor Gericht solch einen Käse verzapfen wie bei uns ist doch alles in bester Ordnung.
Da hat in einem Steitfall mit hohem Sachschaden der Gutachter glatt dem Richter erklärt dass durch den Zusammenstoss der Holm des geschädigten Flugzeuges durchtrennt wurde. Nur dass dieses Modell aufgrund der Bauweise und Profilierung gar keinen Holm im Flügel hat.
Alle im Zeugenbereich anwesenden Modellflieger die bei dem Unfall auch anwesend waren haben herzlich gelacht.
Tja das war ein vom Verband bestellter Gutachter 🤣🤣

Ich glaub ich eröffne ein Nebengeschäft mit Feuersicheren Aktenkoffern die man zum Flugplatz mitnehmen kann, denn Versicherungsnachweis, Kentnisnachweis, KE, Lärmpass, Impfbescheinigung usw... müssen ja sicher verwahrt werden .🤓🤓

Grüße Thomas
 
Schickst du jedesmal alle Teile danach ein ? Oder schmeißt alles weg, wie es (teilweise) die Jetpiloten tun ?

Nein, nicht alles. Aber zugegebenermaßen fliegt jedes elektronische Bauteil, welches bspw. bei einem Reglerbrand im Modell war, unweigerlich weg, Akkus natürlich ebenso.

"Abgestürzte" Empfänger verwende ich grds.nicht mehr. Glücklicherweise kommt sowas ja doch recht selten vor.

Da meine Modelle tw. bei Strömen bis 300A und entsprechendem Tempo unterwegs sind, möchte ich mir sicher sein, dass die Technik 100%ig funktioniert und zulassungskonform ist. Und da wird es gewiss nicht an 15 oder 20 Euro für eine Empfängerreparatur nebst Funktionsprüfung beim Hersteller scheitern.

Jeder kann doch basteln was er will, ich für meinen Teil lasse aus gutem Grund meine Finger von der Elektronik der Funke.
 
Was sagt der TS denn zu der Diskussion ?

Je nach Modell ..usw.. hat ja jede Meinung seine Berechtigung.

Gruß Michael
 
Immer diese Grundsatzdiskussionen :mad:
Soll doch jeder so machen wie er sich traut und fähig ist.

HF ist so eine Sache, wenn man keine Ahnung hat, bitte vom Fachmann reparieren lassen.
Für die, welche die sich auskennen, ist das 2 Minuten Arbeit.
Für das Abisolieren der Antennen benötigt man schon ein feines Händchen.
Ich habe dafür sogar eine spezial Zange.
 
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