Sperrholz gleich Sperrholz ????

Mefra

User
Hallo zusammen,

Sperrholz ist nicht immer gleich Sperrholz, ich habe bisher immer das mehrfachverleimte Sperrholz, oftmals aber das schwerste, verwendet.

Nun gibt es ja auch Anwendungen, wo nicht immer die höchste Festigkeit gefordert wird.

Wo liegen denn nun die Unterschiede bei den verschiedenen Hölzern (bin leider kein Schreiner ;) ...):

- Flugzeugsperrholz
- Birkensperrholz
- Pappelsperrholz
- Buchensperrholz

Ich hoffe Ihr könnt mir helfen, vielen Dank schon mal
 

FamZim

User
Hallo Frank

Da die Experten noch nichts geschrieben haben hier mal meine Version!

Flugzeugsperrholz ist mit sicherheit ein sehr festes und belastbares Holz und "Wasserfest" verleimt. Es genügt höchsten Ansprüchen und hat ab 1mm dicke schon min. 5 Lagen.
Das "dünne" ist für Beplankungen und das "dicke" für belastbare Konstruktionen bestimmt.
Die Festigkeit geht bei Holz ziemlich genau mit dem Gewicht synchron, also Buche; Birke und dann Pappel. Steichhölzer sind auch aus Pappel.
Ob normales Sperrholz aus dem Baumarkt Wasserfest ist kann ich nicht genau sagen, da wäre ich vorsichtig, aber für grosse Rippen im Rumpf sicher ausreichend. Da gibt es 5 er Packs, verschiedener Grösse für Laubsägearbeiten, die nehme ich auch!

Gruß Aloys.
 
Sperrholz Unterschiede

Sperrholz Unterschiede

Hallo,

zu den Unterschieden folgendes: Flugzeugsperrholz ist kochwasserfest verleimt und ist uneingeschränkt witterungsbeständig. Ist ab 0,4mm in 3-Schicht zu bekommen. Sehr widerstandsfähig auf Temperatur und Druck aber auch heiß biegbar. Fast immer in heller Verleimung aber ist auch in dunkler Phenoharzverleimung zu bekommen aber dann für Laserschnitt nicht geeignet. Problemlos auf CNC Maschinen zu bearbeiten. Wird in 3 Qualitäten hergestellt aber im Handel fast nur die 3.Qualität zu bekommen. Was nicht heißt die Platten sind wesentlich schlechter denn bei Qualität 1 ist eine Prüfung notwendig mit Zertifikat und GL. Notwendig in der Luft- und Raumfahrttechnik.
Birkensperrholz und Buchensperrholz ist bis auf Ausnahmen nicht wasserfest verleimt. Außnahmen sind aber spezielle Sperrhölzer die im Außenbereich verwendet werden welche dann aber auch wesentlich teurer sind. Buche und Birke haben ähnliche Eigenschaften in Bezug auf Feuchtigkeit und Temperatur. Es gibt sehr kleine Unterschiede in der Qualität was hauptsächlich das Deckfurnier betrifft. Meist mit Schälfurnier auf der Sichtseite und in den besseren Qualitäten mit Messerfurnier wegen der Optik. Für nahezu alle Holz- und Bastelarbeiten geeignet.
Pappelsperrholz wird in mindestens 7 Qualitäten eigestuft. Es gibt mehr aber das sind kleine Unterteilungen. Beginnt bei Qualität A welche gebleicht sein kann oder auch nicht und astfreie Deckfurniere hat. Bei AB ist eine Furnierfärbung und kleinste Äste bis 7mm möglich. B darf schon wenige fest verleimte Äste haben. Die weiteren Qualitäten sind dann BB, C, CC. Im Baumarkt ist fast nie eine bessere Qualität wie B oder BB zu bekommen. Also hier immer darauf achten was angeboten wird. Was vielleicht günstig erscheint ist eine oft schlechtere Qualität. Pappelsperrholz ist nie wasserfest verleimt denn Pappel selbst ist im Außenbereich ungeeignet da es auf Feuchtigkeit und Temperatur sehr stark reagiert. Eventuelle Beschichtungen wie im Caravanbereich können durchaus wasserfest verleimt sein aber nicht das Sperrholz selbst.
Pappel ist für Modellbau und nahezu alle Bastelarbeiten bestens geeignet da es sich leicht bearbeiten läßt. Werkzeuge haben eine hohe Standzeit was heißt sie werden sehr langsam stumpf. Pappel läßt sich ab 2,4mm bekommen und ist biegbar in dünnen Platten was durch Feuchtigkeit verbessert werden kann.
Mir würde noch Lauan und Indo/Ilomba einfallen. Alles Holz aus Platagenanbau zum Teil aus Südamerika oder Indonesien. Diese Sperrhölzer sind sehr robust und wasserfest verleimt, Lauan sogar kochwasserfest. Hier gibt es nur wenige Qualitäten im Handel. Ist astfrei und wird auch für CNC oder Laserbearbeitung verwendet. Durchaus günstig wenn man beachtet daß es wasserfest ist und es das Holz ab 1,8mm gibt.

Hab ich alles erwähnt? Ich glaube ja. Falls nicht einfach nachfragen...

Gruß

Thomas
 

FamZim

User
Hallo Thomas

Alles ausfürlich und verständlich erklärt, habe es auch nicht alles gewust!
Was noch fehlt ist aus welchem Holz das Flugzeugsperrholz ist.
Sonst ist alles Perfekt !!

Gruß Aloys.
 
Sperrholz Unterschiede

Sperrholz Unterschiede

Hallo Aloys,

Flugzeugsperrholz kann entweder aus Birke oder Buche hergestellt sein. Aber es ist hauptsächlich Birke im Handel da es durch seine helle Farbe schöner aussieht und sich somit besser verkaufen läßt und auch günstiger ist als Buche. Das Angebot im Großhandel ist bei Birke auch größer als bei Buche. Die Biegeeigenschaft von Birke ist auch besser als bei Buche.
Jetzt kannst du mit den Infos mal einkaufen gehen, vielleicht auch mal hier http://www.sperrholz-shop.de


Gruß

Thomas
 

Mefra

User
Hallo Thomas,

vielen Dank für Deine Ausführungen zum Thema Sperrholz, sie gleichen ja fast einem Kompendium, super, danke. :)

Nun ist das Thema Sperrholz kein Buch mit 7 Siegeln, sondern mit 7 Furnieren :D

Nochmas Danke.
 

mach3

User
Verklebung?

Verklebung?

sperrholzshop schrieb:
Hallo,

zu den Unterschieden folgendes: Flugzeugsperrholz ist kochwasserfest verleimt und ist uneingeschränkt witterungsbeständig. Ist ab 0,4mm in 3-Schicht zu bekommen. Sehr widerstandsfähig auf Temperatur und Druck aber auch heiß biegbar. Fast immer in heller Verleimung aber ist auch in dunkler Phenoharzverleimung zu bekommen aber dann für Laserschnitt nicht geeignet. Problemlos auf CNC Maschinen zu bearbeiten. Wird in 3 Qualitäten hergestellt aber im Handel fast nur die 3.Qualität zu bekommen. Was nicht heißt die Platten sind wesentlich schlechter denn bei Qualität 1 ist eine Prüfung notwendig mit Zertifikat und GL. Notwendig in der Luft- und Raumfahrttechnik.
Birkensperrholz und Buchensperrholz ist bis auf Ausnahmen nicht wasserfest verleimt. Außnahmen sind aber spezielle Sperrhölzer die im Außenbereich verwendet werden welche dann aber auch wesentlich teurer sind. Buche und Birke haben ähnliche Eigenschaften in Bezug auf Feuchtigkeit und Temperatur. Es gibt sehr kleine Unterschiede in der Qualität was hauptsächlich das Deckfurnier betrifft. Meist mit Schälfurnier auf der Sichtseite und in den besseren Qualitäten mit Messerfurnier wegen der Optik. Für nahezu alle Holz- und Bastelarbeiten geeignet.
Pappelsperrholz wird in mindestens 7 Qualitäten eigestuft. Es gibt mehr aber das sind kleine Unterteilungen. Beginnt bei Qualität A welche gebleicht sein kann oder auch nicht und astfreie Deckfurniere hat. Bei AB ist eine Furnierfärbung und kleinste Äste bis 7mm möglich. B darf schon wenige fest verleimte Äste haben. Die weiteren Qualitäten sind dann BB, C, CC. Im Baumarkt ist fast nie eine bessere Qualität wie B oder BB zu bekommen. Also hier immer darauf achten was angeboten wird. Was vielleicht günstig erscheint ist eine oft schlechtere Qualität. Pappelsperrholz ist nie wasserfest verleimt denn Pappel selbst ist im Außenbereich ungeeignet da es auf Feuchtigkeit und Temperatur sehr stark reagiert. Eventuelle Beschichtungen wie im Caravanbereich können durchaus wasserfest verleimt sein aber nicht das Sperrholz selbst.
Pappel ist für Modellbau und nahezu alle Bastelarbeiten bestens geeignet da es sich leicht bearbeiten läßt. Werkzeuge haben eine hohe Standzeit was heißt sie werden sehr langsam stumpf. Pappel läßt sich ab 2,4mm bekommen und ist biegbar in dünnen Platten was durch Feuchtigkeit verbessert werden kann.


Thomas
Hi Thomas,

wie unterscheiden sich die Hölzer denn in puncto Verklebung (z.B. mit Weißleim). Ich habe da so was im Hinterkopf, dass manche Oberflächen leicht gewachst sind und einige Sorten leicht gewässert werden sollen, um ideale Verbindungen zu erhalten. Ich weiß aber nicht mehr, woher ich das habe....

Gruß
Rolf
 
Sperrholz Verleimung

Sperrholz Verleimung

Hallo Rolf,

Pappel, Ilomba, Lauan und Indo sind alle ohne Beschichtung. Auch haben sie keine Behandlung mit einem Trennwachs bekommen. Diese Sperrholzer sind alle geschliffen, zumindst bei mir, und sind somit auf der Oberfläche für jede Verleimung geeignet.
Bei Flugzeugsperrholz kann eine Schicht Trennmittel drauf sein. Das hat den einen Grund aus der Herstellung und den anderen wegen des Verzugs. In der Herstellung werden die Maschinen mit Trennmittel behandelt denn Flugzeugsperrholz wird mit einem Harz verleimt. Und wie die Maschinen aussehen würden wenn sich das Harz daran verklebt ist klar. Danach bekommen die meisten Platten einen Art Schutzschicht gegen die Feuchtigheit. Daß ein 0,6 oder 1mm Sperrholz bei Feuchtigkeit sich rollen würde wie eine Tapete will man verhindern.
Die Trennmittel haben aber die Eigenschaft daß sie eine Verklebung nicht behindern sollen. Das funktioniert meist gut aber mitunter kann man Platten erwischen die einfach mehr Trennmittel haben oder es wurde ein Mittel verwendet was nicht so funktioniert wie man es gerne hätte.
Zu sehen ist das Mittel nicht. In der Oberlächentechnik gibt es auch Mittel die überlackierbar sind. Ebenso gibt es Retuschierwachse die man überlackieren kann.

Um es auf den Punkt zu bringen: Flugzeugsperrholz etwas anschleifen und du bist auf der sicheren Seite auch wenn es heißt die Verklebung, auch mit Weißleim, hält.
Das mit wässern ist ünnötig denn mit Wasser bekommt jedes Sperrholz ein Eigenleben und es ist nicht vorhersehbar was das Sperrholz dann treibt. Wässern kann man machen vor einer Lackierung damit die Faser aufstehen und diese vor der ersten Lackierung oder Grundierung schon abgeschliffen sind.

Hab ich schon wieder einen Roman geschrieben? Hoffe das ist nicht zum Einschlafen...

Gruß

Thomas
 

FamZim

User
Hi

Bei RCN schläft doch niemand ein ärlich!!
Es ist für mich sehr interressand, wieso ;weshalb und warum!
Deshalb gleich noch mehr Fragen:
In wieweit wird das Holz bei der Verleimung durch das Pressen noch verdichtet, also schwehrer und härter, oder kommt das nur durch das Harz.
Und noch eine andere Frage:
Die Propeller der Jagtflugzeuge in WW2 waren zuerst auch aus Holz und wurden später erst durch Metallprops ersetzt.
Dazu wurden die Hölzer unter starken Druck verleimt.
War dabei die Maserung immer genau nach aussen gerichtet oder sind die einzelnen Lagen etwas schräge ,sagen wir mal 5 bits 10 Grad versetzt (eben etwas Sperrholzmäßig) verleimt worden um mehr Festigkeit gegen Aufsplittern zu haben?
Das interressiert mich da ich auch Holzprops baue und Fliege!

Gruß Aloys.
 
Sperrholz

Sperrholz

Hallo,

bin ich froh daß keiner eingeschlafen ist. Aber es freut mich auch daß es noch reichlich Holzwürmer gibt. Zu deinen Fragen: Die Verdichtung der Sperrholzlagen ist gering beim Pressen denn einen hohen Preßdruck braucht man nicht da die Verbindung durch das Harz alleine schon gut ist. Die Harzmenge beim Auftrag ist durch die Maschinen genau vorgegeben denn viel Harz würde hier nur eine größere Sauerei in den Maschinen ergeben. Die Schwere entsteht durch das Harz. Es ist so, daß eine Mindstmenge Harz aufgegeben wird. Diese durch Versuche ermittelt wurde und mehr Harz nicht proportional mehr Härte ergibt.
Ich kann dir am Beispiel Spanplatte sagen daß nahezu nie mehr wie 5% Harz verwendet wird. Mehr Harz läßt Sägeblätter unverhältnismäßig schnell stumpf werden. Weniger senkt drastisch die Stabilität. Es ist also in einem kleinen Fenster der Harzmenge das beste Ergebnis, ebenso bei Sperrholz.
Das mehrlagige beim Holzprop ist ähnlich wie beim Multiplex Sperrholz. Die Schichten benötigen eine Mindestdicke, dürfen aber nicht zu dick sein denn die eigentliche Schwachstelle ist das Holz selbst. Die Verleimung hält aber die Furnierlagen teilten sich. Gut die Technik ist mit der heutigen nicht vergleichbar.
Mit den im Winkel verschoben Schichten bin ich etwas überfragt. Ich weiß es ist wie du schreibst in etwa 10 Grad, oder auch 15, aber genaueres weiß ich hierzu momentan nicht. Können auch 20 Grad sein aber keine 90 das weiß ich. Vielleicht ist hier im Forum jemand der das genauer weiß. Der Winkel hängt aber mit den Fliehkräften zusammen.

So, nu aber ab in die Koje.

Gruß

Thomas
 

FamZim

User
Hallo Thomas

Vielen Dank für deine Mühe.
Demnach kann man ja Holzprobs dann aus Funier (leicht schräge im wechsel) relatief Splitterfrei aufbauen.
Das ist bei dünnen Endkanten das Problem.
Mit mehreren Sperrholzlagen geht es dann auch schon besser.
Aus Multiplex habe ich auch schon 3 Blattprops gemacht, die musten dann an der Narbe sinnvoll verbunden werden, haben aber gehalten.
Der Anteil der längsfasern ist dabei aber nicht so überzeugend, was ich gerne geändert hätte.
Die nächsten wurden deswegen in GFK laminiert, aber Holzprops sind doch schöner!
Für Scalepropeller suche ich immer noch eine Quelle wo man Daten bekommen kann über Form und Profielierung der Originale !!

Gruß Aloys.
 
Sperrholz

Sperrholz

Hallo,

ja das mit dem Furnier geht problemlos. Die Props wurden ähnlich hergestellt denn sonst ist die Verwindung bei der Fliehkraft nicht zu verhindern. Was aber nicht heißt daß nur auf diese Weise hergestellt wurde. Um einen Prop am Stück zu fertigen wurde Buche der Gütklasse 1a verwendet. Was noch heute verwendet wird.
Wenn du die Teile aus Multiplex herstellst hast du aber ganz schön was zum Feilen...
Das Net ist zwar voll mit Daten aber wenig brauchbares. Könntest bei den Scale Jungs mal nachfragen. Im Archiv habe ich da was gefunden aber aus dem Jahr 2003...

Wünsch noch frohes Feilen...

Gruß

Thomas
 

FamZim

User
Hi Ihr

Das sind ja viele Infos, leider alles Englisch, aber da kriege ich ne Menge rauß!

Zum frölichen Feilen :
Mein größter Holzprop war ein Dekoprop aus einem 100/6/10,5 cm Klotz für einen Alten Flieger der mit seinem Aufklärer abgeschossen wurde.
Der Prop hatte dann 1m Durchmeser und 50 cm Steigung.
Mit Bügelsäge und Stecheisen fürs grobe, Raspel ;Feile und Schmirgel fürs feine, brauchte ich etwa 15 St für alles!!!
Ich finde das geht doch.

Gruß Aloys.
 
S

spatz_lu

Gast
Birkenflugzeugsperrholz oder Lauan

Birkenflugzeugsperrholz oder Lauan

Hallo Thomas,

Frage an den Experten:

Kann das Lauan 3-fach 2mm von der Festigkeit und vom Gewicht her ein 2mm Birkenflugzeugsperrholz ersetzen ??

Ist es schwerer ??

Mit freundliche Grüssen

Pierre
 
Birke-, Lauansperrholz, Vergleich

Birke-, Lauansperrholz, Vergleich

Hallo Pierre,

habe die Gewicht ermittelt. Meine vorhandenen Platten haben folgende Gewichte: Flugzeugsperrholz 2mm Birke 500x500mm hat 0,507kg was 1,52kg pro qm entspricht. Indo/Lauan 1,8mm 600x400mm hat 0,248kg was 1,03kg pro qm entspricht.
Wie man erkennt ist das Indo wesentlich leichter. Die Härte und Stabilität ist zwischen Pappel und Birke wobei ich eher in Richtung Birke gehen würde bei der Stabilität. Ersetzen kann Indo/Lauan das Flugzeugsperrholz Birke nicht ganz denn dazu fehlt die Härte. Das Indo/Lauan hat kleine Pooren. Der Begriff Indo beinhaltet einige ähnliche Hölzer. Das kann Ilomba, Falkata oder Lauan light sein wobei die Gewichte sehr ähnlich sind, nur die Farbe etwas anders sein kann.
Das Indo/Lauan ist einfach eine günstige Alternative zum Birke, denn der Preisunterschied ist enorm. Wer also auf etwas Härte verzichten kann hat hier eine preiswerte Alternative zum Birke. Die Elastizität von Indo/Lauan ist enorm. Biegeeigenschaften, die im Rumpfbau wie bei Modellschiffen nötig sind, sind bestens. Läßt sich auch auf Flugzeuge übertragen, klar. Übrigens sind die Platten bereits geschliffen.
Verleimung ist kochwasserfest was ebenfalls ein wichtiges Merkmal ist. Ich weiß schon was der Bauer nicht kennt...
Das Sperrholz wird vorwiegend in der Caravan- und Reisemobilindustrie verwendet denn hier spielt die Gewicht, Temperatur und Feuchtigkeit eine wichtige Rolle. Also muß das Material Eigenschaften haben die die Modellbauer aufhorchen lassen.
Habe ich alles wichtige erwähnt? Sonst einfach nachfragen.

Gruß

Thomas
 
S

spatz_lu

Gast
LAUAN/INDIO - Gute Alternative!!

LAUAN/INDIO - Gute Alternative!!

Hallo Thomas,

Vielen Dank für deine Info.

Da ich bei meinen Flugzeugen und Booten seltens Sperrholz an Aussenflächen einsetze ist die Härte für mich zweitrangig. Für Spanten und Verstärkungen scheint das ja gut zu sein.

Bei 25% weniger Gewicht kann man ja die geringere Festigkeit durch Stärke ersetzen.

Werde es einmal antesten, den bei den Preisen (60 % billiger ) kann man nicht viel falsch machen.

Gruss

Pierre
 
Lauan, Indo Sperrholz

Lauan, Indo Sperrholz

Hallo Pierre,

genau mein Reden... wichtig ist die hochwertige Verleimung vom Sperrholz. Für Spanten o.ä. reicht das dicke. Der Verzug ist wesentlich geringer wie bei Pappel.
Bei der Festigkeit stellt sich immer die Frage was brauch ich wirklich. Du wirst schnell feststellen welche Dicke du für welche Teile benötigst und wirst sicher auch die Elastizität als nützliches Merkmal des Holzes schätzen lernen.
Beim Preis gilt was du sagst, es ist günstig aber man muß es eben erst einmal kennen lernen. Wie ich schon sagte: was der Bauer nicht kennt...
Übrigens schleifen, lackieren, beizen ist alles wie bei anderen Sperrhölzern möglich. Selbst wenn du das Sperrholz mal heiß beigen willst bei engen Radien, kein Problem damit.

Gruß

Thomas
 
...Sperrholzinfos...

...Sperrholzinfos...

Hallo Thomas,
les die ganze Zeit schon aufmerksam hier mit, danke für die tollen Informationen.
Wenn ich mich hier bei Dir
www.sperrholz-shop.de/
auf der Seite umschaue, dann gibt es 0,4/0,6/0,8er Sperrholz nur in Birke.
In Pappel ist das dünnste 2,4 und in Lauan/Indo 2,0 mm.
Gibt es einen Grund dafür?
Für einen 1:3 Oldtimerflieger mit beplankter Fläche in Sperrholz, als auch für Rumpfbeplankung, geht ja dann nur Birkensperrholz.
 
Sperrholz

Sperrholz

Hallo Rolf,

dafür gibt es Gründe. Unter 1,8mm gibt es kein Lauan, Indo oder Falkata. Pappel ist unter 2,4mm einfach technisch nicht herstellbar. Ausnahmen sind 2,1mm Pappelplatten die aber dünner geschliffen sind.
Nur Birke bzw. Buche läßt sich dünner herstellen. Ein Grund ist einfach die Industrie welche kaum dünnes Sperrholz benötigt. Im Großhandel werden die Platten immer weniger da die Nachfrage gering ist. Wer hier noch gute Beziehungen hat ist im Vorteil...
Desweiteren liegt es am Holz selbst. Hölzer wie Lauan, Indo, Falkata, Balsa o.ä. haben alle, wenn auch mitunter kleine, Pooren. Was passiert wenn der Leim durch die Pooren beim Verleimen tritt? Richtig, Leimdurchschlag... Wenn ich also ein Furnier in dünnen Lagen haben will muß es ohne Pooren sein was bei Birke oder Buche leicht geht. Wenn der Leim aber durch das Furnier austritt ist die Sauerei nicht mehr aufzuhalten was man sich bei Phenolharz mal vorstellen muß...
Technisch gibt es dann Schwierigkeiten bei dünnen Lagen denn je dünner ein Stamm geschält werden muß um Furnier zu erhalten umso härter muß er sein. Das Furnier läßt sich bei weichem Holz irgendwann nicht mehr schälen und reißt nur noch ab.
Einfaches Beispiel, schneide ein Toastbrot in dünne Scheiben und mach das gleiche mit einem Vollkornbrot. Das weiche Brot läßt sich irgendwann nicht mehr dünner schneiden aber das härtere immer noch.

Ja, wenn du dünnes Sperrholz benötigst bleibt dir nur das Birke oder Buche von 0,4 bis 1,8mm übrig. Habe leider hier keine günstigere Variante da, wie schon gesagt, es kein anderes Sperrholz gibt.

Oh, schon wieder ein Roman... schon eingeschlafen dabei?

Gruß

Thomas
 
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