Sschon wieder mal Twist

Hallo,
bin gerade dabei alle Schoten zu erneuern Gross neu anknoten. Nun stehe ich wieder vor dem Problem mit dem Twist ( richtiger Einstellung des Baumniederholers.
Situation:
Ich habe mir bisher nie Gedanken über die Abstände unteres und oberes Niederholerlager zum Mast gemacht.
Mich störte es schon immer, dass die vertikale Luft des Baumes Mittschiffs kleiner ist als wenn er ganz gefiert ist.
Fragen
- Wann ist der Twist wichtiger. Bei hart am Wind, oder Vorwind?
- Ist meine Einstellung ev. entgegengesetzt falsch?
- Bekomme ich das Problem mit mehr Mastfall in Griff?
- Sollte die Niederholerachse ev. nicht parallel zum Mast sein

Ich fahre das Achterstag schon rel stramm. Ich befürchte aber, dass irgend was bricht, wenn ich mit zu festem Achterstag noch Windlast dazu bekomme.

Ulli
 
Was hat ein bekannter IOM-ler mal gesagt,

Niederholer benutze ich nur um dem Baum vor dem Wind unten zu halten,
Am Wind mache ich es über den Großschot....
 
Großschot und Twist

Großschot und Twist

Moin,
da stimme ich Dir zu arjan.
Da aber sicherlich die meissten IOM Fahrer eine Segelwinde fahren, ist es meiner Meinung nach schwierig die Schot zur Twistkontrolle zu nutzen.
Ich habe festgestellt das meine Regattawinde arg an ihre Grenzen stößt wenn ich den Twist mit ihr kontrollieren möchte. Aus genau diesem Grunde werde ich mein nächstes Boot mit einem Leistungsstarken Segelverstellservo ausrüsten.
Falls jemand andere Erfahrungen mit einer Winde im Zusammenhang mit dem Großsegeltwist hat, lasse ich mich gerne belehren und versuche es auch gerne nocheinmal.

Grüße aus Kiel.



P.S.: Falls sich die Kieler fragen warum ich nicht IOM segeln bin liegt das daran das ich meiner Jolle das fliegen beibringe und trainiere....:D
 
Hm...
Habe bisher noch nie die Großschot komplett in Schiffsmitte gefahren oder den Twist mit ihr kontrolliert. Mein Großbaum steht immer ca. 3° offen.
Fahren tuts auch
 
Achso,
der Twist ist meines Erachtens am Wind und vor dem Wind wichtig.
Wie ich am eigenen Leib schon erfahren mußte ist mangelhafte Wirkung des Niederholers vor dem Wind fast schon gefährlich. Wird das Segel durch die offene Stellung des Niederholers vor den Mast gedrückt erzeugt es eine Kraft quer zur Fahrtrichtung. Das wiederum kann zu einem unkontrollierbaren Gieren des Bootes und bei Jollen zum Kentern, bei Kielbooten(IOM) zu einem "Sonnenschuß" führen. Das wollte ich nur noch gesagt haben.
Ich hoffe Dir damit weiter geholfen zu haben,Ulli.
 
ohne traveler

ohne traveler

Servus,
den Twist ohne Traveler mit der Großshot einstellen zu könen bedeutet jedenfalls immer, dass sich auch der Anstellwinkel des Großbaums und damit des Segels zum Wind ändert. Das wiederum erzeugt vom Twist unabhängig sozusagen Nebenwirkung.

Abgesehen davon frage ich mich, wie die Shot des Twist verstellen soll, wenn der Großbaum mit einem in der Regel ja starren Baumniederholer fixiert ist, Wenn dann doch nur um das Spiel der Niederholerstange in seiner Verankerung im Großbaum.

Also ich stelle den Twist mit dem Baumniederholer und dem Achterstag ein.
Gruß Stephan
 
Kymsail schrieb:
Hm...
Habe bisher noch nie die Großschot komplett in Schiffsmitte gefahren oder den Twist mit ihr kontrolliert. Mein Großbaum steht immer ca. 3° offen.
Ich habe bisher den Grossbaum auch immer ca. 1,5 cm geöffnet gefahren. Aber mein Twist ist nicht immer konstant. er ist bei dichtgeholt kleiner als bei ganz gefiert. Ist das nun falsch, oder eher richtig.

Ich habe due Niederholerachse parallel zum Mast. Um die Mastkrümmung etwas erträglicher zu bekommen muss ich mit der Gegenstellschraube arbeiten. Dabei entsteht obiger Effekt.


Kymsail schrieb:
... und das bekanntlich sehr gut.

Ulli
 
Frühstart schrieb:
Servus,
den Twist ohne Traveler mit der Großshot einstellen zu könen bedeutet jedenfalls immer, dass sich auch der Anstellwinkel des Großbaums und damit des Segels zum Wind ändert. Das wiederum erzeugt vom Twist unabhängig sozusagen Nebenwirkung.

Abgesehen davon frage ich mich, wie die Shot des Twist verstellen soll, wenn der Großbaum mit einem in der Regel ja starren Baumniederholer fixiert ist, Wenn dann doch nur um das Spiel der Niederholerstange in seiner Verankerung im Großbaum.

Also ich stelle den Twist mit dem Baumniederholer ein.
Gruß Stephan
Ich habe das bisher so gehört:
- Normal fahren mit etwas geöffnetem Baum
- Bei Höhe kneifen baum noch dichter holen und AL strammer (weniger Twist).

Bisher hatte ich immer den Schotbock so hoch, dass die Schot bei ganz dicht nahezu waagerecht lief. Nun versuche ich einen niedrigeren Schotbock, so dass die Schot bei normal dicht etwa 45° zeigt. Wenn ich jetzt höhe kneifen will, ziehe ich doch den Baum dichter, aber das AL auch strammer. Bei mir ist der Niederholer nicht starr (so weit ichj mich erinnere, bei Bantockbeschlägen auch nicht). Der Haltedraht kann in die Gewindehülse reinrutschen.

Ulli
 
Frühstart schrieb:
...wenn der Großbaum mit einem in der Regel ja starren Baumniederholer fixiert ist...
Beim IOM darf kein starrer Baumniederholer eingebaut sein; der Niederholer darf nur ziehen und muß bei der Bewegung nach unten frei sein.
 
gut, dass ich nur Kaufe und nicht baue ;) aber stimmt, wenn ich genauer überlege, meine Niederholer kann mann auch nach unten bewegen.

Aber das ändert nichts daran, dass ohne Traveler beim fieren oder dicht nehmen der Anstellwinkel zum Wind immer mit verändert wird. Ob das allerdings beim IOM spürbar ist oder der Efekt im Twist überwiegt, hab ich nie probiert.
 
@Ulli: Versuch mal das mit dem niedrigeren Bock. Dass sollte Funktionieren. Kannst mich ja auch gerne nochmal anrufen.....
 
Zuviel Twist bei gefiertem Groß vor dem Wind macht sich im Speed deutlich bemerkbar. Gerade bei leichtem Wind will man vor dem Wind die maximale Fläche in den Wind hängen wenn die der obere Teil des Groß nach Lee rausdreht ist das deutlich von Nachteil.
 
IOMchen schrieb:
Beim IOM darf kein starrer Baumniederholer eingebaut sein; der Niederholer darf nur ziehen und muß bei der Bewegung nach unten frei sein.


So habe ich das auch in Erinnerung. Kann mich aber entsinnen, dass hier schon vor einiger Zeit über diese Frage diskutiert wurde. Da hab ich dann rausgelesen, dass das wohl nicht mehr gilt. Kann den Passus jetzt auch nicht mehr in den Regeln finden. Oder kann mir jemand sagen, wo genau das geschrieben steht?
 
Baumniederholer darf bei IOM nur auf Zug belastet werden!!!

Baumniederholer darf bei IOM nur auf Zug belastet werden!!!

Das steht und stand auch nie in der KV sondern in den Equipemt Rules of Sailing (ERS). Darin ist definert, dass ein Baumniederholer nur auf Zug belastet werden darf.

Diese Regelung gilt weiterhin!!
 
Twist

Twist

Hallo Zusammen

Meiner Meinung nach ist Twist vor allem für Amwind-Kurse wichtig. Vor dem Wind sollte das Achterliek in keinem Fall im Topp nach vorne auswehen, da sonst wie oben schon beschrieben ein Moment nach Luv entsteht und das Boot zu Gieren beginnt. Bei Grossbooten setzt man auf dem Vorwindkurs den Baumniederholer stramm, und löst ihn nur im Notfall, um kurzfristg Druck aus dem Grosssegel abzulassen.

Daher fahre ich den Schotholepunkt vom Gross eigentlich unmittelbar unter dem Grossbaum, damit die Schot den Baum eben nicht nach unten zieht. Wenn die Schot nach unten zieht, hatte ich zusätzlich das Problem, dass das Gross am Anfang viel stärker öffnet als die Fock.

Gruss Dominik
 
Hmmm.... Ich habe eine Frage mißverständlich formuliert.

Deshalb versuche ich es mal anders. Bisher kontrolliere ich bei Windstille so:
- ohne angeschlagene Schoten
- betriebsfertig gespannten Wanten und Achterstag,
- Werkstatttrimm mit Mastgegenstellschraube und Salingpfeilung eingestellt.

ob die Fock leichtgängig ist und vor Allem bei nicht rausgezogenem Kontergewicht mittig stehen bleibt.

Weiterhin ob der Mast auch richtig steht.
Dazu schwenke ich den Großbaum von BB zu Mitte und STB und beobachte, ob die vertikale Luft des Großbaums in allen Positionen gleich ist.

Und nun die Frage, die mich bewegt:
Wie sollte der Twist sich verändern, wenn der Baum von Mittschiffs zu ganz auf bewegt wird?

attachment.php


attachment.php


Ich weis, die Fotos sind nicht mehr ganz jung, aber es ist ein sehr schnelles Boot.


Dass Windlast eine zusätzliche Komponente dar stellt ist klar. Aber was sollte angestrebt werden bei meinem Werkstatttest?
Twist bei ganz auf eher weniger, unbedingt gleichbleibend oder sogar mehr Twist als bei Baum Mittschiffs. Dass er BB und STB gleich groß ist setze ich voraus.
Momentan ist es bei meinem Rigg so, dass der Twist Mittschiffs eher geringer ist als bei ganz auf.

Schönes WE

Ulli
 
Leider gibt es zu deiner Frage keine richtige Antwort, denn in der Werkstatt wirst du keine richtigen Trimm finden.

Gerade Twist ist eine der Einstellungen die sehr vom Wind und den Wellen auf dem Segelrevier abhängig sind und entsprechend eingestellt werden müssen.

Da hilft wirklich nur testen, testen, testen und ein Gefühl entwickeln welchen Einfluß die Änderungen auf das Segelverhalten haben und was dir am besten gefällt.
 
moin,

wenn dein Groß bei gefierten Schoten im Wohnzimmer (oder im Keller) nicht mehr von allein ganz auf geht, hast du für wenig Wind zu viel Twist.
Grund ätzlich ist es gut, wenn dein Twist vorm Wind weniger wird. Vorausgesetzt, du hast den Kicker für am Wind richtig eingestellt. Die meisten haben das Problem, dass sie vorm Wind zu viel Twist haben. Geht mir auch oft so.

Christian
 
bei diesen bantock klick dingern kann man unten ein blatt papier unterlegen. dann macht es vor dem wind einen hauch mehr zu.

den twist stell ich bei 2 probeschlägen vor dem rennen ein. im keller oderso geht das nicht richtig. auch mit schwenken oder auf dem ständer kann man nicht sicher sein, denn da fehlt der fahrtwind. generell fahre ich so um 15° twist. das geht immer recht gut. wenn ich denke, der twist ist gut so, dann mache ich den baumniederholer noch mas auf.

statt bock kann man auch evtl ein schotdreieck fahren. dann kann man auch bei leicht geöffenter schot noch nach unten ziehen, weil der umlenkungspunkt nicht mittig ist sondern mitschwenkt. mit der länge des schotdreiecks kann man den punkt einstellen, ab dem die schot nach unten zieht.
 
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