Störung bei drei Sender ????

Mefra

User
Hallo zusammen,

wir haben gestern auf unserem Flugplatz folgedes Phänomen erlebt (oder ist das normal???).
Es waren drei Modellfliger mit folfenden Anlagen anwesend:

1. Graupner MC 20, Kanal 75
2. Graupner MC 16/20, Kanal 72
3. Graupner MC 24, Kanal 69.

Der Pilot 1 mit der Graupner MC 20 (Empfänger C-16) hatte bei einem neuen Modell den Motor einlaufen lassen, die Senderantenne war nicht ausgezogen. Immer wenn die zwei oben genannte Sender gleichzeitig eingeschaltet waren, zuckten die Servos von Modellflieger 1. erheblich. :confused:
Es war kein kleines Zucken, sondern sie liefen wild in die jeweiligen Endstellungen. Aber nur dann, wenn die zwei anderen Sender eingeschatet waren. Wenn nur einer der Sender 2. oder 3. eingeschatet war, gab es keine Probleme.
Daraufhin wurde der Empfänger der Modells (1, Kanal 75) getauscht (MC12). Ohne Veränderungen, die Störungen waren weiterhin da und reproduzierbar. :(

Sörungen der Empfänger der Modellflieger 2 und 3 waren nicht fetsstellbar.

Woran könnte dies gelegen haben, oder ist dies keine Störung sondern im Zusammenhang mit der nicht ausgezogenen Senderantenne von 1 zu erklären.

Störung durch andere Modellflieger kann ausgeschlossen werden, da lediglich diese drei anwesend waren.
Wir haben wauch geprüft, ob wirklich die angegebenen Quarze für die Kanäle verwendet wurden.
 
Eine nicht ausgezogene Senderantenne neben 2(!) voll ausgezogenen (fast) Nachbarkanälen ist praktisch inexistent.
Ich bin fast sicher, dass im normalen Flugbetrieb (Piloten beieinander) kein Problem auftritt.
Gruss Jürgen
 
hallo Leute auch hier wieder ein gravierender Fehler welcher für die modelle tödlich sein kann

1 Nicht ausgezogene Antenne

Nicht nur das der Sender schaden nehmen kann sonder durch die fehlanpassung entstehen Stehende Wellen welche wiederum Oberwellen und Mantelwellen erzeugen welche undefinierbare Resonanzen ergeben.

2 Direkt einstrahlung in die 1 ZF Stufe des Empfängers ein erklärbares Phenomen welches im Nahbereich auftritt

3 der empfänger wird durch Direckteinstrahlung unempfindlich

So ist das ist kein Phenomen sondern erklärbare Physik also Antennen raus abstände einhalten und schon werden die probs weniger
 

Mefra

User
Hallo zusammen,

zunächst mal denke für Eure Hinweise :)

@Jürgen Heilig
die Abstände waren recht nah, die drei Sender und das Modell, dessen Motor eingelaufen wurde, standen teilweise in einem Kreis von ca. 5-8 m.

Hier habe ich noch eine Antwort, die mir Dieter Perkun geschrieben und gebeten hat, diese hier zu veröffentlichen:

Das von Ihnen geschilderte Phänomen ist völlig normal und für einen
HF-Menschen sofort einsichtig. Es handelt sich hier um einen
physikalischen Vorgang, der in der Fachsprache mit Intermodulation
bezeichnet wird. Kurz gesagt geschieht folgendes: an der nicht linearen
Eingangsstufe des Empfängers 1 (Kanal 75) erzeugen die Kanäle 72 und 69
genau die Frequenz des Kanales 75, allerdings mit sehr geringer
Leistung. Wenn nun der Sender mit Kanal 75 ausgeschaltet ist oder mit
erheblich geringerer Leistung strahlt, als die Sender auf Kanal 72 und
69, dann wird Empfänger 1 auf Kanal 75 gestört. Das ganze ergibt keine
Probleme, wenn alle Sender gleich stark strahlen. Darum sollen
grundsätzlich alle Piloten in einer losen Gruppe zusammen stehen und die
Antennen vollständig ausgezogen haben. So steht es in den meisten mir
bekannten Betriebsanleitungen unserer Fernsteuerhersteller.
Formelmäßig sieht das so aus:
Intermodulationsfrequenz F gleich F1 plus/minus F2 oder
Intermodulationsfrequenz F gleich 2xF1 plus/minus F2 oder
Intermodulationsfrequenz F gleich 2xF2 plus/minus F1 oder
Intermodulationsfrequenz F gleich 3xF1 plus/minus 2xF2 oder...
Das Spiel läßt sich beliebig fortsetzen, es werden theoretisch unendlich
viele neue Frequenzen erzeugt, allerdings mit sehr, sehr geringer
Leistung und auch nur an der nichtlinearen Eingangsstufe eines oder
mehrerer Empfänger und nicht "in der Luft".
Übrigens hat als einzige Fernsteuerfirma Multiplex schon vor längerer
Zeit auf diese Problematik hingewiesen unter dem Begriff "Scheinfrequenzen".

Sie können in die Formeln die Frequenz einsetzen oder den Kanal, was
einfacher ist. In Ihrem Fall ergibt sich aus 2xK72 minus K69 der Kanal
75. Gleichzeitig ergibt sich aus 2xK69 minus K72 der Kanal 66, der
ebenfalls gestört wird unter den Bedingungen, die Sie vorgefunden haben.
Prüfen Sie das mal nach, Sie werden es bestätigt finden.

Bitte veröffentlichen Sie diesen Beitrag in der entsprechenden Rubrik,
ich selber bin mangels Zeit und Gelegenheit dafür nicht so geeignet.

Viele Grüße,
Dieter Perkuhn
Fachreferent für Funk im DMFV
Nochmals Danke an Alle.
 
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