Störungsanalyse?

Hallo liebe Schwingkreiser,
Heute ist mit meiner FX 18 folgendes Problem aufgetreten:

Auf dem Nachbarkanal 71 (mein Kanal ist 70) hatte ein anderer Pilot des öfteren Ruderzucken, wenn er mit seinem Sender ein Stück weiter vom Modell entfernt war als ich. Am Boden, wenn er seinen Sender ganz ausschaltet, flatterten alle Ruder wie wild (Empfänger bei ihm übrigens DS 19 von Graupner). Dass es wirklich an meinem Sender lag, habe ich durch Aus- und Wiedereinschalten überprüft.
Also gut:
1. Habe ich meinen Senderquarz gewechselt auf 78
--> Störungen bleiben
2. Habe ich die Antenne gegen die eines anderen FX 18-Nutzers aum Platz getauscht
-->keine Störungen mehr
3. Habe ich wieder meine Antenne draufgeschraubt
-->ebenfalls keine Störungen mehr

Dass die Antenne selbst und die Schraube am Antennenfuß richtig fest sitzt hatte ich gleich mit zurest überprüft. Mir war es nämlich bereits früher einmal passiert, dass diese sich gelockert hatte (Bitte Klemm-Unterlegscheiben verwenden, werte Firma Robbe! :mad: ).
An meinem eigenen Modell habe ich zu keinem Zeitpunkt Störungen bemerkt. Allerdings habe ich auch den Schulze alpha 835-Empfänger eingebaut, der fehlerhafte Signale unterdrückt. Dummerweise habe ich nicht dessen Störungsanzeige abgelesen, während die Störungen am anderen Modell auftraten. Ein späterer Testflug, nachdem alles scheinbar wieder ging, ergab jedenfalls eine einwandfreie Signalqualität (kein Blinken) an meinem Modell.
Wir sind trotzdem den Rest des Tages getrennt geflogen - man hat halt plötzlich kein richtiges Vertrauen mehr in den Sender.

Woran könnte es also gelegen haben?

Friedmar Richter
 
Ein ähnliches problem habe ich auch gehabt. Habe den Sender an Robbe geschickt. Hier wurde die Hauptplatiene gewechselt und das HF-Teil abgestimmt. Wurde auf Garantie instand gesetzt.
Die neue Platine hat auf der Rückseite auch ein Abschirmblech erhallten. Ich werde die Anlage am Wochenende testen. Dann werde ich sehen ob alles in Ordnung ist. Gruß Rolf
 

Ulrich Horn

Moderator
Teammitglied
Das immerwährende Problem bei solchen Analysen ist, dass es kaum gelingt, wirklich nur einen Parameter zu ändern.
Friedmar, in Deinem Beispiel sieht es so aus, als wäre etwas an der Antenne schuld.
Aber:
1. Du hast den Quarz gewechselt.
2. Danach hast Du die Antenne gewechselt, und die Störungen waren weg.
3. ...
An welcher Stelle hast Du den Quarz wieder zurück gewechselt?

Manchmal ist es das öffnen oder schließen des Sendergehäuses, das herummachen an Kabeln oder Kontakten. Genauso bleibt die Frage, was Dein Kollege in der Zwischenzeit unternommen hat.
Im Prinzip kann es sogar daran gelegen haben, dass Du versehentlich Deine Antenne ursprünglich nicht richtig ausgezogen hattest.

Ich würde das mit dem "Vertrauen in den Sender" noch mal grundsätzlich überdenken. Wesentliche Betriebsparameter wie Feldstärke und Spektrum ändern sich bereits dramatisch, wenn der Pilot sich anders hinstellt oder den Sender anders anfaßt. Korrosion an Kontakten bei der HF fällt manchmal kaum auf, weil die Elemente kapazitiv koppeln.
Oft funktioniert es ja trotzdem - bis ein paar Dinge zusammen kommen.

Grüße, Ulrich Horn
 

axman

User
Hallo Friedmar,

klingt merkwürdig, war die zweite Antenne ebenfalls eine Originalantenne für die FX18 ? Oder hast Du z.B. eine Kurzantenne anstelle der normalen verwendet ?

In dem Fall wäre die erzeugte Feldstärke geringer und damit das Problem durchaus auch beim Empfänger zu suchen. Auch gute Empfänger gehen nach harten Landungen mal kaputt und ändern Ihre Eigenschaften.

Mich macht misstrauisch, dass auch bei grossem Kanalabstand diese Störungen auftreten. Also entweder hast Du einen kapitalen Fehler am Sender (Quarz defekt, Endstufe schwingt wild) oder der Empfänger hat ein Problem.

Ach ja, hat der Empfänger evtl. eine überlange Antenne ?? ( wird ja immer wieder mal gern empfohlen). Das Verhalten könnte auch dazu passen, da eine Übersteuerung des Empfängers damit eher auftritt. Doppelsuper mit einem breiten Filter in der ersten ZF haben das Problem, dass sie im Nahfeld die Vorstufe runteregeln, auch wenn das Signal von weitabliegenden Kanälen kommt. Anderenfalls übersteuern die Nachbarkanäle die Eingangsstufe. Moderne Doppelsuper haben ein sehr schmales Quarzfilter in der ersten Zwischenfrequenz und haben damit keine Probleme. Ich weiss nicht wie der DS19 an der Stelle aufgebaut ist.

Grüsse

Axel
 
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