Starkwindanfälligkeit bei Jetmodellen

Hallo Freunde,

heute Abend bin ich wohl knapp am Totalverlust meiner F-16 vorbeigeschrappt..:eek:

Ich hatte in der Vergangenheit schon festgestellt dass die bei nur leicht bockigem Wind auf der Längachse mächtig unruhig wird und ihr diesbezüglich einen guten ACT-Flächenkreisel auf Quer spendiert, der - bei moderatem Wind - dann auch für Ruhe sorgte, aber bei etwas kräftigeren Boen dann auch nicht mehr klar kam.

Heute Abend hatte ich dann diese Windverhältnisse , die einen Start gerade noch machbar erschienen lassen - in Boen vielleicht 2-3 bf, aber kurz nach dem Start kachelte es dermaßen los, dass die sträucher von den Boen flach auf den Boden gedrückt wurden - und ich in der Luft..... Das war ein einziger Kampf, hatte nicht mehr mit Spaß am fliegen zu tun sondern war nur der reinste Horror, das Flugzeug schaukelte sich wie eine schwangere Ente durch die Luft - um ausreichend Strömung an den Rudern zu haben, hielt ich mindestens 4-5 Kilo Schub, was einem Airspeed von ca. 200-220 Km/h entspricht.. Einmal querab zum Wind wurde meine F-16 dennoch um fast 80 Grad schlagartig nach rechts - fast schon in Messerlage geschleudert, und ich musste für eine gefühlte Ewigkeit voll gegendrücken um den Hobel wieder aufrecht zu stellen. Wenn mir das in einer Kurve passiert wäre und ich nicht sofort 1A erkannt hätte in welche Richtung die den Schlag bekommen hat, wäre es das unter Umständen gewesen - Landung direkt gegen den Wind war aufgrund der heftigen Boen nicht ohne, aber ging und ich erleichtert :D :D

Meine Frage ist jetzt die - diese F-16 ( von Graupner ist mein erster Jet )

Ist das Baumuster F-16 besonders empfindlich was den Flug bei stärkeren Winden angeht ? Was mir in erster Linie bei der auf den Nerv geht ist diese extreme Nervosität auf der Längsachse.

Sind dort andere Muster entspannter zu fliegen ? Falls ja, welche ?

Freue mich über eure Zeilen

Golo
 
generell gilt: Je schwerer das Modell, umsomehr WInd kann es ab, was anderes sind böige Ablösungen oder vom Gelände ausgelöste Verwirbelungen, da kann das schwerste Modell, je nach Auslegung (z.b. zwei Seitenleitwerke, hohe V-Form) ziemlich stark beeinflusst werden. Was wiegt denn deine F-16?

Andreas
 
Andreas Scholl schrieb:
generell gilt: Je schwerer das Modell, umsomehr WInd kann es ab, was anderes sind böige Ablösungen oder vom Gelände ausgelöste Verwirbelungen, da kann das schwerste Modell, je nach Auslegung (z.b. zwei Seitenleitwerke, hohe V-Form) ziemlich stark beeinflusst werden. Was wiegt denn deine F-16?

Andreas

Hallo Andreas,

von daher müsste meine Maschine eigentlich elegant wie ein Aal durch die Lüfte gleiten..denn die wiegt trocken,abflugfertig 10,6 Kilo...ist wie schon erwähnt eine "Jetoldtimer" von Graupner, auch wenn diese bei Graupner tatsächlich noch im Angebot ist....

http://shop.graupner.de/webuerp/servlet/AI?ARTN=6266

...was nach dem Vergleich dieses Modells mit anderen Anbietern wie zb. FEJ eigentlich nur als Unverschämtheit gelten kann, da die weder ein vernünftiges Ducting hat, noch eben sonderlich leicht ist.

Aber gut ich habe meine gebraucht für 700,- mit allen Rudermaschinen, Behotec C-36 ohne Turbine bekommen , das war o.k. :D

Was heute mit Sicherheit mächtig mit zugetragen hat waren die von Dir genannten "vom Gelände ausgelöste Verwirbelungen"...ein alter Vereinshase meinte genau dies auch nach dem Flug -

Was bleibt ist bei mir noch die Frage ob ein sagen wir New Rookie, Harpoon, oder zb. Velox XL ebenso heftig auf seitliche Scherwinde oder "vom Gelände ausgelöste Verwirbelungen" reagieren ?

Was meinst Du/Ihr ?

Ich finde die Windanfälligkeit meiner F-16 sowieso von Anfang an recht hoch...

Grüße

Golo

ps: Weisst Du/Ihr was mir dazu jetzt noch einfällt ? Ich fliege parallel noch so eine Schaumwaffel von Graupner ( Eurofighter ) - das Teil wiegt ich glaube gerade mal 800 Gramm oder so, und mit diesem Teile gehe ich bei jedem Wind mal für ein paar Akkus vor die Türe - der hat bei stärkstem Wind weitaus weniger Nervosität auf quer, als meine mehr als 10 mal so schwere F-16...

Irgenwie ist mir das ganz echt rätselhaft....
 
Auf einmal Sturm...

Auf einmal Sturm...

Hi!

Das habe ich vor 3 oder 4 Jahren in Herriden auf der Jet DM erlebt. Wertungsflug, beim Start schon erste Tropfen. Ich fragte die Punktrichter noch ob ich starten soll. 3 mal ja. Also Gas rein.
Nach der 2. Figur auf einmal STURM!!! und Platzregen. Alle haben sich verdrückt und ich stand mit meinem Helfer alleine da. Weit und breit niemand mehr.
War auch ein sehr schauckliger Anflug mit vollen 90° Seitenwind sicher 60km/h Wind. Der Hotti Stand mit Nase 45° zur Landebahn im Endanflug und beim aufsetzen. Das einzige was ich vermisst habe waren die Seitenruder.
Sonst war es irgendwie eine coole Erfahrung. Zum Glück hatte ich einen Wetterschutz um meine Fernsteuerung.

Grüße Kai
 
Torque schrieb:
Hi!

Der Hotti Stand mit Nase 45° zur Landebahn im Endanflug und beim aufsetzen. Das einzige was ich vermisst habe waren die Seitenruder.

Grüße Kai

Hi Kai,

da ich direkt gegen den Wind landen konnte war diese - abgesehen vom boenbedingt stufenweisen herunterkommen, und der damit verbundenen Gefahr des kurz übern Boden durchzusacken - unkritisch - Seitenruder braucht ich da keines.

Meine Frage ist ja vielmehr diese extreme Nervosität bei meiner auf dem Querruder ( Taileron ) - hattest Du dies mit deinem Modell ebenfalls ? Bei den Flugtagen auf denen ich war ( Jetpower etc. ) herrschten immer beste Wetterbedingungen, von daher habe ich da keine großartigen erfahrungswerte wie sich andere Jetmodelle bei stärkerem und vor allem bockigem, sprich boeigem Wind verhalten.

Ist da meine F-16 vom Muster her überdurchschnittlich empfindlich, oder ist dies bei allen mehr oder minder so ?

Freue mich auf entsprechende Antworten

Grüße

Golo
 
Ich bin letztens in Porz die Rafale bei guter Brise geflogen. Ich habe nix von deinen beschriebenen Anfälligkeiten bemerkt. Erst als ich bei der Landung nur gute 8 Meter gebraucht habe habe ich wahrgenommen das der Wind schon arg war :D:D:D

Ich hab auch nen Euro von Carson. Den fliegen einige von uns am Platz (in Staffel :D) Also wenn ich mit dem über den Platz heize mit 4S und Querwind hab dann drehts den auch schonmal um 90° :D Der wird auch gut bei Verwirbelungen durchgeschüttelt.

Gruß
Udo
 
Es gibt jetzt noch zwei Möglichkeiten:

1. Deine Nervosität war sehr, das Expo am Sender zu gering... ;-)
2. Deine Kreisel waren zu überempfindlich eingestellt.

Es gibt auch Wetterlagen, bei denen ich vom FLiegen abraten würde... ;-)

Andreas
 
Querruder

Querruder

Hi!

Also eine Hibbeligkeit um die Querruder konnt eich nicht feststellen.
Nur das man beim landen teilweise recht kräftig reinfassen mußte um die Horizontallage zu halten. Aber jetzt auch nicht schlimmer als bei einem anderen Modell.
Ich würde mich dem Andreas anschließen :D
Wobei man muß sagen in der Seitenansicht ist der Hotspot ja nicht so ein Kübel wie ne F16.

Grüße Kai
 
Ehrlich gesagt schwer von uns aus zu beurteilen. Man kann Prima bei einem gleichmäßigem Wind von 5 oder mehr entlang der Bahn leben, es geht sogar teilweise besser, wie schon genannt. Hast Du Crosswind, Boen oder Verwirbelungen, reicht schon wesentlich weniger Wind, um in Probleme zu geraten. Bei Crosswind spielt natürlich die seitliche Angriffsfläche eine Rolle (z.B. Doppelleitwerk, Rumpf) Also versprich Dir nicht zuviel.
 
Falsches Expo

Falsches Expo

oder querruder-expo in die falsche richtung programmiert + statt -.....ist mir mal passiert!

gruß
christian
 
Natürlich bauartabhängig

Natürlich bauartabhängig

Hi
habe selbst eine F18 und davor mit selber Turbine einen Boomerang geflogen, beide mit annähernd gleichem Gewicht. Wenn Du die beiden Modelle vergleichst hat die F18 geradezu Flügelstümmelchen. Durch die geringe Spannweite ist die F16 oder 18 in jeden Fall durch Ihre Bauweise wesentlich agiler und unruhiger. Hängt auch mit den bewegten Massen zusammen. Ein Modell mit schweren Flügel und großer Spannweite benötigt viel mehr Energie (z.B.) Wind um sich um die Längsachse zu drehen. Die Rollrate einer F18 ist extrem hoch gegenüber z.B. einer L39. Das liegt wie schon von Dir vermutet im Konzept jedes einzelnen Fliegers.

Gruß - Michael
 
Andreas Scholl schrieb:
Es gibt jetzt noch zwei Möglichkeiten:

1. Deine Nervosität war sehr, das Expo am Sender zu gering... ;-)
2. Deine Kreisel waren zu überempfindlich eingestellt.

Es gibt auch Wetterlagen, bei denen ich vom FLiegen abraten würde... ;-)

Andreas

Hi Andreas,

nene, Expo mit -40% passt gut - an normalen Tagen kann man die damit 1a duch die Kurven führen.. die Vervosität kam bei mir dann erst als die einmal um fast 90 Grad nach rechts weggehauen wurde - da bekam ich schon Muffe, und hab noch nen Tacken Gas reingeschoben um noch nen büschen mehr Anstömung an den Rudern zu haben...

Kreisel kann ich vom Sender aus regeln, war aber kein vernünftiges Ergebnis zu erzielen - sobald die anfingt zu zittern habe ich die Empfindlichkeit ein bisschen rausgenommen, viel mehr Ruhe kam dadurch nicht rein...
 
grisu schrieb:
oder querruder-expo in die falsche richtung programmiert + statt -.....ist mir mal passiert!

gruß
christian

christian, Gott bewahre nein, wäre mir doch schon am Boden bei Betrachtung der Ruderbewegung..spätestens jedoch in der Luft aufgefallen, stelle ich mir heavy vor, wenn man mehr Gefühl in der Neutrallage will und ne Ecke weniger bekommt....
 
Jetmichl schrieb:
Hi
habe selbst eine F18 und davor mit selber Turbine einen Boomerang geflogen, beide mit annähernd gleichem Gewicht. Wenn Du die beiden Modelle vergleichst hat die F18 geradezu Flügelstümmelchen. Durch die geringe Spannweite ist die F16 oder 18 in jeden Fall durch Ihre Bauweise wesentlich agiler und unruhiger. Hängt auch mit den bewegten Massen zusammen. Ein Modell mit schweren Flügel und großer Spannweite benötigt viel mehr Energie (z.B.) Wind um sich um die Längsachse zu drehen. Die Rollrate einer F18 ist extrem hoch gegenüber z.B. einer L39. Das liegt wie schon von Dir vermutet im Konzept jedes einzelnen Fliegers.

Gruß - Michael

Hi Michael, wenn es denn dann so ist, dass "Ein Modell mit schweren Flügel und großer Spannweite viel mehr Energie benötigt sich um die Längsachse zu drehen.." hättest Du jetzt hier für mich die Erklärung geliefert und somit den Vogel abgeschossen....

So ein Riesenapparat wie zb. ein Velox XL müsste mit seinen 2 Metern Spannweite dann doch diesbezüglich recht schmerzfrei sein..... aber :

Sonn Teil hat doch widerum auch viel mehr Angriffsfläche für Böen und Winde - gleicht sich dass nicht am Ende wieder aus, oder wäre so ein Großsegler mit Turbine wirklich ruhiger in der Luft ?
 
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