Starkwindsegel Graupner Butterfly

malu

User
Hallo,

weiß jetzt nicht ob ich in der falschen Rubrik bin, aber ich probier es einfach mal.

Suche für eine Graupner Butterfly ein Starkwindsegel oder ein Schnittmuster/Vorlage, damit ich eines anfertigen lassen kann.

Oder habt ihr Tipps wo man eines erwerben kann, bzw. eine Segelmacherei/Hersteller der das Schnittmuster lagernd hat.

Danke

mfg

Marcus
 
ich würde folgendermaßen vorgehen:
Fock und Groß verkleinern, dabei aber darauf achten, daß der Segeldruckpunkt sich nicht maßgeblich verschiebt (segeldruckpunkt ist gerechneter Flächenschwerpunkt der beiden Segel gemeinsam)
normalerweise hast Du ein Fock zu groß flächenverhältnis, das sollte auch noch gleich bleiben um das Segelverhalten nicht negativ zu beeinflussen.

das heißt es sollte relativ einfach sein vom bestehenden Rigg auf eine größe kleiner zu gehen und eventuell dann nochmal einmal kleiner...
Als anhaltspunkt: ich habe beim Mini40 die maximale Mastlänge pro wechselndes Rigg etwa 10% kleiner gemacht also zB 200cm -> 180cm -> 160 -> 140 (A->B->C->D)
dabei habe ich etwas überlappung der Segel bemerkt (also in einem Windfenster sind A bzw B rigg fast gleichwertig)

lG,
Eric
 
Starkwindsegel Graupner Butterfly

Starkwindsegel Graupner Butterfly

Hallo,

die beiden kleineren Zusatz-Großsegel sind einfach in der Höhe reduzierte Versionen des normalen Bausatz-Großsegels.
Also fast wie gerefft, aber im Gegensatz dazu haben alle drei Segel die gleiche Unterlieklänge.
Im Gegensatz zum 100% Groß haben die beiden kleineren durchgehende Segelllatten/Verstärkungen (was aber nicht unbedingt sein müsste).

Die Vorlieklängen der drei Segel betragen:

165 – 140 – 115 cm

Der für damalige Verhältnisse bereits recht breite, stark ausgerundete Segelkopf ist bei allen drei Segeln identisch gehalten.

IMG_0300.jpg IMG_0298.jpg

Die Segelmacherei Latsch hat damals die Segel für Graupner hergestellt und ist daher wahrscheinlich auch heute noch in der Lage, genau passende Segel im Stil der damaligen „Graupner“-Segel anbieten zu können.


Beim Butterfly-Swing-Rigg, bzw. der gedachten Auslegung ab Werk, wird nur das Großsegel im Rigg verkleinert, die Fock bleibt immer unverändert.
D.h. man braucht auch nur das eine Bausatz-Rigg und eben die beiden zusätzlichen Segel, um ein gutes Allroundpaket zu haben.
Zwei zusätzliche, fertig in sich aufgebaute Riggs, wie z.B. bei M oder RG65 üblich, sind hier nicht nötig, da man hier den typischen Swing-Rigg-Zeitvorteil mit sehr schnellen Riggwechseln noch kurz vor einem Regattalauf ohne Regattabetrieb ja nicht braucht.

Das Wechseln des Großsegels geht dabei recht schnell, ca. 2-3 min.: Weil die Großsegel in klassischer Art in eine Keep im Mast eingezogen befestigt sind, einfach unten den Vorliekstrecker abmachen, Schothorn aushaken und das Segel dann nach oben (!) rausziehen (dabei gleich schön aufrollen), neues von oben wieder einziehen, unten festmachen, fertig.

Meist mußte nicht mal irgendwas groß nachgetrimmt werden, weil die Segel die passenden Vorliekkurven haben und die Achterstagspannung wenn überhaupt ggfs. nur geringfügig nachjustiert werden musste. Selbst die Schothorneinstellung kann unverändert gelassen werden, ebenso die Fock.

Da das Swingrigg leider konzeptbedingt in sich ja auch recht sperrig ist, mag es immerhin so auch ein Vorteil für den Transport sein, das man die jeweils zwei nicht benutzten Großsegel platzsparend aufgerollt in der Papprolle transportieren kann (da die Segel gut genäht sind, vertragen sie das Aufrollen auch, im Gegensatz zu rein geklebten Versionen).
Eine insgesamt recht praktische Lösung, zumindest gegenüber einer Mitnahme/Anfertigung/Kosten von drei Riggs gesehen ,-)


Btw: Bei Einsatz des kleinen Großsegels kann man den Mittelrumpf bei einem einigermaßen leicht ausgerüsteten Modell durchaus zumindest Am Wind segelnd komplett raus zum Fliegen bringen, ohne das der Schwimmer vorher zu weit abtaucht und Purzelbaum droht. Bei den beiden größeren Segeln, speziell beim großen, bringt der jeweils höhere Segeldruckpunkt den Schwimmer leider über seine Grenzen, bevor der Mittelrumpf komplett rauskommt, da kommt es „nur“ zum Anheben. Leichteres Bauen/Ausrüsten hilft dem Modell in jedem Fall…
Und die kleine Flosse unten am Ruder nicht weglassen. Es reicht auch, sie nicht angestellt sondern waagerecht zu befestigen, aber nicht weglassen ,-))

Gruß
Thomas
 
Hier noch zur besseren Illustration und letztlich auch zur Doku (weil ich im www nach kurzem Stöbern nichts gefunden hab), ein gescanntes Bild mit dem kleinen ("Sturm-“ oder "Starkwind"- oder "C"-) Großsegel.

butterfly starkwindsegel.jpg

(Quelle: Manfred Gröning, ca. 1994)

Vom mittleren Großsegel habe ich selbst nix, aber da findet man im www was, z.B. gar nicht so weit weg:

http://www.rc-network.de/forum/showthread.php/164606-GRAUPNER-Butterfly-im-Wasser

,-))

Graupner hatte früher im Katalog die Segel recht informativ in Seitenansichten dargestellt, leider ist davon aber offenbar nichts ins www geraten.

Das wars auch, vielleicht wars hilfreich, ansonsten halt rein zur Dokumentation für Leute, die irgendwann auch mal danach was suchen. So ein paar Restexemplare von dem Tri gibt es ja noch.

Schönen Gruß
Thomas
 
Hallo Thomas,

die Butterfly von Posting #1# in dem Link von Dir war Deine.

Ich hatte sie vor vielen Jahren von Dir abgekauft und dann 2009 (wo bleibt die Zeit) an Haegar64 weiterverkauft.

Gruß

Peter
 
Hallo Thomas,

vielen Dank für Deine ausführlichen Ausführungen!

Hast mir sehr weitergeholfen!

Danke mfg

Marcus
 
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