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Startwagen für kleines Motormodell?

Ich habe eine kleine FW190 (Spw. 105cm) mit einem 8,5ccm Viertaktmotor drin (ich weiß, etwas groß für das Modell, war aber war schon vom Erbauer des Fliegers so vorgesehen, der SP passt damit). Das Problem ist, dass man (oder ich) das Modell so nicht werfen kann. Der Auspuff bläst einem ins Gesicht und der GFK- Rumpf ist schon ohne Ölgeschmiere nicht einfach zu halten, bzw. dann noch zu werfen. Das Modell auf dem Rücken werfen und ein Fahrwerks- Einbau, sowie E- Antrieb scheiden völlig aus. Daher möchte ich mir einen Startwagen bauen. Der muss natürlich zum Modell passen, die gängigen Teile für die Elektrosegler sind hier weniger geeignet, da sie recht hoch sind. Vielleicht hatte ja schon hier jemand ein ähnliches Problemchen. Könnt Ihr mal ein paar Bilder Eurer selbstgebauten Startwagen hier einstellen und berichten, wie das so klappt? Dann könnte ich und auch andere Mitleser was davon für sich ableiten. Wäre sehr nett..
 

mannikla

User
Hallo Dieter,
was wiegt den die FW? Die müsste doch, wenn es nicht gerade ein Bleiklotz ist, mit dem 8,5er unendlich senkrecht gehen?
Wenn dem so ist - am Rumpf vor dem Leitwerk halten, Vollgas und einen kleinen Schubs nach oben.
Hatte in meiner wilden Anfangszeit ( als die Augen auch kleine Flieger noch auf Entfernung erkannt haben... :) ) einen Robbe Rasant mit 6,5ccm OS SR. Der brauchte nicht mal einen Schubs. Einfach senkrecht noch oben halten, Vollgas und loslassen.
Gruss Klaus
 
Sie ist schwer, ca. 1500 Gramm. Rumpf vor dem Leitwerk halten geht nicht, da ist der Rumpf hinten zu empfindlich dafür. Wenn ich weiß, wie das Teil fliegt, dann kann ich das mit dem Werfen ja noch machen. Abe den Erstflug möchte ich doch lieber mit dem Startwagen machen.
Der Rasant ist einfach zu werfen, da der Rumpf recht schmal ist. Modelle dieser Art hatte und habe ich noch immer ein paar. Die sind nicht mit der FW zu vergleichen.
 
Die FW 190 habe ich übrigens hier in der Börse gekauft. Solche Modelle kann man ja normal problemlos werfen. Aber mit einem 8,5er Viertakter wird das nicht mehr so einfach, der Rumpf ist nicht einfach zu fassen und der Auspuff bläst einem in Richtung Gesicht...
Das Modell:
FW190 (1).jpg FW190 (2).jpg

Also habe ich mir heute mal einen Startwagen für die FW190 gebaut. Ein paar vorhandene Kieferleisten, etwas Sperrholz, eine Latte aus Fichtenholz, zwei Aluwinkel, Räder und ein paar Schrauben und Kleinteile ergeben den Startwagen. Das Modell liegt vorn am Anschlag an und im Heck wird der Rumpf von einem Holzdübel in Position gehalten. Der Draht des Spornfahrwerks ist recht flexibel, so sollte man dann auch mit dem Seitenruder die Richtung beim Rollen korrigieren können. Mit dem Draht des Sporns kann der Anstellwinkel des Wagens verändert werden, wenn nötig. Alle Halterungen fürs Modell sind geschraubt, so kann man das Gestell evtl. auch mal für ein anderes Modell verwenden (z.B. auch in die andere Richtung mit Bugrad).

Hier mal der Startwagen:

Startwagen (1).jpg Startwagen (4).jpg Startwagen (3).jpg

Der Wagen ist noch unbehandelt, ob ich das Teil lackiere oder so lasse, weiß ich noch nicht.
So liegt die FW190 nun auf dem Wagen, das sollte doch funktionieren...

auf dem Startwagen (2).jpg auf dem Startwagen (1).jpg
 

gerwi

User
Hallo,

sehr gute (Alternativ-)Idee - ich denke auch schon länger über sowas nach...aber für Segler (bei FES und anstatt EZFW). Ich werde am Ende eine Rumpfauflage/Halbspant (oder ein kleines Klett) einbauen und ein Scharnier, damit man ihn zusammenklappen kann, sowie den Anschlag hinter die Fronträder platzieren - wegen ev. Nicken. Und größere Räder...Bodenfreiheit des Prop!

VG Gerwald
 
Hallo Dieter,
ich habe neuerdings auch 2 so kleine beinlose Burschen im Einsatz. Die lassen sich zwar problemlos werfen, allerdings brauche ich dafür immer einen 2. Mann, und die meisten können das nicht. Für den geplanten Mini-2-Mot brauche ich dann sowieso etwas ähnliches.
Wie löst du das Problem des herumliegenden Startwagens bei der Landung? Nach Murphies Law trifft man den jedes Mal.

Bist du eigentlich schon so geflogen und gelandet? Was macht der 3-Blatt-Prop dabei? Landest du mit laufendem oder stehendem Motor?

Gruß Andreas
 
Hallo, zusammenklappbar ist eine gute Idee, mit zwei oder drei Scharnieren wäre das leicht machbar. Aber das Gestell für meine FW ist nicht besonders groß und nimmt auch nicht viel Platz ein. Ich hatte mir auch erst überlegt, die Räder weiter vorn zu platzieren, wollte sie aber dann doch ungefähr da, wo sie bei einem Modell auch wären.
Der Nachteil ist eines Startwagens ist tatsächlich, dass dieser dann nach dem Start auf der Bahn im Weg liegt. Der Plan ist ganz einfach: ich lande nicht da, wo der Wagen liegt. Unser Platz hat eine Startbahn von 255x20 Metern, das könnte also so funktionieren.
Probiert habe ich das Teil noch nicht, den Wagen habe ich ja erst am Sonntag gebaut. Das Modell ist auch noch nicht geflogen, deswegen wollte ich ja den Wagen. Wenn die kleine 190 gut startet und gut fliegt, kann ich auch mal einen Wurfstart riskieren. Der Motor wird vor der Landung dann selbstverständlich abgestellt- wenn alles gut geht und es zu einer normalen Landung kommt ;)
 

gerwi

User
murphy: da bei uns der Wind nie parallel zur Startbahn kommt, starte ich mit unserem großen Vereins-Wagen immer leicht quer. Das große, schwere Teil rollt meist ins "rough" weiter. Der kleine...?
Radstand FW: ich habe eine mit 1,4m von Kyosho...mit EZFW. Wegen des Radstands kommt es zum Kopfstand, wenn man beim Start nicht dosiert Gas gibt bzw. bei der Landung zu langsam ist/zu viel HR gibt. Weiter nach vorne geht wegen des Einziehens nicht. Aber in der Luft ein Traum!
Und: Probiere mal, ob sich Dein Dübel auch sicher löst...habe bei Flitschenstarts schon böse Überraschungen gesehen, wenn der hängen bleibt.

VG Gerwald
 
Hallo Dieter,
meiner Meinung nach sind die Anschläge vor der Nasenleiste viel zu hoch.
Ich glaube nicht das die Focke so frei kommt.
Ich würde die Anschläge kurz oberhalb des Profils der Nasenleiste enden lassen.
Wenn ich mit der Vermutung falsch liege lasse ich mich gerne eines besseren belehren.

Grüsse Lutz
 
Hallo, danke für die Hinweise. Einen Startwagen habe ich vorher noch nie benutzt (außer die Abwurffahrwerke bei meinen ehemaligen Me163). Die FW190 hatte ich auch schon mal größer (188cm u. 203cm Spw.). Start aus der Dreipunktlage war kein Problem. Natürlich muss man das Höhenruder gut "dosieren". Ich habe inzwischen auch mal Rollversuche im Garten gemacht und das funktioniert soweit ganz gut, auch Kurven, bzw. Richtungskorrekturen sind kein Problem. Lediglich deutliche Unebenheiten verursachen auch mit Einsatz des HR ab und zu ein deutliches Nicken nach vorn mit Bodenberührung (besonders bei niedriegerer Geschwindigkeit). Daher habe ich das Fahrwerk etwas nach vorn versetzt (ca. 2,5cm).
Ob die Anschläge zu hoch sind, wird sich zeigen. Ich denke, es müsste gehen. Und wenn nicht, sind die Anschläge auch am Platz schnell gekürzt. Das ist einfacher, als sie länger zu machen ;) Das Modell soll ja bei dem Gehoppel auf der Grasbahn auch bis zum Abheben im Anschlag des Wagens bleiben. Sind die Anschläge zu kurz, könnte das Modell zu früh vom Wagen "hüpfen"- so meine Überlegung.
Mittlerweile habe ich den Motor der FW ausgebaut, da ich ihn erst mal ordentlich einstellen musste. Ich habe ihn gebraucht gekauft und die Leerlaufnadel war komplett reingedreht. Leider gibt´s für den Thunder Tiger F-54S keine Grundeinstellung für die Leerlaufnadel zu finden (im Manual steht nur, wie die Werkseinstellung nach korrigiert). Und um das einzustellen, habe ich den Motor erst mal auf den Teststand geschraubt. Heute kommt er wieder ins Modell rein, denke ich.
Den Wagen und das Modell werde ich aber wohl frühestens nächste Woche testen, denn andere Sachen haben noch Vorrang.
 

Knut

User
Hallo,

sehr gute (Alternativ-)Idee - ich denke auch schon länger über sowas nach...aber für Segler (bei FES und anstatt EZFW). Ich werde am Ende eine Rumpfauflage/Halbspant (oder ein kleines Klett) einbauen und ein Scharnier, damit man ihn zusammenklappen kann, sowie den Anschlag hinter die Fronträder platzieren - wegen ev. Nicken. Und größere Räder...Bodenfreiheit des Prop!

VG Gerwald
Hallo Gerwald,

das schon mal gesehen?


Tschüß
Knut
 
Zuletzt bearbeitet:

Maistaucher

Vereinsmitglied, Offizieller 1. Avatarbeauftragter
Anschläge für die Nasenleiste zu kurz oder zu lang? 🤔

Die Herausforderung wird hier sein, die richtige Balance zu finden zwischen sicherem Halt - auch bei starkem Gehoppel auf einer Graspiste - und sicherem Abheben, also Herauslösen aus dem Anschlag bei gewolltem Start.

Die Startwagen bei großen Seglern haben natürlich den Vorteil, dass wegen der Größe auch die Räder größer sind und der Flieger durch sein höheres Gewicht satter aufliegt.

Aber schaunmermal, drücke dir die Daumen.
 

gerwi

User
Hallo Gerwald,

das schon mal gesehen?


Tschüß
Knut
Danke Knut!
 
Heute habe ich den Wagen getestet und er funktioniert genau so, wie ich mir das vorgestellt habe. Das Anlassen des Motors erfolgt bereits mit dem Modell auf dem Startwagen. Das Modell lässt sich dann am Boden gut steuerbar rollen und der Flieger startet locker aus dem Wagen raus. So passt das.
Die kleine FW190 war schnell in der Luft, aber auch leider sehr schwanzlastig (ich hatte keine SP- Angabe zum Modell, dachte aber eher doch auf der kopflastigen Seite zu sein- so kann man sich täuschen) und ich hatte zu kämpfen, das Modell noch einigermaßen heil runter zu bekommen. Im weichen Acker hielten sich die Schäden dann in Grenzen (harmlos). SP also dann für´s nächste mal weiter vor. Ach ja, der Dreiblatt- Prop hat die "Außen-Sicherheits-Stecklandung" natürlich nicht überstanden...ein neuer muss her.
Egal, hier geht´s ja um den Wagen. Ich habe dem Wagen übrigens hinten noch mit etwas Blei (ca. 60 Gramm) beschwert- so bleibt er besser unten und hoppelt auch etwas weniger. Hier ein kurzer Clip des Tests (die Film- Qualität ist nicht so gut, aber man kann´s erkennen)

 
Hallo Dieter,
wie hast du denn das Spornrad ausgeführt? Als frei drehende Schwinge, starr, oder seitlich gefedert. Auf dem Video sah man sehr gute Lenkbarkeit. Es war allerding auch kaum Wind.
Gruß Andreas
 
Hallo Andreas, der Sporn ist starr befestigt. Ich habe ihn aus 1,5mm Stahldraht gemacht und er ist gerade lang genug, um auch etwas seitlich federn zu können. Der Draht ist am vorderen Ende rechtwinklig nach oben gebogen und in einer Bohrung im Sperrholz eingesetzt, eine Kunststofflasche hält das in Position. Das reicht, um damit lenken zu können. Es war die einfachste Lösung. Hätte es nicht zum Lenken gereicht, dann hätte ich die Kunststoff- Lasche so befestigt, dass der Draht darunter frei beweglich ist (einfach mit dem Unterlegen von Beilagscheiben). Die Schrauben wären dann auch der Anschlag für den Sporndraht und der Drehpunkt wäre dann ganz vorn am abgewinkelten Teil.
Ein wenig Wind war schon am Testtag, aber nicht so viel. Bei starkem Wind fliegt man mit solchen Modellen ja eigentlich auch nicht.
Hier noch mal ein Bild des Sporns:

Startwagen Sporn (3).jpg
 
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