Strom messen

Ich hab leider Null Ahnung von der Elektrik/Elektronik - das muss ich voraus schicken.
Ich will messen, welchen Strom ich brauche, um Widerstandsdrähte mit verschiedenen Durchmessern zum Glühen zu bringen. Als Stromuelle dient eine 12V-Bleibatterie.
Klemme ich jetzt den Widerstandsdraht per Kabel an die Batterie und schleife ich mei 08/15-Vielfachmessgerät zwischen Batterie und anderes Ende des Drahtes ein? Und auf welche Einstellung muss ich das Messgerät stellen? Bei der Amperemeter-Einstellung habe ich die Möglichkeiten 200 und 2000 my, 20 und 200m. Dann gibt es noch eine Einstellung 10A. Hat die auch was damit zu tun?
Hintergrund ist, dass mir ein Kollege eine Schaltung bauen will, mit der ich den Strom auf den jeweiligen Draht einstellen kann. Er muss nur wissen, in welchem Bereich sich die Stromstärke bewegt. Und in meinem jugendlichen Leichtsinn habe ich gesagt, dass ich das messen kann.
Beim ersten Versuch habe ich den Aufbau wie Oben beschrieben gemacht. Das Gerät auf 20m eingestellt und dann eine 8.666.. abgelesen. Dann habe ich den Zündschalter gedrückt - und das Messgerät war tod.

Bitte um Hilfe (Hab noch so ein Billig-Messgerät)
 

Marcus M

User
Ich versuche es einfach zu halten...
Der Strom berechnet sich folgendermasen:

Strom = Spannung:Widerstand

Also bei einem Widerstand mit 6 Ohm bei 12 V sind das 2 A.

Entweder weist du welchen widerstand dein Draht hat, oder du misst es mit deinem 0815 Multimeter. Für eine grobe Einschätzung des Stromes reicht die Messgenaugkeit.

Gruß

Marcus

[ 06. Februar 2005, 22:07: Beitrag editiert von: Marcus M ]
 

Marcus M

User
Achja leiber mal nen Messberreich zu groß wählen, wenn der abgelesene Wert dann unterhalb dem Maximalwert des nächst kleineren Messbereiches liegt, kannst ja immernoch umschalten.

Gruß

Marcus
 

Otti

User
Original erstellt von Engelbert Hanisch:
auf welche Einstellung muss ich das Messgerät stellen? Bei der Amperemeter-Einstellung habe ich die Möglichkeiten 200 und 2000 my, 20 und 200m. Dann gibt es noch eine Einstellung 10A. Hat die auch was damit zu tun?
Um Drähte zum Glühen zu bringen sind normalerweise schon Ströme im Bereich von einigen Ampere nötig, also auf jeden Fall im 10A-Bereich messen. Meist besitzt das Meßgerät für den 10A-Bereich eine extra Buchse für die Plus-Meßleitung.


Das Gerät auf 20m eingestellt und dann eine 8.666.. abgelesen. Dann habe ich den Zündschalter gedrückt - und das Messgerät war tod.

Bitte um Hilfe (Hab noch so ein Billig-Messgerät)
Der Meßbereich war viel zu klein eingestellt (s.o.), aber vermutlich ist das Meßgerät nicht kaputt, sondern nur eine Sicherung darin durchgebrannt. Im Allgemeinen sind auch bei preiswerten Meßgeräten die kleinen Strombereiche durch eine Schmelzsicherung geschützt, der 10A-Bereich aber nicht! Also aufpassen: wenn der Strom die 10A deutlich überschreiten könnte, kann das zur Beschädigung des Meßgeräts führen.

Gruß,

Otti
 

X-Wing

User
@Otti:

Kann, muss aber nicht ! Ich hab schon mit meinem (ebenfalls 0815) Messgerät bis jetzt max. 18 A gemessen, das aber nur kurz.

Allgemein sind diese billigen Messgeräte rel. robust, mechanisch wie elektrisch (schon mehrfach unfreiwillig ausprobiert :rolleyes: :D )

Und zum Thema Strom : Mit dem 10 A Messbereich und der dementsprechenden Buchse müsste es eigentlich gehen. Wenn nicht, dann war vermutlich der Strom zu groß und das Messgerät zu "klein".

Um den (relativ) genauen Strom zu ermitteln kommt man zumindest bei Glühdräten nicht herum.
 
Hallo Jungs
Mit Eurer Hilfe hat´s geklappt.
Zuerst mal habe ich die durchgebrannte 2A-Sicherung ersetzt. Hatte zwar nur eine 2,5A, aber ich denke, die Kiste wird´s überstehen, weil ich sie eigentlich nur als Durchgangsprüfer benutze. Das jetzt war nur eine Ausnahme.
Dann im 10A-Bereich eingesteckt und etliche Versuche mit unterschiedlichen Drähten gefahren. Der Strom lag zwischen rund 3 und knapp über 8 Ampere.
Jetzt hab ich wenigstens ein paar Daaten, mit denen der Kollege hoffentlich was anzufangen weiss.
Danke
 

Bernd Langner

Moderator
Teammitglied
Hallo !
Vermutlich willst du Styropor schneiden.
Habe in der Richtung schon einige Schaltungen
getestet.Ich nehme einen Trafo ca 24V(oder niedriger kommt auf die Länge des Drahtes an)
und schalte im Eingang einen Dimmer für Induktive
Lasten an. Am Ausgang des Trafos habe ich nun Stufenlos 0-24 Volt zur Verfügung.

MFg Bernd.
 
Neee, Bernd

Für´s Styro hab ich mein Gerät. Ich will wirklich durchglühen, um die Raketenmotore für meine Wettbewerbsflieger zu zünden (Habe den T2-Schein). Aber weil die Düsenkanäle bei konkurrenzfähigen Motoren immer enger werden, müssen auch die Zünder im Querschnitt immer dünner werden. Und da habe ich mit meinem Startgerät mit einfach 12V aus nem Bleiakku Probleme.
Die Zünder brennen "unterwegs" durch, ohne an der Spitze den Motor zu zünden. Und da will ich den Strom mit der Schaltung von dem Kollegen anpassen.
 
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