Strommessung im Netzgerät

hattl

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Hallo Leute,

könnt ihr einem Elektroniklaien wie mir etwas auf die Sprünge helfen?

An meinem Netzgerät (12/13,8V und 20A) interssierte mich der Stromverbrauch der angeschlossenen 12V Schnelllader. Also zu Conrad Electronic geeilt und dort ein LCD Panelmeter (Beckmann EX 2076) gekauft und auf Empfehlung des freundlichen verkäufers einen Shunt um den Messbereich des Meters hinaufzusetzen.

Zu Hause die Sachen gemäß beiliegender Anleitung ins Netzgerät eingelötet - und vom Ergebnis enttäuscht: ein 8Zeller wird lt Disply am Ladegerät mit ca 4,5A geladen, ein vor den Lader geschaltetes Multimeter samt Strommesskabel
zeigt ca 4A (ich weiß die Dinger sind nicht sehr genau - genügen aber meinen Anforderungen) und der neu eingebaute Panelmeter zeigt nur ca 2,4 ???

Was kann da schieflaufen?

Grüße, hattl
 
Hallo Hattl,

ein paar mehr Daten musst du schon rüberwachsen lassen. Das Lesen aus dem Kaffeesatz funktioniert leider noch nicht.

Um welches LCD-Modul handelt es sich. Welcher Shunt wurde dazuverkauft? (R) Wie hast du das ganze im Netzteil angeschlossen? Um welches Netzteil handelt es sich? (Schaltnetzteil / Trafo / Restwelligkeit bei Belastung)

Gruss Chris
 

hattl

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Hallo Chriss,

danke für die angebotene Hilfe, also hier die fehlenden Daten:

Panelmeter Beckmann und Egle EX 2076, Messbereich 1,999A Auflösung 1mA Eingangswiderstand 0,1 Ohm

Shunt 0,01 Ohm

Schaltnetzteil 13,8V DC 20A Dauerstrom Lastausregelung max 75mV Restwelligkeit <12mVeff

Montage: Shunt vor negativem Ausgang eingelötet, 3 Kabel vom Panelmeter: schwarz vor Shung, gelb nach Shunt, rot zum positiven Ausgang.

Hoffe damit könnt ihr was anfangen!

THX, hattl

[ 07. Januar 2005, 20:42: Beitrag editiert von: hattl ]
 
Hallo Hattl,

lass mich mal ein paar Bemerkungen zu Deinem Meßaufbau machen:

Stromanzeige: Die vom Ladegerät an den Akku abgegebene Leistung (Akku-Spannung mal Strom) muß von Deinem Netzgerät geliefert werden (13,8V mal Strom), zuzüglich der Eigenverluste des Laders. Die Stromanzeige an Deinem Lader ist der Akkustrom - die Höhe des vom Netzgerät zu liefernden Stromes berechnet sich dabei aus o.g. Verhältnissen und kann größer oder auch kleiner als der Akkustrom sein, je nach Zellenzahl.

Welligkeit des Stromes: Der vom Lader aufgenommene Strom ist je nach Konstruktion des Laders (Aufwärts- und/oder Abwärtswandler) sehr stark "zerhackt". Genau messen kann man diesen Strom nur mit einem Meßgerät, welches auch die Kurvenform berücksichtigt (true RMS), Dein Meßgerät wird aber mit Sicherheit von einem Gleichstrom ausgehen und bei einer Welligkeit des Stromes mehr oder weniger stark danebenliegen.

Zum Shunt: wenn Du den 0,01Ohm Shunt parallel zu Deinem 0,1Ohm Meßgerät hängst, hast Du einen resulierenden Widerstand von 0,009Ohm. Dein Meßgerät wird also bei 10A nur 9A anzeigen. Du mußt deshalb den eingebauten 0,1Ohm Shunt abklemmen oder auslöten.

Zur Verschaltung: das Anschlußschema des Meßgerätes zeigt vier Leitungen, hast Du die schwarze Leitung denn nicht angeschlossen?

Gruß,
Peter
 

hattl

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Hallo Peter,

danke für deine Erläuterungen - die für mich sehr wertvoll sind da ich wie schon oben erwähnt Elektroniklaie bin.

Zunächst zum Panelmeter und zur von dir verlinkten Intallationsanleitung: ich habe anscheinend ein älteres Modell erstanden bei dem nur die von mir erwähnten 3 Kabel vorhanden waren - ein blaues war nicht dabei!

Dass der Strom den das Display des Laders anzeigt nur den an den Akku abgegebenen Ladestrom nennt und dieser nicht mit dem Strom ident ist der vom Lader dem Netzteil abverlangt wird leuchtet mir ein.

Allerdings zeigte ein vor den Lader geschaltetes Strommesskabel dem ich von früheren Messungen im Großenn und Ganzen traue (Überprüfung der Ergebnisse aus der Geck´schen Elektroflugsoftware) einen in etwa doppelt so hohen Strom an wie das neu eingebaute Panelmeter - und da komm ich nicht mit. An diesem krass divergenten Ergebnis wird auch das Entfernen des eingebauten Shunts nicht viel ändern. Aber ich werds auf jeden Fall versuchen!

Habe jedenfalls heute auch mit den Conrad Leuten telefoniert und man hat mir geraten doch mit dem Gerät bei ihnen vorbeizukommen und sie werden sich die Sache anschaun.

Nochmals danke und Grüße,
Gerhard

[ 08. Januar 2005, 19:41: Beitrag editiert von: hattl ]
 
Hallo Hattl,

leider muss ich dir sagen, dass der Verkäufer beim Conrad dich nicht gut beraten hat. Besser wäre es gewesen, wenn er dir einen 0,01 Ohm Shunt Widerstand und ein LCD-Modul zur Spannungsmessung (199mV Messbereich z.B aus der DPM9xx Serie)) dazu verkauft hätte. Den Shunt in Reihe zum Minuspol und mit dem LCD Modul die Spannung am Shunt messen. Bei einer Anzeige von 100mV würden dann 10A Strom fließen.

Ansonsten kannst du nur versuchen den interen Shunt im Messgerät durch den 0,01Ohm auszutauschen.

Gruss Chris
 

hattl

User
Ja danke Chris, den Eindruck habe ich mittlerweile auch!
Wie auch immer ein elektronikfähiger Freund hat sich die Chose angeschaut und wir haben dann den integrierten Shunt ausgebaut (wie ja hier auch schon vorgeschlagen wurde) und jetzt stimmt die Anzeige einigermaßen - mir genügt es so!

Grüße,
Gerhard

[ 13. Januar 2005, 08:13: Beitrag editiert von: hattl ]
 
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