Stromversorgung RC-Anlage

mänje

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Hallo Leute

Ich bin am überlegen wie ich die Stromversorgung einrichten soll.
Ich hab jetzt in einer Zeitschrift gelesen daß beim Betrieb einer 2,4Ghz Anlage Ströme bis zu 12Amp. gezogen werden was für einen Eneloop doch etwas viel zu sein scheint.
Das Problem soll darin liegen daß bei so hohen Strömen die Spannung derart abfallen kann daß der Empf. neu resettet was zum kurzzeitigen Ausfall der Steuerbarkeit führen könnte.
Dort wurde ausgetestet daß ein 2zelliger Lipo die stabilste Stromversorgung liefert, also die hohen STröme am besten weg steckt.

Ich frage Euch also - wie sind Eure Erfahrungen in der Hinsicht.
Da 2zellige Lipos eine zu hohe Spannung haben muß ein entsprechender Baustein zwischengeschaltet werden (fällt mir zum verrecken nicht ein wie so'n Ding heißt) welcher dieser Bausteine ist denn empfehlenswert?

Danke schon mal für Eure Hilfe
 
Hallo Dieter,

das hängt wohl sehr vom 2,4GHz System ab. IFS von Graupner ist das wohl am anspruchsvollsten.

Allerdings hängen die Ströme keinesfalls von 2,4GHz ab, sondern von der Zahl und Art der Servos. In meinen kleinen Scalefliegern (6 Servos) schaffe ich es kaum über 500mA zu kommen. 12A erscheint mir sehr, sehr hoch. Das muss dann schon eine riesige Kunstflugmaschine mit vielen Digitalservos sein (z.B. drei Stück hintereinander auf Seite).

Pauschal kann man also nichts sagen. Es hängt vom Modell ab und nicht vom 2,4GHz. 2,4GHz ist (je nach Typ) insofern kritisch, als bei einem Abfall der Spannung unter eine vom verwendeten System abhängige Schwelle das System (kleiner Computer) neu bootet. Die meisten 2,4GHz Systeme sind da wohl kaum anspruchsvoller, als die alte 35MHz Technik.

Der Baustein ist ein UBEC, das es mittlerweile z.B. auch von Graupner und robbe gibt (und von vielen Herstellern mehr). Es ist ein Spannungswandler, der die Spannung oberhalb von z.B. 5,5V entweder in Wärme umwandelt oder - bei getakteten Systemen (switched BEC) - weitgehend verlustfrei arbeitet. BEC ist heute in den meisten Reglern für E-Motoren vorhanden.
 
Hallo Dieter,
die Stromaufnahme einer RC-Anlage ist nicht unbedingt abhängig von deren Übertragungsfrequenz (35Mhz oder 2.4Ghz ist völlig egal).

Prinzipiell ist einmal wichtig, was es für ein Modell ist. Modelle mit drei Servos PRO Querruder oder ähnliches verlangen natürlich auch die dementsprechende Auslegung der Spannungsversorgung. Und hierzu gehört auch die richtige Dimensionierung der Kabel (mit einem 0,5qmm Kabel am Akku wird man nicht weit kommen)

Um auf deine Frage überhaupt einigermaßen sinnig antworten zu können, brauchen wir scho mehr Infos (Modell?, Anzahl Servos?, Digital oder Analog? usw.) Richtig ist aber meist, dass LiXX-Akkus die stabilere Spannung unter Last bieten!

Übrigens: das "Ding", das du suchst, heißt Spannungsregler. Er macht nichts anderes, als die 7,4V vom Lipo auf die 6V bzw. 5V der Anlage zu reduzieren. Und ja, das ist absolut notwendig, wenn deine Komponenten keine 2S-Lipo vertragen!

[Edit] Alex war schneller ;)

Gruß
 
Hallo...

also ich fliege mit Jeti Duplex, und hab jetzt zur überwachung der Stromversorgung einen Stromsensor in meinen Segler eingebaut (4.5m spw)
dort sind auf quer, wölb und höhe digitale servos, dann noch seite und störklappen analog, alles eher von der stärkeren sorte.
wenn ich nun wild die knüppel herumrühre (8 servos gleichzeitig) zeigt mir der sensor maximal 2.5 Ampere an. schon klar das im Flug höhere ruderdrücke herrschen und somit auch der strom steigt, aber im flug rühre ich auch nicht so dermassen mit den knüppeln! :D

Gruss Mathias
 
Hallo,

kleine Zusammmenfassung:

  • Der maximale Strom und die Stromaufnahme ist nicht von der Übertragungsfrequenz, aber sehr wohl vom Empfängertyp und wie er die Servos ansteuert abhängig
  • Alle Sensoren (Jeti, Unilog...) bilden einen Durschnitt bzw. haben nur eine begrenzte Samplingrate; durch ihre Art zu Messen werden die ganz kurzen Peaks nicht erfasst
  • Im Flug treten durchaus hohe Ströme auf; ich selbst habe in einem F3B-Modell miot 6 Digiservos mit dem Unilog schon Ströme über 4A gemessen, der Peak war sicherlich deutlich höher (siehe oben)
  • Blockierstrom der Servos messen, zusammenaddieren ergibt einen Anhaltspunkt, wie hoch der Strom maximale werden kann; verträgt dass die Installation ohne dass die Spannung am Empfänger zu wiet abfällt ist amn auf der sicheren Seite
  • Weniger kann gutgehen, muss aber nicht

Hans
 
Hi!


Es ist ein weit verbreiteter Irrtum, dass alles 2,4GHz Equipment besonders hohe Anforderungen an die Spannungsversorgung stellt. Dieser Irrtum wird vor allem von Herstellern und Benutzern besonders anspruchsvoller Systeme verbreitet, damit ihr System gegenüber anderen nicht so schlecht darsteht, wie es ist.
Dies ist nur bei einzelnen Systemen der Fall:
Spektrum und XPS haben zum einen eine besonders hohe Reboot-Spannung, zum anderen sind es die einzigen Systeme, welche die Servosignale synchronisieren.
Während normalerweise bei PPM und PCM die Servos nacheinander angesteuert werden, steuern diese beiden Systeme alle Servos gleichzeitig an.
Und jetzt schau mal hier:
http://homepages.paradise.net.nz/bhabbott/Servo.html
Da kannst du erkennen, was für Stromspitzen die Servos ziehen.
Wenn jetzt alle Stromspitzen der Servos zeitgleich erfolgen, ist es klar, das die Versorgungsspannung weiter einbricht, als wenn die Ansteuerung kaskadiert erfolgt.

Bei den besseren Systemen, wie z.B. Airtronics, Fasst, oder Jeti, hat man eine Rebootspannung von (teilweise weit) unter 3V. In diesem Bereich laufen die Servos fast nicht mehr, ziehen deswegen auch nur noch wenig Strom, wodurch ein noch tieferer Spannungsabfall, und somit ein Reboot, vermieden wird.
Zudem steuern diese Systeme die Servos zeitversetzt an, weshalb es erst gar nicht zu einer hohen Belastung, und somit zu keinem hohen Spannungsabfall, kommt.

Man kann also bei diesen Systemen in aller Ruhe die bewährte Stromversorgung beibehalten, und alles funktioniert.

Ciao,

Julez
 
Ich hab folgende Komponeten im Treiben

Fx-40
R6008HS
4 Hitec 82MG in den Fläschen
2 Hitec 85MG für's V-Leitwerk
Poly-Tek Motor Brushless Innenläufer mit 4,4-1 Getriebe (soll so um die 50A ziehen)
Poly-Tek Regler mit 3A BEC, ich trau aber dem BEC der Regler nicht so wirklich.

Modell ist der BigExcel von Simprop


In dem Bericht den ich gelesen habe stand drin daß bei Fasst bis zu 6 Servos gleichzeitig angesteuert werden was zu diesen hohen Strömen und damit verbundenem Spannungseinbruch führen kann.
Der Autor hatte in einer Versuchsreihe mit verschiedenen Akkutypen festgestellt daß ein 2zelliger Lipo mit Spannungsregler diese Spitzenströme am besten verkraftet (bei 10A Abfall von 6 auf 5,2V)
Danach kam ein neuer NiCa von Sanjo der von 5,6 auf 4,12V einbrach.
Als dritter getesteter Akku kam ein NiCa zum Einsatz der schon etwas älter war, der gab von 5,5 auf 3,76V nach was zu einem Reset des Empf. geführt hätte.
Dabei wurden verschiedene Fasst und auch Graupner Empf. getestet.

Mir geht es auch irgendwie darum daß ich mich mit irgendwelcher Elektronik etwas schwer tue.
Beim BEC des Motorreglers bin ich unsicher was passiert wenn der Regler mal abraucht, was ja nicht sooo selten der Fall ist - ist dann auch die Stromversorung der Anlage im Eimer und ich kann meinem Modell u.U. tschüß sagen wenn es nicht mehr steuerbar davonfliegt.
2zellige Lipo's in Verbindung mit nem Spannungsregler haben im Prinzip das gleiche Problem - was ist wenn der Spannungsregler die Grätsche macht.
Daß ein Akku einfach so das zeitliche segnet ist hingegen recht selten, zumindest wenn er am Ladegerät keine Auffälligkeiten gezeigt hat.
Ich hab in der Sache die Einstellung - je mehr Technik im Spiel ist um so mehr mögliche Störungsquellen gibt es.
Mir wäre die Variante - Akku an den Empf. gestöpselt und fertig iss die Sache eigentlich das Liebste, denn dann ist da nix dazwischen was kaputt gehen könnte.
Ich frage mich aber nach diesem Test, ob so ein NiCa oder NIMh Akku den Strömen gewachsen ist, was wenn dem nicht so sein sollte auch wieder zu Problemen führen könnte.

Der Autor schreibt resümierend daß man darauf achten sollte daß der eingesetzte Akku einen möglichst geringen Widerstand aufweist, sodaß man eine, wie Er schreibt, "harte Stromquelle" hat, die nicht bei hohen Strömen einknickt.

Eigentlich hatte ich einen 4AA-zelligen Eneloop mit 2000mAh vorgesehn, aber mein Graupner Ultra Duo Plus 50 Lader bescheinigt diesem Akkupack (nagelneu) einen Innerwiderstand von 252Ohm, also eher nicht geeignet, im Gegensatz dazu hat mein 2zelliger Lipo nur 22Ohm bräuchte aber nen Spannungswandler.

Irgendwie nicht einfach das Thema, man muß ziemlich aufpassen daß man sich nicht irgendwann nur noch im Kreis dreht weil man ballaballa in der Rübe ist :D :rolleyes:

Naja, ich hab ja hier ein paar Leute anhand die sich offensichtlich mit dem Thema auskennen - an der Stelle schon mal schönen Dank für Eure Hilfe:)
 
Zuletzt bearbeitet:
Als dritter getesteter Akku kam ein NiCa zum Einsatz der schon etwas älter war, der gab von 5,5 auf 3,76V nach was zu einem Reset des Empf. geführt hätte.

Ich frag mich was der da zusammengemessen haben will.

Fasst Empfänger resetten erst bei weniger als 2,8V.

Der Konsens aller Fasst Benutzer ist, dass bisher eingesetztes Stromversorgungs-Equipment auch weiterhin funktioniert.
 
Hallo Dieter,

das, was Dir am liebsten ist (Akku mit niedrigem Innenwiderstand direkt am Empfänger), mache ich seit Jahr und Tag. Allerdings muss es dann (auf jeden Fall bei mir) ein NiCADMIUM mit SINTERelektroden(!) entsprechender Kapazität (mindestens Sanyo RC 1600, d.h. z.B. keine KR-Zellen) sein. Auch ich stehe auf dem Standpunkt, daß ein gepflegter, d.h. überwachter, Akku immer noch eine sichere Lösung ist. Dazu teste ich meine Akkus in Abständen und sehe mir die Entlade-Ladekurven am PC an.

Ein "Einbruch" eines Sanyo Nicad von 5,6(!) V auf 4,12 V ist mir äußerst suspekt??!! Wie war das gemessen? Was für eine Akkutype?
Weiter kann ich im Moment kaum glauben, daß bezüglich (negativer) SpannungsSPITZEN eine wie auch immer gestaltete Regelelektronik besser als ein hochstromfester Akku sein soll?!

Das wüsste ich gerne genauer...
Inzwischen verbleibe ich mit dem alten E-Technik-Kalauer, der da lautet: "Wer Mist mißt, mißt Mist".

Gruß
Herbert
 
Tja Jürgen, was soll ich Dir jetzt sagen.
Bei meinem Ultra DuoPlus 50 - Lader steht das so im Display, mehr kann ich nicht dazu verklickern.
Bin leider nicht so der Supermann in sachen Stromzeugs als daß ich das deuten könnte.

Herbert, welche Zellen verwendest Du genau - wie ist die genaue Bezeichnung.
Sind das Sub-C Zellen oder kleiner/leichter.

Wär auch schön wenn Du mir verklickern könntest wo man NiCa noch beziehen kann, also wo Du Deine Zellen kaufst.

Danke schon mal
 
Bisher kannte ich nur den Batman der böse Jungs verklobbt:D

Danke für den Tipp, werd mal mit dem reden.
 
h.eberbach schrieb:
Ein "Einbruch" eines Sanyo Nicad von 5,6(!) V auf 4,12 V ist mir äußerst suspekt??!! Wie war das gemessen? Was für eine Akkutype?
Weiter kann ich im Moment kaum glauben, daß bezüglich (negativer) SpannungsSPITZEN eine wie auch immer gestaltete Regelelektronik besser als ein hochstromfester Akku sein soll?!

Das wüsste ich gerne genauer...
Inzwischen verbleibe ich mit dem alten E-Technik-Kalauer, der da lautet: "Wer Mist mißt, mißt Mist".

Gruß
Herbert

Hallo Herbert,

mir ist es nicht suspekt. Nehme am besten einen ~2Ah 4-5S NiMh Akku und hänge einen 12V50W Kaltlichtreflektor ran(siehe Abbildung).

..und nun zum Thema ..meine Meinung dazu ;)

Den Ausführungen von Hans ist kaum etwas zuzufügen, danke Hans.
Wie schon erwähnt wurde, ist der Laststrom eher von Komponenten wie Servos als von dem Empfänger abhängig. Verwendet man prozessorabhängige Empfänger, egal ob 27/35/40Mhz oder 2,4Ghz, besteht ein erhöhtes Risiko einer Störung.

Wie war das noch mal mit Funkstörungen? Einige Servos haben einen Blockierstrom jenseits von 3A. Bei 3-4 solcher Servos kann unter bestimmten Voraussetzungen der Laststrom 10A und mehr erreichen. Bei einer nicht stabilisierten Empfängerspannungsversorung dürfte das böse enden. Da dürften die, aus dem Verluststrom eines durstigen Empfängers resultierenden paar mA, kaum mit einspielen.

Bei externen BECs sollte darauf geachtet werden, dass man sich bei linearen BECs genug Reserven bei der Versorgungs Spannungsquelle hält oder lieber zu einem getakteten BEC greift. Die Preise für eine uBec Spannungsversorung gehen bei etwa 20€ los und enden im 3stelligen Bereich.

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Ich verwende Verschiedene Varianten, jedoch keine NIxx, da mir das bei der heutigen Elektronik zu heiß ist.

Siehe auch: >>sBec-Messungen auf den Seiten von Gerd<<
 
Zuletzt bearbeitet:
mänje schrieb:
Ich hab jetzt in einer Zeitschrift gelesen daß beim Betrieb einer 2,4Ghz Anlage Ströme bis zu 12Amp. gezogen werden was für einen Eneloop doch etwas viel zu sein scheint.

Die Eneloop wären einerseits ideal, da sie bez. Entladung ähnliche Eigenschaften wie Lipos haben und kein BEC benötigen. Leider scheinen sie einen relativ hohen Innenwiderstand zu haben (im Vergleich mit anderen, gut geeigneten Nimh Akkus).

Ich fliege einen 4 Meter Motorsegler (5 kg) mit Wölb- und Störklappen. Dabei benütze ich zwei 4-Zeller (je 2000mAh), die mit zwei Schaltern parallel geschaltet werden. Eine sehr einfache und meiner Meinung nach immer noch sichere Lösung. Nach drei Jahren habe ich die alten Akkus gegen Eneloop getauscht. Wenn ich nun nur einen Akku zuschalte, bricht die Spannung doch merklich ein. Da ich die Empfänger mit den gutmütigen Eigenschaften verwende kann ich es tolerieren, ist aber nicht optimal.

Bei weiteren Versuchen habe ich festgestellt, dass bei starken Spannungseinbrüchen (mit einem defekten, alten Akku) als erstes meine Flächenservos zu "stallen" beginnen, aber immer noch steuerbar bleiben. Empfänger bleibt auf grün.

Gut Flug!
Eddie
 
Hallo Wendy,

der "Einbruch" bezog sich auf NickelCADMIUM (wobei ich, wie gesagt/geschrieben, selbstverständlich von Sinterelektroden ausgehe) - und Du erklärst mir den Spannungsabfall für NiMH ;-)))
DA sind wir uns ganz fix einig!

Gruß
Herbert
 
Gibts denn keine Zellen die kleiner sind als SUB-C die in Sachen Belastung ordentlich was aushalten?
Bei einem Empf.-Akku wollte ich nicht so gerne über 200gr. Mehrgewicht ins Modell packen.
 
So, wollte nur noch mal kurz bescheid geben.

Habe jetzt mal mit den Leuten Von Batt-Mann gesprochen.

Die meinten auch daß es immer noch das sicherste sei eine NiCd Zelle zu nehmen.
Mir wurde die Sanyo KR1500AU empfohlen da sie klein/leicht (4/5 AA-Zelle 23gr.) ist und äußerst rubust.
Zudem kann sie schnell ent- und geladen werden.
Dazu noch Kabel 0,5quardat mit Graupner Stecker.
Hab 30Zellen (alles eine Charche)geordert somit dürfte ich erst mal Ruhe haben.
Brauche zwar im Moment nicht so viele aber ich hab keine Lust irgendwann nochmal mit dem Thema Empf.-Akku anzufangen.
nach Aussage von Batt-Mann soll man die Zellen jahrelang ohne Leistungsverlust Lagern können wenn sie nicht in Betrieb genommen werden.
Vor allem NiCd wären in der Hinsicht völlig unbedenklich.

Bin mal gespannt welche Daten der Ultra-Duo-Plus-50 auswirft.

Übrigens - das waren natürlich 200nochwas MilliOhm und keine Ohm bei den Eneloop Zellen.
 
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