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Styro Abachi Fläche verdreht!!!

@ Klaus:
Ja, kein ungewolltes Rollen festzustellen. Durch die erschwinglich gewordenen digitalen Neigungsmesser ist das heutzutage ja präzise möglich.

@ Eisvogel:
So habe ich das auch gesehen, und letztendlich auch gemacht.

@ Johannes:
Im Prinzip vollkommen richtig, nur ging es ja hier um Abweichungen in der "Verwindung" oder "ungewollten Schränkung" der Tragflächen, die zu korrigieren war.
 
Ein Schnitt? wie soll das funzen?

Da wird doch das Profil extrem verändert, bzw vermurkst.
Wenn ich die Sachlage richtig verstehe, dann erhält man nur mit mehreren Schnitten und anschließenden schleifen und evtl. Spachteln das Profil einigermaßen.
Oder hab ich nen Denkfehler drin?

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Hallo Eisvogel,

ja, Denkfehler.

Du brauchst kein "Klappenscharnier" beim Schnitt. Der Schnitt muss nicht durchgehen bis zur anderen Seite der Beplankung.
Ein Torsionskasten überträgt die Schubkräfte durch die Schale. Somit genügt ein Schnitt durch eine Seite der Schale, also nur so tief, wie die Beplankung. Dann wird verdreht, mit etwas Überspannung.
Der elastische Styoporkörper im Inneren gibt gerne nach.
Guckt man genau hin, dann verschieben sich die Beplankungsstücke beim Verdrehen. Schau genau links und rechts vom Schnitt, mach vielleicht eine Linie quer über den Schnitt und verdreh den Flügel. Die Strichhälften "wandern" beim Verdrehen.
Das Profil wird also überhaupt nicht verformt.

Ein Aufschneiden in Salamischeiben ist nicht nötig, außer man hat einen sehr steifen Holm mit einem sehr steifen Torsionskasten. Dann wehrt sich der Holm gegen die Verdrehung.
Das vermute ich bei meinem Namensvetter Klaus.

Ein steifer Holm, z.B. bei einem Rippenflügel, kann auch überlistet werden: die Verkastung durchtrennen, durch einen Schnitt parallel zum Gurt. Dann ist auch diese "Schale" geöffnet.

Alles schon gemacht in meiner Bastlervergangenheit...

Wer mag, kann sich die Papphülse einer Kloppierrolle längs durchschneiden, und diese leicht verdrillen. Die Schnittkanten verschieben sich zueinander. Dann wird deutlich, wie eine Torsionsschale funktioniert.


Handskizze folgt noch.

Gruß
Klaus.
 
Hallo Eisvogel,

hier die Darstellung des Grundprinzips.
Kann man überall in der Technischen Mechanik nachlesen, Stichwort "Torsion" oder "Polares Widerstandsmoment".

Anbei die versprochene Skizze.
Ein Movie .mp4 mit einer geschlitzten Papierrolle habe ich auch gemacht, muss noch gucken, wie ich das reinkriege.

Die Beplankung ist die Torsionsschale, durch diese laufen die Schubspannungen. Je größer die umschlossene Fläche, desto geringer sind die Spannungen in der Beplankung.
Ist die Beplankung an einer Stelle unterbrochen, sind auch die Schubspannungen unterbrochen und können nicht greifen. Der Torsionskasten wird weich.

Du siehst, es genügt ein einzelner Schnitt nur durch eine Seite der Beplankung.
Wenn sich ein vollbeplankter, geschlitzter Flügel immer noch nicht verdrehen lässt, wird er womöglich durch eine eventuelle Verkastung des Holmes versteift. Dann ist es natürlich schwer, diese innen liegende Verkastung zu schlitzen.
Oder der Schaum wehrt sich gegen die Verschiebung, oder weitere innere Strukturen.

Gruß
Klaus

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Servus Herbert,

Sorry, aber ich habe jetzt längere Zeit nicht mehr in Forum geschaut. Vielen Dank für Deinen Vorschlag und das Bild. Sieht wirklich gewagt aus, aber ich glaube inzwischen das dies bestimmt nicht die schlechteste Lösung ist. Ich habe meine Fläche jetzt nach mehreren Durchläufen im Wärmetunnel und gegenverspannt, einigermaßen hinbekommen. Würde aber im wiederholtem Fall Deine Version anwenden.

Nochmal Danke und schöne Grüße,

Reinhold
 
Danke an alle,

Habe gerade erst gesehen das es bereits ein 2. Seite zu meinen Problem gibt. Wirklich super von Euch das ihr mich mit Eurem Wissen derart unterstützt. Finde ich Klasse.

Schöne Grüße an alle,

Reinhold
 
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