Suche Antrieb für großes Schiff

Mein Nachbar baut an einer 2,50 Bismarck die laut seiner Aussage mal 35 kg wiegen wird (der will da Motorradbatterien rein bauen). Antreiben will er sie wie das Vorbild über drei Schrauben.

Leider hat er aber überhaupt keine Ahnung wie und womit man so ein Teil antreiben sollte. Bevorzugt elektrisch.

Kennt sich jemand mit der Antriebsauslegung für solche Brocken aus oder weiß wo ich da weitere Info kriegen kann?

Vielen Dank
 
Schicke deinen Nachbarm mal zu einem Gebrauchtfahrzeugteilehändler ( ich liebe dieses Wort )und such dir drei gleiche Fahrzeuge mit Heckwischer aus, nach diverser Bearbeitung, Getriebe entfernen und Schnecke abdrehen, sind die bestens geeignet.

Heckwischermotore deshalb, weil die kleiner sind, die Bismarck ist zwar lang, aber nicht sehr breit.

Sollen es neue Motoren sein, frag Google nach Gefeg Motoren.
 
Hey cool, hab die Antwort leider erst jetzt gesehen.

Hast du eine Ahnung was die so für Strom ziehen? Ist das ein Problem wenn man die mit "normalen" Bürstenreglern regelt? Wie müssen die dimensioniert sein?

Was ist eine brauchbare Standdrehzahl für solche Motoren? Und welche Eingangsleistung oder Wellenlesitung müßten die haben, damit man so ein Schiff ordentlich navigieren kann? (Vor allem auch bei Manövern wie "volle Kraft zurück" zum Bremsen)?

[ 09. Februar 2005, 08:42: Beitrag editiert von: Jürgen Schrader ]
 
Was die Stromaufnahme angeht kann ich dir jetzt keinen genauen Wert geben.

Die Anker haben mehr als drei Pole und die Kabel sind auch nicht die dicksten, wenn überhaupt 2 qmm.
Ergo kann der Stromverbrauch nicht all zu hoch sein.
Ein Erfahrungswert von meinen beiden, allerdings vorderen Wischermotoren die "etwas" größer sind, 12 Polig mit zwei 90mm Props im Direktantrieb, Bei voller Kraft im Wasser brauchen beide Motore schlappe 5! Ampere, da reicht ein kleiner Regler.

Jeder Standardregler geht also, das sind ja auch nur Bürstenmotoren.

Die Drehzahl an 12V liegt so bei 1500 - 3000 1/min, je nach Hersteller, die Vertragen dadurch große Props mit hoher Steigung.

Feinfühligkeit:
Mein Baby wo die beiden Erwähnten Wischemotoren drin sind, meine Solo, hat ein Kampfgewicht von 50 Kg.
Mit diesen Antrieben kann ich das Modell feinfühliger und präzieser manövrieren als andere ihre kleinen Kähnen. Wenn mal wieder eine Rettungsaktion ansteht wird sich auf die "Dicke" verlassen.
Die Motoren laufen bei 1 - 2V an.

Zu diesen Gefeg Motoren habe ich außer Positivpublicity keine Erfahrungen.
 

Gast_102

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Hallo,
Der Karlo Hopf hat 900'erter Viper motore im Angebot... die sollten Leistung genug haben um das Schiff zu bewegen ... kosten gerade mal 5€ das Stück ... das wären 20,7 € als versuch ... incl. Versand.
 
Ich denke auch, daß ein Wischermotor geeigneter ist, weil bei den üblichen Modellmotoren die Drehzahl viel zu hoch ist.
Der 900er ist zwar unschlagbar billig, aber mit 680 U/V auch ziemlich schnell. Ich befürchte, daß dann auch die Ströme ins unendliche steigen. Gerade bei Kraftmanövern.
Und eine gute Wirkung bei Volle Kraft zurück ist bei so einem Pott wohl Pflicht :D
 

plinse

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Moin,

die benötigte Leistung ist eine schwer abzuschätzende Sache, gerade bei solchen Schiffen.

Soll damit Scale gefahren werden, reichen 3 Mickermotoren, das bedeutet aber, dass volle Kraft rückwärts á la Jürgen nichts bewegt und das Ding lustig vor sich hin austrudelt. Große Pötte bremsen nicht wie ein Porsche, war noch nie so, wird nie so werden.

Soll es modellbaumäßig Scale werden, kann man gut 3 Wischermotoren nehmen, die müssen ja auch nicht direkt nebeneinander sitzen, die äußeren sollten gleich sein, der mittlere kann etwas mehr Mumm haben. Andererseits läuft so ein langes Ehlend wie eine Bismark eh von fast alleine gerade aus und ist eher kurststabil und träge dabei.
 

Gast_102

User gesperrt
Naja...
Ob die 900'erter soo viel strom ziehen bei 6 volt betrieb weiss ich net.. ich glaube das eher nicht ..
Und wenn da scale grosse Propeller dran kommen müsste man mal über die steigung rechnen wie schnell zumindest die Wassergeschwindigkeit wäre..
Im RC-Line Forum wurde eine ähnliche Frage nach einem Antreib für einen Eisbrecher gestellt ... er verwendet nun die 900'erter ...

der Link zum Beitrag : Hier
 

pwr

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Ist zwar nicht die eigentliche Frage, ist mir aber aufgefallen:
Die Bismarck mit 2,5 m Länge hat wohl anzunehmenderweise den Maßstab 1:100.
Die Verdrängung wurde mit 35.000 ts angegeben - da kämen 35 kg für's Modell bei 'raus.
Die bei dieser Angabe angegebenen "ts" sind aber 1016 kg, so dass die Bismarck ca. 42.000 t Standardverdrängung hatte. Das würde bedeuten, dass das Modell nicht 35 kg sondern 42 kg Masse haben müsste.
 
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