Suche Infos über Fokker EIII v. Proctor

Habe eine fertiggebaute Fokker EIII gekauft.
Mir fehlen nun Angaben über Schwerkunkt Ruderausschäge und wie
der Hersteller die Befestigung der Spanndräte an der Tragfläche vorsieht.
Wer kann mir weiterhelfen?
 
Ich kenne den Vogel von Proctor nicht, aber ich nehme an, die Spanndrähte sind zum angucken und nicht funktional.
Bei meiner kleinen habe ich einfach dünne Aluröhrchen an den passenden Stellen an die Rippen geklebt. Da sind die Seile (dünne Angelschnur) durchgezogen.
Am Spannturm sind sie fest, am Fahrgestell in Federn eingehängt, damit sie immer stramm sind.
Vielleicht geht das bei Deiner Fokker auch?

Die Ruderwirkungen sind unterschiedlich.

Wie beim Original ist das Seitenruder nicht so arg zupackend. Aber große Ausschläge sind auch nicht zu empfehlen, weil damit eher Fahrt abgebaut wird, als um die Kurve gesteuert.
Bei einem Turn sollte es aber auch nicht weniger sein.

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Die Flächenverwindung der Originalmaschine muß wohl sehr wirksam gewesen sein. Ich habe die komplette Endleiste zum Querruder gemacht.

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Das Höhenruder ist recht wirksam und muß normalerweise nur milde eingesetzt werden. Aber manchmal ist der große Ausschlag ganz nützlich, z.B. wenn man auf dem Handteller wenden will.

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Das alles gilt für ein Modell mit Clark Y als Profil, mäßiger Motorisierung für die Größe (Spw. 900 mm; Startgewicht ca. 400 g; ca. 25 W Wellenleistung)
Aber es paßt zur Beschreibung der Originalmaschine.
Das Flugverhalten entspricht in etwa dem Original. Torquen konnten die damals auch nicht. Aber mit ein bißchen Anlauf gehen einfache Kunstflugfiguren wie Looping, Rolle oder Turn.
 
Hallo Fafnir!

die Unterlagen haben wir leider nciht mehr, da ein Kollege das Modell nach Absturz wieder aufbaut.

Die Verspannung haben wir etwas geändert. An die Messing-U-Laschen haben wir 1,5er oder 2er Muttern gelötet, die Spanndrähte dann mit entsprechenden Imbusschrauben befestigt. Zunächst die Drähte der Unterseite befestigt, dann die Flügel aufgesteckt. Die Drähte an der Obereite blieben am Flügel und wurden über je ein Spannschloß pro Flächenhälfte gespannt. Wir haben es so eingestellt, dass das Spannschloß komplett zu geschraubt wurde, danach mit Draht gesichert. Die beiden Seile für die Flächenverwindung wurden einseitig mit einem Spannschloß befestigt.

Die Anlenkung der Flächenverwindung würde ich nicht mit der originalen Rolle an der Unterseite machen, sondern scale umbauen mit Hebeln aus Messing. Als Servo unbedingt ein kräftiges mit Metallgetriebe verwenden. C4421 sind zweimal verreckt, nicht sehr cool bei der Fokker. Zuletzt hat ein Jumboservo den Job tadellos erledigt, heute würde ich ein 8511 einsetzen.

Mein Vater hat das Fahrwerk im nachhinein ein wenig überarbeitet indem er die Strebe, die im Rumpf federnt gelagert ist verlängert hat. Ist erstens scaler, zweitens berührte dann der Reifen beim einfedern nicht mehr die Flugdrähte, da ist unbedingt drauf zu achten, sonst reissen die Drähte!

Mein Tipp: Schick eine Mail nach Amerika oder besser ruf dort an. Bei Proctor enterprises bekommst Du ganz sicher alles was Du haben willst, die Jungs sind immer sehr zuvorkommend gewesen.

Die Bespannung des Flügels sollte unbedingt angenäht werden. Dauert zwar etwas länger, aber bei dem Hohlprofil und der Flächenverwindung löst sich sonst das Gewebe vom Flügel. Das ist am fertig lackierten Modell mehr als ärgerlich und nur noch schwer nachträglich zu ändern.

Gruß,

david
 
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