Super Diablotin Teil 3: Die Fortsetzung der Fortsetzung der Fortsetzung

Jan

Moderator
...hier gehts mit Teil 3 weiter.

Alle, die bei Teil 1 nachlesen wollen, finden diesen <<<hier>>>


Zu Teil 2 findet Ihr <<<<hier>>>>.


Viel Spaß weiterhin mit dem SD.

(hier kommt demnächst das erste Foto meines neuen feuerroten und mit Edel-Cfk-Teilen ausgestatten nigelnagelneuen SDs rein!)

PS: Gerhard, würdest Du wohl mal wieder, bitte, bitte, bei Gelegenheit ein Inhaltsverzeichnis für Teil 2 erstellen? :)

[ 09. November 2002, 12:17: Beitrag editiert von: Schultze-Melling ]
 
Inhaltsverzeichnis



Inhaltsverzeichnis Teil 1 >>>Teil 1<<<

  • Seite 1: Neuer SD - Thread; Depron Diablotins
  • Seite 2: Bildbericht zu SD mit Tips und Bezugsadressen;
    Dreiblattmittelstück und Messungen dazu
  • Seite 3: Fahrwerk; leichter Akkuschacht von Frank; Bilder SD von Jan
  • Seite 4: Radschuhe; Schwierigkeiten mit Lehner Regler Micro 1870 U > 5
    V
  • Seite 5: Servos; Messung Dreiblattklappluftschraube; Bilder SD Michael
    Grill, Mini Diablotin von Ulf Herder
  • Seite 6: Lehner Regler U > 5 V
  • Seite 7: Lehner Regler U > 5 V
  • Seite 8: V - Formvergrößerung; BEC - Einsatz; Klemmmittelstück
  • Seite 9: BEC; Servos mit geringer Stromaufnahme; Flächenbruch Michael
    Schmidt
  • Seite 10: Flächenbruch; Lehnerregler U > 5 V
  • Seite 11: Übersicht über Antriebsauslegungen
  • Seite 12: Motorauslegungen mit LRK´s
  • Seite 13: Rudereinstellungen; SD Treffen; Motorauslegung mit Lehner
    1930/10 und 1:6
  • Seite 14: Andreas und Achim stellen ihre SD vor
  • Seite 15: Antriebsauslegung, SD von Ernst
  • Seite 16: Standschub; CFK - Fahrwerk
  • Seite 17: Andy, Stefan,Alex stellen ihre SD vor
  • Seite 18: SD von Michael Grill; Standschubmessung; Kühlung Akkus;
    Servoausfall HS 225 MG bei Höhe; Servowahl; Video: Frank beim Torquen
  • Seite 19: Motorenwahl
  • Seite 20: Baustufenphotos eines Leichtbau SD von Achim
  • Seite 21: Stromaufnahme bei Servos; Empfängerakkukapazität, Diagramme
    Lehner Motoren
  • Seite 22: Diagramme Lehner Motoren; Lehner Regler; Akkuschacht
  • Seite 23: Lehner Regler an LRK
Inhaltsverzeichnis Teil 2 >>>Teil 2<<<
  • Seite 1 Akkueinschub von der Motorseite
  • Seite 2 Lrk und Regler; Flächendeckelbefestigung
  • Seite 3 Lehnerfieber; Motorhaube; CFK - Fahrwerk
  • Seite 4 Schwerpunt; Lieblingsthema von Jan: V - Form
  • Seite 5 Abspeckübungen;Zweifarbige Leichtbespannung; SD Treffen an der Wangener Linde; Bilder; Crash
  • Seite 6 Doppeldecker SD
  • Seite 7 CFK Fahrwerk, Kabinenhaube von Wolli; Bilder
  • Seite 8 Akkueinschub über Rumpfdeckel
  • Seite 9 LRK; SD von Andreas Maier; Wolliprop
  • Seite 10 Verstrebungen Leitwerke; Flächenverstärkung; Beschleunigungsüberlegungen
  • Seite 11 Crash Michael Schmidt; Flächenverstärkung; CFK-Motorhaube
  • Seite 12 BEC Link
  • Seite 13 Flyhelibec Infos
  • Seite 14 Flyhelibec
  • Seite 16 Messungen am Lehner 1920/7 Y mit 1:6
  • Seite 17 Messungen Lehner 1930/10 D mit 1:6 und TM LRK 350 - 28 - 13

[ 31. Dezember 2002, 17:49: Beitrag editiert von: Gerhard_Hanssmann ]
 

Jan

Moderator
da mir wirklich was am Messen liegt, hier noch mal die Wiederholung des letzten Beitrags:

*************
Hallo Gerd,
ich fürchte, wir werden beide auf den Kopf bekommen, wenn sich diese These

...ich kenne keinen LRK der es mit einem optimalen 2-4Poler+Getriebe aufnehmen kann!
Der LRK ist ein perfekter Ersatz, weil er mit minimalsten mechanischen Teilen viel Leistung erzeugen kann und das bei Eigeninitiative auch GERINGEREN Kosten, das macht wohl den Reiz aus! - meine Meinung - Er kann aber immer alles nur "fast" so gut - NOCH!

... oh, oh, meine Birne ist doch schon so weich! :rolleyes:
...mal herumspricht.

Der Messwert mit den 69 A hat mich immer schon entsetzt. Vor allem, weil er zu glühenden Akkus führen dürfte (was er wohl auch getan hat, ich erinnere mich dunkel an zusammenschrumpfende Schlumpf-Schläuche, äh... Schrumpf, netter Tippfehler). Der Akku-Wirkungsgrad dürfte bei Verlustleistungen, die einem Lötkolben zur Ehre gereichen dürften, miserabel sein.
Entsprechendes gilt für den Motor. LMT braucht keinen extra Kühlmantel (der Steller übrigens auch nicht), und man kann ihn auch bei 35 Grad im Schatten voll belasten (ohne heiße Finger beim Anfassen).

Vielleicht ist der Hacker-Standard-Antrieb auch einfach nur zu scharf angelegt. Ich erinnere mich dunkel, dass der Antrieb ursprünglich von Hacker auch für eine kleinere Luftschraube als die 17*9 ausgelegt war.

Ich weiß schon, dass ich von verschiedenen Leuten mehr oder weniger sanft mit Skepsis konfrontiert wurde, wg. meiner Laufzeiten, dem jeweils gewählten Flugstil und den niedrigen Geräte-Temperaturen.

Noch mal meine These: Ich habe den Eindruck, dass der LMT die Luftschraube 17*9 Zweiblatt mit einer viel geringeren Eingangsleistung auf die entsprechenden Drehzahlen (und Standschubleistungen) beschleunigt als LRK, Hacker, Kontronik, Schulze oder sonst wer.

Das käme aber auf einen Versuch an. Wir bräuchten Vergleichsmotore! Bei allen Schwächen unseres Versuchsaufbaus: Wenn man die gleichen Versuchsbedingungen verwendet (also den gleichen Messaufbau), dann sollte man schon vergleichen können. Ich kriege außerdem ein Labor-Netzteil mit 20 Volt und 80 Ampere zur Verfügung gestellt. (Den freundlichen Spender möchte ich hier nicht outen, kann der ja selbst tun, er liest gelegentlich mit). Jetzt müssen wir nur mal anfangen zu messen. Ich hätte richtig Lust drauf. Und einen Ingenieur und einen Mathematiker hätten wir auch an Bord, damit die Zahlenmengen verwaltet werden könne. Da muss doch was bei rauskommen.

BITTE BETEILIGT EUCH!!! WIR BRAUCHEN ANTRIEBE ZUM MESSEN! UND LEUTE MIT BEGEISTERUNGSFÄHIGKEIT. Den Gerhard müssen wir ganz nebenbei wieder aufbauen. Der sagt, er sei (im Hinblick auf die Messerei) frustriert.
(Für die bei den Messungen legendär gute Stimmung und für das leibliche Wohl ist gesorgt. Ich besorge für das nächste Mal einen Kasten Apfelsaft und Sprudel und einen Korb "Laug'nbrätzn" )
 

Jan

Moderator
...da sich mein letztes Posting mit dem vom Gerhard überschnitten hat, mein Kommentar: Habe den Eindruck, der Frust hält sich bei Dir in Grenzen und Du machst wieder beim Messen mit!

Und nächstens bei besserem Wetter wird auch wieder geflogen. Bald ist mein SD fertig! Vielleicht noch im November, spätestens im Dezember.
 
Verschiedene Antriebsauslegungen für den Super Diadlotin:
Durch Editieren wird dieser Beitrag ergänzt.

Gerhard Hanssmann:
Von Nov. 2001 bis August 2002:
Actro 24-4 mit 10 Sanyo 2400 mAh normal, Regler Schulze future 45 be.
Stom 52 A, 4400 U/min mit Dreiblattklappluftschraube Aeronaut 17 x 9
Standschub ca 25 N, Flugzeit bis 10 min je nach Flugstil,im Mittel ca 7 min.
Masse Modell ca 2,4 kg.
Alle Kunstflugfiguren möglich. Torquen geht an die Grenzen. Akku nach dem Flug heiß, Regler im Sommer noch anfassbar, Motor keine Temperaturprobleme.
Der Actro hat ein sehr angenehmes Laufgeräusch.
Vorteil: kein Getriebe, Nachteil:etwas schwer mit ca 350 g.
ab August 2002:
Lehner 1920/7 Stern mit Reisenauer 1:6 Super Chief und Dreiblatt 17x9 Aeronaut Cam Carbon Lochkreisdurchmesser 44mm (später 62 mm mit 60 mm Spinner) mit 10 Zellen.
Strom max 40 A; 4550/min; Standschub 26 N
Standschub/Einganslaistung = 6,5 cN/W (ca. 6,5 g/W).
Der Motor und auch der Regler Micro 1870 werden trotz Dauerbetrieb nur handwarm. Der Motor ist leicht und sehr leistungsfähig, er benötigt keinen Kühlkörper und kann für den Hotleinereinsatzt einfach auf Dreiecksschaltung umgebaut werden.
Torquen mit 10 Zellen 4/5 Flight bei ca 2 kg Abflugmasse möglich. Ein in jeder Hinsicht zufriedenstellender Antrieb.



An der Wirkungsgradkurve kann man erkennen, dass der Wirkungsrad des Motors ab ca. 15 A bis weit über 40A bei ca. 88 % liegt. Für Funflyer mit 17 bis 18 Zoll Luftschrauben mit 10 Zellen ein idealer Motor.

Michael Grill:
Lehner 1920/7 mit Sternschaltung und Reisenauer Motorchief 6:1 mit 10 Zellen Sanyo 2400 mAh normal, Regler Jeti 70 A Opto mit Zusatzbec von HB - Elektronik.Dreiblattklappluftschraube 17 x 9 Aeronaut. Strom:40A Drehzahl:4550/min
Standschub:26 N

Wolfgang Gottbehüt:
Actro 24-3 mit 10 Zellen Sanyo 2400 mAh normal, Regler BK 1870 Micro Bec

auch LRK bald im Einsatz, später mehr dazu

und nun doch Lehner

A.Selinka:
Flyware LRR 350/25/16 mit 14 Zellen
Flyware LRK 350/25/16 mit Jeti-Hacker Controller, LS 16x8, Standschub ca. 3Kg, 14xRC2400, in Erprobung 14xSanyo 3000NiMH, Stromversorgung RC: 4x550mAh NiMH (AAA). Gewicht 2300g.
Besonderheiten des SD: Motorhaube, Spinner und Kabinenhaube in Kohle-Kevlar Mischgewebe, Selbstbauräder für Hauptfahrwerk 70mm, Spornrad lenkbar (Selbstbau) funktioniert hervorragend, HLW abnehmbar. Fahrwerk in Kohle-Kevlar im Bau.

Der Motor ist selbst gewickelt und hat mit Jeti bei 14V einen Wirkungsgrad von 86% bei 15-20A, von 10-35A über 80% (kann man noch verbessern). Somit hat dieser Motor genau im Teillastbereich sein größtes Eta, das ergibt Laufzeiten mit RC2400 von 10-13 min. Der Vorteil des Flyware LRK für den Diablotin ist der Direktantrieb mit geringem Gewicht (ca. 225g).
Ich habe keinen Vergleich mit anderen Antrieben, aber der SD steigt senkrecht bis ultimo, ein Bekannter hat ihn getorquet (kann ich nicht), das sind wohl die Leistungskriterien, die man an solch einen Antrieb im SD stellt.
So, jetzt habe ich es endlich geschafft, die Tabelle hier rein zu stellen. Die Werte mit LS 16x8 folgen im Laufe des Tages.

WEMA LRK35/25-16 (4x 0,56 mm) Controller: Jeti Jes 40-3P
Hier nochmals die Tabelle in übersichtlicherer Form dank Jans Hilfe, vielen Dank.
Code:

U/V I/A M/g n/min M/Nm P in/W Pout Weta
14,00 10,0 155 7248 0,1521 140,00 115,72 0,827
14,00 14,9 251 6943 0,2462 208,60 179,51 0,861
14,03 20,0 350 6697 0,3434 280,60 241,44 0,860
14,00 24,9 446 6387 0,4375 348,60 293,42 0,842
14,00 30,5 558 6098 0,5474 427,00 350,49 0,821
14,02 35,1 651 5877 0,6386 492,10 394,09 0,801
14,02 39,8 735 5670 0,7210 558,00 429,27 0,769

Und hier auch die am Modell gemessenen Werte mit 16x8 Aeronaut Cam Carbon an 42mm Mittelstück, 14x RC 2400 und Hacker-Jeti Jes 70 opto, mit dem der LRK hervorragend läuft.

U I n

16,8 8,5 3990
15,9 17,5 5000
15,2 25,2 5500
14,7 38 6330

Die max Drehzahl war bisher 6550 n/min, leider kann ich I nur aus dem Kopf mit ca. 41A angeben, Standschub ca. 3 Kg.

Gruß Arnim

Motormike:
Kontronik 14 Zellen
http://www.kontronik.com/F500LSDaten.htm
http://www.kontronik.com/F600LSDaten.htm

Jan Schultze-Melling:
Lehner 1930/10 mit Reisenauer Superchief 1 : 6 und 14 Sanyo 2400 von Hopf
Stom und Standschub nach ca 3 min Flug: 42 A, 35 N
Aeronaut Cam Carbon 17 x 9
Regler Micro 1870 von BK Electrinics.
Flugzeiten bis 15 min.Regler und Motor nach mehreren Flügen hintereinander nur handwarm.
Alle Kunstflugfiguren, hoovern, torquen, beschleunigen senkrecht nach oben.

Stefan Plöchinger:
meine ausstattung sieht wie folgt aus:
-motor actro 24-5 mit dreiblatt 17x11 ( mittelstück selbst gemacht und motor etwas erleichtert )
-16 zellen rc 2400
-regler actronik 40-18 mit zusatzkühlkörper
-empf akku li/io mit 1100 mAh ( 30 g)
-4 x hs85 mg servo
-act ds8 empfäner
-grösere räder
-sonst alles standard
-gewicht 2540 gramm
-standschub knapp 4 kg bei ca. 60 A
was mich wundert ist das der antrieb bei einer stromaufnahme von 10A bereits 1,5 kg standschub bringt, das muss ja locker für´s normale rumfligen reichen. ich bin schon sehr gespannt.
Also gestern was der erstflug meiner sd, das ding fliegt einfach geil :) und praktisch lautlos da kein getriebe drinn ist. nur von den flugzeiten bin ich nicht so begeistert wenn ich immer von 12-15 min lese, ich hatte bei 4 flüge immer so um die 7-9min zwar bin ich nicht unbedingt gemütlich rumgeflogen.

Ernst Straka:
Ich komme mit meinem Diablotin (3,1Kg, 18 Zellen, Hacker B50-14S Getriebe 6,7:1 ) mit 18 x 8 Luftschraube auf ca. 10 Minuten Flugzeit, dabei ist der Vollgasanteil (ca. 55-60A) sehr gering, da er nur immer für einige Sekunden in den Senkrechtpassagen benötigt wird, ansonsten bewegt sich das Gas zwischen Leerlauf und Halbgas.

Alex Huber
Hier meine Daten:
- SD ARF (in guter Hoffnung, dass alles hält; bespannen ist nicht so mein Ding...)
- LRK Torcman 350/28/16 1*1.1 (wurde mir von den Torcman's so ausgerechnet)
- Regler JES70 opto mit verstellbarem Timing
- 14 x GP 3300 Nimh p&m von Hopf
- 4 x Hitec HS225MG
- Empfänger Graupner R700
- 4 x 750 mAh Twicell Stromversorgung

Achim:
Ach ja, beim Antrieb habe ich den Standard verwendet, d.h. Hacker B50-14 + 5,2:1, Schulze 58bo, 17x9 und 14 RC-2400.
Mehr dazu Seite 14; 7.9.02; 9:06 Teil 1

Bezugsstellen SD Thread Teil 1

Uli:
So, es ist Heute endlich so weit gewesen, ich habe den Erstflug absolviert. Folgende Ausstattung im Überblick:

-Torcman 350-20-15 an 12 Z. und einer 16x8 CampProp (2400 ungepushed - gepusched nehm ich nicht mehr, weil mir ständig einzelne Zellen ausgefallen sind) Der Motor zieht damit ca. 54 Ampere im Stand. Drehzahl war glaube ich 6300 U/min, meß ich aber nochmal.

- Yeti Gold 70A Opto u. 4x750 Sanyo Twicell

- Graupner R700 (störungsfrei) u. 4x Simprop C35 (baugleich mit Hitec HS225MG). Gewichtsmäßig hätte ich auch eher die Völz nehmen sollen, hatte die C35 aber schon seit Monaten)

- Bespannte Version, Kabelkanal entfernt, ansonsten 4mm Stahlfahrwerk (100g mit Rädern) u. Pausbackenmotorhaube (100g). Hier hoffe ich noch durch das CFK-Fahrwerk u. die CFK-Motorhaube 100g einzusparen.

- Mit der Ausstattung liege ich nun bei 2380g - Zielgewicht 2280g.

Zum Fliegen:

1. Flug 8 Minuten, 2. Flug 10 Minuten mit SD-typischen Flugstil, sprich langsame Kunstflugfiguren auf engstem Raum, Vollgas nur selten.

Zum langsamen Rumfliegen reicht ein Tacken mehr als Leerlauf. Der SD geht senkrecht, jedoch hatte ich erwartet, dass er kraftvoller senkrecht geht. Ob man mit der Power torquen kann weiß ich nicht, weil ich es selber nicht kann. Ich kann auch erst mehr zum senkrechten Steigen sagen, wenn ich den Seitenzug geändert habe, weil er in Aufwärtspassagen immer nach links zog.

Der Motor war anschließend trotz großer Kühlöffnungen knallheiß, der Regler warm u. der Akku ebenfalls mächtig warm.

Also insgesamt bin ich gut zufrieden, weil der SD unglaublich langsam zu fliegen ist und durch riesen Ruderausschläge auf engstem Raum geturnt werden kann. Es macht riesig Spaß damit zu fliegen. Bzgl. des senkrechten Steigens werde ich noch mit Luftschrauben rumexperiementieren. Da der SD eh sehr langsam fliegt, wäre eine größere LS wie z.B. eine 17x11 sicher besser, paßt jedoch nicht zu meinem Motor, da er dann völlig überfordert wäre.

Der Eindruck zum senkrechten Steigen ist natürlich subjetiv - ich habe auch leider kein Vergleich.
 
Hallo Gerhard,

probier doch mal die 18x11 AE, die zieht weniger Strom als 17x11, hat wohl nur 9-10 zoll Steigung.
Gruß, auch Gerhard.
 

Jan

Moderator
...oder die 16*8 mit größerem Mittelstück.
 
Hallo auch Gerhard
Werd mir auch ein Paar 18 x 11 zulegen und beim nächsten Messtag ausprobieren.
18 x 6,5 RF Dreiblatt hat mit 17 x 9 AE Zweiblatt vergleichbare Leistungsaufnahme, aber mehr Standschub bei noch ausreichender Strahlgeschwindigkeit.

[ 10. November 2002, 12:29: Beitrag editiert von: Gerhard_Hanssmann ]
 

Jan

Moderator
Das da habe ich zum Thema Strahlgeschwindigkeit gefunden. Ist sicher den meisten bekannt, hilft aber vielleicht doch an der einen oder anderen Stelle weiter. Quelle ist unten angegeben.

Code:
Die folgenden Tabellen geben einen Überblick über die Geschwindigkeit 
des Luftschraubenstrahls, wie er von Propellern unterschiedlicher Steigung 
und Drehzahl erzeugt wird. 

Theoretische Strahlgeschwindigkeit (TSG) in m/s
	Propellersteigung in Zoll
Drehzahl 3	4	5	6	7	8	9	10
3000	3,8	5,1	6,4	7,6	8,9	10,2	11,4	12,7
4000	5,1	6,8	8,5	10,2	11,9	13,5	15,2	16,9
5000	6,4	8,5	10,6	12,7	14,8	16,9	19,1	21,2
6000	7,6	10,2	12,7	15,2	17,8	20,3	22,9	25,4  
7000    8,9     11,9    14,8    17,8    20,7    23,7    26,7    29,6
Quelle: Manfred Kaisers Tabelle über die Theoretische Strahlgeschwindigkeit (TSG) in m/s

[ 11. November 2002, 12:58: Beitrag editiert von: Schultze-Melling ]
 

Gerd Giese

Moderator
Teammitglied
Hi Jan,
die letzte Tabelle muß es heißem >nicht Zoll, sondern in cm< !

... aber das kann man doch viel komfortabler haben, mit Leistungsdaten dazu!
>my Page - Standschubberechnung1.3< :D

@Gerhard
Danke an dieser Stelle für Deine Mühe um es "uns" komfortabel zu gestalten ! :)
gegie

[ 10. November 2002, 19:57: Beitrag editiert von: gegie ]
 
Hallo Jan,

Der Gerhardsche-Quotient (nach seinem Schöpfer Gerhard Hanssmann so genannter Quotient aus Eingangsleistung und Standschub)
eine kleine Anmerkung meinerseits: Der Quotient ist nicht wirklich neu. Bernd König verwendet diesen Quotienten schon seit langer Zeit bei seinen Antriebsmessungen. Eine Excel-Tabelle mit allen Antrieben, die Bernd König bereits vermessen hat und in der auch der Quotient vorkommt, gibt's hier zum Download. Ein kleiner Unterschied besteht aber zwischen den Quotienten: Bernd König verwendet nicht die Zellen-/Akku-Spannung, sondern die Anzahl der Zellen.

Ich bin gespannt, wann ihr mal die ersten LRK-Messungen vorliegen habt. Am besten mit 10 Zellen :)

Gruß
Heiko
 

Jan

Moderator
@Kebmo
...der Begriff "Gerhardscher Quotient" ist nicht so ganz ernstgemeint. ;)
...zumindest für mich war dieser Quotient neu. Ich will aber hier niemandem die Verdienste rauben und sie jemand anderem zusprechen. Uns hat dieser Quotient halt schon manche wertvolle Erkenntnis gebracht, auch um so manchen "Geheimtipp" zu versachlichen. Wenn du also vielleicht zukünftig die Anführungszeichen dazudenkst, wo sie fehlen, wäre das gut. Wenn aber drauf bestanden wird, verzichte ich gerne auf den Begriff.

Die LRK-Messungen liegen teilweise vor, waren aber - auch bei 10 Zellen - enttäuschend. Viel zu hohe Ströme, sehr warme Motoren, zu wenig Drehmoment. Man bräuchte eigentlich ein Getriebe. (Die LRKs haben übrigens auch im Hinblick auf den Quotienten nicht so richtig viel zu bieten) Vielleicht fasst der Gerhard das noch mal zusammen.

@Gerd
danke, Fehler schon korrigiert.
Ich melde mich in anderer Sache mal direkt.

[ 11. November 2002, 22:56: Beitrag editiert von: Schultze-Melling ]
 
Original erstellt von Schultze-Melling:
[QB...der Begriff "Gerhardscher Quotient" ist nicht so ganz ernstgemeint. ;)
...zumindest für mich war dieser Quotient neu. Ich will aber hier niemandem die Verdienste rauben und sie jemand anderem zusprechen. Uns hat dieser Quotient halt schon manche wertvolle Erkenntnis gebracht, auch um so manchen "Geheimtipp" zu versachlichen. Wenn du also vielleicht zukünftig die Anführungszeichen dazudenkst, wo sie fehlen, wäre das gut. Wenn aber drauf bestanden wird, verzichte ich gerne auf den Begriff[/QB]
Hallo Jan!
Dat is schon ok :D Der Quotient macht ja auch Sinn und hilft wirklich bei der Suche nach Antrieben, die "schuboptimiert" sind. Und ich glaube kaum, daß jemand irgendwelcher Verdienste beraubt wird ;) Also lassen wir es bei der Benennung :)

Zurück zum Thema: Ich hab' ja nun auch 'nen LRK zuhause herumliegen (eingebaut in ein Modell). Ein wenig beißt sich daß meiner Meinung nach schon mit den LRKs. Hohe Windungszahl bedeutet auch immer einen höheren Innenwiderstand und damit mehr Verlustwärme. Kann schon sein, daß die Innenläufer mit Getriebe besser aussehen. Aber das Konzept des Außenläufers gefällt mir halt gut, deshalb bin ich an Messungen bzgl. dem Gerhardschen-Quotienten :D schon sehr interessiert.

Gruß
Heiko
 

Gerd Giese

Moderator
Teammitglied
Hi Heiko,
hier noch einmal meine Messdaten des
- TM-350-28/13*1,25 Pro / 290g
- n[spez] = 630U/min - Io = 2,5A
- Yeti-Hacker 16/105 - 30° Timing
- 14Z RC2400 P&M
- nach 20s erst die Messdaten aufgenommen!
***********************************
GEMESSEN: CC - 16 * 8 / 50mm
14,7V - 6650U/min - 56,4A - 3,84kg

Bei Halbgas am Sender mal die Daten:
15,1V - 5240U/min - 24,3A - 2,10kg

Wollis Prop: CFK 18 * 8
14,5V - 6370U/min - 60,2A - 3,7kg
***********************************
Nachmessungen haben ergeben, dass ein Timing von 18° leicht verbesserte Daten ergibt!

Mehr traute ich mich noch nicht!

gegie

[ 11. November 2002, 18:04: Beitrag editiert von: gegie ]
 

Jan

Moderator
@Gerhard
Danke schön für das Inhaltsverzeichnis.

@alle (Beispiel für die Anwendung des "Gerhardschen Quotienten")
Habe folgende Daten von einem SD-Flieger erfahren:

Actro 24/5 mit 16 2400 Sanyo.
Standschub von 4750 g
2 Blatt 17x9 von Aeronaut (Mittelstück unbekannt)

Strom wurde wohl noch nicht gemessen. Ich schätze, ca. 60 A oder mehr. Da wir die Latte ja mit verschiedenen Antrieben ganz gut kennen, kann man ein bisschen spielen. Bei einer hohen Drehzahl von sicher mehr als 6.500 U/min kann man beim Antrieb realistischerweise von einem g/w (Gramm Standschub/Watt) von ca. 4,0 bis höchstens 4,5 rechnen. Also liegt mehr als 1000 Watt Eingangsleistung vor. Bei den höhen Strömen geht die Spannung der Akkus in die Knie. Mehr als 16 Volt wird der Akku nicht haben. Wahrscheinlich weniger. Also wird sich der Strom kaum diesseits der 60 Amp. abspielen. Folge: die Akkus glüchen wie bei den LRKs oder den Hacker-Fliegern.

Oder?
 
Ich habe mal eine dumme Frage, die die Diskussion um den besten Antrieb nicht unterbrechen soll.
Wo bekommt man Mittelstücke für 3-Blatt Klappluftschrauben?

Viele Grüße Arnim
 

Jan

Moderator
...so ne blöde Frage ist das gar nicht! Ich habe mein Dreiblatt-Mittelstück von Gerhard, wo der das her hat, weiß ich gar nicht, wie mir gerade klar wird, und wo er die - zumindest die großen 68er) zukünftig herkriegt, weiß er leider wohl selbst gerade nicht. Hoffe, das ändert sich noch. Ich verspreche mir ziemlich viel von dem 68er, zusammen mit einer 16*8 (die einfach eine tolle Latte ist) sollte das eine prächtige Sache werden.
 
Hallo

Zitat:
Actro 24/5 mit 16 2400 Sanyo.
Standschub von 4750 g
2 Blatt 17x9 von Aeronaut (Mittelstück unbekannt)
rechne mit 47 mm

Mit einem sehr übersichtlichen >>>Berechnungsprogramm; Prop:Schub-Leistung-Vortrieb<<< von Gerd Giese kann man leicht die Zusammenhänge zwischen Drehzahl, Steigung, Durchmesser,Standschub,Wellenleistung usw. studieren.Ein sehr gelungenes Hilfsmittel. Es fehlt nur noch die Abschätzung für Dreiblattluftschrauben.
Auf dieser Seite gibt es noch viel lesenswerte Information (Danke Gerd, da steckt viel Arbeit drin).

Dieses Programm gibt folgende Abschätzungen für obige Werte vor:
6550/min; 17V; 66A; 1115W; 25m/s; 4,2 g/W mit 87% gerechnet.

Jan, gut geschätzt.
Die letzten Newton Standschub werden bei diesen hohen Drehzahlen teuer erkauft. Die Drehzahl sollte nicht so hoch sein.
 
Oben Unten