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SZD-8 Jaskolka 1:2,5

Hallo,

ich baue schon seit etwa einem Jahr eine Jaskolka in 1:2,5 in Sperrholzbauweise. Eigentlich muss ich mich bald daran machen, ein Urmodell für die Kabinenhaube zu erstellen. Ist weiter kein Problem, da ich wie für den Rest des Modells 3D CAD-Daten davon habe. Einfacher wäre es natürlich, wenn es so etwas schon gäbe. Kennt Ihr jemanden, der schon eine Jaskolka im gleichen Maßstab gebaut hat.

herzlichen Gruß,

Ralf
 

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Glückwunsch

Glückwunsch

Hallo Ralf,

Kompliment und Glückwunsch zugleich, ein tolles Projekt.
In Sachen Haube kann ich leider nicht weiterhelfen, bin
aber furchtbar neugierig.
Bauplan, Eigenkonstruktion, oder wie bist Du vorgegangen?
Kann nicht sein, daß Du uns hier einen so tollen Flieger vor-
enthälst - oder was denkt die Gemeinde ? :) :)
 
Hallo Kalle,

habe bisher noch nichts gezeigt, um nicht unter Druck zu geraten nach dem Motto "Wann gehts denn hier endlich weiter?" ;)
Das Modell ist eine komplette Eigenkonstruktion auf Grundlage der Zeichnungen aus dem Buch von Martin Simons und einem Haufen Fotos. Leitwerke habe ich zuerst gebaut, um mich mit der Sperrholzbauweise vertraut zu machen. Mittlerweile ist das Projekt in einem Stadium, wo der Bau aufändig ist, aber gleichzeitig große Freude bereitet. Das Blödste waren die ganzen Rechnerstunden. Um für mich den Aufwand einigermaßen in Grenzen zu halten, möchte ich mir die Flächen dafür in Styro-Abachi bauen lassen. Ist auch kein sehr großes Problem, da das Original auch voll beplankt war.


Ralf
 

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Holzwurmnachrichten

Holzwurmnachrichten

Hallo Ralf,
hab vor ein par Jahren mal die Maschine vom Hermann Fading in Dreieich auf dem Großseglertreffen gesehen, weis aber nicht den Maßstab.

Super interessantes Projekt, berichte mal, "ohne Druck" :)

Holzstärken von Spanten und Gurten, wie dick ist die Sperrholzbeplankung am Rumpf, ist die Beplankung geschäftet oder stumpf gestossen usw.? welches Profil hast Du ausgesucht ? Hast Du selbst eine Fräse?
 
Hallo Rolf,

ich habe schon mal mit Hermann Fading telefoniert, habe aber leider seine Tel.-Nr. nicht mehr, der Maßstab müsste passen. Er hat die SZD-17 mit V-Leitwerk gebaut, die aber eine sehr ähnliche, wenn nicht die gleiche Haube hat. Außerdem flog die SZD-8 mit verschiedenen Haubenformen.
Spanten:
3mm Birkensperrholz im Cockpitbereich
5mm Birkensperrholz im Steckungs-/Fahrwerksbereich
4mm Pappel für den Leitwerksträger
Gurte:
Rumpfgurte 10x5 aus je 2St. 5x5 verleimt
Beplankung (sämtliche Stöße geschäftet):
Leitwerk 0,4mm
Rumpf 0,6mm
Die Flügelschulter ist aufgrund stark sphärischer Formgebung mit Balsastreifen beplankt. Auf dieser Beplankung wird dann das 0,6er Sperrholz wiederum ausgeschäftet verleimt. Danach wird das Balsa mit Glasgewebe beschichtet. Rumpfnase und Leitwerksübergang werden auf die gleiche Weise gestaltet.

Fräse habe ich privat keine, aber auf der Arbeit gleich zwei, von denen ich eine nur zur Sicherheit angeschafft habe. Habe mich nachträglich geärgert, dass ich sie zu klein gekauft habe (nur 0,5x0,4m), aber wir fräsen darauf nur sehr kleine Aluteile. Leitwerksteile habe ich dort gefräst, die Rumpfteile hat mir Detlef Rottmann (DelRo) gefräst.
Alle Gussteile wie die Verbindungsknoten fürs Fahrwerk habe ich auf unseren Prototypingmaschinen in Wachs gebaut (Guss im Wachsausschmelzverfahren)

Profil ist ein HQ/DS 2,5-14 an der Wurzel, 2,5-12 außen, 1° Schränkung wegen starker Zuspitzung.

herzlichen Gruß,

Ralf
 
Hallo Ralf,

danke für die schnellen Infos.

Du schreibst, das Du die Leitwerke zuerst gebaut hast, um dich mit der Sperrholzbauweise vertraut zu machen.
Daraus schließe ich, es ist dein erstes Holzwurmprojekt, dazu noch im Maßstab 1:2,5 (korrigiere mich wenn es nicht stimmt).

Hintergrund ist meine Neugierde wie Du an die statische Auslegung der Struktur rangegangen bist. Entweder man hat so was schon mal selbst gemacht, und weis daher, bei diesen gewählten Holzquerschnitten funktioniert das bei der Grösse, oder man hat ein vergleichbare Konstruktion zum Vorbild, wo man die Auslegung übernehmen kann.

Ich denke "try and error" ist bei einem Projekt in dieser Größenordnung nicht so prickelnd. Es geht natürlich auch nach dem Motto "wer nicht rechnen will muß überdimensionieren", zu schwer will man ja aber auch nicht bauen.
Wie bist Du vorgegangen?
 
Hallo Rolf,

die Jaskolka (wird dann übrigens 6,4m Spannweite haben) ist mein erstes Projekt in geschäfteter Sperrholzbauweise, Holzkonstruktionen habe ich ansonsten schon gemacht. Als Luft- und Raumfahrttechniker mit praktischer Erfahrung in der Konstruktion und Berechnung von Flugzeugen (auch wenn ich heute nicht mehr in dem Bereich arbeite) schrecke ich auch vor der statischen Berechnung nicht zurück. Wobei ich zugebe: Flügel rechne ich, beim Rumpf habe ich mir einen ähnlichen Rumpf (Nemere 6,7m Spannweite, siehe Bild) aus unserem Verein angesehen und die Materialdimensionierung übernommen. Dieses Flugzeug war übrigens auch die Motivation, selbst mal so einen Sperrholzflieger auf die Beine zu stellen, auch wenn bei mir hinterher vom Holz nichts mehr zu sehen sein wird.

herzlichen Gruß,

Ralf
 

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Hi Ralf,
...jaahhh...bei solch einem Vorbild fällt es nicht schwer mit der Dimensionierung und vorallem mit der Motivation :)

Schade das man hinterher vom Holz nichts mehr sieht, aber die Jaskolka war nun mal komplett deckend lackiert.

Hast Du dir schon eine Farbe/Vorbild ausgesucht?

Halte uns weiter auf dem laufenden.
 
Hallo Rolf,

ja die Nemere mit 6,7m Spannweite ist einfach ein Traum. Gebaut hat sie Friedhelm Lange, der sie auch sehr oft bei uns fliegt. Ist also ein wirklicher Alltagsflieger trotz Museumsoptik, anbei nochmal ein Bild vom Cockpitbereich. Am Wochenende habe ich das SR-Servo (Hitec Jumbo-Klasse digital) eingebaut und die zweite Flügel-Schulter beplankt. Lohnen noch keine neuen Bilder.
Vorbild: Es soll eine Gelbe mit blauer Schwalbe auf dem Rumpf werden. Wird noch ein wenig Arbeit, das alles in Corel umzusetzen. Auf retroplane.net gibt es einen Fotosatz davon.
Werde weiter berichten.

herzlichen Gruß,

Ralf
 

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Da habe ich ...

Da habe ich ...

... ein gewisses Verständnis dafür;) :

habe bisher noch nichts gezeigt, um nicht unter Druck zu geraten nach dem Motto "Wann gehts denn hier endlich weiter?"
Das Gefühl kenne ich auch... aber trotzdem freue ich mich riesig über diesen Thread und würde gerne weiter Anteil nehmen am Baufortschritt.
Super, super, super!!!

Gruß
Peter
 
Hallo Peter,

habe Deinen Thread über die wunderschöne L-10 Libelle in Holz quasi in mich aufgesogen, jetzt kann ich mich revanchieren :)
Unsere Schlepper warten auch schon auf den neuen Flieger. Wir sind in Melle in der glücklichen Situation, normalerweise mindestens zwei Schlepper am Platz zu haben, die solche 1:2,5 Brocken nach oben ziehen.

herzlichen Gruß,

Ralf
 
Hallo,

ein wenig Fortschritt. Der Flügel-Rumpf Übergang war im CAD eine besondere Herausforderung für mich, da ich beruflich kaum mit Freiformflächen zu tun habe. Mit dem Ergebnis in Holz bin ich aber sehr zufrieden. Auf den Fotos könnt Ihr erkennen, daß das 0,6er Sperrholz auf den aus Balsa gestalteten Übergang ausgeschäftet übergeht. Das Balsa wird später mit GFK beschichtet, das dann wiederum 10-15mm auf das Sperrholz auslaufen wird.

herzlichen Gruß,

Ralf
 

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Freiformholzwurm

Freiformholzwurm

Hallo Ralf,

solang deine Freiformflächen in Holz so gut sind, braucht dich das mit dem CAD nicht stören :D
 
Top

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Hallo Ralf,

zunächst mal auch Kompliment von mir. Das sieht echt spitze aus.

Off topic: Baue gerade die Nemere in 1:4 von Schneider-Modell.at mit kleinen Veränderungen. So beplanke ich u.a. die Flächen mit 0,6mm Sperrholz in Schäftbauweise (habe auch zuerst mit den Leitwerken angefangen). Kannst du mir etwas zum Flächenfinish der oben abgebildeten Nemere etwas sagen?
 

SvenR

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Hallo ralf,

wie schon in der PN erwähnt , ein sehr schönes Projekt und natürlich sehr schöne praktische Ausführung!!


Weiter so damit wir Sie nächstes Jahr fliegen sehen!!


Gruß Sven
 
Hallo Ralf,

Es sieht so aus, dass auf der Fläche Klarlack drauf ist. Sind die Rippenfelder nur mit z.B. 5-8 mm Überstand bespannt und der Rest mit klarlack ohne Bespannung?
 
Hallo Steini,
in der AUFWIND 2/2004 gibt es einen Artikel über die Nemere von Friedhelm Lange. Der Artikel ist auch online unter "Redaktion" einzusehen.
 
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