Tamiya VW Beetle Rallye 1:10 - Baubericht

molalu

User
Ich habe hier schon einige Bauberichte mit 1:10er eingestellt - es waren aber fast ausschließlich Bauberichte die den 1:10er Glattbahnern gewidmet waren. Also indoor oder Onroad.
Offroad hatte ich im Bauservice 2 Modelle von Tamiya auf dem Tisch. Das waren Buggys. Einmal der legendäre "Wild One Blockhead" und zum Anderen der nicht weniger legendäre "Avante".

Mich hat es immer gereizt irgendwann mal etwas in "semiscale-offroad" zu machen. Und dann auch gerne oldschool (analog zu meinem Lebensalter). Im Bereich der Crawler gibt es passend zu meinen Ideen und Ansprüchen sehr viel, was die diversen Händler anbieten. Dann kam aber der warnende, erhobene Finger eines Freundes "Crawler ist eine Wissenschaft für sich - fang im Outdoor-Bereich besser mit etwas Einfachen an".

OK, das war mal eine klare Ansage von einem, der es besser weiß wie ich. Also, gleich mal die einschlägigen online-shops von Tamico, RC-Kleinkram, RC-Fox, etc. durchwühlt und praktisch überall die selben Modelle gefunden, die für mich in Frage kommen:

  • Audi Quattro Rallye A2
  • Fiat 131 Rallye
  • VW Golf 1-GTI MK2 - Rallye
  • Lancia 037 (hatte ich bereits gebaut)
  • Lancia Delta HF Integrale (hatte ich bereits gebaut)
  • Citroen 2CV Rallye
  • VW Beetle Rallye
  • Datsun 240Z - Rallye
  • Ford Escort MKII - Rallye
  • Opel Kadett GT/E Rallye
And the winner is:
VW_Beetle_Rallye.jpg


Ein 1200er VW Käfer war 1970 mein 1. Auto und passend zu meiner damaligen Leidenschaft "Motorsport" habe ich gemeinsam mit einem Freund alles nur erdenkliche gemacht, um diesen Käfer für regionale Freundschafts-Rallyes umzubauen. Das war verrückt, was man seinerzeit, im Hotel Mama untergerbacht, und für einen Lehrlingslohn von 200 DM/Monat (2. Lehrjahr), so alles kaufen konnte. Auch wenn vieles secondhand, oder Schrottplatz war. Zum Glück war da auch noch die Oma, die gesponsert hat.

Ich könnte aus diesen Erinnerungen vieles wiedergeben, aber das würde das eigentliche Thema verfehlen. Ich erinnere mich in diesem Zusammenhang gerne an eine Benotung meiner Deutschlehrerin, als ich mal mein Aufsatz-Heft zurück erhielt: "Ingolf hat das Thema verfehlt - Note 5".

Wie üblich, bereitet man sich auf so ein Projekt vor und das geht sehr gut bei Youtube. Ich habe da etwas gefunden, das möchte ich Euch nicht vorenthalten - Tamiya VW Beetle Rallye im Offroad-Einsatz.

Ich bin mir sicher, das der hochgeschätzte Kollege Michael (Schwabenpfeil) jetzt am hyperventilieren ist, aber das ist halt offroad. Sorry Michael, da must Du jetzt durch. Schlußendlich hast Du mit Deinem Enten-thread mit dazu beigetragen, dass ich mich auf dieses Terrain begeben will. So viel Staub und Dreck wirst Du auf Deinem Enten-Sideboard niemals vorfinden.


Wer jetzt glaubt VW Käfer und Rallye - das geht ja garnicht. Obacht, nicht so voreilig:


Als ich dieses Video gesehen habe, kam mir sofort der Gedanke "wie bekomme ich diesen Motorsound in den Tamiya Beetle"? Wer meine Beiträge hin und wieder liest, der erinnert sich vielleicht daran, dass ich kürzlich eine Graupner Commodore mit einem SENSE DUAL Soundmodul aufgebaut habe. Ich habe zu dem SENSE noch die Software auf meinem Rechner. Mal schaun, ob da ein passender Sound dabei ist. Das SENSE Soundmodul macht einen ganz schönen Spektakel und könnte im Wald schon auch mal zu Stress mit dem Förster führen.

Black Friday hat mit dazu beigetragen, den Rallye-Käfer schnell und spontan zu kaufen. TAMICO gibt seit Freitag 8% auf alles (ich glaube für 1 Woche). Unangenehmer Nebeneffekt - gestern, am Freitag haben vermutlich 40 Millionen Deutsche online gekauft, was wiederum zur Folge hat, das die Paketdienste nahe einem shutdown sind, weil die Läger überlaufen und die Sortierbänder glühen. Lt. Sendungsverfolgung DPD befindet sich mein TAMICO-Paket bereits im Empfangs-Verteilerlager nahe München. Damit erhöhen sich meine Chancen am kommenden Montag den VW Beetle zu erhalten.

Für mich absolutes "Tamiya-Neuland" - das Fahrgestell. Das ist ein Allrad Fahrgestell mit der Tamiya-Bezeichnung MF-01X, also ein Chassis aus der Familie der M-Chassis. Das habe ich noch nie gebaut und das, was ich dazu bisher in Videos und in der Bauanleitung gesehen/gelesen habe, ist das auch kein Hexenwerk.

Gibt es hier mitlesende Kollegen, die bereits ein MF-01X gebaut haben?????

Für die ganz Neugierigen stelle ich schon mal vorab die Tamiya-Bauanleitung als pdf hier ein. U.a. auch deshalb, weil ich nicht jeden Bauabschnitt bebildert kommentieren werde.

Also bitte noch ein wenig Geduld. In wenigen Tagen geht es los mit dem Baubericht. Anders als mein Kollege Michael (Rallye-2 CV) beginne ich meinen Bericht mit der Karosserie.

Ich freue mich auf einen regen Austausch und viel Input für mein erstes, richtiges Offroad-Projekt.

PS: Oh shit, der RCN-Server meldet mir gerade, dass mein pdf mit der Bauanleitung des VW Beetle Rallye zu groß ist. OK, dann werde ich halt die jeweiligen Seiten, passend zu meinem Bauabschnitt, einfügen.

 
Ich bin mir sicher, das der hochgeschätzte Kollege Michael (Schwabenpfeil) jetzt am hyperventilieren ist, aber das ist halt offroad. Sorry Michael, da must Du jetzt durch. Schlußendlich hast Du mit Deinem Enten-thread mit dazu beigetragen, dass ich mich auf dieses Terrain begeben will. So viel Staub und Dreck wirst Du auf Deinem Enten-Sideboard niemals vorfinden.
Hallo Ingolf,
mit dem Käfer in genau dieser Version habe ich auch Geliebäugelt.
Ich habe leider keinen Bezug zu einem Käfer, außer dass ich immer einen in Echt haben wollte.
Und mangels "Kleingeld" und 2. Garage, kann ich es mir Heutzutage auch Abschminken.

Daher freue ich mich Rießig auf Deinen Baubericht. :D

Ich steuere hier mal die Anleitungen bei:


Chassis:



Lackieranleitung:



Ersatz, Bzw. Tuningteile:



Und Ja,
bei mir wäre die Ente nicht "Dreckig" Geworden.

Versuche mich aber zu Bessern. ;)

Nur, mein Sideboard bleibt weiterhin Sauber. :D


Und OT an:

Mein erstes Auto war ein R5 TS, mit Damals sagenhaften 64PS:


image002.jpg


image003.jpg
 
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Danke Michael, auf die Idee den Link von der Bauanleitung einzukopieren hätte ich ja auch kommen können.

Die Übersicht mit den upgrade-Teilen ist gut, aber nicht mehr aktuell. Durch Yeah-Racing und/oder GPM sind quasi allen beweglichen Teile in mindestens 4-5 Farbvarianten in Alu und/oder Carbon zu bekommen.

Ich werde wohl auch etwas an Tuningteilen verbauen. Insbesondere für das Fahrwerk, um den Offroad-Anforderungen gerecht zu werden. Also z.B. Oeldruckdämpfer und Dämpferhalter aus Alu.

Ohne zu viel verraten zu wollen - das Bürsten - SetUp aus dem Baukasten ist mir zu lahm.

Das Design der Karosserie wird sich deutlich von der Tamiya-Vorlage abheben.

Alles weitere "Coming soon"
 
Der Sound der Käfer im Video ist ja mörderisch.
Da kommt ja ein getunter Käfer mit zwei Solex Doppelvergasern und Sauerauspuff nicht ran.
Ich vermute mal, da sitzt dann auch eher ein Porschemotor im Heck.

Ich freue mich auf Deinen Bericht.
Und klar, nen Käfer oder mehrere Käfer hatte ich auch.
Einen 1200er in Kansasbeige - Donnerflug war sein Name und einer mit Golde Faltdach war auch dabei.
 
Damit warst Du damals aber ganz weit vorne. Und dann noch mit den Alpine-Alus. Ein Ausstattungsmerkmal, das die Freaks nur vom R5 Turbo 2 kannten:

Hallo Ingolf,
dass Foto ist nicht von meinem Damaligen R5, von dem existieren keine Fotos.
Das Foto habe ich beim letzten Sevice von meinem Auto in meiner Vertragswerkstatt Aufgenommen.
Wenn man so davor steht, kommt einem der R5 ziemlich Klein vor.


Das Modell von dem von Dir Agebildeten R5 Turbo habe ich 1985/86 Transportiert.
Wurde beim Renault Werk Nähe Paris Hergestellt und auch dort Verladen.
Ich habe sie dann in die Schweiz Transportiert.

Bei dem Auto musste man extrem vorsichtig mit dem Gaspedal sein, da er sehr viel Power hatte,
und die Hinterachse sehr schnell zum Ausbrechen neigte.
Besonders im Winter oder bei Regen war es nicht so Witzig. ;)
Da sind Einige beim Verlanden über die Rampe gefahren, und vor dem Führerhaus runter Gehopst.
Die Leistung wurde komplett Unterschätzt.
Später wurden die Fahrzeuge nur von Werksangehörigen auf den Transporter Verladen.
Und die Schäden beim Verladen waren weg.
Wie es beim Abladen aussah, kann ich nicht sagen.
Bei mir gab es keine Schäden.

Denke,
dass war jetzt genug OT, freue mich wenn es bei Deiner Karosserie Losgeht.
 
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freue mich wenn es bei Deiner Karosserie Losgeht.

Ich stehe "Gewehr bei Fuß" und alles, was ich für meine Arbeiten benötige liegt bereit. Aber so wie es aussieht bin ich ein "Black Friday Opfer". Mein VW Beetle ist seit Donnerstag letzter Woche unterwegs und weil die Verantwortlichen bei DPD, wie jedes Jahr, vergessen haben, dass es einen "Black Friday" gibt, haben sie die Transporter-Reserven samt Fahrer nicht aktiviert und mein VW Beetle liegt jetzt zusammen mit Heißluft-Friteusen und Spielekonsolen in irgendeinem Transit- oder Verteilerlager zwischen Berlin und München.
 
Heute noch "unboxing"

Wer jemals Tamiya-Bausätze vor sich hatte, der weiß in welch hoher Material- und Pass-Qualität Tamiya liefert. Für mich jedesmal beeindruckend. Und das auch vor dem Hintergrund der Baukastenpreise und wegen der Vollständigkeit des Zubehörs. Zubehör, welches man bei anderen Herstellern häufig zukaufen muß.

Dieser VW Beetle Rallye beispielsweise wird mit einem brushed Torque Tuned Motor (RS540) und einem 70A brushed Regler von Hobbyking, dem THW 1060, geliefert (siehe Foto 4).
Kauft man diese beiden Teile im Tamico shop fehlen € 30 zzgl. Versandkosten in der Hobbykasse.

Weiterhin, und auch keine Selbstverständlichkeit - im Lieferumfang befinden sich 4 scale-Felgen und die dazugehörigen Offroad-Reifen.

Natürlich ist wie immer die 3-sprachige, bebilderte Bauanleitung dabei. Ebenso wie die Anleitung für Karosserie, Lackierung und Anbauteile.

Was also fehlt, um ein fahrfertiges Modell auf den Waldboden zu stellen? 2 oder 3 Tamiya Spraydosen für die Lackierung der Karosserie, 1x 7,2/7,4 NimH oder 2S Lipo und die hoffentlich vorhandene Funke, also Empfänger und Sender.

Hier ein Blick in den geöffneten Karton (ohne Karo), den so, oder so ähnlich alle von Euch kennen, wenn sie schon einmal einen Tamiya Karton geöffnet haben:

DSC03220.JPG


Ich hatte in meinem 1. post geschrieben, dass ich mit der Karosserie anfange. Ich hatte auch geschrieben, dass mein VW Beetle Rallye optisch und technisch anders sein wird, als das Modell aus dem Original Baukasten.

Was ist mein Plan bei der Karosserie?

  • Ich rüste einen Dachgepäckträger nach, mit dem z.B. Erstzräder transportiert werden. Der Dachgepäckträger auf dem Foto ist zu groß. Der wird gegen das Modell auf dem Foto/screenshot ausgetauscht.
  • Die Räder aus dem Baukasten sind M-Chassis Räder mit einem Durchmesser von knapp 60mm. Die sind ganz bestimmt maßstabsgerecht, mir aber zu mickrig. Ich versuche auf 70mm Offroad-Räder umzurüsten.
  • Die beiden schwarzen Zusatzscheinwerfer auf der Front-Stoßstange gefallen mir nicht. Die sind mir zu wuchtig. Ich nutze den Dachgepächträger, um dort 4 maßstabgerechte Zusatzscheinwerfer mit Schutzkappen von HELLA zu verbauen (siehe screenshot). Diese 4 Scheinwerfer sollen mit 5mm LED ausgerüstet werden, die über einen RC-switch vom Sender aus geschaltet werden können
Screenshot 2025-12-02 at 15-18-03 Metall 115 x107mm Gepäckträger Dacht räger mit Scheinwerfern...png

  • Die Karosserie bekommt eine 2-Farbenlackierung. Hauptfarbe = Kupfer - PS 14, Seitenteile zw. den vorderen und hinteren Kotflügel = weiß. Scheiben = Translucent blue - PS 38.
  • Die beim Vorbild schwarze Fronthaube entfällt
DSC03218.JPG


Rechts das Original Tamiya-Rad aus dem Baukasten, passend für M-Chassis. Links der zugekaufte Rädersatz. Rechts neben den Rädern der Dachgepäckträger aus massivem Metall, schwarz matt gelackt und nur fürs Foto. Verbaut wird letztendlich eine kleinere Version, die noch irgendwo in China auf die Ausfuhr-Zollabfertigung wartet.

DSC03219.JPG


Das Bürsten-Antriebsset Motor und Regler werde ich nicht benötigen, weil ich einen brushless Antrieb verbaue. Sollte einer der Mitlesenden Interesse an diesem Set haben, dann soll er mir eine PN schicken. "Mein Preis ist heiß"

Das war jetzt die Kür - morgen geht es mit Pflicht weiter. Und das heißt Karosserie ausschneiden und für die Lackierungen vorbereiten.
 
Heutiger "Arbeitstag" - Karosserie ausschneiden und maskieren:

Ich wurde bereits bei früheren Bauberichten per PN gefragt "wie schaffst Du es die Radkästen so präzise rund hinzubekommen"?

Geht mal in den Baumarkt Eures Vertrauens und sucht nach diesem Akkuschrauber-Schleifeinsatz. Das ist ein kreisrundes Schleifpad mit einer 120er Körnung. Ich habe damit schon über 100 Radkästen glatt und rund geschliffen. Funktioniert einwandfrei:

DSC03223.JPG


Es gibt aber auch andere Helferlein, die schon vielfach beschrieben wurden. Z.B. die Tamiya-Farbspraydose, 120er Schleifpapier drum gewickelt und rund schleifen.
Problem dabei - die Hand arbeitet halt nie so perfekt kreisrund wie der Akkuschrauber. Deshalb kann es mit dieser Methode auch schon mal passieren, das der Radkasten oval wird.
Die ganz erfahrenen Karo-Schneider machen das freestyle. Also ein Stück Schleifpapier und die Rundung des Radkasten wird aus der Hand frei geschliffen.

Eine weitere sehr häufig gestellte Frage - "womit schneidest Du die Karosserie aus"? Es gibt bei Youtube Videos, da schneiden Experten die Karosserie mit dem Cuttermesser aus. Ich bekomme Gänsehaut bim Hinschauen. Nein, das ist mir zu gefährlich. Ich verwende 2 Scheren. Die sogenannte Lexanschere mit kuzen, gebogenen Klingen (u.a. Radkästen) und eine sehr hochwertige "normale Schere" mit einer sehr feinen Verzahnung auf den beiden Klingen. Wichtig ist - die Schere muß gut in der Hand, bzw. Fingern liegen, damit ich kerzengerade Schnitte schaffe.

DSC03225.JPG


So, die Karosserie ist ausgeschnitten, geschliffen und mit Spülmittel naß ausgewaschen. Im nächsten Schritt kommt die Maskierung. Maskiert werden insbesondere die Fensterflächen. Dafür legt Tamiya in aller Regel konfektionierte Maskierfolien dem Bausatz bei, die lediglich ausgeschnitten werden müssen.

Das maskieren der Fensterflächen sieht einfach aus, ist es aber dann doch nicht. 1mm an einer Seite schief angeklebt bedeutet einen Abweich von 2-3mm auf der anderen Seite. Jeder hat da so seine Tricks, wie er die Fenster-Maskierfolie optimal aufklebt.

Im nachbarschaftlichen "Enten-thread" vom Michael (Schwabenpfeil) hatte ich schon mal meine Methode beschrieben. Ich verwende einen Filzstift, dessen Farbe auch auf Folie haftet (Staedtler Lumocolor Stifte) und male von außen auf der Schutzfolie die Konturen der Fensterrahmen nach. Beim Aufkleben der Maskierfolien von innen orientiere ich mich an den roten Linien:

DSC03226.JPG


Weiterhin werden bei meiner Beetle-Karosserie die 2 Seitenteile maskiert/abgeklebt, weil ich die Karosserie 2-farbig lackiere.

DSC03227.JPG


Wer sehr genau hinschaut, sieht in meiner Maskierung der Seitenteile, direkt an den Rändern 1 oder 2 Falten. Die müssen raus!!!!!
Wenn nicht, zieht sich an diesen Stellen der spätere Spray-Lack unter die Maskierfolie und verursacht unnötige, zusätzliche Arbeit.

Wie bekomme ich die Falten so dicht, dass sich keine farbe drunter ziehen kann? Die 2 Skalpelle liegen bereits mit ganz frischen Klingen bereit. Also, die Falte der Länge nach aufschneiden und die Maskierfolie mit einem Spatel glatt streichen. Mehr ist es nicht.

Das war es für heute. Morgen wird lackiert.
 
Hallo Michael,
danke für den Hinweis, insbesondere für die stillen Mitleser.
Ich kenne das Teil. Ich habe eine andere Schablone - die ist von Yeah Racing, liefert aber das selbe Ergebnis. Die Besonderheit dabei - Du kannst nur kreisrunde Ausschnitte machen. Kein Problem bei den modernen GT-Karossen z.B., die, die auch im Wettbewerb eingesetzt werden.
Die scale Karosserien haben oftmals nicht die kreisrunden Radkästen, sondern wie beim VW Beetle z.B., vorne, gezogene, ovale Radkästen. Dennoch ist dieser Kreisschneider ein super Hilfsmittel.
 
Hallo Ingolf
Das finde ich super das du den Kaefer baust, bin auch schon oefter an dem Bausatz gestolpert habe ihn aber doch nicht gekauft.
Meinen letzten Kaefer hatte ich so um 1987. Ein Mexico Kaefer in Marsrot als Unfall gekauft und wieder aufgebaut und verfeinert. Mit 1600 Motor, zwei Einfachvergaser vom NSU TT, externen Oelkuehler, Scheibenbremsen auf der Vorderachse, bearbeitete Koepfe, Umgebauter Originalauspuff, Koni Daempfer, Blinker vorn auf dem Kotfluegel, Ebersbaecher Standheizung und noch so einige Kleinigkeiten. Lange ist es her und schoen wars ;-)
Wuensche dir viel Erfolg beim Aufbau.
 
Hallo Ralf, die Aufzählung Deiner Tuning-Maßnahmen an Deinem damaligen Käfer erinnert mich ganz stark an meinen 1200er. Mitte der 70-iger gab es an meinem Wohnort einen kleinen Hinterhof-Tuner namens Oettinger. Der hatte sich auf VW spezialisiert. Leider reichte damals die Hobbykasse nicht aus, um ein aufwendiges Motortuning (Kopf, Zylinder, Nockenwelle, etc.) vorzunehmen. Für Freundschafts-Rallys war uns das damals auch nicht wichtig. Wichtig war die Optik und der Sound. Also Sportauspuff von Oettinger und 185er Reifen auf glaube ich 13 Zoll Tiefbettfelgen. Und was ganz wichtig war - die zusätzlichen Uhren von VDO links und rechts neben dem Tacho in den Gittereinsätzen. Und last but not least die Recaro Vollschalensitze.
Oh Mann, wenn ich mir das heute so durch den Kopf gehen lasse - was wurde da Geld verbrannt. Aber, und darum ging es, Spaß hats gemacht!!!
 
Hallo zusammen, liebe aktiv Mitwirkenden, liebe stille Mitleser - seit Mittwoch gab es in meinem Baubericht keine Neuigkeiten. Trotzdem ist es weiter gegangen. Ich hoffe es ist OK für Euch, wenn ich an dieser Stelle nicht jeden Handgriff und jede Spraydose im Detail beschreibe. Dafür habe ich hier schon so viele Bau-threads aufgemacht und jedesmal war mindestens 1 Karosserie dabei, die ausgeschnitten und lackiert werden mußte. Ein gutes Forum lebt von Fragen und Antworten. Wer etwas nicht verstanden hat, oder wer gerne etwas anmerken möchte, meldet sich einfach. Ihr wißt soch "Es gibt keine dummen Fragen, es gibt nur............"

Im Nachbar-thread, dem "Entenbaubericht" haben wir über die Vor- und Nachteile bei der Verwendung von Liquid Mask diskutiert. Ich habe bei meinem Beetle komplett auf Liquid Mask verzichtet, weil ich lediglich die beiden Karosserie-Seitenteile großflächig abkleben musste. Liquid Mask setze ich bevorzugt an schwierig abzuklebenden Karosseriestellen ein - z.b. bei Vertiefungen für Lampengehäuse.

Wie schon eingangs beschrieben, habe ich die Karosserie mit 4 Farben gesprayt. Mir war wichtig ein Farb-Design zu verwenden, das sich von den Tamiya-Vorgaben abhebt/unterscheidet. Dabei hat mir u.a. ein Video geholfen, in dem ein amerikanischer Kollege beschreibt, wie er seinen VW Beetle Rally individualisiert hat.

Die dominierende Farbe ist Tamiya - Kupfer = PS-14. Die Seitenteile habe ich mit Tamiya - Weiß = PS-1 gesprüht. Die beiden Trittbretter werden lt. Tamiya schwarz foliert. Das finde ich für diesen Bereich, ganz nah dem Boden, nicht angebracht, weil beim Offroad-Einsatz, durch Schmutz und Nässe, die Folie an diesen Stellen sehr bald im Wind flattert.
Deshalb habe ich die beiden Trittbretter mit Tamiya - Schwarz = PS-5 lackiert. Tamiya empfiehlt grundsätzlich die Karosserie-Scheiben in schwarz-smoke zu lackieren. Warum nicht mal eine andere Farbe? In meinem Lotus Europa - thread habe ich bereits auf "smoke" verzichtet und habe anstelle dessen "Grün Translucent" verwendet.
Diesmal wurde es "Blau Translucent" - oder Tamiya PS-38. Warum? Weil Kupfer und Blau gut harmonieren, wie ich finde.

Beim Sprühen von Kupfer und Blau Translucent ist Vorsicht geboten. Beide Farben sind sehr dünnflüssig. Insbesondere Blau Translucent. Also wirklich nur sehr dünn auftragen, aber dafür 4 - 5 Sprühgänge mit den entsprechenden Trockenpausen. Ansonsten besteht die Gefahr sich mit Läufern rumzuärgern.

4 Farben bedeutet auch, dass man sich Gedanken über die Lackier-Reihenfolge machen muß. Eine alte Tamiya-Weisheit besagt "immer mit der dunkelsten Farbe anfangen".

Die Seitenteile, incl. der beiden Trittbretter hatte ich abgeklebet. Also konnte ich mit Kupfer beginnen. Nach einer Nacht Trocknung habe ich die Maskierbänder an der Unterkante Türen und deren Verlängerung per Skalpell entfernt. Danach wurden die Trittbretter schwarz lackiert.
Wiederum nach einer Nacht durchtrocknen habe ich die Maskierung der Seitenteile entfernt und mich gefreut, dass kein Kupfer unter das Maskierband gelauf ist. Nochmal das Lexan mit Paintkiller gereinigt (letzte, mögliche Klebereste vom Maskierband entfernt) und anschließend weiß lackiert.

Erneut eine Nacht trocknenen lassen und die komplette Innenseite der Karosserie deckend Tamiya silber lackiert.

DSC03228.JPG


Jetzt waren nur noch die Maskierschablonen der 4 Fensterflächen verklebt, die aber runter mußten, damit das "Fenster-Blau" gesprayt werden konnte.

DSC03229.JPG


Das schöne großflächige Silber war somit dahin. Theoretisch könnte man die alten Maskierschablonen, sofern man sie vorsichtig gelöst hat, wiederverwenden. Davor möchte ich warnen. Ich habe es einmal probiert. Weil der Kleber an den Schablonen nicht mehr optimal gehaftet hat, waren meine Fenster 2-farbig. Nur mit sehr großem Aufwand und sehr viel Paintkiller konnte ich den Lack entfernen und komplett neu lackieren.

Also bleibt es bei blau/silber. Was ja letztlich nicht unbedingt schlecht ausschaut.

Nach dem erneuten durchtrocknen der Scheiben habe ich die äußere Schutzfolie entfernt und habe die großflächigen Sticker auf den Seiten verklebt, um zu sehen, ob die Original Tamiya-Sticker mit dem Weiß der Seitenteile harmonieren. Ich finde das Ergebnis gut.

DSC03230.JPG


Morgen geht es mit dem Bekleben der Karosserie weiter. Danach kommen die Anbauteile, also Stoßstangen, Lampen, Seitenspiegel, etc.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ingolf, das nenn ich mal eine extravagante Farbkombination.
Das gefällt mir sehr gut.
 
Hallo Ingolf,
mal wieder eine sehr Gute Arbeit Abgeliefert.

Da die Scheiben meiner Ente auch mit durchsichtiger Farbe Besprüht werden,
werde ich mich an Deine Lackierweise Halten.

Noch sieht das Blau für mich ziemlich Gewöhnungsbedürftig aus,
aber am Ende wenn der Käfer fertig ist, wird es bestimmt Gut Rüberkommen.
Lasse mich Überraschen.

Und wie immer,
mir muss es nicht Gefallen, sondern Alleine nur Dir.

In diesem Sinne, viel Erfolg Weiterhin.
 
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