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TEK Düse selbst bauen

Marc K.

User
Hi!
Ich würde mir gerne eine TEK Düse selbst herstellen. Leider finde ich nirgendwo eine Beschreibung mit Bemaßungen etc..
In erster Linie wollte ich eine für den Rumpfrücken bauen.
Hat jemand von euch evtl. Zeichnungen usw.

Gruß Marc
 

lkas2205

User
Hallo Marc,
genaue Maße kann ich dir nicht nennen, jedoch werde ich die Tage selber Versuche starten. Prinzipell sind die Abmaße nicht so entscheidend. Wichtig ist, außerhalb der Grenzschicht des Fliegers zu messen sowie nicht in den Wirbeln von FLugzeugteilen.
VG
Lukas
 
Ich verwende die "Seele" (Kunststoff) von Bowdenzügen.
Haben den Vorteil elastisch zu sein und nicht immer gleich zu verbiegen oder zu brechen.
Funktioniert bei allen Leitwerkstypen.
Gruss Jürgen
 

Anhänge

Ich habe vor sehr langer Zeit viel damit experimentiert.
Einfach saubere, grossräumige Loopings fliegen und auf Vario hören.
Theoretisch dürfte man im Kreis von "6 - 9 Uhr" kein "steigen" hören da das ja reine "Knüppelthermik" ist.
Oder "sinken" beim "stossen".
Also der Winkel und die Bohrung (Durchmesser) haben keinen hörbaren Einfluss.
Gruss Jürgen
 

Niklaus

User
Prandtl Sonde und elektronisches TEK Vario

Prandtl Sonde und elektronisches TEK Vario

Hoi Marc,

Nur so als Anregung:

Anstatt eine klassische aerodynamische TEK Düse zu verwenden, welche durch eine besondere Düsenform den Luftdruck mit dem Staudruck kombiniert, kannst Du auch mittels zweier Drucksensoren, die den Luftdruck und Staudruck getrennt messen, die energiekompensierten Variomesswerte mathematisch errechnen lassen.
Das Lustige ist dabei, dass dabei die Masse des Flugzeugs in die Berechnung nicht eingeht, also auch nicht im elektronischen TEK Vario parametriert werden muss.

Diesen messtechnisch einfacheren Weg unterstützen mittlerweile mehrere Variohersteller, z.B:


Picolario sollte soetwas mit dem Picolario2-DUO eigentlich auch können, nur haben sie dafür meines Wissens noch keine entsprechende SW geschrieben. -Schade!
SM Modellbau hat eine Prandtl - Sonde für ihren JETI-Speedsensor im Programm. Warum Sie die Prandtl Sonde nicht für den GPS3-Logger einsetzen, um Speed und TEK-Vario anzubieten? Ich weiss es nicht.
Zum Multiplex Sensor gab es kürzlich einen ausführlichen, natürlich positiven, Testbericht in einer Modellbaufachzeitschrift.


Als Messaufnehmer verwendet man für Speedsensoren oft ein Prandtlrohr. Dr. Ludwig Prandtl war Strömungsmechaniker / Aerodynamiker aus Österreich, studierte an der TUM (Technischen Universität München) und ist gestorben 1953 in Göttingen (DE).


So ein Prandtlrohr kann man gut selber bauen:
  1. In der Bucht gibt es für 1.50 EUR siebengliedrige Transistorradio UKW Ausziehantennen.
  2. So eine Antenne zerlegst Du in die Einzelteile indem Du vom dicksten Glied das untere Ende absägst und vom dünnen Ende den Antennenauszugsnippel abzwickst.
  3. Ein dünnes Rohr das vorne offen ist misst den Staudruck (Speed), ein wesentlich dickeres Rohr drumherum, in das Du sehr kleine Löcher bohrst, verwendest Du für den statischen Druck (Höhe). Du musst also die Rohre ineinander kleben und vom äusseren Rohr mittels einer dicken Zusatzbohrung, in die Du ein kurzes Röhrchen klebst, den statischen Druck abnehmen.

Aus so einer Antenne kannst Du also mind. eine Prandtl Sonde bauen. Kauf ein paar Antennen mehr, so bist Du gewappnet für das ein oder andere Missgeschick.
Im Bild unten siehst Du meine fertig eingebaute Sonde. Der Aussendurchmesser beträgt gut 5 mm. Ich habe die Sonde fix eingeklebt. Sie ist recht stabil, viel stabiler als die üblichen langen aerodynamischen TEK Düsen.

Gruss Niklaus

IMG_0185_s.jpg
 

onki

User
Hallo Niklaus,

Ist sicher auch eine Lösung aber ich bevorzuge (wie auch alle führenden Modell-Varioanbieter) die klassische TEK-Düse.
In der Theorie mag beides funktionieren, in der Praxis hat die TEK-Düse für mich klare Vorteile.

Das Prandtl-Rohr ist fest am Modell und nicht gerade filigran (Vorstand, Loch im Leitwerk etc.). Das schreit nach Transportschaden. Die TEK-Düse kann ich abnehmen und hab so keine Probleme beim Transport.
Ich hab eine versenkbare Lösung gebaut aber die ist auch nicht der Bringer.
Ich nutze ein Braunschweiger Rohr für alle meine TEK-Varios. Hab mir aber mal Edelstahl-Kapillarrohr (2mm AD und 2,5mm AD) bestellt um einen Selbstbauversuch einer Nicks-Düse für meinen Skywalker zu starten.
Wie würdet ihr das 0,8er Loch in die Kapillare bohren? Hab ein paar Platinenbohrer in dem Maß und meine MF-70 Fräse dafür im Blick.

Gruß
Onki
 

Niklaus

User
ws-tech hat auf seiner Homepage eine Übersicht von verschiedenen Düsen:
http://www.wstech.de/index.htm?tek_theo.htm

Um dünne (0.5 ... 0.8 mm) Löcher in Rohre zu bohren braucht man keine Fräse. Ich mache das mit einem "0815" Proxon Bohrständer, wobei ich folgenden Trick anwende:

  1. In ein Hartholzklötzchen bohrt man längs ein Loch für das Werkstück. In meinem Fall verwendete ich einen Bohrer mit Durchmesser 5.3 mm.
  2. In das selbe Hartholzklötzchen bohrt man quer das dünne Loch, in meinem Fall ein Bohrer mit 0.6 mm, sodass es senkrecht in den vorher gebohrten dicken Kanal (Durchmesser 5.3 mm) mündet.
  3. Den Hartholzblock fixiert man in einem kleinen Schraubstock, welchen man auf dem Bohrständer so fixiert, dass der dünne Bohrer in der Bohrmaschine mit dem dünnen Loch im Hartholdblock exakt fluchtet.
  4. Nun das Werkstück einführen
  5. Ein Frontanschlag hilft, wenn mehrere Löcher gebohrt werden müssen.
  6. Bohre das 1. dünne Loch
  7. Das Werkstück axial um beispielsweise 30° drehen und das nächste dünne Loch, eins nach dem anderen in das Werkstück bohren.


@onki
...
Das Prandtl-Rohr ist fest am Modell und nicht gerade filigran (Vorstand, Loch im Leitwerk etc.). Das schreit nach Transportschaden.
...
Onki
Eben weil das Prandtl-rohr nicht filigran ist, ist es robust und ist recht unempfindlich gegen Transportschäden.
 

Marc K.

User
Hier mal die Bohrvorrichtung.

IMG_20190825_194541.jpg

Das Biegen mit eingeschobener Kupferlitze hat nicht funktioniert. Mit einem 2mm Kohlestab geht es einigermaßen.

IMG_20190825_195234.jpg

Hier die gebogene Düse

IMG-20190825-WA0008.jpg

Nun muss ich mir noch über eine Aufnahme für die Düse Gedanken machen.

Gruß Marc
 
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