Telemetrie für 35 Mhz FC18

Hallo Allerseits,

für meinen Retrosender (Futaba FC18 PCM, läuft noch mit 35 Mhz) fände ich eine rudimentäre Telemetrie ganz nett.
Also zB Höhe, Vario und Lipospannnung zB von einem SM Unisense am Sender anzeigen zu können.

Gab es zu 35 Mhz da überhaupt mal etwas ?

Wäre es möglich die Telemetrie mittels ELRS vom Modell an den Sender zu übertragen ?
Was wäre da ein sinnvoller Ansatz ?
Ich weis, ist anachronistisch, aber die 35 Mhz Strecke vom Sender zum Modell soll dabei erhalten bleiben, es soll also nicht einfach alles auf ELRS umgezogen werden.

Ich bin bei diesen beiden Themen völlig ahnungslos, jeder Denkanstoss ist willkommen.

Viiel Grüsse
Andreas
 
Kauf dir irgendwo hier in der Börse ein altes Picolario mit LPD-Funke und gut ist.
Dann bist du auch 100% Retro.
35MHz ist alter Kram im 10kHz Raster der niemals Telemetrie konnte bzw. können wird. Da ändert auch Retro nix dran.
 
Hallo Andreas,

original von Futaba ist mir kein 35MHz-System bekannt, dass eine Telemetrie bei der FC18/28 unterstüzt.
Wenn du bei 35MHz bleiben möchtest, kannst du dies nur mit einem externen System bewerkstelligen.
Bist du aber bereit deine 35MHz aufzugeben, geht Telemetrie mit der FC18 sehr wohl.

Futaba hat seinerzeit die Telemetrie-Box herausgebracht.
Diese übermittelt alle geforderten Daten über die Funkstrecke des Empfängers an die Box.

Hier nun der Clou: Nimm ein Sendemodul TM-8 und einen Empfänger R6308SBT zusammen mit der Telemetrie-Box.
Damit hast du alles was du willst und die Sache funktioniert mit der FC18 tadellos.

Es gäbe mit diesem System sogar die Möglichkeit die 35MHz-Strecke zu behalten.
Das TM-8-Sendemodul gibt es auch in einer Einbauvariante für die FC18. Du könntest also zwei Strecken parallel fahren.
Du müsstest dann nur den Empfänger (R6308SBT) zusätzlich ins Modell einbauen.

Auf jeden Fall wärest du voll Retro und auch bei allem original Futaba.

Grüße
Werner
 
@ Rainer: Danke die Möglichkeit mit dem LPD Receiver kannte ich noch nicht. Da kommt dann aber nur der Varioton, oder ?

@ Werner: Meine FC18 ist eine V3, wo das HF Modul innen drin steckt (Rückdeckel muss dazu geöffnet werden). Müsste originale FC18 35 Mhz Modul nicht ausgebaut werden, um das TM8 Modul unterzubringen (d.h. die 35 Mhz Strecke ist dann hinfällig) ? Oder ist die Einbauvariante nur eine Platine ohne Gehäuse, die an beliebiger Stelle in der FC18 montiert werden kann (also nicht an der Stelle, wo das 35 MHz Modul sitzt ) ?

An sowas ähnliches habe ich auch schon gedacht. Letztes Jahr habe ich eine alte Robbe T4 auf Jeti TU2 umgerüstet, und die Auswertung der Jeti Telemetrie und deren Anzeige auf einem LCD Display mit einem Ardiuno ProMini realisiert. Damit entfällt die Jetibox Mini (das Pendant zur Futaba Telemerie-Box). Der Schritt, sowas auf die FC18 zu portieren, wäre gar nicht mal so gross. In den Flieger käme dann zB ein kleiner Jeti R5L Empfänger neben dem 35 Mhz Futaba Empfänger. Das TU2 ist eine Platine ohne Gehäuse, die kann ich überall hin bauen,
Unschön daran ist die um ca 70 mA erhöhte Stromaufnahme durch das TU2 im FC18 Sender, und die 2,4 Ghz Strecke von der FC18 zum Flieger, die nicht benutzt wird (nur die Strecke vom Flieger zum Sender).
Die Leistung des TU2 konnte man früher mal auf 10mW begrenzen, das geht mittlerweile nicht mehr (Menüfeld nicht aufrufbar).

Ich nehme an, mit ELRS geht das eleganter (nur eine Richtung und weniger Strom).
Da das nicht so dringend ist, wird das dann wohl die erste Anwendung für meine ersten Gehversuche mit ELRS.
Danke Euch u. VG
Andreas
 
Hallo Andreas,

wenn du eine FC18 "Normalversion" mit geschlossenem Deckel hast (also keine PLUS) kannst du einfach einen anderen Deckel nehmen.
Dann passt auch das TM-8 Sendemodul hinten zum einstecken. Das Softwarerelease ist nicht von Belang, da es sich hier bei allen Umbauten nur um Eingriffe auf der Übertragungstrecke handelt. Die interne Software ist das außen vor.

Alternativ kann das interne 2,4GHz-Modul, wie bereits erwähnt zusätzlich eingebaut werden. Der Einbau kann irgendwo im Gehäuse stattfinden.
Ich habe das Modul einfach mit doppelseitigem Klebeband befestigt und mit einem verriegelnden Schalter kann ich umschalten.
Es gibt auch schon einen Thread zu diesem Thema: https://www.rc-network.de/threads/futaba-fc28-mit-2-4-ghz.269634/post-3996052

Wegen der Leistung/Stromverbrauch würde ich mir keine Gedanken machen. Die FC-Technik stamm aus Zeiten der NC-Technologie.
Mit modernen Li-Zellen hast du mehr als genug Reserven bei geringerem Gewicht. Ich habe z.B. meine NC1700 gegen einen Lipo getauscht.
Die Hälfte des Gewichts, bei doppelter Laufzeit.

Grüße
Werner
 
Ich nehme an, mit ELRS geht das eleganter (nur eine Richtung und weniger Strom).
Auf meinem YT-Kanal findest Du einige Videos, wie man mit ELRS alte Sender renoviert. ELRS kann auch direkt PPM-Input (z.B. Schülerausgang).
Wenn Du auch Telemetrie am Sender haben möchtest, dann musste Du allerdings das ELRS-Sendemodul (oder RX-as-TX) tatsächlich über CRSF ansteuern (und bekommst dann auch Telemetrie darüber).
Wenn Du nur Telemetrie vom Modell empfangen möchtest /und weiterhin mit 35MHz steuern möchtest) kannst Du auch ELRS im "Airport"-Modus betreiben. Das ist dann eine transparente, serielle Verbindung (nur 9600Bd), mit der Du dann beliebige Daten vom Modell zum Sender übertragen kannst.
 
Danke die Möglichkeit mit dem LPD Receiver kannte ich noch nicht. Da kommt dann aber nur der Varioton, oder ?

Nein, das Picolario Talk hat auch eine Sprachausgabe für die Höhe und Empfängerspannung. Letztere wird auch nur angesagt, wenn sie sich ändert. Ein Feature das moderne Systeme so leider nicht bieten oder nur mit einigen Klimmzügen. Die können nur in Zeitintervallen ansagen aber nicht nur bei Änderung des Wertes.
Die Höhe wird alle 50m angesagt. Über einen Servokanal kann man das Vario abschalten bzw. die Höhenansage ändern (zeit bzw. höhenbasiert).

Weiterer Vorteil ist (zumindest wenn man einen Kreuzgurt nutzt) ist, das man die LPD-Funke an den Kreuzgurt klemmt mitsamt dem drahtgebundenen Ohrhörer. Somit besteht keinerlei Drahtverbindung zum Sender was damals wirklich schon sehr praktisch war.
War für mich immer ein Grund von vorneherein bei 2G4 auf BT-Kopfhörer zu setzen, denn ich will nicht via Draht mit dem Sender verbunden sein.

In der Börse gibt es gerade Picolarios zum Verkauf hab ich gesehen.
Neue Technik in alte Kisten einzubauen empfinde ich als maximal albern.
 
Eins kann man so nicht stehen lassen:
Moderne Systeme können sehr wohl Werte auch in Abhängigkeit einer Wertänderung (z.B. einstellbar bei U in 0,01V Schritten) ansagen.
Kein Klimmzug, einfach einstellen
 
Ich bin bei diesen beiden Themen völlig ahnungslos, jeder Denkanstoss ist willkommen.

es soll also nicht einfach alles auf ELRS umgezogen werden.
Kannst trotzdem auf ELRS umsteigen. Tut nicht weh. 😉
Wirst nicht bereuen.
Kannst das Sendemodul im TX-Gehäuse verstecken.
 
Ich komme erst jetzt dazu, mich mal mit den Hinweisen zu beschäftigen.

Die Idee mit dem Picolario im Flieger und dem Funkgerät am Gürtel, und von da aus Kabel ans Ohr ist die einfachste und schnellste Lösung.

Das Futaba TM8 oder ein HFM12 sind keine Verbesserung gegenüber der Jeti Lösung, die in meiner Robbe T4 läuft. Die Lipo-Spannung wäre so nicht machbar. Platzbedarf und Stromverbrauch sprechen auch eher dagegen.

ELRS:
Der Wunsch wäre, die Telemetrie eines Unisense E über ELRS zum Boden zu senden, und dort meinetwegen mit einer selbstgestrickten Lösung auszuwerten. Mein Unisense E Version 1.23 redet aber kein CSRF.
Transparente Übertragung mit 9600 Baud würde mir reichen. Aber ich nehme an, dann ist keinerlei Fehlererkennung dabei und damit keine Unterdrückung unplausibler Telemetriedaten möglich. Es sei denn, das ELRS Funkprotokoll enthält eine inhärente Fehlererkennung ? (wie derzeit die klassischen proprietären 2,4 GHz Systeme von Jeti, Graupner et al).
Ohne Fehlererkennung kommt diese Variante nicht in Frage. MS Copilot erzählt zwar, das im Airport Modus gar keine HF Übertragung mehr stattfindet, also das generell so nicht geht, aber Copilot hat mir in den letzten 24h auch ne Menge Blödsinn erzählt.

Zitat: wimalopaan:
"Wobei die Empfänger natürlich auch 3rd-Party wie etwa HoTT/Telem, HoTT/SumD, Futaba/SBus, ... unterstützen."

Ich dachte, ELRS redet grundsätzlich nur CSRF am RX bzw. TX Pin. Kann man wirklich einen Hott Sensor (oder zB ein Unisense auf Hott eingestellt) direkt an den RX Port eines ELRS Empfängers ohne Protokollkonverter (Hott zu CSRF) anschliessen ?

Bis jetzt habe ich nur Matek mit einem "Matek CRSF zu 10x PWM + Vario-Wandler" gefunden, der direkt CSRF redet, und angeblich ein Vario an Board hat, obwohl das Board nicht so aussieht, als ob da ein Barometrie-Chip drauf ist, sowas hier:

https://www.rotorama.de/product/matek-konvertor-crsf-na-10x-pwm-vario

Meine naive Vorstellung wäre derzeit:
Matek Baro Sensor CSRF -- Happymodel EP1 --- ELRS Funkstrecke zum Boden --Happymodel EP1---CSRF Ausgabe -- Protokollkonverter

Angeblich soll der Empfang von Telemetrie auch mit einem ELRS Empgfänger am Boden (statt einem TX Modul, oder RX as TX) gehen.
Den HF Powerlevel eines ELRS TX einfach auf Null setzen würde nicht die Stromersparnis bringen, die mir vorschwebt (50 mA weniger).

VG

Andreas
 
Transparente Übertragung mit 9600 Baud würde mir reichen. Aber ich nehme an, dann ist keinerlei Fehlererkennung dabei und damit keine Unterdrückung unplausibler Telemetriedaten möglich.
Jedes Telemetrieprotokoll und auch das, was Du Dir dann dafür ausdenkst, sollte natürlich jedes Paket mit einer CRC absichern. Aber der Airport-Mode verwendet natürlich selbst schon eine Fehlererkennung.
Ich dachte, ELRS redet grundsätzlich nur CSRF am RX bzw. TX Pin. Kann man wirklich einen Hott Sensor (oder zB ein Unisense auf Hott eingestellt) direkt an den RX Port eines ELRS Empfängers ohne Protokollkonverter (Hott zu CSRF) anschliessen ?

S.a.https://www.expresslrs.org/software/serial-protocols/

Da die ESP8285-basierten Empfänger jedoch mit ihren UARTS kein half-duplex können, muss man noch eine Diode einbauen. Bei den ESP32/C3 natürlich nicht.
Angeblich soll der Empfang von Telemetrie auch mit einem ELRS Empgfänger am Boden (statt einem TX Modul, oder RX as TX) gehen.

Nicht nur angeblich ;-)
 
Gab es zu 35 Mhz da überhaupt mal etwas ?
Guten Morgen Andreas,

nicht "gab", sonder "gibt":

Völlig unabhängig der Frequenz und der Strecke, die Du zum Steuern Deines Modells nimmst.

Die Idee mit dem Picolario im Flieger und dem Funkgerät am Gürtel, und von da aus Kabel ans Ohr ist die einfachste und schnellste Lösung.
Das Picolario ist meiner Meinung nach nach wie vor das beste Variometer für den Modellsegelflug, dass es gibt. Deswegen gebe ich meines auch nicht her ;)
 
Vielen Dank für Eure Ideen und Hinweise !

@ Wilhelm: Die von Dir verlinkte Webseite ist sehr erhellend, danke. Auch Deinen Youtube Kanal habe ich mir angesehen. Schöne d.h. für mich nützliche Beiträge, z.B. der über PWM mit dem Happymodel EP1.

Die hochwertigen ELRS RX und TX Komponenten brauchen für mein Projekt zuviel Strom und haben zuviel Funktionalität.
Die 35 Mhz Strecke soll ja erhalten bleiben. Die FC18 läuft bereits mit einem 3S Lipo mit ca. 200 mA (1W). Weitere 100mA würden die Akkulaufzeit um ein Drittel kürzen. Im E-Motorflieger ist das egal (eh nur 10 Min in der Luft) aber das Ganze soll für einen Segler sein, mit dem ich auch mal eine Stunde obenbleiben will. Im Modell komme ich mit der Kombination aus Hersteller Telemetrie und ELRS Komponenten auch kaum unter 100 mA. Das ist die Grössenordnung vom Durchschnitt von Empfänger und Servos zusammen, wenn man ruhige Kreise zieht, d.h. auch hier gehts dann mit der Akkulaufzeit deutlich runter.

Einzig der Picolario schont hier mit nur 45mA den Akku. Aber der kann keine Lipospannung anzeigen, nur die Spannung an seiner Stromversorgung. Ausserdem ist er relativ gross.

So ein Barometrischer Sensor wie der BMP280 braucht weniger als 1 mA. Also gehen 95% des Stroms von einem Unsisense für den uC drauf, der daraus ein Herstellerprotokoll schnitzt, was von einem guten ELRS RX (zB BetaFPV) auch noch in CSRF übersetzt werden muss.
Solche Sensoren werden mit I2C vom externen Prozessor ausgelesen, ihr Protokoll scheint zudem einfach zu sein.

In dem Zusammenhang ist auch das oXs on RP2040 Projekt interessant. Ist für mein Projekt aber auch oversized (hohe uC Taktrate, Strom, Features).
Eigentlich brauche ich nur
- die Höhe ohne Ansage auf einem Display, um zu wissen, wann ich das Limit auf einem Platz überschreite, oder wenn es Zeit wird abzusteigen
- das Vario als Ton auf dem Ohr
- und die Lipospannung auf dem Display, um genau zu wissen, wann Schluss ist. Der Gastimer ist nur ein sehr grobes Schätzeisen.
Viel mehr Parameter kann ich ohne grosses Display sowieso nicht auf einem Retrosender darstellen.
Das ganze möglichst klein und sparsam, und möglichst nicht allzuweit weg von dem was ich mir zutraue.

Idee:
Die Bosch Sensortypen kann ich nicht löten (Lötpunkte seitlich nicht mehr kontaktierbar), aber den MS5611.
Ein 3,3V 8Mhz Promini (5 mA) liest den MS5611 per IC2 aus, übersetzt direkt in CSRF und füttert damit im Modell einen EP1 (35 - 45 mA laut KI) , und zwar die (ältere ?) Version ohne WLAN. Zusätzlich bekommt er von einem am Regler angelöteten Kabel die Lipospannung auf einen AD-Eingang und füttert auch damit ein CSRF Telemetrie-Feld, d.h. keine Zwischenstecker wie beim Unisense.
Im Sender empfängt wieder ein EP1 die Telemetrie und gibt sie an einen weiteren ProMini, der aus dem CSRF ASCII macht, und damit ein DOGS Display treibt, was nur ein Viertel-mA braucht, und in der Sonne besser ablesbar ist, als das LED Display, was ich momentan für den Gastimer da einsetze (zieht 20 mA). Der Promini im Sender muss zusätzlich den Gastimer bedienen und intervallartig Töne liefern (Rechteck mit Tiefpass dahinter, o.ä).
Den MS5611 gibt es als Makerboard für Tests.
Wenn alles klappt, könnte man im Modell noch auf das ProMini Board verzichten, und den Sensor und den Atmel (als SMD) direkt auf eine eigene Platine bauen, wo der EP1 (nur 10 x 10 mm) noch huckepack draufkommt.
Es gibt andere (und bessere) Prozessoren, die mit noch weniger auskommen, aber mit denen kenne ich mich noch nicht aus.

Ist ne Spar-Sonderlocke für die FC18 und damit für andere sicher wenig interessant. Bei einem komplett auf ELRS umgestellten Anlage würde ich auf fertige PWM ELRS Empfänger und Herstellersensoren zurückgreifen und ein gutes TX Modul.

Keine Ahnung ob das klappt, mal sehen.
VG
Andreas
 
Die Bosch Sensortypen kann ich nicht löten (Lötpunkte seitlich nicht mehr kontaktierbar), aber den MS5611.
Ein 3,3V 8Mhz Promini (5 mA) liest den MS5611 per IC2 aus, übersetzt direkt in CSRF und füttert damit im Modell einen EP1 (35 - 45 mA laut KI) , und zwar die (ältere ?) Version ohne WLAN. Zusätzlich bekommt er von einem am Regler angelöteten Kabel die Lipospannung auf einen AD-Eingang und füttert auch damit ein CSRF Telemetrie-Feld, d.h. keine Zwischenstecker wie beim Unisense.
Im Sender empfängt wieder ein EP1 die Telemetrie und gibt sie an einen weiteren ProMini, der aus dem CSRF ASCII macht, und damit ein DOGS Display treibt, was nur ein Viertel-mA braucht, und in der Sonne besser ablesbar ist, als das LED Display, was ich momentan für den Gastimer da einsetze (zieht 20 mA). Der Promini im Sender muss zusätzlich den Gastimer bedienen und intervallartig Töne liefern (Rechteck mit Tiefpass dahinter, o.ä).
Möglich sind zwei Verfahren:

1) Normale ELRS-Verbindung Sendemodul (EP1) zu Empfänger (EP1): Telemetrie via CRSF
2) ELRS-Airport.

Variante 1) hat den "Nachteil", dass hier der EP1 (rx-as-tx) auch mit CRSF-Kanaldaten gefüttert werden muss, damit er überhaput sendet bzw. eine Verbindung zum Empfänger aufbaut.

Variante 2) hat den Vorteil, das es wirklich nur ein transparentes Modem ist und Du Dein Telemetrie-Protokoll ggf. noch schlanker machen kannst als CRSF und auch mit geringerer Paketrate. Das spart dann zusätzlich sehr viel Strom.
 
Variante 1) hat den "Nachteil", dass hier der EP1 (rx-as-tx) auch mit CRSF-Kanaldaten gefüttert werden muss, damit er überhaput sendet bzw. eine Verbindung zum Empfänger aufbaut.
Nachdem, was ich bis jetzt gelesen habe, ist das darunterliegende HF-Protokoll ein verbindungsloses Protokoll (keine Rückmeldung an den Sender, keine Session mit Timeout). Insofern sehe ich das eher als Vorteil. Je weniger Pakete man überträgt, desto weniger Strom kostet das. Diese Schicht hat eine eigene Sicherung, etwas anderes hätte mich bei Frequency Hopping auch gewundert.

Variante 2) hat den Vorteil, das es wirklich nur ein transparentes Modem ist und Du Dein Telemetrie-Protokoll ggf. noch schlanker machen kannst als CRSF und auch mit geringerer Paketrate. Das spart dann zusätzlich sehr viel Strom.
In den Airport Modus zu kommen, scheint schwierig zu sein, so die Gerüchteküche. Nachteil: die Sicherungsschicht des dann entfallenden CRSF geht verloren. Entweder mit höherer Fehlerate leben oder selbst ein CRC dazustricken, und deutlich mehr Aufwand (eigenes Protokoll) oder eben das CRSF im Airport Mode mit deutlich kleinerer Baudrate nachahmen.

Für den Betrieb mit CRSF auf 420 kBaud deuten sich zwei Probleme an:

1) Die recht hohe und nicht änderbare Baudrate bei CRSF (420kBaud). Ein Atmel mit 8 oder 16 Mhz bekommt das nicht hin (Jitter ist zu gross bei dieser Baudrate), und schnellere Prozessoren brauchen deutlich mehr Strom. Der Ausweg wären Low-Power-MCUs, wie zB Atmega 4808/4809 (10/20 Mhz) oder - besser - sowas wie der STM32L031F6P6 (TSSOP20 Gehäuse 16/32 Mhz). Solche Prozessoren lassen sich noch halbwegs gut löten, aber man bekommt keine Mini-Testboards wie das des Atmel ProMini. Also Breakout Boards auf Lochrasterplatinen für den gewünschten Minimalaufbau nehmen, aber später ist dann eine Platine in der Fabrik fällig. Beim STM kommt dann noch das Gehampel mit dem STMLink für den Bootloader dazu. Das ist zwar Arbeit, sollte aber lösbar sein.

2) EMV: Ein Prozessor mit 20 oder 32 Mhz in der Nähe des hochempfindlichen 35 Mhz Empfängers ist u.U. ein hübscher Störstrahler, der die Reichweite stark einschränkt. Hier wäre eine Taktrate deutlich oberhalb 35 Mhz besser, was aber wieder Strom....tja.

VG
Andreas
 
ad 1)
Du kannst die Baudrate am RX ja auch auf z.B. 115,2KB herunter setzen, dass schafft ein AVR8 auch mit 16Mhz (btw: man kann die DA/DB... bis 32 MHz takten, dann geht auch 420KB)

Du kannst natürlich auch den STM32G030 einsetzen, dafür gibt es ein fertiges Board von WeAct (Ali) oder Du nimmst meins mit einem STM32G0B1 (s.a. https://github.com/wimalopaan/Electronics#devg0b1)

ad 2) Bei den AVR8 und internem Oszillator gar kein Thema. Die STM32 laufen eh mit mindestens 64MHz. Der Stromverbrauch hängt maßgeblich davon ab, welche interne Peripherie Du aktivierst (und mit welchem Takt). STM MX Cube berechnet Dir genau den Stromverbrauch (wird aber trotzem unter 10mA bleiben).
 
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