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Tragfläche auslegen

Grüß euch,

Ich brauche mal Schwarmwissen.
Seit ein paar Wochen besitze ich einen Rumpf einer Byron F-15, die soll mit zwei Jetfan 120 aufgebaut werden. Dabei waren Schneiderippen für HR und SR. Die Tragflächen darf ich selbst Konstruieren/Auslegen. Dabei muss ich natürlich an der Wurzelrippe die am Rumpf angeformt ist beginnen und dann auf ein brauchbares Profil gehen. Dazu hab zwei Fragen.

1. Auf welches Profil soll ich gehen. Ich habe bereits gelesen dass Profile für Segelkunstflug zum Teil geeignet sind also z.b. RG15 oder MH32. Was meint ihr dazu sinnvoll oder kompletter Blödsinn?

2. Soll ich den Strack über den gesamten Flügel ziehen oder z.b. am Ende der Flaps/Anfang der QR am eigentlichen Profil sein oder noch früher? Was ich bereits erfahren habe, dass über die gesamte Fläche eine Schränkung von ca. 3° eingebaut werden soll, aber der Strack macht mir doch Kopfzerbrechen

Ich stehe da ein wenig an, wenn ich den einen oder anderen Tipp bekommen könnte wäre ich sehr dankbar!!

Schönen Abend
Christoph
 

eug

User
Hallo Christoph
Ich würde die Anformung der Wurzelrippe nehmen, und dann über die gesamte Spannweite einen Strak auf ein Naca 1410 oder 2410 machen. 3° Schränkung sind gut. Die Skymaster und Avonds F-15 haben sogar noch mehr Schränkung, jedoch nicht über die gesamte Halbspannweite. Erst ungefähr auf dem äussersten Drittel der Flächenseite.
Ein deltäähnlicher Flügel wie die F-15 ihn hat ist eigentlich sehr unempfindlich für die Profilwahl. Vollsymmetrische Profile gehen auch.
 
Die Geometrie ist ohnehin vorgeben.
Meine Avonds F15 hat eine ziemlich starke geometrische Schränkung, 3° können schon hinkommen.
Das Profil ist bei meiner irgendein NACA der 64er Serie, außen leicht gewölbt wie bei einem Thermiksegler.
DSC00076.JPG

IMG_6675.JPG


Dies ist eher aus der gewünschten scale Treue heraus so gemacht worden, weniger aus aerodynamischer Rafinesse für die spezielle Konstruktion, die 64er sind gar nicht so optimale Modellflugprofile. Die F15 fliegt trotzdem hervorragend.

RG15 oder MH32 /MH42 ist sicher ok.
Der Strak sollte irgendwie zusammenpassen, aus der gleichen Profilserie. z.B. NACA 2412 auf NACA0009 (wäre aerodynamische Schränkung,kann man mit der geometrischen kombinieren ).
Bei der gegebenen Strake (nicht Strak)-Flügel Geometrie (lange Vorlaufkante an den Triebwerken) entsteht oben ein Wirbel über die Flügelnase, der die Strömung oben nach innen andrückt. Deswegen stallt eine F15, F16 nicht wirklich sondern sackt mit der Nase oben wenn ordentlich gezogen bzw. fliegt high alpha wenn genug Schub anliegt.

Ich denke, die Profilwahl ist bei dieser Flügelart eher sekundär, bzw. nicht so entscheidend.
Von Vollsymmetrisch bis über Halblaminar bis zum Clark-Y 12% mit oder ohne leichten S Schlag, habe ich alle an diversen Jets mit Delta- oder Strake Flügel gehabt bzw gesehen.

Pause einmal den Flügelwurzelanschluß ab und vergleiche das mit diversen passend skalierten Profilen aus Deiner Sammlung.
Das kann Dir einen Hinweis darauf geben, was ursprünglich verwendet wurde.

Zudem kannst Du versuchen, Philip Avonds zu kontaktieren. Er hat leider aufgehört, seine feinen Jets zu bauen.
Aber, ich denke, er würde Dir verraten, was an der Wurzel und am Wingtip ist. Deine ist größer, das macht aber keinen Unterschied.

Wichtig ist fast mehr:
die exakte Schwerpunktlage (bei mit sind 4cm Toleranz wg. CG shift durch die Tankanlage im Flug), und, auch die Lage der Pivotachse an den Tailerons sodass die Servos das packen, aber Nichts flattert.

Ich schaue einmal, ob am full size Plan die Profile meiner Fläche zu sehen sind.

Liebe Grüße aus Wien, Arian
 

eug

User
Die Geometrie ist ohnehin vorgeben.
Meine Avonds F15 hat eine ziemlich starke geometrische Schränkung, 3° können schon hinkommen.
Das Profil ist bei meiner irgendein NACA der 64er Serie, außen leicht gewölbt wie bei einem Thermiksegler.
Anhang anzeigen 11826091
Anhang anzeigen 11826093

Dies ist eher aus der gewünschten scale Treue heraus so gemacht worden, weniger aus aerodynamischer Rafinesse für die spezielle Konstruktion, die 64er sind gar nicht so optimale Modellflugprofile. Die F15 fliegt trotzdem hervorragend.

RG15 oder MH32 /MH42 ist sicher ok.
Der Strak sollte irgendwie zusammenpassen, aus der gleichen Profilserie. z.B. NACA 2412 auf NACA0009 (wäre aerodynamische Schränkung,kann man mit der geometrischen kombinieren ).
Bei der gegebenen Strake (nicht Strak)-Flügel Geometrie (lange Vorlaufkante an den Triebwerken) entsteht oben ein Wirbel über die Flügelnase, der die Strömung oben nach innen andrückt. Deswegen stallt eine F15, F16 nicht wirklich sondern sackt mit der Nase oben wenn ordentlich gezogen bzw. fliegt high alpha wenn genug Schub anliegt.

Ich denke, die Profilwahl ist bei dieser Flügelart eher sekundär, bzw. nicht so entscheidend.
Von Vollsymmetrisch bis über Halblaminar bis zum Clark-Y 12% mit oder ohne leichten S Schlag, habe ich alle an diversen Jets mit Delta- oder Strake Flügel gehabt bzw gesehen.

Pause einmal den Flügelwurzelanschluß ab und vergleiche das mit diversen passend skalierten Profilen aus Deiner Sammlung.
Das kann Dir einen Hinweis darauf geben, was ursprünglich verwendet wurde.

Zudem kannst Du versuchen, Philip Avonds zu kontaktieren. Er hat leider aufgehört, seine feinen Jets zu bauen.
Aber, ich denke, er würde Dir verraten, was an der Wurzel und am Wingtip ist. Deine ist größer, das macht aber keinen Unterschied.

Wichtig ist fast mehr:
die exakte Schwerpunktlage (bei mit sind 4cm Toleranz wg. CG shift durch die Tankanlage im Flug), und, auch die Lage der Pivotachse an den Tailerons sodass die Servos das packen, aber Nichts flattert.

Ich schaue einmal, ob am full size Plan die Profile meiner Fläche zu sehen sind.

Liebe Grüße aus Wien, Arian
...genau so.
Wegen Philip Avonds anfragen: Er wollte mir die Profile seiner F-104 inklusive Schränkung etc. nicht verraten;)
 
Hallo Christof und Arian,

Vielen Dank, das sind schon sehr vielversprechende Infos und vor allem scheint es, dass ich beim Profil nicht viel falsch machen kann.
Ich werde mir mal das NACA 2410 genauer ansehen, würde ja nun mehrfach erwähnt.
Hier könnt ihr Mal die Ausgangssituation sehen, ein bissl arbeit wird's wohl werden.. :D
IMG_20200715_200906.jpg


Gruß
Christoph
 

Meier111

User
Für meine A-7 habe ich RG14a147 verwendet. Weil das Profil nur 7% schmal ist.
Sonst wäre die Flügelwurzel sehr dick geworden.
Funktioniert sehr gut.
Schränkung = 1,5°

 
Avonds... na ja, das könnte schon sein: falls er die Formen+Rechte dazu zu verkaufen plant, dann macht er das möglicherweise deswegen nicht.

Auf dem Bild scheint es ein Profil mit ziemlicher Dickenrücklage zu sein, max bei 40-50% der Tiefe, ca 10% dick.
Die halb- und ganz laminaren Seglerprofile haben das auch so, schau Dir das einmal an.
Minimale Passunterschiede zum Rumpf (einige mm) kannst Du mit Polyester KFZ Kitt "aufdoppeln" und verschleifen (etwa auf 20mm einwärts).
Die NACA 24 er sind absolut erprobt, da kann man Nichts falsch machen (auch Bauunebenheiten et.c. sind egal), nur, die haben die max Dicke viel weiter vorne (keine Laminarprofile).
Das könnte am Anschluss eine Herausforderung sein.
 
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