Tragflächenvorbehandlung vor dem bespannen mit Oracover erforderlich?

onki

User
Hallo

Dann nimm bitte ein abgeschliffenes Stück Balsa oder Abachi, kleb einen Streifen Malerkrepp drauf und zieh den wieder ab.
Mit Sicherheit werden sich Holzfasern im Kreppband wiederfinden. Damit ist das Zeug nicht tragfähig.
Les halt einfach die Beschreibung von Oracover. Genau das steht da drin.

Gruß
Onki
 

loscho

User
Onki (?)

..... Sorry, aber ich lese da Nichts davon, dass Abachi, ... nicht tragfähig sind. Vielleicht hast Du überlesen, dass man den Untergrund absolut staubfrei machen soll/muss (s.o). Ich hatte gerade deswegen dem Fragesteller meine (!!) Erfahrungen mitgeteilt (s.o), dass ich gerade mit unbehandelter Oberfläche beste Ergebnisse erzielt habe.
Andere Erfahrungen will ich keineswegs anzweifeln.

GL
 

Relaxr

User
Bei einer guten Verklebung würde ich schon damit rechnen, dass beim Trennen der Verbindung irgedwo was anhaftet, das hat "Kleben" so an sich. Das Lösen der Folien von Holz mit Wärme (Gebläse, Fön, Bügeleisen) bewirkt, dass eben wenig/nichts hängenbleibt. Primär wollen wir ein gutes Klebeergebnis und nicht dauernd schön Ablösen wollen - oder? Man merkt, dass es Zeit wird wieder langsam mehr Fliegen zu gehen, da hier wieder mal Themen mikrochirurgisch seziert werden :rolleyes: die Auslastung fehlt . . .
 

onki

User
Hallo

1. Das hier herunterladen http://oracover.de/downloads/D_Oracover.pdf
2. Abschnitt 2 lesen und verstehen.
3. Test durchführen und nachdenken.

Ich hab noch nie unbehandeltes (beschichtetes) Balsa gehabt, bei dem nicht winzige Holzfasern angeheftet waren. Dort steht nirgendwo das generell keine Vorbehandlung mit Flüssigkeiten (z.B. Heißsiegelkleber verdünnt) notwendig ist.
Genau das wurde aber behauptet.
Ich habe behauiptet das mir noch nioe Balsa oder Abachi vorgekommen ist, dessen Oberfläche ohne etwas "draufzuschmieren" tragfähig wäre.

Meistens verwende ich zum fixieren beim Kleben Malerkrepp und beim Abziehen sind da bisher immer kleine Fasern hängengeblieben.
Nach Auskunft der Oracover Leute ist genau das der Grund weswegen es zu Falten im laufe der Zeit kommen kann und diese nur schwer wieder dauerhaft zu überbügeln sind.

Gruß und ein schönes Flugwochenende

Onki
 

loscho

User
Jawoll Onki, Du hast Recht - ich möchte das hier nicht weiter vertiefen - insbesondere wenn jemand anfängt Downloads zu zitieren, wo seine eigenen Statements eben nicht drinstehen. Und ich werde all meine Flächen, die unbehandelt bespannt wurden dazu überreden doch endlich Blasen zu werfen- weil nicht sein kann, was nicht sein darf.

GL
 

flymaik

User
Und ich werde all meine Flächen, die unbehandelt bespannt wurden dazu überreden doch endlich Blasen zu werfen- weil nicht sein kann, was nicht sein darf.

GL
Hm da mach ich mit.;) Ich schleife seit Jahren nur leicht über, danach wird entstaubt und gebügelt.
 

SirToby

User
Ich habe die Erfahrung gemacht, daß das Aufbügeln von Oracover auf vorbehandelte Oberflächen nicht unkritisch ist. Es bilden sich gerne Bläschen, weil die erhitzte Luft nicht in das Holz ausweichen kann. Vorbehandelte Flächen lassen sich meiner Erfahrung nach aber hervorragend mit Orastick "bekleben". Daß sich das Ganze aber besser wieder lösen läßt, als bei unbehandelten Flächen (egal, ob Orastick oder Oracover), widerspricht meinen Erfahrungen - es klebt wie blöd und auch mit Hitze ist da nicht viel besser zu machen... Übrigens sollte man beim Abziehen der Folie auf unbehandelten Flächen immer auf den Faserverlauf des Holzes achten! Die Faser läuft nämlich meistens in einer Richtung "aus dem Holz", sprich: In einer Richtung zieht man Faser ab, in die andere nicht!

Grüße
Tobias
 

Relaxr

User
Bei "nicht tragfähig" wird ja zB der Heisssiegelkleber als Grundierung empfohlen. Ich würde, glaube ich, nicht die kpl. Flächen mit Heisssiegelkleber behandeln, da das wirklich eine extreme Verklebung bewirkt. Da könnte dann beim Ablösen wirklich was mit runter kommen. Was mir nicht gefallen hat, durch normales Oracover Weiss sieht man das Holz noch leicht druch. Da ist das Oracover Scale (mit irgendeiner Zusatzschicht) wohl besser, weil "blickdicht". Diese Folien sind schon klasse Produkte! Bügelt ihr mit Baumwollhäubchen auf dem Eisen oder direkt mit dem Metallfuss? Ich finde Baumwollhaube besser, gibt sonst zB bei Oratex "speckige" Stellen. Ausserdem färben die meisten Folien ganz gut ab, das geht dann auf die Baumwolle. Hab halt für meine Folienfarben jeweils eine Haube reserviert.

Gruss Markus
 

SirToby

User
Beim Büglen mit "Socke" sollte man beachten, daß man die Folie auch gerne in die Maserung drückt. Ich bügle daher gerne ohne Socke. Beim Föhnen nehme ich einen Balsaklotz zum Andrücken. Unschöne "Speckflecken" lassen sich übrigens mit Spiritus recht gut entfernen.

Grüße
Tobias

P. S.: Ich verwende Oracover seit ca. 25 Jahren. "Ausflüge" zu anderen Produkten habe ich schnell unterlassen...
 
Hallo,

bis jetzt hab ich bei meinen Seglern immer den Haftkleber von Graupner verwendet. Bin aber nach dem bebügeln der Oberfläche nicht immer ganz zufrieden.
Das Problem beim auftragen von Haftgrund ist immer dass dieser Schneckenschleim (der von MPX war besser gab´s dann einfach nicht mehr) trotz Verdünnung von über 30% den nicht immer gleichmäßig auf die Fläche bekommt. Und beim bebügeln klebt die Folie sofort und die Schrumpfung ist auf größeren Flächen ist nicht so super. Daher auch mein Posting. Bei meiner Nachfrage verkauft mein großer Versandhändler im Jahr 1-2 Dosen Haftgrund - mehr nicht!

Die Fläche werd ich wohl schleifen mit 400 und 800 Schleifpapier entstauben und dann bebügeln. Werd wohl wahrscheinlich den Haftgrund nur noch an kritischen Stellen verweden.

Danke!
Grüße
Werner
 

SirToby

User
Ich bügle inzwischen direkt auf das feingeschliffene und sorgfältig entstaubte Holz. Nur an exponierten Stellen, z. B. Flächenwurzel, vor allem, wenn man Tesa zur Flächenfixierung verwendet, behandle ich vor. Mein Mittel: 1:2 - 1:3 verdünnter Weißleim, den man gänzlich abtrocknen läßt und dann leicht überschleift. Da der Weißleim mit der Hitze des Bügeleisens reagiert, hat man einen spottbilligen Heißsiegelhaftgrund.

Grüße
Tobias
 
Hallo!

Ich hab gestern mal die Höhenleitwerke meiner Giles bespannt. Zuvor hab ich die leitwerke hauchdünn mit dem Oracover Heisskleber vorbehandelt. Warum? Die Leitwerke (Styro-Balsa) mussten an einigen Stellen gepachtelt und dementsprechend verschliffen werden. Ich hab hier mit bis zu 800er Körnung geschliffen um eine möglichst glatte Fläche zu erhalten. Anschliessend gründlich abgesaugt (mit einem Bürstenaufsatz auf dem Sauger) und anschliessend mit einem Honigtuch abgerieben. Wenn man meint, die Fläche wäre sauber, sollte man dann mal mit einem dunklen Tuch drüber wischen... Mir ist es nicht gelungen, den Staub trotz Absaugen und Honigtauch vollständig aus den feinen Poren rauszuholen. Unter anderem deswegen hab ich die Vorbehandlung ins Auge gefasst, da hier feine Fasern und Staubteile gebunden würden. Nach dem Aufpinseln schein alles okay, lediglich eine wieder leicht rauhere Oberfläche in Folge des dünnen Kleberauftrags war feststellbar. Beim Beim Bügeln macht sich die deutlich stärkere Haftung der Folie negativ bemerkbar. Wenn sich hier mal eine Blase bildet, dichtet die Folie ringsum durch die stärkere Haftung komplett ab. Das "Rausschieben" von Blasen und Flaten Richtung Randzone ist damit praktisch unmöglich. Um die Oberfläche soweit zu versiegeln, dass ein Ausgasen vom Styropor unterbunden wird, müsste man deutlich mehr auftragen. dann wird die Oberfläche jedoch nicht mehr so glatt sein. Zudem kann man den Heisskleber nach den Antrocknen nicht nachschleifen. Es bilden sich hier dann feinste und klebrige "Rubbelchen".

Ich glaube, dass hier eine Vorbehandlung mit Porenfüller und Zwischenschliff besser wäre. Ohne Frage ist die Klebekraft nach Voranstrich mit heisskleber enorm. Allerdings ist die Oberfläche nachher nicht ganz 100%ig.

Bei den Tragflächen werde ich wieder "konventionell" vorgehen und den Heisskleberauftrag weglassen. Für mich überwiegen hier die Nachteile in der Verarbeitung...

Gruß
Marko
 

Relaxr

User
evtl. zuviel/zu dick aufgetragen? Oracover sagt ja dünn aufstreichen....klar Schleifen geht nicht, daher muss möglichst dünn aufgestrichen werden. Stinkt auch weniger stark....Ich finde den Heissiegelkleber sehr hilfreich. Und: du kannst bei Blasen jederzeit mit Erwärmen Ablösen und Nachkleben.
Ich hab unlängst ne kleine B4 mit Hilfe des Klebers an Nasen- und Endleiste wirklich exzellent glatt und gut bespannt bekommen. Man kann durch die zusätzliche Fixierung "härter" Spannen, ohne dass an den Stössen was weggezogen wird :)
Gruss Markus
 

tomfi

User
Frage zu Oracover Heisskleber

Frage zu Oracover Heisskleber

Hallo zusammen,
könnte bitte jemand, der Oracover Heisskleber verarbeitet auf der Dose nachschauen, ob das Zeug EPP angreift? Oder einen kleinen Versuch machen?
Ich würde gerne EPP vor dem Tapen vorbehandeln, und die Sache mit dem M3 Sprühkleber habe ich jetzt bei 3 Modell versucht, und war mit dem Ergebnis nicht zufrieden...
Besten Dank!
 
könnte bitte jemand, der Oracover Heisskleber verarbeitet auf der Dose nachschauen, ob das Zeug EPP angreift? Oder einen kleinen Versuch machen?
Übliche Lösungsmittel (Nach den Beschreibungen scheint es beim Heisskleber Ethylazetat (Geruch nach Alleskleber) zu sein; ist nicht sehr aggressiv) greifen EPP nicht an. EPS und Misch-Schäume aber sehr wohl.
 

Relaxr

User
Die kleine Dose liegt bei ca. 5 €, ich würde es erstmal an einer Probe testen. Ich meine, es geht, bilde mir ein gelesen zu haben, das man Schaum damit vorstreichen soll/kann. Im Paralleluniversum hat einer einen MPX Twister mit Chrom Oracover beklebt, sieht super aus.
 
Oben Unten