Trennmittelproblem? Zu viel davon aufgetragen?

Milan

User
Servus ihr Könner.

Ich habe eine Kabinenhaube abgeformt und ein GfK-Duplikat laminiert.

Was ich noch nicht verstehe ist, das nach dem entformen die Gfk-Haube als auch die Form eine matte Oberfläche bekommen haben.
Gott sei Dank konnte ich mit der Rotweiss-Paste die Flächen wieder auf Hochglanz polieren.
Unten sieht man sehr schön den Zustand nach dem entformen. Der vordere Teil der Haubenform ist bereits wieder aufbereitet.

Ich bin beim Aufbau in folgender Weise vorgegangen:

- 10x wachsen mit der Partall-Paste - zwischen den einzelnen Schichten mindestens 6 Stunden gewartet.
- KEIN Folientrennmittel aufgetragen
- als Deckschichtharz normales, jedoch mit Transparentfarbe versetztes, Laminierharz verwendet
- danach normaler Aufbau mit fünf Lagen 100g/qm Glas
- nach 24 Std entformt

Kann es sein das zu viele Wachsschichten die Ursache für die stumpfe Oberfläche sind?
Soll heissen, hat sich die Wachsschicht "in sich" getrennt und ist an Haube und Form verblieben?


Haube1.jpg



Nach der Rotweiss-Politur Aktion sieht das gar nicht mehr so übel aus.
Ich weis, das kann man auch viel schöner machen - aber ich übe ja noch😇

Haube2.jpg


LG

Harry
 

Griffon

User
Hallo Harry
Ich habe ein ähnliches Problem. Meine Politur macht aber die Haube matt. Kannst du mir mitteilen welche von den diversen Rot-weiss Polituren du verwendest??
Vielen Dank und schöne Grüsse
René
 

Eisvogel

User
Könntest mal mit 2K-Klarlack statt Epoxy-Deckschicht probieren.
Aber so richtig Hochglanz bekamen meine Modell auch immer erst mit der Politur
 

Genie

User
Ich bin auch keine große Hilfe, habe aber eine Frage zu deiner Transparentfarbe. Ist diese Farbe speziell für das Einmischen in Epoxidfarbe gedacht ?
Meine ersten Entformungen in neuen Formen mache ich grundsätzlich mit PVA Trennlack ( bei mir noch Restbestände aus spritzfähigem PVA von R&G, ca. 10 Jahre alt ), die ich mit einem speziellen Schwamm hauchdünn auftragen kann. Dann ist das Laminat immer hochglänzend. Etwas mehr Glanz , wenn ich 2 K Klarlack verwende.
Bei mir ist es aber eher die Angst, dass mein Trennmittel ohne PVA eventuell versagt.
Ab und zu verwende ich auch Abtönpasten für Epoxidharze, aber dein Produkt kenne ich nicht , daher meine Frage. Wenn das nicht für Epoxidharz zugelassen ist, könnte da die Ursache liegen.
Gruß Ralf
 

Genie

User
Ich habe gerade mal GOOGLE bemüht und da ist bei deinem transparenten Lack ein Lösungsmittel mit angegeben. Kann es sein, dass das Lösungsmittel die Wachsschicht angreift ?
 

Milan

User
Hallo Ralf.

Die Transparentfarbe ist von R&G und wird für diesen Zweck beworben, hmm..... 🤓

Beim Formenbau habe ich auch PVA verwendet um auf Nummer sicher zu gehen. Allerdings habe ich mich beim Bauteillaminieren getraut, nur mit dem Wachs zu arbeiten.


Hallo Stefan.

Ja, genau diese Kombi habe ich verwendet.
Willst Du mir was mitteilen? 😰
 

Gideon

Vereinsmitglied
Weil das eben das typische Bild ist, wenn mit wachsbasierten Trennmitteln und lösungsmittelhaltigen Lacken oder Gelcoats auf Formenharz P mit Härter EPH 161-P gegangen wird. Dessen chemische Beständigkeit ist vergleichsweise gering. Mit PVA zusätzlich wäre das nicht passiert, und das ist deshalb auch meine Empfehlung, wenn man sich nicht sicher ist. Mit einem PVA-Schwamm ist der Auftrag sehr einfach und das Ergebnis ausreichend gut.

|| KEIN UP-VORGELAT ODER LÖSUNGSMITTELHALTIGE IMC IN FORMEN AUS FORMENHARZ P MIT HÄRTER EPH 161-P OHNE PVA ! ||
 

Milan

User
Das ist mal eine klare Ansage!

Ich hätte mir einen so wichtigen Hinweis auf dem "Beipackzettel" zum Formenharz gewünscht.

Stefan, herzlichen Dank für deine kompetente Hilfe.

Jetzt laminiere ich eine neue Haube (mit PVA) ..........und werde ihr deinen Namen geben 😍

LG Harry
 
Hallo Stefan und wie verhält es sich wenn ich Formharz P mit dem P25 verwende? Kommt es dann zu ählichen Erscheinungen?
Die auswahl für Formharze für den Hobbyanwender wird ja immer überschaubarer.
die letzten Formen die ich gebaut habe sind mit Hunstmann SW18 gebaut. Ich habe das Harz bei Gössel und Paff gekauft und bin damit sehr zufrieden gewesen. Leider wird das Harz nur noch an Gewerbebetreibende verkauft.
Ich möchte auch keine Alu gefüllten Harze verwenden wie z.B das Zeug von HP. Die Auswahl wird immmer kleiner.
 

Gideon

Vereinsmitglied
Ein möglichst hoher Vernetzungsgrad ist wichtig, um eine gute chemische Beständigkeit zu erhalten. Ich empfehle bei Raumtemperaturhärtung frühestens nach 7 d oder bei Warmlagerung bei 40 °C mindestens nach 36 h mit dem Wachsauftrag zu beginnen. Dabei kann das Urmodell in der Form bleiben.
 

Genie

User
Vielen Dank für die Klarstellung, Stefan. Dann hat mir der " Mehraufwand " mit dem PVA meine letzten Formen gerettet. War mein Bauchgefühl oder meine Angst ja doch nicht verkehrt.
 
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