Turnigy SK3 6374 168 KV

Moin zusammen,

auf der Suche nach einem 12S Motor für ca.2m Flächenmodelle wurde ich neulich beim direktvertreibenden Chinesen fündig. Leider gab es keinerlei wirklich detailierte Infos oder Erfahrungen zu dem o.g. Motor. Ich hab' mir dann einfach mal einen bestellt und stelle hier ein paar aufschlußreiche Fotos für Gleichgesinnte ein. Da ich den Motor als erstes um einen für mich obligatorischen Rückwandering ergänzt habe, denke ich, Bilder und spätere Erfahrungen sind in diesem Board ganz gut aufgehoben.
Bewerten möchte ich den Motor vorerst nicht- ich denke die Pics sprechen für sich. Nur soweit; bis auf den etwas dünnen Glockenboden ist das schon eine charmante Konstruktion mit Gebläse und japanischem NSK Stützlager. Kostenpunkt inkl. Versand und Steuer lag bei etwas unter € 100.-
Die Tage werde ich auf einem primitiven Teststand den Standschub mit unterschiedlichen Latten sowie deren Stromaufnahme an 12s ermitteln.

Viele Grüße, Jörg
 

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AMAXrc

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AMAX Diamond Motoren

AMAX Diamond Motoren

Warte auf Ihren Testbericht:)

Leider haben wir solche großen Motoren erst ein Monat später auf Lager.
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Nicht so eine plumpe Werbung bitte.
 
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FamZim

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Hi

Ein Rückwanderring verhindert das die Magnete, fals sie locker sind (kam öfter mal vor), aus dem RR richtung Statorträger wandern konnten.
Den sieht man im ersten Bild "vor" den Magneten, im der halb zu sehenden Glocke rechts.
Dieser stabilisiert auch den sehr dünnen RR gegen verformen, wenn der in Schwingung geraten sollte.
Davor kommt noch der Lüfter mit integriertem Dünnringlager, der weiter abstützt.
Der RR wird mit 4 Schrauben an den breiten Stegen im Lüfter verschraubt und die Glocke kann nicht mehr vom Stator gezogen werden.

Gruß Aloys.
 
Jo, so ist dem.:)
Nun ein Bild der Standschubmessvorrichtung mit chinesischer Fischwaage. Die 18x8 Latte zog bei Vollgas mit 7,3Kg am Kevlarfaden. Stromlog reiche ich nach, wenn der Logger ausgelesen ist.

VG Jörg
 

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Ein bischen mehr Strom hätte ich bei all dem Wind erwartet.;) Aber gut soweit. Bin sehr gespannt, wie groß die Latte werden darf ohne die 60A des YGE wesentlich zu überschreiten. Irgendwie sollte ich bei kleinem mal einen Drehzahlsensor mit an den Fisch frickeln...
 

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Hier noch Stromloggs mit 10" und 14" Ramoser f3a 19,9" Dreiblatt.
Die 10" steckte er gut weg und wurde kaum warm. Die ca. 2,5 KW entsprechen der Angabe vom Chinesen. Nicht gerade dolle für ein 900g Eisenschwein (inkl. orig. Propmitnehmer).
Mit dem 14" stieg die Temperatur in Kabeln und Lipo für meine Antriebsphilosophie schon wieder zu stark an. Naturwissenschaftler verzeihen mir bitte derzeit fehlende Temp.- und Drehzahlangaben.
Standschub mit der 10" Einstellung lag bei 11Kg. Ich werd' den Brummer damit in einer 1,52m Gonav Pitts verbauen. Ein reiner F3A Antrieb wäre da zwar geeigneter, da ca.25% leichter, aber leider hab' ich noch nichts für 12s gefunden.
Falls jemand einen Tipp hat, würde ich mich freuen; gern auch zum selber wickeln.
 

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FamZim

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Hallo Bremen

Was ist den mit dem Motor ? zum Verkauf ? oder Experimente ?
Was soll den besser werden Schub oder Leistung oder was .
Mehr Leistung nur über Drehzahl , und mehr Schub nur über kleinere Propsteigung !

Gruß Aloys.
 
"Besser" sollte das Gewicht werden...;)
Das Ding ist mir als 30ccm Ersatz zu groß/schwer und als 50ccm Ersatz zu klein/schlapp. Liegt halt genau in der Mitte und damit kann ich selber z.Z. nichts anfangen. Also keine weiteren Experimente und wenn ihn jemand haben will; er steht noch irgendwo in den Kleinanzeigen. 11Kg Schub mit 20x10 Dreiblatt bei 60A dürfte z.B. einer 2,4m Piper zum brauchbaren Schlepper gereichen...

Ich suche einen ganz anderen Motor: 600g und ns von ca.150/160. Finde aber nichts.

Gruß Jörg
 
leicht und langsam ....

leicht und langsam ....

Hallo Jörg,

denke da läufst Du einem Phantom nach.
Was würde Dir ein Motor bringen,
der durch viele Windungen und dünnem Draht
zwar bei ns 160 U/min bis 200 Volt kann,
aber sein bestes Eta wohl bei 15 Amp. hätte?
Leistung ist im Prinzip Drehmoment (Strom) mal Drehzahl.
Deshalb ist ein 200g Motor mit Getriebe jedem 600g Direktantrieb
leisungsmäßig deutlich überlegen und kann zudem im besten Eta
betrieben werden.
Wenn wenig Gewicht gewünscht wird,
ist das halt die Alternative zu Würgebetrieb mit zu kleinem Prop.

Gruß Andy Reisenauer
 
Hallo Andy,

weil mir das klar ist, kam die Frage.
Es ginge ja auch mit hoher/höherer Polzahl. Wobei über die goldene Mitte hinaus, auch das sicher wenig optimal in Hinblick auf Dinge wie Preis, exakte Wuchtung, Stellerkompatibilität, etc scheint.

"Deine" Getriebe helfen mir bei einer 1,8m bis 2,2m 3D-Modell (30-50ccm Ersatz) Auslegung m.E. auch nicht weiter. Bei den derzeit hohen Übersetzungen, drehen die Außenläuferglocken für meinen Geschmack mit viel zu viel Speed. Zudem liegt mir das Laufgeräusch absolut nicht und ich zweifel auch an der Haltbarkeit im permanenten 3D/Kunstflugbetrieb.

Mein "Phantom" wäre also ein bezahlbarer 20 Poler oder noch viel einfacher und vielseitiger ein 1:2,5 Riemengetriebe ala Kruse. Zweiteres frickel ich mir gerade zusammen. Wobei das nicht einfach ist mit Hobbymitteln und mir von daher völlig unverständlich ist, warum sich dem noch kein kommerzieller Hersteller angenommen hat. Die Kruse Getriebe sind nicht mangels Nachfrage verschwunden und der Bedarf wäre bei fortschreitender Elektrifizierung auch großer Modelle vorhanden, da sich die Physik- wie Du oben nochmal bemerkt hast- mit unendlich langen Wickeldrähten nicht einfach aushebeln läßt.:)

Der erste Prototyp meines Getriebes ist fast fertig- kann aber sein, daß es mir trotz aller Mühe beim manuellen Planeinstechen des Antriebsriemenrades einfach aus Unwucht um die Ohren fliegt, oder der Riemen überspringt, etc. ;) Ihr werdet's erfahren.
Prinzipiell wäre aber genaus so ein Getriebe im Verbund mit Helimotoren wie Plettenberg Copter-30, den Pyros oder all den HK 4?xx (inklusive limited premium editions) ein astreiner 30-50ccm Ersatz.

VG Jörg
 
Hallo Jörg,

da hast du völlig recht. Mir fehlt auch die Möglichkeit effiziente Antriebe mittels passenden Getrieben mit Anschraubplatte etc. zu bestücken. Bin daher auch gerade in Richtung Selbstbau unterwegs für eines meiner nächsten Projekte. Obs was wird, mal sehen. Wird was aus einem Kohlerohrkäfig mit Front und Rückplatte aus kohlebeschichtetem Sperrholz. Leicht muß es nämlich auch werden.

Warum die meisten Hersteller aus dem Markt verschwunden sind, erschließt sich wohl nur aus dem Kostenblick.
Grundsätzlich lag es wohl an den doch recht gesalzenen Preisen für einfache Grundplatten mit Trägern und zwei Kugellagern. Dafür Bedarf es keiner Weltraumtechnik mit entsprechenden Preisen. Auch wenn technisch gesehen sehr simple Getriebe, gleich oder teurer sind als die dazugehörigen Elektromotoren stimmte auch was nicht. Noch irritierender waren die aufgerufenen Preise für Plastikspritzgussgehäuse mit schlechtesten Kugellagern und mieserabler Ersatzteilversorung. Da kamen die günstigen Outrunner aus Fernost gerade recht. Diese befeuern eine Menge unterschiedlicher Modelle.
Wenn es aber in den Bereich größerer, kräftiger Modelle geht oder spezielle Antriebskonzepte verwirklicht werden sollen ist es Essig. Von einsamen Exoten mal abgesehen.

Grüße von einem Bremer, Bernd
:D
 
Habe mich selber erschrocken, wie teuer alleine die reinen Standartbauteile sind. Dabei kam mir immer wieder in den Sinn, wie genial die Kruse-Konstruktion sowohl in Hinblick auf Flexibilität als auch Fertigung war. Wenn man nur eine passende Werkzeugmaschine zur Verfügung hätte...
Hier hab' ich noch ein Isobildchen meines Amateur-Getriebes. Mitlerweile existiert es auch in reallive.T5 Riemenräder, 4mm CFK Grundplatten und der Motor kommt ebenso noch auf eine seperate CFK Montageplatte. Das ganze wiegt leider auch schon wieder an die 300g...:( Mir fehlt noch ein 10mm Prop Mitnehmer, aber den gibt es beim Ramoser. Dann werd ich mal testen. Habe dazu eine HK-4225/430, einen Pyro-700/330 oder 'nen auf 450er ns gewickelten Align 700M. Alles Motoren, die 3KW wegstecken.

Gruß Jörg
 

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Hallo Jörg,

sieht gut aus!
Ich habe mich auch ein wenig mit Riemenantrieben beschäftigt und würde vielleicht, wenns auch bautechnisch und vom Gewicht her noch etwas Hüftgold anlegt, eine zusätzliche verstellbare Andruckrolle auf der Rückführungsseite des Riemens vorsehen. Dann ist die Umschlingung an der motorseitigen Riemenscheibe besser. Der Riemen springt dann auch nicht so schnell über. Besonders bei größeren Übersetzungen. Bei mehreren Kw´s nicht ausser acht zu lassen. Die Motorverschraubung benötig auch kein Langloch zur Längenanpassung und sitzt damit sicher.

Was mich ein wenig wundert, das du ein T5 Profil gewählt hast. Nimmt man in der Leistungsklasse nicht eher ein HTD oder STD Profil?
Welche Riemendimensionen hast du vorgesehen?

Halte uns bitte auf dem laufenden mit deinen Antriebstests! Ich bin besonders gespannt auf den Test mit dem Align Motor. Die Helimotoren scheinen die Zukunft zu sein, wenn etwas mehr Leistung gebraucht wird. Sofern man ein passendes Getriebe hat.

Grüße, Bernd
 
Moin Bernd!

Jo, diese CADbildchen sehen alle toll aus....

HTD liefert Mädler in der Größe nur in Stahl...hatte ich übersehen und jetzt ein Riemenrad hier liegen mit dem ich höchstens noch Aale in der Weser angeln kann.:mad:
T5 ist natürlich unoptimal, aber es sollte kompakt bleiben. Alles andere baut größer-> schwerer-> evtl. Unwuchtprobleme, etc.
Die Spannrolle ist immer im Hinterkopf, aber ich will mir das ersteinmal so angucken, weil mir außer Behauptungen und Halbwissen niemand konkrete Angaben zur Auslegung machen konnte. Selbst über die Positionierung auf Last- oder Leertrum wird gestritten. ..:rolleyes:
Lichtblick dabei: Wer findet die Spannrolle am Kruse?;) Dementsprechend habe ich den Riemen so kurz wie möglich gemacht->Wirklänge 225mm, 16mm breit. Einfach mal gucken was passiert. Schlimmstenfalls entsteht ein Flachriemen...

Aus maschbautechnischer Sicht ist das alles klar unterdimensioniert, aber frag' mal einen Maschinenbauer an der FH, wie groß die Kugellager eines 3KW Drehstrommotors sein müssen? Dann legt er Dir etwas in der Größe eines Plettenberg Copter-30 auf den Tisch:)

VG Jörg
 
Moin Jörg,

verstehe, aus Stahl hätte ich es auch nicht haben wollen. Es gibt aber noch andere Lieferanten. Wichtig bei allen Auslegungen ist immer der Umschlingungsgrad an der kleineren Bordscheibe. Hier habe ich es mir zum Motto gemacht möglichst auf 180 Grad zu kommen. Spannrolle aus eigenen Erfahrungen und von Maschinenbauerseite her auf die Rückführungsseite! Grund ganz einfach: Auf der Zugseite wird der Riemen automatisch gespannt. Liegt also stramm an den Bordscheiben an und wird ja auch in Grenzen dadurch gedehnt. Problematisch ist es wenn er aus der kleinen Bordscheibe rauskommt und dann quasi lose wird bis er am Scheitelpunkt der großen Bordscheibe wieder auf Belastung kommt. Dazwischen gibt es dann die Probleme mit schlechtem Eingriff, Überwurf etc. Darum also dort die Umschlingung verbessern und eine Zwangsführung herstellen. Bordscheiben an beiden Zahnrädern stören übrigens auch nicht. Dann kann der Riemen nur minimal wandern. Gute Spureinstellung vorausgesetzt.
Bzgl. der fehlenden Spannrollen am Kruse ist hierzu zu sagen das dort die Übersetzungsverhältnisse nicht so groß waren. Die Umschlingung also gegeben war. Bei meinen kleineren Getrieben braucht es bis zu einer Übersetzung von 1,8:1 auch keine Spannrolle. Ab 2:1 aber dringend nötig wegen der zu geringen Umschlingung. Es hängt auch von der Zähnezahl ab. Je kleiner gebaut wird, also z.B. 12:24, desto suboptimaler ist der Eingriff der Zähne an der kleinen Bordscheibe. Es stehen nur wenig Zähne für die Kraftübertragung zur Verfügung. Je größer die Zahnscheiben sind, wie z.B. 24:48, desto mehr Zähne stehen für die Kraftübertragung zur Verfügung. Usw. Bezogen auf gleiche Riemenparameter.

Ich nehme mir bei so was gerne Beispiele aus der Praxis her. Ich kenne keinen Automotor bei dem die Zahnriemen nicht auf Optimierung der Umschlingung gebaut ist. Dort wird oft auch mit automatischen Spannern gearbeitet. Das kommt also nicht von ungefähr. Und zu Kruses Zeiten waren die Leistungen auch noch in ganz anderen Klassen beheimatet.
Aber schauen wir mal. ;)

Es gibt da ein interessantes Berechnungstool bei Mädler. Mußt du mal mit rumspielen.

Apropos schlimmstenfalls Flachriemen: Den Fall hatte ich genau in der Startphase meiner großen DC-3. Nach lose kommt ab. Schlechter Zahnriemen. War zwar neu aber nicht besser als der alte. Danach Spannrolle auf die "Rückseite" und Riemenbreite verdoppelt. Der war bei dem Kaufgetriebe trotz anderer Angaben unterdimensioniert! Dabei gingen da mal gerade gut 1 KW durch. Die Aufrüstung der Getriebe mit doppelt so breiten Zahnscheiben und Riemen hat einiges verschlungen. Dafür wären locker zwei passende Outrunner kaufbar gewesen. Aber was solls. Die "alten" Antriebe a la Bürste möchte ich nicht missen.
Als Kleinabnehmer müssen wir im Einkauf ordentlich bluten. Als wenn die uns wirklich nicht wollten. Aus der Industrie kenne ich da ganz andere Preise. Faktor 10 oder 20 als Teiler ist da keine Seltenheit. Komischerweise arbeiten wir mit Normteilen, die eh erstellt sind. Also nicht ein Cent mehr auf der Maschine gekostet haben. So nun kann man mal grübeln.

Grüße, Bernd
 
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