Umkehrschub für propellerflugzeuge

Hallo Gemeinde,

Hat jemand von euch schon versucht die Drehrichtung des Motors umzukehren um für die Landung eine Bremsfunktion zu haben?
Meine Klemm L 25 fliegt normalerweise extrem langsam nur bei der Landung wird jeder meter Höhe sofort in Fahrt umgesetzt. Überlege nun diverse Bremsfunktionen um das fliegerchen langsamer zu machen, die einfachste wäre halt alten regler raus und neuen Regler mit "Rückwärtsgang" rein das müsste doch aus dem Autobedarf zu bekommen sein?
Antieb ist 10S 5000mah Motor hat 250U/V Luftschraube ist ne 18/10er Regler sollte min. 80A können.
Hat doch sicher schon jemand damit experimentiert?

lg
Hannes
 
Servus Hannes!

Hat doch sicher schon jemand damit experimentiert?

Ich hatte vor >20 Jahren dieselbe Idee und einem E-Segler (AvioModelli RIETI) eine Schubumkehr spendiert.
Die Motorumpolung wurde mit einer fertigen Micro-Switch- Mimik (Carrera) und einem Servo bewerkstelligt.
Also gab's die 'Gas'stellungen volle Kraft voraus, Null und volle Kraft rückwärts.
Zum Glück habe ich den ersten (und letzten) Test in ausreichender Höhe gemacht :) !

Der Flieger ging blitzartig auf die Nase und hat in etwa senkrechtem Sinkflug so 10 ... 15 m Höhe abgebaut,
ehe ich den Rückwärtsschub wieder heraus hatte ....

Hast Du bei Deiner Klemm womöglich die Motorbremse aktiviert?
Den Propeller würde ich jedenfalls mitlaufen lassen!

Ich fliege übrigens auch eine Klemm 25 (Krick) mit 10s; das Ding lässt sich wirklich schei ... ähh, schlecht landen ...
 
Motorbremse aus, Querruder runter und ein bisschen tiefe hinzu mischen. Das sollte meiner Meinung nach völlig reichen und vorallem nur mit Schleppgas arbeiten und mit Höhe die Geschwindigkeit regeln.

MfG Sebastian
 
Hi!
Motorbremse aus, langsam laufende LS bremst mehr als stehende LS.
Querruder wenn dann nach oben ausschlagen,nach unten verschlechtert das Kurvenverhalten, gerade bei der Klemm mit den relativ langen Flachen.

Langsam laufender Prop sollte reichen-mit Verbrenner ist man da schlechter dran als mit E.
 
Hallo,
Hab ich alles schon probiert
aber das ding ist wirklich sehr schwer zu landen, vor allem beim Schleppen möchte ich nicht mehr diese ewig langen landeanflüge machen.
ich dachte mir bei knüppel hinten motor aus und mit der Trimmung gaaanz leicht rückwärts laufen lassen.
zweite möglichkeit wäre eine mittige nach unten ausklappende Bremsklappe zwischen den Fahrwerksbügeln.

lg Hannes
 
Moin,
Auch mal meinen Senf hierzu ;-)
Ich habe das auch mal probiert mit einem Regler aus dem Car bereich. War ein totaler Reinfall!
Aber ich weiß nun wie man trudelnde Flieger abfängt! :D

Wenn Du allerdings schon gelandet bist, klappt das zum "Fliegerabbremsen" allerdings schon.

Warum eigentlich Mororbremse aus? es reicht doch wenn man den Motor auf kleinster Leistung/Drehzahl hält (Quasi der Zustand in dem die Motorbremse aus ist.). So hat man wenigstens nicht das Problem mit mitdrehener Luftschraube wenn man mal ein bissl segelt.

Beide Querruder hoch = Weniger Gleitleistung OK ... Was aber nicht unbedingt bedeutet das der Flieger langsamer wird. Er sinkt schneller! Mache ich schonmal bei Schaumwaffeln um "bei Fuß" zu landen oder schnell mal Höhe abzubauen.

Die Quer runter + Tiefe + Schleppgas mache ich bei fast allen meiner Modelle (Wiesenflieger beim Bauern) um einfach langsamer zu werden.


Gruß,
André
 
Vergiss das mit dem Umkehrschub durch die Verwirbelung fällt die Kiste runter
mach Trimmung hinten=aus Trimmung vorn=langsam drehend, so niedrig wie geht, die Klappe unter der Fläche wäre noch eine Möglichkeit
 
Hi!

Geb dir Recht - Bremse kann bleiben, aber als Standgas den langsamsten Lauf oder eben Bremse noch offen eingestellt.

Nach meiner Erfahrung mit vielen Modellen kommt bei Querruder nach unten nur ein schlechteres Flugverhalten heraus.
Das hat 2 Gründe:
- im Prinzip ist das wie ein Flügel mit aussen positiver Schränkung, verschlechtert das Abrissverhalten da die Strömung dann zuerst am Flügelende abreisst. (kippt leichter)
- dass das Modell beim geradelegen zum Endanflug nicht einfach geradegelegt werden kann sondern stark schiebt. Das muss mit deutlichem SR Ausschlag kompensiert werden und ist sicher nicht jedermanns Sache.

Aber es ist eigentlich ja auch nicht förderlich den Auftrieb zu erhöhen wenn man landen will...
Da ist es doch weit besser die QR nach oben zu nehmen, dabei werden die Abrisseigenschaften gutmütiger, der Geitwinkel schlechter und das Modell bleibt einwandfrei manövrierbar.
Einfach mal testen und das vermeintlich "sichere" Wissen mal bei Seite lassen.
 
Servus Hannes!

Hallo,
Hab ich alles schon probiert
aber das ding ist wirklich sehr schwer zu landen, vor allem beim Schleppen möchte ich nicht mehr diese ewig langen landeanflüge machen.

Ja, Du hast recht, die Klemm25 ist wirklich schwer zu landen! Das gilt offenbar für den Typ generell.
Einerseits hat sie einen gediegenen Bodeneffekt und hört nicht auf zu fliegen, andrerseits, wenn man
sie zu langsam macht plumpst sie runter, um unsteuerbar wieder abzuheben ...

ich dachte mir bei knüppel hinten motor aus und mit der Trimmung gaaanz leicht rückwärts laufen lassen.

Du wirst keinen, für 10s geeigneten Controller finden, der das kann.

zweite möglichkeit wäre eine mittige nach unten ausklappende Bremsklappe zwischen den Fahrwerksbügeln.

Etwas, das den Bodeneffekt zerstört.
Könnte funktionieren.
Vielleicht erfährt man ja, wie du das Problem gelöst hast ... ?
 
Hallo Leute
im F3A bereich hat sich gezeigt das optimale Bremseigenschaften nur mit einer regelbaren Bremse wie beim Spinn99
oder bei den YGE Regler möglich sind. Man kann die Bremswirkung in % einstellen, beim F3A so das die Luftschraube Abwärts noch grade so Dreht. Das Bremst Deutlich besser als nur ohne Bremse.
Eine Möglichkeit sehe Ich in dem Umkehrschub aber schon, wenn Du ihn zum Steilen Abstieg dosiert einsetzen kannst
sollte das deine Schlepperei doch Beschleunigen da viel Steilere Abstiege möglich sind:D
Gruß Manuel
 
Was haltet Ihr davon, beim steilen Abstieg QR nach unten. Das bremst und es besteht keine Gefahr des Strömungsabrisses.

Beim Landen QR hoch und dabei ziehen und das ganze mit Schleppgas. Wenn man dann noch so was wie wölbklappenähnliches in der Mitte des Flügels hat, die man stark runterstellen kann, dann hat man wohl eine sehr starke Bremswirkung beim Landen und die Landegeschwindigkeit ist stark reduziert ohne daß man dabei die Gefahr des Strömungsabrisses hat.
 
EWD und SP verändern

EWD und SP verändern

Wenn dann eine Propellerblattverstellung, so wie das Markus Rummer hat.

- hier könnte dir aber eine 8" oder gar 6" Steigung mit größerem Ø schon weiter helfen
22x8 ... 24x6


- - - -

Aber wir hatten hier schon mehrfach selbiges Problem mit anderen Modellen.
( seit E-SD, bis zu Rennflugzeugmodellen, wie Sundowner, ...etc. )

Es gibt 2 Grundsätzliche Möglichkeiten:

1) zu hohe Flächenbelastung ( Modell zu schwer )

2) falsche (zu hohe) EWD und dadurch den zu weit Vorn eingestellten SP




Eine Klemm L25 sollte mit 1,5° wunderbar fliegen ( ich bevorzuge sogar - bei allen Modellen - noch weniger )
Versuch mal deinen SP Milimeterweise zurück zunehmen.
- hierbei mußt du natürlich Tiefe trimmen, oder zuvor schon die EWD etwas angepaßt haben.
Ob man dabei dann die Grundgeschwindigkeit im Flug nicht noch weiter zurücknehmen kann.

Ein zu weit vorgelegter SP, verlangt nach höherer Geschwindigkeit.
Im unangenehmsten Fall kann dadurch sogar die Strömung am HLW abreißen.


Gruß
Andreas
 
Zuletzt bearbeitet:
Was haltet Ihr davon, beim steilen Abstieg QR nach unten. Das bremst und es besteht keine Gefahr des Strömungsabrisses.

Beim Landen QR hoch und dabei ziehen und das ganze mit Schleppgas. Wenn man dann noch so was wie wölbklappenähnliches in der Mitte des Flügels hat, die man stark runterstellen kann, dann hat man wohl eine sehr starke Bremswirkung beim Landen und die Landegeschwindigkeit ist stark reduziert ohne daß man dabei die Gefahr des Strömungsabrisses hat.
 
Eine Klemm L25 hat keine Wölbklappen. ;)

wenn dann Querruder hoch und 20% Tiefe beimischen.
- Aber dann wird die Fuhre richtig flott. :(


Ich stelle bei meinen (Motor)Modellen den SP und die EWD immer im Gleitflug ein.
dh.: zuerst ca 1° EWD außer bei Speed, Funfly und Kunstflug, da eher gegen 0°
in ausreichender Höhe den Motor aus (mit und ohne Bremse) und segeln.
- hier müssen alle relevanten Dinge noch sauber fliegbar sein. = Kurvenflug ohne abzukippen etc.
Erst dann gehe ich an den Sturz und Seitenzug des Motors, den ich nach meinen Vorlieben einstelle.

Somit erhalte ich ein sauber neutral fliegendes Modell,
welches in jeglicher Situation voll beherrschbar fliegt.

Dann klappen auch langsam angeflogene Landungen ohne Schweißausbrüche. :D ;)



Gruß
Andreas
 
Alternativ könnte man auch slippen lernen, das bremst ordentlich.
Du dem bringt das einen fliegerisch deutlich weiter als einen Schalter umzulegen.
Der protz-Faktor wäre auch höher...:D

Vom Umkehr Prop halte ich nicht viel, weil der Wirkungsgrad des Antriebs sehr darunter leidet.
Die aktuellen Modelle verwenden gekürzte Heli Haupt oder Heckrotorblätter.
Deren Wirkungsgrad ist im Vergleich zu einem Prop sehr schlecht.
Was auch nicht unproblematisch ist die Belastung des Antriebs beim Abstieg...könnte mir vorstellen dass da der eine oder andere Regler mal aufgibt.

Ich kenne zwar die Platzverhältnisse bei euch nicht, aber so ein Unding kann die Landung nun doch nicht sein...
Das müsste doch mit QR-hoch und langsamst laufendem Prop machbar sein ohne Probleme?
 
Hallo,
Danke erstmal für die vielen Tipps
Die ganzen geschichten mit querruder rauf od runter hab ich längst durch, auch langsam laufendes standgas, sowie Schwerpunktverschieben.
das modell lässt sich in der luft auch wunderbar langsam fliegen das man fast als dahinschleichen bezeichnen mag, nur sobald man die letzten paar meter höhe abbaut beschleunigt das modell derart das man rund 50 meter ausrollfläche benötigt.

Werde jetzt noch eine langsamere Luftschraube versuchen, sowie ein paar übungsstunden im slippen.

lg
Hannes
 
Ist halt ein Segelflieger mit Motor

Ist halt ein Segelflieger mit Motor

Hallo,
Wenn das Modell langsam fliegen kann aber nicht schnell genug tiefer kommt, ist der Gleitwinkel zu gut.
Da helfen eigentlich nur Störklappen.
Da das aber nicht ganz stilecht ist, wie wäre es mit Spreizklappen? Leider etwas aufwändig.

Gruß Werner am NO-Kanal
 
Ein Motorsegler

Ein Motorsegler

Servus Werner!

Hallo,
Wenn das Modell langsam fliegen kann aber nicht schnell genug tiefer kommt, ist der Gleitwinkel zu gut.
Da helfen eigentlich nur Störklappen.
Da das aber nicht ganz stilecht ist, wie wäre es mit Spreizklappen? Leider etwas aufwändig.

Gruß Werner am NO-Kanal

Du hast das Kind beim Namen genannt!
Die Klemm 25 ist von ihrem Wesen her ein echter Motorsegler und mit reinen Motorfliegern nur begrenzt vergleichbar!
Dazu kommt, dass die grösseren Exemplare als Tiefdecker einen ausgeprägten Bodeneffekt haben, das Ausschweben
scheint kein Ende zu nehmen und wenn der Flieger endlich langsam genug ist, plumpst er runter ....
Ausserdem ist bei der Klemm 25 - ich fliege dir grosse von Krick - der Leitwerkshebel reichlich kurz und das HR eher klein.
Die DIMONA eines Kollegen zeigt übrigens sehr ähnliche Landeeigenschaften.

Ich werde jetzt gründlich über Klappen nachdenken ;)
 
Ansicht hell / dunkel umschalten
Oben Unten