Umstellung von Benzin auf Sonderkraftstoff möglich?

aue

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Liebe Fliegerkollegen,

ich bekomme einen gebrauchten DLE-40-B2, der bisher mit Benzin-Öl-Gemisch gelaufen ist. Seht ihr eine Möglichkeit, diesen künftig mit Sonderkraftstoff zu betreiben? Es geht insbesondere um das Risiko von sich lösender Ölkohle.

Vielen Dank im Voraus für eure Erfahrungen.
 
Hallo Andreas

Habe meine alle von Benzin auf Aspen mit Stihl HP Ultra umgestellt ohne was zu beachten und keine Probleme selbst bei den alten ZG Motoren.

Gruß Martin
 
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Flugass

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Das gleiche kann ich auch berichten. Als einziges würde ich (das aber wohl auch generell bei einem Ankauf) die Membranen des Vergasers wechseln, und gut. Von dem immer so groß berichteten bösen Abrieb habe ich in der Praxis nie was bemerkt.
 
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aue

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Hallo Martin, hallo Flugass,

eure Erfahrungen sind beruhigend. Ich wurde von einem Fliegerkollegen davor gewarnt, dass Ölkohle durch Sonderkraftstoff gelöst wird und dabei feste Bestandteile die Laufgarnitur beschädigen könnten. Ich habe dazu jetzt einige Beiträge gelesen und darin gefunden, dass die Bildung von Verbrennungsrückständen (z.B. Ölkohle) von vielen Faktoren abhängt und auch bei Verwendung von Sonderkraftstoff möglich sei.
Ergänzend zu eurer Einschätzung ist noch zu sagen, dass der besagte Motor wohl noch keine 5 Liter durch hat und somit das Risiko der festen Ablagebildung ohnehin eher als gering anzusehen ist.
 
Hallo Andreas
Also wenn der Motor erst 5L weg hat würde ich mir da erst recht keine Gedanken über eine Umstellung machen.
Wenn du dann noch das Öl Stihl HP Ultra nimmst gibt es auch keine Ölkohle mehr......habe auch auf dieses Öl gewechselt wegen meinem Saito Stern und den Mokis weil ja die Ölkohle bei den 4Taktern noch schlimmere Nebenwirkungen hat von wegen klemmenden und nicht mehr richtig schließenden Ventilen.

Gruß Martin
 
sehe ich wie Martin,

gut wäre ein Tipp zu den Membranen .... siehe Antwort von Fiegerass, habe ich immer so gemacht ist kein wirklich valides Argument ...

ich finden den Tipp deswegen lustig weil ja nicht erkennbar ist von welcher Membrane zu welcher Membrane getauscht werden soll und warum ....

vielleicht hat dein DLE ja schon eine Teflonmembrane ...

wenn es ein echter Walbro Vergaser ist zu einem Stihl Fachhändler mit Reparaturservice gehen und den Vergaser (vielleicht angebaut am Motor 7 am Modell zeigen, man kann in eingebautem Zustand die Membrantypen unterscheiden,
wenn noch die Perbunanmembrane drin ist kannst du auf Teflon wechseln, der Stihlhändler hat eh nur Teflonmembranen für Alkylat Benzin weil der Saft für den Betrieb die Sägen vorgeschrieben ist (Abgase Benzolkraftstoff stark karziogen), er würde dir anhand der Typenbezeichnung des Walbro Vergaser genau die richtigen geben, wahrscheinlich auch zu einem Preis der dich lächeln lässt ....

wie das bei deinem DLE dann ist weiss ich nicht, aber ich kenne viele Jungs die im DLE Alkylatbenzin fliegen, das ohne Probleme,
ich fliege Alkylatbenzin sicher seit zwanzig oder mehr Jahren ...


was passiert wenn du nicht wechselst?


erst mal nichts, mit der Zeit wird der Motor anfangen fetter zu laufen und sich dann läßt er sich irgendwann auch schlecht spitz stellen lassen,
das dauert aber einige Laufstunden und ist ein eher schleichender Prozess, somit ist keine Eile geboten auf andere Membranen zu wechseln ...
 
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aue

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Hallo Johannes,
gut wäre ein Tipp zu den Membranen .... was passiert wenn du nicht wechselst? ... erst mal nichts, ...
genau das war mein Gedanke. Solange der Motor gut anspringt und sich auch gut einstellen und drosseln lässt, gibt es keinen Grund zum Membranwechsel. Danke für die Bestätigung.
Noch eine Frage: Was meinst du mit "spitz einstellen"? Heißt das auf max. Drehzahl?
 

Bernd Langner

Moderator
Teammitglied
Hallo
In den früheren Jahren wo dem Kraftstoff noch kein Ethanol beigemischt wurde habe die Membranen ewig gehalten.
Durch die heutigen Ethanolanteile werden die schwarzen Gummiteile hart.
Ethanol und Methanol ist auch für die Vergaserteile nicht optimal.
Ich habe schon öfters den Link von Walbro zur Vergaserreparatur eingestellt da gibt es auch ein Passage wo man auf
die Schädigung der Vergaser durch Methanol/Ethanol hinweist

Walbro.jpg
Ich denke nicht das das Alkylatbenzin die Membrane angreift.

Gruß Bernd
 
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Hallo Miteinander,
ich habe inzwischen 3 Motorsägen von Benzin auf Sonderkraftstoff umgestellt, davon war die älteste 30 Jahre alt. Hat ohne Probleme funktioniert, selbst die Membranen haben das überlebt.

Gruß,

Christian
 
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Hallo Johannes,

genau das war mein Gedanke. Solange der Motor gut anspringt und sich auch gut einstellen und drosseln lässt, gibt es keinen Grund zum Membranwechsel. Danke für die Bestätigung.
Noch eine Frage: Was meinst du mit "spitz einstellen"? Heißt das auf max. Drehzahl?

spitzer gleich magerer ---
die nicht Alkylatbenzin geeigneten Membranen werden weicher haben mehr Hub und förden mehr Kraftstoff, der Motor überfettet im Vollgas, über viele Flüge / Tage nimmt die Drehzahl ab, weil der Prozess schleichend ist neigt man dazu irgendwann die Vollgas Nadel rein zu drehen um den magerer / spitzer zu stellen ...
 
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Hallo Miteinander,
ich habe inzwischen 3 Motorsägen von Benzin auf Sonderkraftstoff umgestellt, davon war die älteste 30 Jahre alt. Hat ohne Probleme funktioniert, selbst die Membranen haben das überlebt.

Gruß,

Christian
Christian, Vorschrift der Berufsgenossenschaft ist der Betrieb dieser Geräte mit Alkylatbenzin, deswegen sind Motorsägen schon viele Jahre auf Alkylatbenzin ausgelegt,
das erklärt deine Beobachtung
 
Zuletzt bearbeitet:
@Bernd


jetzt wird es schon strange ...
warum glauben oder nicht glauben?

wissen wäre gut ...

schade das wir Gerhard Reinsch nicht mehr fragen können ...

aber vielleicht trotzdem bei Clark anrufen, hat nicht der Motorenspezialist den Laden übernommen?

was wenn von dort die gleiche Erklärung kommt? würdest du es dann glauben?
 

aue

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Hallo Bernd,
Durch die heutigen Ethanolanteile werden die schwarzen Gummiteile hart.
Ethanol ist ein Lösungsmittel. Es löst den Weichmacher aus Kunststoff, der dadurch hart und spröde wird.
Wenn sich das Laufverhalten meines Motors verschlechtert, werde ich mal beim Stihl-Service vorstellig und mich nach Teflon-Membranen erkundigen.
 

Bernd Langner

Moderator
Teammitglied
Hallo Andreas
Komischerweise ist nur die Pumpmembrane aus Teflon
Die Regelmembrane ist weiterhin aus Perbuan/Gummi
obwohl die auch mit Kraftsoff in Berührung kommt.
Der Normale Ottokraftstoff enthält 5% Ethanol der E 10 eben 10%
AralUltimate102 und Shell Vipower enthalten keine Ethanolbeimischungen
und wären für die Membranen besser geeignet diese kraftstoff hatte auch Gerd Reinsch
empfohlen.

Gruß Bernd
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo zusammen,

für die Reglermembran gibt es auch schon einige Zeit einen Ersatz.
Schaut mal nach "Spiralmembransatz".
Aber leider nur für wenige Walbro Typen.

Gruß Thomas
 

SirAbuse

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Dle 30 seit 10 Jahren im Gebrauch mit Aspen und Stihl HP Ultra Öl. Keine Auflösungserscheinungen im Membran oder anderen Dichtungen. Saito FG-61TS seit dem er heraus kam und neu seit einem Jahr der FG-73 R5 null Probleme mit der Kombination.

Nicht verrückt machen lassen eher stirbt der Motor mechanisch ⚙ durch Pilotenfehler. 😉

Viele Grüße
Dennis
 
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