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Undichtigkeit Moki 30 HD

Hallo zusammen!

Ich habe hier einen Moki 30 HD RA (Heckvergaser Heckauslass), welchen ich seit 15 Jahren in der Schachtel hatte und der noch nie gelaufen war.
Nun trat nach wenigen Laufminuten Öl unter der ersten Rippe des Zylinders aus. Zylinderkopfschrauben geprüft: alle fest.
Nach etwas Laufzeit ging der Motor noch auf Vollgas, nahm aber kontinuierlich in der Drehzahl ab und drückte immer Mehr Öl unter dem Kopf raus. Nach kurzem Leerlauf ging wieder kurz Vollgas mit darauf folgendem Drehzahlabfall bis zum Absterben. Die Undichtigkeit schien mit steigender Temperatur stärker zu werden. Also abkühlen und Kopf demontieren. Erste Feststellung: gehört da kein Dichtring irgendeiner Art dazwischen? Die Dichtfläche der Laufbüchse ist glatt, aber die Gegenfläche des Kopfes hat deutliche Dreh-Riefen. Wie soll das dichten?
Seht selbst:
leckr.jpg
leckl.jpg
kopf.jpg

Der Motor springt super an und hat kurzzeitig auch gute Leistung.
Was ist hier los?
 
Genau das hat mir Herr Reisert eben geschrieben. Mal sehen, was er zu den Fotos sagt. Ich sehe jedenfalls nirgends eine Dichtung.
Muss ich halt nen Dichtring bestellen - Hauptsache, das Ding läuft zuverlässig!
 

Bernd Langner

Moderator, Fesselflug, Antikmodelle, Retro-Flugmod
Teammitglied
Morgen

Hast du den Kopf abgeputzt ? sonst müßten da Spuren von Öl sein.
Das Laufverhalten was du beschreibst deutet eher auf überhitzen hin.

Osteuropäische Motoren verlangen oft für das Einlaufen ein höheren Ölanteil.
Eventuell zuwenig Öl benutzt Luftschraube zu groß oder falscher Auspuff?

Wie gesagt das sauerwerden deutet auf Überhitzung hin.
Könnte es sein das das Öl vorne aus der Kurbelwelle gekommen ist
und durch den Luftzug nach hinten gedrückt wurde.

Die Kopfdichtungen kleben auch gerne fest schon mal mit einem
spitzen Gegenstand versucht ob da nicht doch ein Aluring ist.

Gruß Bernd
 
Bernd, du hast Recht: da ist schon ein Aluring. Ich hatte ihn nur nicht als solches Identifiziert. Sah aus wie ein Teil des Kopfes.
Allerdings gefällt mir das Tragbild dieses Dichtringes nicht! Ob ich mal versuchen soll, den Kopf mit etwas Kupferpaste aufzusetzen?

Überhitzung? Es hat auf jeden Fall etwas mit zunehmender Temperatur zu tun. Beim nächsten mal werde ich messen.
Der Prop sollte eigentlich nicht zu groß sein (19x8). Der Dämpfer (MTW) samt Krümmer stammt aus einem kompletten Set von Airworld, also gehe ich davon aus, dass alles passt.
Sprit hatte ich Super 1:40 mit Motul 800. Ich werde vorerst mal auf 1:30 erhöhen.

Und das Öl drück definitiv irgendwo am Zylinder/Kopf raus, alles andere ist dicht.
 
Hallo,
ich kenn' jetzt den Moki 30HD nicht, aber sollte man 30ccm Motoren nicht circa mit einem 16" bis 17" Propeller nur betreiben, bei entsprechender Drehzahl?
Jedenfalls braucht diese Größe, mein Saito 30ccm.

Auf den Bildern sieht der Kopf aber sehr trocken aus, nur etwas staub, aber wo soll da denn Öl heraustreten?
 

Bernd Langner

Moderator, Fesselflug, Antikmodelle, Retro-Flugmod
Teammitglied
Hallo

In einem PDF Dokument von Mokiengines .com werden Propeller
18 x 8 bis 20 x 6 für den 30cc empfohlen.

Die 19 x 8 könnte zum einlaufen schon zuviel sein.
Ich würde irgendwas mit 18 x 6 bis 18 x 8 zum einlaufen
verwenden. Wenn die ersten Tanks leer sind kannst du
dann ja die grössere LS verwenden.

Wie ich schon geschrieben habe ich denke das Öl kommt nicht vom Kopf
dann müsste der Kopf verölt sein und Spuren von durchblasen
an der Dichtung sein.

Gruß Bernd
 
Hmm, die Luftschraubenempfehlung von Airworld lautet:
Empfohlene Propeller:
Zweiblatt 19 x 10; 20 x 8/10
Dreiblatt 18 x 10
Da ist also die 19x8 eher zu klein ...
Schaue ich mir andere 30er Benziner an:
DLE30: 18/10, 18/8, 19/8, 19/10, 20/8
DLA32: 18*8 18*10 19*8 19*10 20*8
3W28: 18*8 18/10 20/8
RCGF32: 18*10 - 20*8

da liegt die 19x8 so im Mittelfeld ...
Ich glaube nicht, dass es an einer zu großen LS liegt, schließlich fängt der Motor das Sabbern schon nach einer Minute leicht erhöhtem Leerlauf an!?
Dennoch probiere ich mal 'ne kleinere Latte.

Der Kopf wie er auf den Bildern ist wurde vorher mit Bremsenreiniger behandelt. Da war nach dem Abmontieren (hängender Einbau) so viel Sabber drauf ...
Sonst ist der Motor überall furztrocken. Wenn es nicht von der Abdichtung Kopf - Laufbuchse kommt dann müsste auf beiden Seiten unter der ersten Rippe ein Riss im Zylinder sein und sich das Öl dahin zwischen Zylinder und Laufbuchse durchmogeln ... ???
 

Griffon

User
Hallo Christian
Ich denke Propeller ist nicht einfach Propeller. Ich betreibe den gleichen Motor seit zig Jahren mit einem APC 18 x 10 2 Blatt auf einer 2 m Funtana. Geht gut, hatte jedoch anfänglich starke Vibrationen. Da habe ich in den Ferien aus einer Bierdose eine zusätzliche Dichtung für den Zylinderkopf geschnitten. Läuft seither wesentlich ruhiger mit gleicher Leistung. Sabern tut meiner nur beim Anschluss zum Heckauslass. Sprit 1: 50 Normalbenzin 95 mit HP Ultra super. Irgendwann sich noch die Zündung verabschiedet, seither mit einer Rexel und geht sehr gut. Viel Glück und Spass.

Schöne Grüsse
René
 
Fehler gefunden!

Unter der ersten Kühlrippe des Zylinders sind starke Lunker im Guss. Aus einem davon drückt es bei Betriebstemperatur raus. Je wärmer der Motor wird, um so mehr drückt sich wohl etwas zwischen Laufbuchse und Zylinder durch bis zu dem Lunker.

Lunker.jpg

Aber Airworld hat sich mit dem Ersatzteilpreis sehr kulant gezeigt :-)

Übrigens:
Mit der Zusatzdichtung aus Bierdosenblech läuft der Motor viel weicher bei nur 150 U/min weniger!
Das hätte mit einer Coladose bestimmt nicht so gut geklappt ;-)
 
So, nachdem die Lieferzeit des Ersatz-Zylinders 2 Wochen dauerte hatte ich inzwischen die Laufbuchse mit Hilfe eine Heißluftföns gezogen und mit Loctite neu eingesetzt. Bisher alles dicht!
Dennoch hatte ich trotz gutem Anspringverhalten weiterhin Probleme mit Abstellern - ich dachte schon das wäre ein Agrarflieger ... immer auf dem Acker. Nachdem mir Stefan Thiel den Vergaser fachmännisch eingestellt hatte schien das Problem der Powerbox-Zündschalter zu sein, denn mit Akku direkt an der Zündung lief alles. Also einen Engel-Killswitch eingebaut. Aber auch da gab es nach kurzer Zeit Zündaussetzer. Nach Einschalten blieb im warmen Zustand gar die LED der Zündung manchmal dunkel ... Ganz mutig habe ich den Engel-Zündschalter von 4,8V auf 6,0V umgestellt ... siehe da: alles läuft wie es soll.
Jetzt noch den Zylinder endgültig tauschen und den Vergaser einstellen, damit auch bei montierter Haube zügig Gas angenommen wird.
Insgesamt hat der Motor eine tolle Laufkultur und satt Leistung. Entgegen viele Berichte springt er (trotz hängendem Einbau) sehr gut an.
Jetzt mal sehen, wie er mit einer 20x8 Menz zurecht kommt, denn die 19x8 habe ich beim F-Schlepp bei heftigen Windverhältnissen geschrottet ;-)
Aufgrund einiger Berichte denke ich auch noch über 20x6 nach ... Einsatz in einem originalen Biglift ;-)
 
Update:
Andauernd hat mich dieser Motor geärgert!
Der arme BigLift ist zu einem Agrarflieger verkommen ... denn erlandete oft wegen Motorausfall auf dem Acker ...
Bei den Testläufen daheim fiel dann wieder auf, dass der Motor stehen blieb mit dunkler LED an der Zündung - egal welche Spannung. Nach kurzer Abkühlung ging sie wieder an. Motor an, Fön dran gehalten, aus ... Aha, Zündung auch noch defekt, toll!
Eine originale Moki-Zündung kam nach diesen Erfahrungen nicht mehr in Frage, also Umbau auf Rcexl ... siehe da, der Motor läuft in allen Lebenslagen perfekt und kraftvoll durch - so soll es sein!
Eben wollte ich dann die alte Moki-Zündung verpacken und "archivieren", dabei hatte ich plötzlich das Kabel der Spannungsversorgung in der Hand! Moment mal, das ist doch gar nicht gesteckt sondern endet umhüllt von Schrumpfschlauch auf dem Platinenrand!
Nun seht selbst:
Das Kabel war auf der Platine an zwei Pins eines Pfostensteckers angelötet - aber offensichtlich war diese Lötung sowas von kalt ... das hab ich noch nicht gesehen! Nur der Schrumpfschlauch hat die Sache einigermaßen beisammen gehalten, der Kontakt war eher zufällig und natürlich Temperaturabhängig!
Moki-Besitzer: kontrolliert eure Zündungen!
Der Motor hat zwar ewig in der Schachtel gelegen, aber deshalb darf sich keine Lötstelle auflösen! Entweder von Anfang an kalt gelötet, oder Flussmittel dran, welches hätte entfernt werden müssen ...

20200313_204027kl.jpg
20200313_204049kl.jpg

Manche Dinge können so einfach sein aber bleiben lange rätselhaft ...
 

Bernd Langner

Moderator, Fesselflug, Antikmodelle, Retro-Flugmod
Teammitglied
Hallo Christian

Ich weiß nicht ob du den Motor Neu gekauft hast aber der
Spannungsanschluß sah anders aus.
Die beiden Pfostenverbinder hatten eine Führung aus Kunststoff.
Hier rastete das Gegenstück ein.

Scheinbar hat da einer bei dir aus Ermangelung des orginalen Steckers
etwas selbst gebastelt.

comp_moki.jpg

Den Motor hatte ich auch vor langer Zeit im Besitz und kann mich
noch dunkel daran erinnern.

Gruß Bernd
 
Insgesamt hat der Motor eine tolle Laufkultur und satt Leistung. Entgegen viele Berichte springt er (trotz hängendem Einbau) sehr gut an.
Kann ich zu 100% bestätigen!! Ich habe den 30 HD seit 8 Jahren hängend im Einsatz OHNE irgendwelchen Mucken!


Ich habe hier einen Moki 30 HD RA (Heckvergaser Heckauslass), welchen ich seit 15 Jahren in der Schachtel hatte und der noch nie gelaufen war.
Nix für Ungut, aber der Spannungsverbinder schaut bei dir wie gefrickelt(ab Werk:eek:) aus und der Zylinder anscheinend eine Montagsproduktion:(
 
Also der Motor war schachtelneu! Und der Spannungsanschluss an der Zündung war so original!
Ich weiß, es gab auch welche mit Stecker, aber hier war das Kabel direkt angelötet - wenn man das so nennen darf ;-)

Naja, hoffe, das war's jetzt mit dem Ärger um diesen Motor!
 
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