Unterschiedliche Drehzahl je nach Regler?

Im Handbuch des Goblin 700 stehen verschiedene KV - Ritzel - Hauptrotor Drehzahl Kombinationen. Soweit klar. Je nach KV und Solldrehzahl unterschiedliche Ritzel.

Aber warum je nach Regler bei sonst identischer Konfiguration unterschiedliche Ritzel?
Bsp: 540kv Motor für 2200 am Kopf mit Jive ein 22er, mit YGE ein 24er? Wie das?


Wenn ich das klassisch rechne komme ich sogar nur auf ein 19er Ritzel...

Kann das jemand erklären?
 
Das würde dann ja bedeuten, dass ich je nach Regler einen völlig anderen Antrieb habe. 2 Ritzel Unterschied bei 20 Zähnen sind 10%.
Dann würde ein Regler 10% weniger Drehzahl durch 10% mehr Drehmoment bedeuten wenn durch das andere Ritzel die selbe Kopfdrehzahl erreicht wird.

Kann das so sein oder hat SAB da einfach "seltsame" Angaben gemacht?
 
Hallo Lars,
mit helis kenne ich mich nicht so gut aus, aber ich weiss dass bei Herstellern die Doku oft ganz am Schluss kommt. Vermutlich ist das ein Flüchtigkeitsfehler. Oder historisch gewachsene Werte,d.h. das eine Setup wurde so erflogen und das andere mit dem anderen Ritzel. Beides wird dir dann als "Optimum" verkauft.

Ich denke du kommst nicht umhin dort mal anzurufen, und nachzufragen was es damit auf sich hat. Vielleicht gibts ja doch nen Grund.
 
Je nach Regler gibt es unterschiedliche Teillastverhalten.
Der eine muss im Governor Modus bei etwa 75% laufen, der andere bei 95%.
Je nachdem können dann noch zusätzlich je nach Regler verschiedene Maximaldrehzahlen rauskommen...
 
Im Handbuch des Goblin 700 stehen verschiedene KV - Ritzel - Hauptrotor Drehzahl Kombinationen. Soweit klar. Je nach KV und Solldrehzahl unterschiedliche Ritzel.
Aber warum je nach Regler bei sonst identischer Konfiguration unterschiedliche Ritzel?
Bsp: 540kv Motor für 2200 am Kopf mit Jive ein 22er, mit YGE ein 24er? Wie das?
Wenn ich das klassisch rechne komme ich sogar nur auf ein 19er Ritzel...
Kann das jemand erklären?
Moin,
das hängt am Reglertiming salopp gesagt - das Problem: Wenn Du 18° Timing einstellst sind das eben NICHT immer
die GLEICHEN 18° bei unterschiedlichen Stellen! Noch krasser ist das gegenüber dem "echten" Autotiming von Kontronik.

Hier gibt es Unterschiede von über 5% (bei extrem Timing bis zu 10%!) in der Drehzahl, dabei gilt: je schärfer das Timing,
um so höher die Drehzahl! (i.d.R.: Wirkungsgrad-max sinkt leicht, dafür (kann) im Lastpunkt der Wirkungsgrad leicht ansteigen)
Die Koby/Jive/Kosmik sind Wirkungsgrad optimiert und erzeugen die geringste Drehzahl (und höchste Drehmoment) gegenüber
den anderen Festtiming-Stellern!

Beispiel meiner letzten Messungen am YGE und MEZON:
Um die GLEICHE Lastdrehzahl zu erhalten musste der MEZON auf 12° gegenüber dem YGE mit 18° eingestellt werden!:p;)

In deinem Fall wird diese Drehzahlerhöhung mit einer höheren Übersetzung kompensiert - JIVE 22er <-> YGE 24er.
 
Moin
An einem Referenzmotor habe ich es mal durchgespielt:

Am Unitest:
Powerjive 120: 495U/V
YGE 7,5° 492U/V
YGE 15° 503U/V
YGE 22,5° 520U/V
YGE 26° 529U/V
YGE 30° 540U/V

Conrad Motorchecker 1 480U/V
Conrad Motorchecker 2 486U/V
Hobbykönig KV-Meter/Steller 520U/V

Wie Jive/Kosmik aut. Timing (Reglermod) arbeiten, sieht man schön an der angehängten Grafik.
Legende:
X:
Pin [W]
Y:
schwarz: Felddrehzahlx1000 /min
Blau: PWM %
Rot: Geber-PWM %
Grün: Spannung Volt
Orange: Timing Grad
 

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Autotiming = weniger Drehzahl und weniger Leistung

Autotiming = weniger Drehzahl und weniger Leistung

Die Leistungsunterschiede sind hier klar belegt

http://www.rc-network.de/forum/showthread.php/181937-DC-Alle-Autotiming-Werte-falsch

Im Betrag

http://www.rc-network.de/forum/show...Werte-falsch?p=1661277&viewfull=1#post1661277

Zum Verständniss:
Die Messwerte mit der 18x12 ganz links unten in den beiden Diagrammen
sind die tatsächliche gemessen Werte.


Hier ist der Unterschied Kontronik Autotiming zu YGE Fetsttiming klar dargestellt.
Unter dem Strich bringt der Kontronik mit Autotiming deutlich weniger Drehzahl/Leistung am Motor
ohne echte Wirkungsgradverbesserung.
Das belegt der Propcalculator klar.
Der durch Autotiming runtergesetzte Leerlaufstrom täuscht lediglich die DC - Berechnung
mit rein optisch schönen Eta Werten.
Deswegen mach ich grundsätzlich keine Messungen mit Autotiming.

Lieber Gruß
Andy Reisenauer
 
Hallo Andy
Warum verfälscht Du mit falschen Reglereinstellung dann die Messung. Das was Du da misst entspricht dann wenig der Praxis.
Wenn ich mit dem Heli schwebe, habe ich am Jive ein geringes Timing mit hohem Wirkungsgrad, wenn ich knüppel, dann geht das Timing hoch, eine höhere Leistungsausbeute und geringere Abstellgefahr sind die Folge.
Wenn der Leerlauf mit geringem Timing läuft, ist das auch für DC richtig, wenn die Lastmessung mit hohem Timing läuft, ist auch das für DC richtig, weil sich der Antrieb GENAU SO in der Praxis verhällt.
 
Das belegt der Propcalculator klar.
Der durch Autotiming runtergesetzte Leerlaufstrom täuscht lediglich die DC - Berechnung
mit rein optisch schönen Eta Werten.
Deswegen mach ich grundsätzlich keine Messungen mit Autotiming.
... das ist eben dein Problem weil Du dich ausschließlich auf den DC beziehst und Du dadurch eine "eingeschränkte" Sichtweise hast!
Solltest mal lieber "echte" Wirbelstrommessungen bei konstanter Bremslast (!) machen dann wirst auch Du deine Erkenntnisse refreshen müssen! :D
Oder liefere mir bitte mal eine Erklärung, das plötzlich Regler "XYZ" für die gleiche Bremsleistung 1-5% weniger Eingangsleistung benötigt!
... teilw. schwankt das noch höher!:p Das Beste, DASS kannst mit jedem beliebigen Lastpunkt durchspielen und so erkennen, es gibt NUR ein
optimales Timing für EINEN Lastpunkt (nun NICHT in ein Amperschritten!), alles andere ist eben ein Kompromiss oder eben intelligenter:
=> ECHTES Autotiming = Kontronik! ;) :)

... danke Holger, deine Werte decken sich exakt mit meinen! ;)
 
Hallo Gerd,

wenn die Kontronik Regler auf Grund des Autotimings eine geringere Drehzahl haben sollten als die YGe mit Festtiming, dann müsste man doch für die gleiche Kopfdrehzahl am Kontronik Setup eher ein größeres Ritzel montieren als am YGE.

Lars sagt im ersten Post aber dass der Hersteller dort das kleinere Ritzel ggü. dem anderen setup empfiehlt.

Irgendwie ist das nicht plausibel alles. Oder?
 
Messwerte

Messwerte

Damit es jeder nachvollziehen kann:

DC Autotimingk.jpg

Auf was kommt es hier an?

Die grün unterstrichenen letzten Meßwerte (jeweils im linken Eck unten)
sind Werte die tatsächlich mit 18x12 Menz Holz gemessen wurden.
Die orange umrandeten Felder enthalten das, was der DC daraus errechnet hat.
Natürlich hat er auch die Kurven mehr oder weniger richtig errechnet.
Im rechten Feld kommt er der Wirklichkeit schon sehr nahe.
Das heißt bei 28,8 Volt mit YGE 24° irrt er sich bei richtiger Drehzahl von 6250U/min nur um 0,9 Amp.

Im linken Feld mit Autotiming und niedrigerem Leerlaufstrom glaubt der DC es werden 6077 U/min statt der
gemessenen 6050U/min erreicht und das auch noch mit 1,9 Amp. weniger. Klar wirft er dafür einen höheren Wirkungsgrad aus82,8%.
Für den Anwender sind aber nur die tatsächlichen Werte mit Prop richtig.
Da sagt der Propcalculator (beruhend auf der Drehmomentkonstante) klar in beiden Fällen 78,2 bzw. 78,1 % ETA.

Der Antrieb mit Kontronik Regler hat in diesem Fall gegenüber YGE Festtiming keinen Wirkungsgradvorteil sondern
klar eine Minderleistung an der Welle also Pout von nur 1028 Watt gegenüber YGE 1133 Watt.

@Holger:
Aus DC Kurven irgendwelche Werte für den Heli bei Teillast abzuleiten ist leider grundfalsch.

Dem mit Kontronik jetzt leistungsschwächeren Antrieb mit längerer Übersetzung anzupassen ist wie
einem leistungschwächerem Radfahrer zu empfehlen, bergauf doch einfach mit längerem Gang zu fahren..:)

@ Gerd:
das wesentliche hier, sind nicht DC Daten sondern Messungen mit Prop. Nur das zählt in der Realität.
Wenn Du also mal für jeden nachvollziehbar einen Regler hast,
der am gleichen Motor und Prop die gleiche Drehzahl mit 5% weniger Aufnahmeleistung schafft,
dann ist das für jeden überprüfbar.
Solange da nur Bremsleistung von Deinem Prüfstand genannt wird,xxxxxxxxxxxxx

Mir ist übrigends aufgefallen, dass wir fast das gleiche machen.
Der Unterschied ist nur:

Ich muß meine Waren bezahlen und den Erlös dafür versteuern.

Dafür kann ich aber auch objektiv sein.

Selbstverständlich messe ich seit Jahren mit Magnetbremse, nur überprüfe ich öfter,
ob in der Berechnung auch das rauskommt, was DC errechnet.
Aber da bin ich hier wohl der Einzige..:rolleyes:
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
... schon wieder Schlammschlacht?

... schon wieder Schlammschlacht?

Dafür kann ich aber auch objektiv sein.
... genau - eben so, wie es dir möglich ist!;):D

Hier hat das mal "jemand" (den kennen alle) u.a richtig erkannt: :D
http://www.rc-network.de/forum/show...Werte-falsch?p=1661305&viewfull=1#post1661305
... macht die kombination relativ wenig zuverlässiger propellerdaten (aus stehender luft mit unklarsten verwirbelungen und an/abströmverhältnissen mit motordaten sowieso wenig sinn. ...

Schade das Du mit Fakten nix anfangen kannst. Ich meide Props als Last (Props vermessen ich getrennt), weil
ie eine Steuung da reinbringen, die man nicht mit gutem Gewissen schön reden kann!:p Ich weiß wovon
ich rede weil ich auch mal so angefangen habe und schnell die Grenzen eines solchen Systems erkannt habe. ;)

Während ich eine Last fast auf 1W genau simulieren und reproduzieren kann und NUR DAS reproduzierbare Erbnisse
liefert! Du hingegen nimmst ZWEI Rechenmodelle (Motor UND Prop) und willst uns auf die Kommastelle weiß
machen wo Unterschiede zu suchen sind - Andy das nenne ich unprofessionell!
:(
Wenn ich "1KW Lastkonstant" einstelle und am Steller I z.B. 2145W und am Steller II 2092W benötige überlasse
ich es mal deiner Phantasie woran das liegen könnte! ... sicher am Prop ... :D

Aber jedem das SEINE - das solltest Du einfach nur akzeptieren. Ich kann es bei dir, da ich mir eben NICHT
die Butter damit auf dem Brot verdiene - Du siehst, für mich hat es andere Prioritäten als bei Dir! :D

Nachttrag - gerade erst gesehen:
...
Dem mit Kontronik jetzt leistungsschwächeren Antrieb mit längerer Übersetzung anzupassen ist wie
einem leistungschwächerem Radfahrer zu empfehlen, bergauf doch einfach mit längerem Gang zu fahren..
...
Köstlich - zeigt es doch wie falsch du liegst ... der Vergleich ist zwar witzig aber eben grundfalsch!

Das sowas mit höherem Wirkungsgrad zu tun hat scheint dir fremd zu sein gerade weil du das Drehmoment
außer acht lässt und NICHT betrachtest - so schnell kann man wirklich Schmunzeln ...

Scheinbar gehörst Du zu den Leuten die bei zwei gleichen Motoren, wo der eine eine niedrigere "nspez." liefert
für den schlechteren hältst - ich täte den mit der niedrigeren "nspez." vorziehen!:p
 
Zuletzt bearbeitet:
Hi,
Andys Antriebe haben aber sehr viele zufriedene Modellpiloten geflogen .Seine Auslegungen funktionieren doch hervorragend,da Er ja gerade einer der wenigen ist der das unter realen Bedingungen austestet und nicht nur DC bedient und wenn dann nur mit den von Ihm selbst gemessenen Daten ,ohne Verunreinigungen aus der Modellbauerwelt.
 
Hey Leute, da hab ich ja was losgetreten...

wollte ja nur wissen, warum die 10% verschiedene Ritzel empfehlen... Hier mal die Seite aus dem Handbuch:


SAB.jpg

Ich bin jetzt bei genannter Konfiguration auf ein 20er runter und mit dem Timing von 18 auf 24 Grad hoch. Max Pitch 12,5Grad.
So läuft er "akustisch" wesentlich runder, weniger Einbrüche.
Wenn ich das rechne, komme ich auf ein 19er oder 20 Ritzel. Passt also grob.

Dann hat SAB da wohl einen Fehler.

Aber bei den ganzen Messungen von Euch sind das ja bei weitem keine 10% Unterschied je nach Regler.
Und wenn das so wäre (selbst bei 5%), wie soll man dann die ganze KV Geschichte rechnen? Selbst 5% sind hier ein Zahn mehr oder weniger.
Also dann doch alles nur grobe Hausnummern? :eek:

Ach, und ja: Wir wollen doch ne Lösung und keinen Krieg, oder? ;)
 
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