UP-Vorgelat, T-35 und Alternativen

Hallo,

nach vielen Versuchen mit dem IMC und gelegentlichen Probleme mit der Haftung bin ich wieder auf der Suche nach Alternativen. Gerade bei einem Scale-Rumpf spielt das Gewicht der Deckschicht nicht die größte Rolle, so dass ich mir das Streichen bzw. Walzen von UP-Vorgelat vorstellen kann.

Dazu folgende Frage: Ist das UP-Vorgelat von R&G vergleichbar mit dem T-35?

Im Rahmen meiner sehr positiven Viapal-Versuche bin ich auch auf dieses Material gestoßen:
https://www.phd-24.de/polyesterharz...lcoat-ral9010-20g-mekp-haerter/a-2094/#rating

Dort steht: „dieses Gelcoat kann durch seine hohe Reaktivität als Feinschicht für Epoxidharz - Laminate eingesetzt werden“
Hat jemand Erfahrung damit? Welche möglichen Nachteile könnte es geben? Die Farbe (reinweiß) ist mir egal, da ich den Rumpf so wie so an der Naht spachtel und komplett lackiere.

Danke
Stefan
 
Hallo Stefan,

wenn der Rumpf planmäßig lackiert werden soll, verstehe ich den zus. Aufwand eine Deckschicht in die Formen zu lackieren nicht ganz. Du könntest auch die erste Lage Gewebe mit eingefärbtem Harz (natürlich Weiß) laminieren. Habe ich schon bei Aufsteckschnauzen so gemacht. Funktioniert ganz gut.

Gruß
Frank
 
Hallo Stefan,

wenn der Rumpf planmäßig lackiert werden soll, verstehe ich den zus. Aufwand eine Deckschicht in die Formen zu lackieren nicht ganz. Du könntest auch die erste Lage Gewebe mit eingefärbtem Harz (natürlich Weiß) laminieren. Habe ich schon bei Aufsteckschnauzen so gemacht. Funktioniert ganz gut.

Was hast mit den tausenden Pinholes gemacht, die dabei entstehen?

Deckschicht brauchts schon, die wird am problemlosesten aus eingedickten Epoxy (mit Aerosil) gemacht, einfärben erleichtert die Sichtkontrolle ob und wieviel Harz eingebracht wurde.
Einfach mit dem Pinsel in die Form streichen, angelieren lassen, bis es nicht mehr klebt aber der Fingerabdruck noch deutlich erkennbar ist, dann drauflaminieren. Das ergibt die bestmögliche Verbindung zum Laminat und eine porenfreie Oberfläche.
Ein großer Vorteil ist die haftende Wirkung des angelierten Oberflächenharzes, da wird das Laminat auch an eigentlichen Problemstellen an der Form gehalten und lästige Fehlstellen mit großen Lufteinschlüssen werden vermieden. Es gibt auch keinen Polyestergestank.
Nachteil ist die etwas härtere Oberfläche, das anschleifen ist etwas mühsamer.

Meiner Meinung nach überwiegen aber die Vorteile.
 
Hallo,

ganz ohne Deckschicht kommt aufgrund der Pinhole-Problematik für mich nicht mehr in Frage.

Epoxy als Deckschicht zu nehmen ist naheliegend. Ich sehe jedoch folgende Nachteile:
- Aufwändiges Anmischen mit Thixo und Farbe unter Vermeidung von Lufteinschluss (im Vergleich zu Dose auf und zwei Tropfen Härter dazu)
- Langer Arbeitstag durch Angelieren der Oberfläche. Polyester erlaubt eine komplette zeitliche Entkopplung
Ich kann aber gut verstehen, wenn jemand Epoxy nimmt.

(Ein bisschen war die Eingangsfrage auf die Nuancen der Polyester-Gelcoats bezogen)

Stefan
 
Epoxy als Deckschicht zu nehmen ist naheliegend. Ich sehe jedoch folgende Nachteile:
- Aufwändiges Anmischen mit Thixo und Farbe unter Vermeidung von Lufteinschluss (im Vergleich zu Dose auf und zwei Tropfen Härter dazu)
- Langer Arbeitstag durch Angelieren der Oberfläche.

Anmischen ist auch nicht wesentlich aufwändiger als das spätere anmischen des Laminierharzes. Man kann das eingedickte und eingefärbte Harz auch in größerer Menge vorbereiten, so daß bei Bedarf nur noch der Härter rein muß. Mischverhältnis ( Gewicht) bleibt gleich.

Lufteinschlüsse sind absolut kein Thema bei der gebräuchlichen Schichtdicke.

Der Arbeitstag wird länger, kann man aber auch so planen daß weder Leerlauf noch Stress entsteht.
Z.B. Deckschicht rein (kurzer Härter, ca. 30 min Topfzeit) dann Zuschnitte machen und den Arbeitsplatz vorbereiten, nach ca. 3 Std. (bei Raumtemperatur) kanns mit dem Laminieren losgehen.
Oder mittags Deckschicht rein und abends laminieren, funzt mit ca. 60 min Topfzeit.
Oder abends Deckschicht rein und am nächsten Morgen laminieren, bei 120-180 min Topfzeit.
 
Dazu folgende Frage: Ist das UP-Vorgelat von R&G vergleichbar mit dem T-35?

Nein, aber mit dem T 30. T 35 hat eine etwas niedrigen Anteil an Pigmenten, ist dafür aber einfacher schleif- und besser polierbar. Farblos gibt es jedoch nur das T 30.

Im Rahmen meiner sehr positiven Viapal-Versuche bin ich auch auf dieses Material gestoßen:
https://www.phd-24.de/polyesterharz...lcoat-ral9010-20g-mekp-haerter/a-2094/#rating

Dort steht: „dieses Gelcoat kann durch seine hohe Reaktivität als Feinschicht für Epoxidharz - Laminate eingesetzt werden“
Hat jemand Erfahrung damit? Welche möglichen Nachteile könnte es geben? Die Farbe (reinweiß) ist mir egal, da ich den Rumpf so wie so an der Naht spachtel und komplett lackiere.


Ich kann nur vorschlagen, probier es aus und berichte. Aus meiner bescheidenen Erfahrung kann ich allerdings berichten, dass das T 30 / T 35 bislang am wenigsten Probleme von allen epoxykompatiblen UP-Gelcoats gezeigt hat.
 
Epoxy als Deckschicht zu nehmen ist naheliegend. Ich sehe jedoch folgende Nachteile:
- Aufwändiges Anmischen mit Thixo und Farbe unter Vermeidung von Lufteinschluss (im Vergleich zu Dose auf und zwei Tropfen Härter dazu)
- Langer Arbeitstag durch Angelieren der Oberfläche. Polyester erlaubt eine komplette zeitliche Entkopplung

Ich sehe noch ganz andere Nachteile, und zwar die nur sehr mäßige UV-Beständigkeit.
 
Nein, aber mit dem T 30. T 35 hat eine etwas niedrigen Anteil an Pigmenten, ist dafür aber einfacher schleif- und besser polierbar. Farblos gibt es jedoch nur das T 30.

Danke für die Antwort. Leider verstehe ich sie nicht. Meinst Du, dass Vorgelat farblos mit dem T-30 vergleichbar ist und Vorgelat weiß mit dem T-35. Das T-35 hat aber weniger Pigmente?

Bezüglich UV - Ich gehe von einer Lackierung im Positiv aus mit 2K Acryl weiß. So war auch mein Eingangspost formuliert.

Stefan
 
Sorry, meine Antwort ist in der Tat kryptisch. UP-Vorgelat weiß und farblos = MGS T 30 weiß und farblos.

Wenn es bei einem Gelcoat nur um die Oberflächenthematik geht, dann geht natürlich auch Epoxy, oder steh ich schon wieder auf dem Schlauch?
 
Hallo zusammen

Seit langer Zeit spritze ich eine 2 K Farbe in die Formen. Ob das nun Silber für Warbirs oder eine andere Farbe für Segler oder Trainer spiel keine Rolle. Keine Poren und wesentlich weniger Gewicht als Gelcoat. Ein Nachträgliches Spritzen erübrigt sich und Delaminationen hat es bei mir noch nie gegeben.

Schöne Grüsse
René
 
Hallo

Die Farbe stammt meistens vom Automaler im Dorf. Vor Jahren war es Nuvovern von Fa. Müller. Das Giftgesetz hat leider die super Farbe gekillt. Aber wie erwähnt die Autofarbe ist sehr gut.

Ich spritze nach dem Wachsauftrag in die Formen., dann soll gewartet werden bis die Farbe grifffest ist. Austrocknen über mehrere Tage wie beim Celcout geht nicht.

Viel Spass
René
 
Das Problem mit den Autolacken ist, dass man einfach nicht weiß wo man dran ist. Durch die Chemikalienverordnungen ändert sich ständig etwas.

Stefan
 
... ich habe die Vermutung, dass ähnlich wie beim Viapal kein RCN-user zuvor das PHD Gelcoat im Modellbau eingesetzt hat...

gerne teste ich es wieder :confused:
 
PHD Celcoat

PHD Celcoat

Hallo Stefan

, möchte aus meiner Erfahrung EP-Celcoat z.B. :https://shop1.r-g.de/art/120105 empfehlen..., stressfreies Arbeiten wegen dem längeren Angelieren , kein" Durchzeichnen" der 1.Gewebelage u.s.w.!!


CIMG1625.jpg
 
Hallo Andreas

Ep Deckharz kannst ja nicht spritzen ,nur streichen ,wird halt etwas streifig im Gegensatz zu Up weiss gespritzt
wenn du noch lackierst OK. Fuer aus der Form fertig nicht so toll.
wie schraubst du deine Form zusammen- mit Zwingen- sehe keine Schrauben ? und die doofen x..u..x .Geschosspassduebel (so wenige ? hast da keine Nahtversaetze und breite Naete ) sind doch doof fuer
nass in nass Zusammenschieben - nur mal so zum bessermachen beim naechsten Formenbau !


fliegergruss. Gerhard
 
Ich hadere noch mit dem Epoxy als Deckschicht. Ich will einfach morgens um 10 Uhr starten. Ob es möglich ist um 22 Uhr am Vorabend die Deckschicht einzustreichen und die Form in der Garage über Nacht zu lagern? Welche Temperatur sollte dort sein, damit ein 45 Minuten Harz 12 Stunden später weiterverarbeitet werden kann? Wie kritisch ist die Feuchtigkeit, welche sich auf den Oberflächen niederschlagen wird. Wie viel früher (vor der Weiterarbeit) sollte man die Form in den Wohnraum holen?

Stefan
 
Hallo Stefan!
Der Feuchteniederschlag auf den kalten Oberflaechen ist ein grosses Problem- wirkt wie Trennwachs!
Bis Du die Form wieder auf Temperatur gebracht hast auch, denn dann haertet auch Deine Deckschicht
wieder mit weiter ,wenn Du nicht genau den richtigen Zeitpunkt erwischt kannst die ganze Schicht
an fertigen Rumpf bei etwas Belastung wieder abschaelen .
Meine Empfehlung als Freizeitlaminierer UP Deckschichtharz weiss ,ausser Gestank ,alles andere positiv
schlagzaeher als IMC, polierbar, keine Lunker, beste Bindung zu EP, weiterbauen wann ich will, spritzbar
dadurch duennere ,aber gleichmaessigere Deckung - was willst Du mehr !


fliegergruss. Gerhard
 
UP stinkt immer, da wirst du keine finden daß du problemlos im Haus verwenden kannst, spritzen sowieso nicht.

Mach doch einfach Versuche mit Epoxy-Deckschicht:
Mischungen mit verschiedenen Härtern anrichten und auf Folie streichen und im Verarbeitungsraum bei Verarbeitungstemperatur liegen lassen. Nach ca. 2 Std. Wartezeit alle halbe Std. kontrollieren und notieren ab wann und wie lange das Gemisch mit jeweiligen Härter brauchbar ist. Dann kannst du zeitlich planen.

Dann brauchst du die Formen nicht rumschleppen, die können vom Arbeitsbeginn bis zum öffnen bzw. tempern am Arbeitsplatz liegen bleiben.
 
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