Urmuster/Trennbrett/Spachtel

klkr

User
Hallo Leute,

bei Herstellung meiner ersten zwei Gfk-Formen, habe ich zum füllen der Spalten zwischen Urmuster und Trennbrett die blaue Knetmasse von R&G benutzt. Trotz größter Mühe waren die Kanten der Form aber nicht besonders.

Jetzt habe ich folgendes versucht: Urmuster gewachst und mit PVA behandelt. Urmuster ins Trennbrett, Spalten mit Polyesterspachtel gefüllt, Urmuster wieder raus, Trennbrett schleifen.

Leider scheint der Polyesterspachtel mit dem PVA und dem Wachs zu reagieren, klebt am Urmuster und wird teilweise beim herausnehmen des Urmusters aus dem Trennbrett mit herausgerissen. Versuche mit anderem Wachs (dann ohne PVA) und anderer Spachtelmasse zeigten ähnliche Ergebnisse. Teilweise wird auch die Lackschicht des Urmusters angegriffen.

Gibt es vielleicht Spachtelmasse auf Epoxyd-Basis? Wie bekommt Ihr eine saubere Kante zwischen Urmuster und Trennbrett hin? Die blaue Knete wollte ich eigentlich nicht mehr benutzen.

Freundliche Grüße

Klaus K.
 
Hallo Klaus!
Du solltest das Urmodell vor dem Einsetzen in das Trennbrett nicht
isolieren! (Wachsen , PVA).
Also : Modell in das Trennbrett , Spalt mit blauem Plastilin schliessen.
Anschließend mit scharfer Klinge glattziehen (geht wirklich sehr gut,mache
ich schon seit Jahren so). Jetzt das ganze wachsen und ggf. mit PVA behandeln! Das Plastilin kann man sehr gut bearbeiten und sogar scharfe Kanten einarbeiten. Automodelle werden auch so geformt. Die Temperatur sollte nicht zu hoch sein und das Abziehwerkzeug scharf und ohne Scharten
sein.

Grüße Raymund
 
Hallo Klaus,

ich bin auch einer derjenigen, die mit der Plastilinmethode nicht gut klar kommen. Jeder hat da wohl seine Vorlieben und seine Methoden, die er nicht mag. Das Plastilin mag vielleicht ganz gut funktionieren, ich habe aber noch keine so erstellte Trennebene bzw. spätere Trennebene an der Form gesehen, die im Plastilin-Bereich perfekt glatt ist und das ist bei mir (inzwischen) Pflicht.

Mit Polyestersspachtel habe ich auch schlechte Erfahrungen mit dem Trennen, das Zeug ist einfach sehr agressiv.
Ich nehme und kann das nur wärmestens empfehlen einfach angedicktes Harz (ca1/3 zu 2/3 mit Baumwollflocken und Microballons angedickt).
Das trennt hervorragend und nach dem Aushärten und Herausnehmen des Urmodells aus der Trennebene läßt sich diese herorragend plan schleifen. Danach hat man eine top-Passung und eine top Oberfläche der Trennebene. Letztere bestimmst du selbst, je nachdem, wie fein du die Trenneben schleifstvorm Wachsen.

Obwohl ich sonst fast immer nur mit Wachs trenne, nehme ich am Urmodell bei diesem einen schritt auch PVA. So trenet es perfekt. das PVA wird nachher mit warmem Wasser abgewaschen. Dann das vorher ja schon hochgewachste Urmodell noch ein oder zweimal wachsen, fertig.

Gruß Arne
 
Hallo Klaus K.,

M.Koch hat mal geschrieben, dass er mit der Knetmasse bewusst etwas vertieft, nach der Abformung der ersten Seite das Urmodell rausnimmt (obwohl man das nicht soll) und dann die Erhebung auf der Trennebene bündig schleift.

Wie er schreibt, bekommt er damit erstklassig Ergebnisse.

Wenn ich mir das hier durchlese, halte ich allerdings die Methode von Arne für die Beste.
 
Hallo

Ich habe auch gerade Probleme mit dem ausspachteln der Trennebene-Rumpf. Das mit dem Epoxyspachtel scheint mr eine gute Lösung. Welchen Harz nahmt ihr da, kann man den auch mit OVI verdicken.????( hat das jemand schon ausprobiert???) 5min Epoxy oder 24min????

Schönes Weekend noch. Grüsse
Timo
 
@ Timothy

Wie um alles in der welt bis du denn auf den Gedanken gekommen?

Harz sollte schon mit geeigneten und dafür gemachten Füllstoffen eingedickt werden! Du baust die Form ja später auch nicht aus Baumwoll-T-Shirts statt Gewebe....


Gruß Arne
 
Ne klar nicht.
Ich dachte mir, dass Ovomaltine etwa die gleichen Eigenschaften hat wie dieses Pulfer, das R&G vertreibt. (vom Saugen her) Ja, wenns noch nimand ausprobiert hat, dann probiers ich eben mal selbst....:-)
Schöen Abend
Grüessly
Timo
 
Es geht schon mit Spachtel, vor allem schneller!

Nur eines ist absolut wichtig, neben dem dass das Urmodell (bei uns mit UP-Oberfläche) sehr gut gewachst und auf jeden Fall mit PVA vorbehandelt werden muss:

Wir machen die Teilung getrennt für Ober und Unterseite und beide Seiten liegen auf Führungen, um sie horizontal an den Rumpf heranzuschieben. Der Rumpf selbst ist fixiert. Dann wird die Teilung sehr gut saubergemacht, Spanplatten müssen abgesaugt werden, sonst hällt die Süachtelmasse nicht, der Spachtel kommt drauf und die Teilung wird an den Rumpf geschoben. Überschüssige Spachtel NICHT abwischen, hart werden lassen, abnehmen, abschleifen, wieder an den Rumpf schieben, auf den Führungen verschrauben und dann den Microspalt mit Knet abdichten, ohne Knet - keine Chance, Harz läuft durch. Ergibt absolut scharfe Kanten.

Euer Hauptproblem ist, dass ihr die Spachtel in den Spalt drückt, dabei schiebt ihr PVA und Wachs weg...

Nimmt man eingedicktes Epoxy, ist das ganze absolut narrensicher!

Rainer Seubert
 
timothy schrieb:
Ne klar nicht.
Ich dachte mir, dass Ovomaltine etwa die gleichen Eigenschaften hat wie dieses Pulfer, das R&G vertreibt. (vom Saugen her) Ja, wenns noch nimand ausprobiert hat, dann probiers ich eben mal selbst....:-)
Schöen Abend
Grüessly
Timo

:eek: :eek: :eek: :eek: :eek: :eek:

..naja, heute iss ja 1. April.. mach mal..
 
Plastelin

Plastelin

Hallo,

Plastelin geht nur schneller, das Ergebnis ist aber niemals eine scharfe Kante - da hab ich´s ganz mit Arne. Polyestersspachtel zu agressiv, der wirkt durch fast alles. Ich verwende eingedicktes Harz, fülle den Rand etwas höher, entferne nach dem aushärten das Urmodell und schleife plan. Da ich bei polierten Urmodellen mit Wachs schlechte Erfahrungen gemacht habe, kommt bei mir nur noch PVA zur Anwendung.
Der dunkle Streifen am linken Spant ist kein Spalt, sonder plan geschliffenes Harz.


Grüße Klaus
 

Anhänge

  • Aussch.jpg
    Aussch.jpg
    150,3 KB · Aufrufe: 47
  • Nase.jpg
    Nase.jpg
    93,6 KB · Aufrufe: 48
Hallo,

erstmal Dank für die reichhaltigen Antworten.

Nachdem was ich hier so gelesen habe, werde ich es mal mit eingedicktem Harz probeiren. Eigentlich war die Antwort ja schon in meiner Frage nach Spachtelmasse auf Epoxyd-Basis enthalten. Nächstes mal evtl. erst nachdenken und dann Fragen.

Auf eingedicktes Harz bin ich nicht gekommen, wei ich wohl immer zu früh geschliffen habe und sich das Zeug bei mir regelmäßig aufrollt und das Schleifpapier zusetzt. Also einige Tage aushärten lassen, nehme ich an.

Grüße

Klaus K.
 
klkr schrieb:
Hallo,

erstmal Dank für die reichhaltigen Antworten.

Nachdem was ich hier so gelesen habe, werde ich es mal mit eingedicktem Harz probeiren. Eigentlich war die Antwort ja schon in meiner Frage nach Spachtelmasse auf Epoxyd-Basis enthalten. Nächstes mal evtl. erst nachdenken und dann Fragen.

Auf eingedicktes Harz bin ich nicht gekommen, wei ich wohl immer zu früh geschliffen habe und sich das Zeug bei mir regelmäßig aufrollt und das Schleifpapier zusetzt. Also einige Tage aushärten lassen, nehme ich an.

Grüße

Klaus K.

hallo,

ich hab auch was dazu gelernt, danke.

wenn du microballons reintust schleift sichs besser. zum aushärten ist ein bischen temperatur anheben gut, so gute 40 grad, das hat noch lange nichts mit tempern zu tun, und da verzieht sich auch noch nichts, es geht aber viel schneller (die chemiker sagen über den daumen +10grad = doppelt so schnell).

hannesk
 
Hallo,

wenn ein Harz nach 24h noch schmiert, stimmt etwas nicht. Wie führst du deinen Mischungen aus?
Ich verwende seit Jahren für kleinen Mengen Einwegspritzen. Mit einer Kappe verschlossen kann ich die öfter verwende. In Verbindung mit Harz von emc härten Schichten deren Dicke man nicht mehr messen kann in 24h bei 20° perfekt aus – kannst auch noch einen 15`Härter verwenden.
Bez. tempern wäre ich vorsichtig – bei langen Formen kann ein tempern (und damit trocken) zu deutlichen Längenänderungen führen – sehr ungemütlich, wie Holz reagieren kann.
Microballons verende ich keine, tu mir nicht die Mühe mit dem Harz an, damit ich am Ende unzählige Hohlräume in der Oberfläche habe.


Grüße Klaus
 
Hallo,


ach noch etwas – beim herausnehmen des Urmodells aus der Trennebene kann es zu Problemen führen (gewollter Hochzug der Spachtelmasse am Urmodell und damit höher als der größte Durchmesser). Aus diesem Grund verwende ich ein längs geteiltes Trennbrett, das ich auf Verbindungslaschen schraube. Sobald es ans herausnehmen des Urmodells geht, löse ich die Schrauben einer Seite etwas und schlage an beiden Seiten des Trennbrettes (Stirnseite) einen schlanken Keil ein – somit ist das herausnehmen kein Problem mehr. Auf den Verbindungslaschen
liegt auch das Urmodell. Bei einsetzen des Urmodells zum abformen, presse ich mit Schraubzwingen die Trennbretter seitlich zusammen und verschraube dann.


Grüße Klaus
 
Hallo zusammen

Falls es jemand inrteressiert: Es geht nicht schlecht mit der Ovomaltine. Also wenn das Pulver mal ausgegangen ist, dann kanns zur not auch mit OVI passieren...

Grüsse
Timo
 
Klaus K. schrieb:
Hallo,

wenn ein Harz nach 24h noch schmiert, stimmt etwas nicht. Wie führst du deinen Mischungen aus?

Hallo Klaus K.,

ich benutze eine Waage mit 1/10 Gramm-Teilung. Geht auch bei kleinen Mengen ganz gut. Allerdings befindet sich mein "Bastelraum" im Keller, der nachts sehr auskühlt. Dadurch wohl die längere Aushärtezeit. Werde die ganze Geschichte in Zukunft in einem gut geheizten Raum aushärten lassen, wie ich es mit meinen Rümpfen schon mache. Allerding tritt dort die Endfestigkeit auch erst einige Tage nach dem entformen ein.

Zu deinem Beitrag über das geteilte Teilungsbrett: Gedanken über das herausnehmen des Urmusters habe ich mir auch schon gemacht und mit Schwierigkeiten durch Hinterschneidung gerechnet. Aus Trägheit hätte ich aber das Trennbrett warscheinlich nicht geteilt. Nach Deinem Beitrag werde ich es natürlich tun. Besten Dank.

Ich weiß immer noch nicht, ob "Ovomaltine" ein Witz sein soll.

Jede Menge Kläuse hier.


Freundliche Grüße

Klaus K.
 
Hallo,


für kleine Mengen, z.B. 20g ist mir eine 1/10g-Teilung zu grob. Bis die Waage anspricht ist schnell zu viel Härter im Mischbecher und wie bringt man den wieder raus. Lebensmittel im Formenbau :-( !?!?


Grüße Klaus
 
Ansicht hell / dunkel umschalten
Oben Unten