V-Max Evo II - Baubericht

Hallo Leute!

Ich habe vor einer Woche meinen V-Max Evo II bekommen und möchte den Bau gerne mit Euch teilen. Ja, ich habe eine neue Digitalkamera. Der V-Max ist mein zweites Voll-GFK Modell, vergangenes Jahr hatte ich den Absolute von FVK. An sich schlägt mein Herz ja eher für Holzmodelle, aber die schnellen Segler reizen mich doch auch. Der V-Max ist mir eigentlich passiert, ursprünglich wollte ich eine Mamba 3000 und habe die von Lindinger auch geliefert bekommen. Die Qualität hat aber nicht meinen Vorstellungen entsprochen und so habe ich eine Alternative aus dem Lindinger-Programm auswählen müssen. Und so ist es eben der V-Max geworden. Ich bin bis jetzt recht angetan von dem Flieger, die Qualität ist gut, nicht ganz so perfekt wie der Absolute, aber ich bin zufrieden. Und von der Formgebung finde ich den Evo II hinreißend!
Folgende Komponenten werde ich einbauen:

Mega Acn 22/20/2, Getriebe 4:1
TMM 8012-3 Exp Mega BEC+
Aeronaut 14 x 10
Kokam 3200 3s

QR, HR: Futaba FS 40
Wölb: HS 125

Bei der Auswahl des Antriebes bin ich von einem dreizelligen Lipo ausgegangen, bei einer eher moderaten Leistungsentfaltung. Ich habe Zeit. Und ich will guten Gewissens ein BEC verwenden können. Das System soll dann also zw. 50 u. 60 A ziehen.

OK, hier die ersten Bilder, die Teile einfach mal roh zusammengeschraubt. Die erste Öffnung für das WK-Servo ist bereits ausgeschnitten.
 

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Michael Brakhage

Vereinsmitglied
hallo

herzlichen glückwunsch. ich hab mir letztes jahr dem v-max evoII als 2te wahl bestellt. habe als einziges einige winzige lunker auf der flächenoberseite gefunden. ansonsten ist der flieger 100%ig.

mein antrieb ist der mega 22/30/2 3,5:1 PG
3s1p polyquest3700 mit aeronaut 18x11, jeti 70 amp.
der antrieb zieht am boden so um die 65 ampere.

als servos hab ich auf höhe und quer auch die fs40. andere bekommst du wegen der größe auch nicht unter.
auf den wölbklappen hab ich die hs125mg genommen. ist bei harten landungen vielleicht etwas stabiler.
wenn du dich genau an die anleitung hälst, wirst du eine absolut spielefreie anlenkung bekommen. ich hab mir zeit gelassen und war wirklich begeistert. ich hab zwar manchmal etwas gezweifelt, aber das ergebnis war wirklich sehr gut.

die einstellwerte kannst du so wie sie sind übernehmen. die passen.
ich hab letztes jahr leider nur noch so 10 flüge machen können. bin aber begeistert.

wenn dein regler-bec die 5 servos wegsteckt - ok. ich hab mir einen 4zelligen empfängerakku (kan650) gegönnt.
 

liber

User
Hallo Macfree,

wäre es möglich ein Foto zu machen mit dem LiPo im Rumpf? wie sind da die Platzverhältnisse? würde mich sehr interessieren das mal auf ein Foto zu sehen? würden da auch zwei 3200er passen? Auf dem Foto sieht der Evo II sehr filigran aus, wie sind deine die Eindrücke bezüglichkeit der Festigkeit?

Gruß
Paul
 
Hallo!

Danke für Deine Inputs! Das mit dem BEC hab ich mir reiflich überlegt. Während des Fluges spielen die Wölbklappen nicht mit, da sind also nur drei 9mm-Servos wirklich aktiv. Maximalstrom je 0,5A. Die größte Last tritt beim steilen Abstieg mit ausgefahrenem Butterfly auf, also allerhöchsten 1A auf QR und 2A auf WK, also in Summe 3A, was aber sicher zu hoch gegriffen ist. Das BEC kann kurzzeitig 4A, damit müsste ich also weit im grünen Bereich sein. Der Motor ist in dieser Flugphase sicher ausgeschaltet, erwärmt den Steller also nicht noch zusätzlich. Die Ausgangsspannung des BEC wird von 5V auf 6V hochgestellt, damit muss 1V Akkuspannung weniger verbraten werden. Meiner Meinung nach sieht das ganz gut aus.

Anbei die Bilder des Antriebsakkus. Im Originalzustand ist er nicht zu gebrauchen, da die Anschlusskabel seitlich weggehen. Nach entfernen des Schrumpfschlauches konnten die Kabel ohne zu löten nach vorne gebogen werden, danach wieder einschrumpfen und passt.
 

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Oh, da wart Ihr aber schnell...
Das vorige Bild ist auch von mir, aber das war der Dummy. Ist in wirklichkeit ein Zweizeller, den ich mit Depron und Balsa auf die Dicke des Dreizellers hingetrimmt habe. Stimmt aber genau.
@liber: Keine Chance auf zwei Dreizeller. Ich hab' jetzt mit dem Dummy und dem "Echten" 3s probiert, der Rumpf verjüngt sich nach hinten so schnell, es ist aussichtslos. Die Festigkeit ist für mich ausreichend vertrauenserweckend. Im Rumpf sind Kohlerovings speziell im Bereich der Flügelauflage, insgesamt macht alles einen guten Eindruck.

LG, Wolfgang
 
Einkleben des Motorspants

Einkleben des Motorspants

Ich habe einige Zeit überlegt, wie ich den Motorspant im richtigen Winkel einkleben kann, dass der Antrieb genau fluchtet. Die Lösung: Einkleben mit dem Antrieb! Ich habe am Motor drei Balsaklötzchen angebracht, die eine zentrische Ausrichtung des Antriebes im Rumpf gewährleisten. Der Klebstoff wird im Rumpf aufgebracht, damit gibt es die Klebstoffüberstände (UHU-Plus) nur vorne. Den Spant mit Kleber zu versehen hat wohl wenig Sinn. Am zweiten Bild sieht man gut, wie die Klebstoffüberstände um die Schrauben verronnen sind. Die Schrauben waren aber relativ leicht zu lösen. Hätte ich den Spant ohne Schrauben verklebt, müsste ich jetzt UHU-Plus wegdremeln...
 

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Michael Brakhage

Vereinsmitglied
hi

meine 18x11 so um die 4850.... plus minus ein paar zerquetschte......

das reicht für knapp 3,3kg standschub. steiggeschwindigkeit ca. 18m/s senkrecht.

dafür wiegt er auch nur 1450 gramm.
 
Vorbereiten der Flächenservos

Vorbereiten der Flächenservos

Vorerst wird ein Schutz für die Flügelspitzen hergestellt. Ich hab nicht so viel Platz in der Werkstatt und stoße bald mal wo an. Der Schutz ist aus dem Karton des Schulze-Empfängers, daher das arge Rosa.

Für die WK kommt das HS 125 , 10mm Breite, auf QR das Futaba FS 40 mit 9mm. Der Einbau ist absolut kritisch. Es ist extrem eng. damit die Servos in die nötige Position flutschen, müssen sie zusätzlich noch abgeschliffen werden. Speziell beim HS 125 stehen die Schraubenköpfe des Gehäuses über und würden sich durch die Oberschale des Flügels deutlich abzeichnen. Auf Bild 2 sind die abgeschliffenen Schraubenköpfe gut zu sehen. Wenn die Servos mal eingeklebt sind, geht nichts mehr. Dann müssen die Lötungen des Kabelbaums und die Gestängelängen absolut passen.
 

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Die Werte klingen ja gut !

Mein Nuri steigt zwar nicht senkrecht beschleunigend aber dennoch mit ca. 25-29 M / Sec. Vielleicht so ca. 60-70 '.

Aber senkrecht macht mehr her.

Gruß Andreas
 
QR-Servo vorbereiten

QR-Servo vorbereiten

Das Querruder wird vom Servo in einer Ebene angelenkt, also Servo und Ruderhorn sind an der Unterseite. Das FS 40 hat 9mm mit einer Stellkraft von 15Ncm, ist also kein Bär. Für mich war es daher wichtig, dass das Servo mit dem QR in einem günstigen Hebelverhältnis arbeitet. Original dreht das Servo an meiner MX-22 nur knapp über 30°, das war mir zuwenig. Durch Verlängern des Servoweges im Sender konnten die üblichen 45° aber leicht erreicht werden. Das QR muss ca. 20° ausschlagen, also ist ein Hebelverhältnis von 1:2 richtig. Dadurch muss das Ruderhorn aber 12mm lang sein, die Originalteile waren daher für mich nicht zu gebrauchen. Das lange Ruderhorn sieht zwar nicht sehr schön aus, dafür hat das Servo aber ideale Arbeitsbedingungen (Bild 5). Man sieht auch schön, wie das Servo angeschliffen wurde, damit es in die Fläche gleitet. Eine Herausvorderung ist das Ermitteln der richtigen Gestängelänge. Ich habe mir dazu einen kurzen Dummy gebogen, der in das Ruderhorn eingehängt wird (Bild1). Am Gestänge wird als Meßlehre ein Stück Schrumpfschlauch aufgebracht. Nachdem alles in die richtige Position gebracht wurde, wird der Schrumpfschlauch auf die Höhe des Dummys geschoben (Bild 2). Damit ist die richtige Länge eingemessen. Danach wird alles ausgebaut und mit dem Dummy am Gestänge die endgültige Länge angemessen (Bild 3). Die Methode ist aber nicht ultragenau, letztlich hat es doch erst bei der 3. Version gepasst. Es geht da wirklich um Zehntelmillimeter. Das QR-Gestänge wird Z-förmig gebogen, die Kröpfungen sollten wirklich rechtwinkelig sein, was oft gar nicht so leicht hinzukriegen ist. Aber irgendwie geht's dann doch (Bild 4). Was habt Ihr da für eine Methode?
 

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Gestängeanschlüsse herstellen

Gestängeanschlüsse herstellen

Die Gestänge aller Servos müssen in die innerste Bohrung des Servohebels eingehängt werden. Damit ist für einen Gabelkopf kein Platz (Bild 3). Eine Z-fömige Abkröpfung wollte ich nicht. In der Bauanleitung wird vorgeschlagen, MS-Rohr auf das Gestänge zu löten, aber ich habe keine Rohr mit 1,5 mm Innendurchmesser gefunden. Ich mache es daher mit kleinen Ringen aus 0,5mm Silberdraht (Bild 1). Damit der Ring in der richtigen Position ist, verwende ich ein Schnippsel vom Servohebel als Distanzstück (Bild 2). Beim Löten von Eisen verwende ich immer Lötwasser (Bild 4). Soviel ich weiß, enthält das aber Salzsäure, also anschließend gut spülen. Das Ergebnis entspricht meinen Vorstellungen (Bild 5 u. 6). Am Schaft des Servohehebels muss trotzdem noch mit dem Messer ein wenig abgetragen werden (Bild 7).
 

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Michael Brakhage

Vereinsmitglied
hallo

ich hab einfach eine m2 mutter aufgelötet. dies ging auch recht gut. nach dem löten hab ich sie mit dem dremel abgeschliffen. sieht jetzt rohrmässig aus und hält wunderbar.

ich seh schon. auch du hällst dich sehr an die anleitung. mach weiter so. es sieht auf den ersten blick etwas seltsam aus, scheint aber sehr bewährt zu sein. die fs40 haben mit den querrudern keinerlei probleme. die querruderwirkung ist sowieso extrem gut. ich wollte erst die wölbklappen hoch mit halben ausschlägen zum quer hinzu mischen. habs dann aber sein gelassen, weils einfach übertrieben ist.
einzig die butterflystellung hab ich geändert. die wölbklappen schlagen ca. 55 grad nach unten aus. die querruder hab ich etwas weiter als angegeben nach oben eingestellt. dadurch kann ich die tiefenruder zumischung verringern.
der v-max ist jetzt über den gesamten weg der butterfly-mischung absolut momentlos..... so wie es sein sollte.

@hotwinglet

warst du eigentlich in osnabrück auf dem nuritreffen im letzten jahr? habe irgentwie deine nurflügel hotties vermisst.
 
Chaos

Chaos

Danke für Deine Tips! Derzeit mach ich mir über die Akkubefestigung Gedanken. Wie hast Du das gelöst?

Manchmal frage ich mich, wie ich in diesem Chaos arbeiten kann...
 

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Ulti

User
Hi Michael !!

Das klingt ja ganz plausiebel was du da schreibst !!
Eine Kleinigkeit versteh ich aber nicht :
Indem du die Querruder mehr nach oben fährst brauchst du WENIGER ?? Tiefenruder ????:confused: :confused: :confused:

Das sollte doch ehr umgekehrt sein, d.h. mehr Querruder nach oben heißt mehr Tiefenruderausgleich !!!!!;) ;)

Greets............................Olli..........................:)
 
Vorbereiten der WK-Servos

Vorbereiten der WK-Servos

Für die Wölbklappen kommt das HS 125 zum Einsatz. Die Wölbklappen werden über Kreuz angelenkt, also Servo unten, WK-Ruderhorn oben. Zuerst ist also der Durchtritt an der Flächenoberseite auszunehmen (Bild 1). Das Gestänge ist U-Förmig gebogen, also beide Kröpfungen in die gleiche Richtung. Der Flächendurchtritt und die Ruderhörner liegen auf einer Linie. Das ist schlecht, weil das Gestänge ja seitlich am Horn vorbeigeht, um 3mm versetzt (Bild 2). Das hat zur Folge, das das Gestänge nicht mehr in das Ruderhorn eingehängt werden kann, wenn es mal verklebt ist. Daher werden die Ruderhörner ganz zum Schluss eingeklebt, nach dem Servo.
 

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Servos einlöten-Kabelbaum

Servos einlöten-Kabelbaum

Die Servokabeln müssen durch die Einführung in der Flächenmitte zu den Servoschächten gezogen werden. Das hat mir einiges Kopfzerbrechen bereitet, es ist mir zuerst nicht gelungen, durch den Flügel durchzukommen. Ich habe dann den Staubsauger an den Servoschacht gehalten und einen dünne Faden vom Mittelteil aus einsaugen lassen. An dem Faden konnte ich dann die Kabeln nachziehen (Bild 1). Ich verwende vier Adern pro Flügel. Für Plus und Minus 0,35 qmm, für die beiden Impulsleitungen 0,15 qmm, alles Silikonkabeln. Damit bleibt der Kabelbaum schön schlank und geschmeidig.
Ich habe erst die außenliegenden QR-Servos verlötet (Bild 2 u. 3), danach die WK-Servos. Dadurch konnte ich die für das Löten notwendigen Überlängen am Kabelaustritt rausziehen und der Kabelbaum liegt ohne Schleifen im Flügel. Nach dem QR-Servo muss das WK-Servo in die Plus und Minusleitung eingeschliffen werden (Bild 4).
Es sind also drei Adern miteinander zu verlöten, was mit zwei Händen auf engem Raum kaum zu machen ist. Mit einem geschlitzten Stück Silikonschlauch können zwei Kabeln aber schön parallel ausgerichtet werden (Bild 5 u. 6), die dritte Ader kommt dann per Hand dazu. Der Silikonschlauch ist auch ein idealer Anfasser, weil er gegen Hitze isoliert.
 

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