Vakuumventil für feinfühliges Hochfahren des Unterdrucks ?

rossi61

User
Hallo zusammen,

da mir der Unterdruck im Folienschlauch beim Anlaufen der Vakuum-Pumpe trotz eines angeschlossenen Vakuumventils (von R+G) viel zu schnell ansteigt und das Ventil ohnehin erst unterhalb von 0.5 bar eine Regelwirkung zeigt, bin ich auf der Suche nach einem besser geeigneten Ventil oder einer anderweitigen Lösung. Da ich u. a. Bauteile in CFK-Nomex-CFK Positivbauweise mittels innen liegender Styroporkerne herstelle, ist es wichtig, das Vakuum recht niedrig bis zirka 0.5 bar, feinfühlig und konstant einstellen zu können, damit der Styropornkern nich zerquetscht wird. Hat da jemand eine Idee ?

VG
Holger
 
Wenn dir die Belüftung durch die R&G Ventile nicht ausreicht (d.h. zu wenig Undichtigkeit), dann hast du eine kräftige Pumpe. Mit kleinen Pumpen (in der Größenordnung 3m³/h) kommt man gegen ein voll aufgedrehtes R&G-Ventil kaum an. D.h. du brauchst einfach mehr Leckluft -> z.B. in die Zuleitung einen Y-Verteiler zu einem offenen Schlauchstück einknüpfen.
Lars
 
Oder, wenn es professioneller sein darf : eine Regelbare Vakuumpumpe : )

Die lässt sich auf wenige mbar genau einstellen und regeln und erreicht bei mir reale Drücke von bis zu 2,5mbar 😁

Kostet aber natürlich ein paar Euro.



Vakuumpumpe.jpg
 

JK1967

User
Oder „semi-professionell“:

Ich habe einen Düsenstock in die Absaugleitung geschraubt. Mit der Düsennadel lässt sich das Vakuum bzw. die Leckrate sehr feinfühlig regulieren.

VG und gutes Gelingen,
Jörg

PS: war ein Düsenstock von einem 10 ccm Webra, aber Rossi geht bestimmt auch ;-)
 
Vakuumpumpen mögen keine Leckluft - vor allem nicht auf Dauer. Daher der Regler von SMC (ganz oben). Der regelt ohne Leckluft - die Pumpe arbeitet also immer gegen ein volles Vakuum. Mit dem Regler lässt sich so nicht nur zu Beginn zum Ausrichten mal kurz der Druck runterregeln sondern auch auf bestimmte Drücke für lange Zeit konstant einregeln (auch wenn sich etwas an der Dichtigkeit über die Zeit ändern sollte). Kostet auch nicht die Welt (im Vergleich zur Anschaffung einer neuen, regelbaren Pumpe), gibt es auch mit Digitalanzeige und oder mit Druckschaltern (Stichwort: Vacuumtank) und mit allen möglichen Anschlüssen. Damit lässt sich wirklich extrem gut arbeiten...
 

rossi61

User
Hallo,

vielen Dank für eure Empfehlungen und Tipps. Ich habe eine kompakte Thomas/ Rietschle Zwei-Kolben-Pumpe, die ganz gut Luft zieht.
Auf wenn ich ein eingefleischter Verbrenner-Flieger bin , der gerne an Düsennadeln in Düsenstöcken dreht, habe ich mich doch für den Vakuum-Regler SMC IRV10 C08 entschieden und gerade bestellt. Werde nach Erhalt einmal über meine Erfahrungen damit berichten.

VG
Holger
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich habe ein 50Liter Alu Fass als Vakuumspeicher integriert und nutze einfach einen Absperrhahn im 6mm Vakuumschlauch. Ich belege erst die ganzen Anlage inkl. Fass mit Vakuum. Dann lasse ich die Pumpe einen gewissen Unterdruck im Sack herstellen, so dass es sich noch alles bewegen lässt. Dann stelle ich die Pumpe ab und dosiere mit dem Vakuum aus dem Fass den Unterdruck und zupfe alles zurecht bis es passt. Dann Pumpe an und Absperrhahn voll auf. Klappt super. Das Messingfarbende ding von R-G habe ich auch noch irgendwo rumliegen, war irgendwie nichts.
 

Mc.Fly

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Nehmt doch einfach ein Drossel Rückschlag Ventil am y oder t Stück falsch herum verbaut. Kostet fast nichts und ist super feinfühlig. Habe an meiner Thomas Pumpe zwei Stück für die Nebenluft verbaut.
 

Lownoise

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Oder „semi-professionell“:

Ich habe einen Düsenstock in die Absaugleitung geschraubt. Mit der Düsennadel lässt sich das Vakuum bzw. die Leckrate sehr feinfühlig regulieren.

VG und gutes Gelingen,
Jörg

PS: war ein Düsenstock von einem 10 ccm Webra, aber Rossi geht bestimmt auch ;-)
Genau so habe ich es auch gemacht, Vergaser vom 10er, funktioniert super!

Falls das nicht ausreichen sollte: Man kann auch in den Schlauch oder besser in ein Kunststofröhrchen dazwischen kleine Löcher rein bohren, und diese je nach gewünschter Vakuumstärke mit Klebeband schließen oder öffnen.
 
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